Freitag, 10. Januar 2014

WIPPERFÜRTH-KÖLN: Tötungsdelikt z.N. von Malgorzata Alicja Galaj

Jugendliche entdecken Leiche im Stausee

Drei Jungs sehen eine Tasche im Wasser treiben. Neugierig ziehen sie das Fundstück an Land und öffnen es. Der Inhalt der Tasche ist einfach nur grauenvoll: Es ist die Leiche einer Frau. Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf, doch niemand scheint die Tote zu kennen. Dann aber meldet sich die polnische Polizei: Es gibt einen DNA-Treffer.

Erste Spuren zur Frauen-Leiche
Malgorzata Alicja Galaj wurde 1963 in Auschwitz geboren und wird seit 1997 in Polen vermisst
Foto: Polizei

Wer ist die unbekannte Frau, die von ihrem Mörder in eine Tasche gepackt und zusammen mit mehreren Steinen in der Neyetalsperre in Wipperfürth bei Köln versenkt wurde? Seit dem Fund der Leiche am 3. August 1997 beschäftigt die Polizei diese Frage. Ende 2011 bekommt die Kripo Köln einen entscheidenden Hinweis aus Polen.

Opfer aus Polen


Die polnische Polizei kann den Kollegen aus Deutschland weiterhelfen: Die Vermisste heißt Malgorzata Alicja Galaj - geboren 1963 in Auschwitz. Sie gilt seit 1997 in Polen als vermisst. Eine frühere Schulkollegin von Malgorzata Galaj kann den deutschen Ermittlern einiges über die Tote erzählen.

Letzter Besuch

Der letzte Kontakt zwischen den beiden Frauen sei im Juni 1997 gewesen, erzählt die Zeugin der Polizei. Malgorzata habe sie zusammen mit zwei unbekannten Männern in Auschwitz besucht. Die damals 33-Jährige sei auffallend aufreizend gekleidet gewesen. Möglicherweise arbeitete sie als Prostituierte und verwendete dabei den Namen "Frau Beata". Ihre beiden männlichen Begleiter seien ein Pole und ein Deutscher gewesen, der den Namen "Olaf" getragen haben könnte.

Die Aussage der Freundin hilft den deutschen Ermittlern. Doch auf die Spur des Mörders führt sie nicht. Bis heute ist unklar, wie Malgorzata Galaj in die Nähe von Köln kam. Es konnten bisher keine Personen in Deutschland gefunden werden, die Malgorzata Galaj kannten.

Beschreibung von Malgorzata Galaj (zum Zeitpunkt des Mordes, vermutlich Juli 1997: 

  • 33 Jahre alt, 
  • 1,60 m groß, 
  • etwa 52 kg, 
  • blond gefärbte, ca. 20 Zentimeter lange Haare, 
  • auffallend schlechte Zähne. 
  • Sie trug ein pinkfarbenes Trägershirt, Größe 34, sowie einen rosafarbenen Slip mit Spitze im vorderen Bereich. 

Wichtige Gegenstände:

  • dunkelblaue, an manchen Stellen braun abgesetzte Reisetasche, Masse 70 x 40 x 38 cm, auf einer Seite zwei grüne, aufgesetzte Taschen, teils mit hellbraunem Gurtband abgesetzt; auf der Unterseite zwei Rollen.Verschnürt war die Tasche mit gelber Wäscheleine, daran ein grünes Preisschild;
  • dunkelblaues, samtartiges Haarband mit kleeblattförmigen Anhängern;
  • Plastiktüte, Werbeaufschrift "Das Bayerische Meeehr, Chiemsee, ganz klar - Ihr Kur- und Feriengebiet";
  • blauer Müllsack.

Fundort der Leiche:

Neyetalsperre in Wipperfürth bei Köln, vermutlich im Juli 1997 über die Staumauer geworfen.

Fragen nach Zeugen:
 

  1. Wer hat Malgorzata Galaj gekannt und kann Näheres über ihre Lebensumstände sagen? 
  2. Wer hat gesehen, wie die Reisetasche vermutlich im Juli 1997 in den Stausee der Neyetalsperre geworfen wurde?
  3. Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord und der Beseitigung der Leiche in Verbindung stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Köln, Telefon 0221 / 22 90

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