Dienstag, 30. April 2019

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Dr. Doll

Warum wurde Dr. Doll ermordet? 

Dieser Fall hat über die Grenzen Berlins herraus, viele Menschen berührt. Die Tat erscheint sinnlos und doch ist sie geschehen. 

Am Abend des 12. Januar 2018 wurde der 67-jährige Arzt, Dr. Doll, in Marienfelde erschossen. Der Getötete hatte in der Malteser Straße 170-172, in dem dortigen Gewerbekomplex, seine Praxis. Als der Arzt zwischen 19.20 Uhr und 19.25 Uhr das Gebäude verließ und den Innenhof betrat, wurden mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Der Täter hatte genaue Ortskenntnis und lauerte dem Opfer auf, als dieses lange nach Praxisschließung zu seinem dort abgestellten Pkw gehen wollte. Nach der Tat flüchtete der Mörder.


Opfer Dr. Doll
Foto: Polizei Berlin 


Die 8. Mordkommission fragt: 

  1. Wer kannte Dr. DOLL persönlich und wurde vor dem 12. Januar 2018 von fremden oder bekannten Personen auf dessen Lebensumstände und Gewohnheiten angesprochen?
  2. Wer kennt Personen aus dem Umfeld von Dr. DOLL, die eine Schusswaffe besitzen oder besaßen?
  3. Hat sich jemand aus diesem Kreis nach einer Schusswaffe erkundigt oder wollte eine erwerben?
  4. Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Tat oder dem Täter geben?


Seitens der Staatsanwaltschaft Berlin wurde für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000,- Euro ausgelobt.

Hinweise nimmt die 8. Mordkommission in 10787 Berlin-Tiergarten, Keithstraße 30, unter der Rufnummer (030) 4664-911888, per Mail oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Donnerstag, 25. April 2019

KREFELD: Tötungsdelikt z. N. von Michael Krieger (1991)

Die Mordkommission rollt den Fall Krieger auf und sucht nach neuen Hinweisen 

Den Fall Michael Krieger aus Krefeld kenne ich schon lange. Damals wurde in der Sendung "Ungeklärte Morde" auf RTL2 nach dem Mörder von Michael Krieger gesucht. Dieser Mordfall blieb mir besonders in Gedächtnis da die Tat, hinter einem erleuchteten Glasschaufenster und bei einer viel befahrenen Straße geschah. Leider gab es schon damals nicht den entscheidenen Hinweis, der zum Täter führte. Vielleicht war es noch zu Früh nach Mitwissern zu suchen, aber jetzt nach so langer Zeit gibt es vielleicht doch Menschen die was über den Fall wissen und nun sprechen werden. Dies können die Personen auch ganz anonym. Die Polizei Krefeld hat dazu ein Anonymes Hinweisportal errichtet. Dort werden die Daten verschlüsselt und es gibt keine Möglichkeit der Rückverfolgung.

Sachverhalt:

Es ist der 1. Januar 1991. 

Der 26-jährige Michael Krieger ist ein beliebter und fleißiger junger Mann. Er ist sehr ehrgeizig und hat immer wieder neue Geschäftsideen. Im Jahr 1991 betreibt er mit seiner Schwester zusammen, ein Sonnenstudio. Dieses betribt er sehr erfolgreich. Seinen sicheren Arbeitsplatz als Autoverkäufer behält er trotzdem. 

Michael Krieger arbeitet in einem Sonnenstudio in Krefeld und macht Abrechnungen. In dem hell erleuchteten Schaufenster entdecken zwei weibliche Bekannte Michael Krieger und gesellen sich zu ihm. Zusammen trinken sie Kaffee, rauchen Zigaretten und unterhalten sich. Gegen 16.45 Uhr kommen auch vier Fahrer eines medizinischen Transports an Michael Kriegers Studio vorbei. Sie laden Pakete aus dem Nebengebäude in einen Sprinter.


Warum musste Michael Krüger sterben?
Foto: Polizei Krefeld 


Die beiden Frauen verabschieden sich kurz vor 17 Uhr von Michael Krieger. Ohne von den Frauen gesehen zu werden, betritt kurz darauf ein Mann das Sonnenstudio. 


Dieser könnte zugleich auch der Mann sein, der dem Leben von Michael Krieger kurz darauf ein Ende setzte. 


Die vier Fahrer sehen den Unbekannten nur von hinten, bemerken aber nichts Ungewöhnliches. Sie verschwinden im Nebengebäude, um weitere Pakete zu holen.


Als sie wenige Minuten später wieder am Schaufenster vorbeikommen, entdecken sie eine Blutlache im Laden. Sie sehen nach und finden Michael Krieger im hinteren Teil seines Sonnenstudios. Der Täter hat nicht nur mehrfach auf ihn eingestochen, sondern auch seine Kehle durchgeschnitten.


So eine Frisur, soll der Täter getragen haben.
Foto: Polizei Krefeld 


Personenbeschreibung:

  • Der mögliche Täter war damals Anfang bis Mitte 30 und 1,70 bis 1,75 m groß. 
  • Er soll dem Typ „Macho“ oder „Dandy“ entsprechen. 
  • Er hatte gepflegtes schwarzes Haar, nackenlang und trug eine Föhnfrisur. 
  • Er hatte einen dunklen Teint – womöglich ein Ausländer aus dem Süden oder auch ein regelmäßiger Besucher eines Sonnenstudios.
  • Der Gesuchte trat insgesamt gepflegt auf und trug am Tattag eine karierte Jacke.

Tatwaffe:
  • Messer, Klingenlänge: 8 bis 10 cm;
  • schmale, einseitig geschliffene und robuste Klinge. 


Was war das Motiv der Tat? 

Das Motiv für die Tat ist bis heute vollkommen unklar. Denn im Sonnenstudio wurde nichts gestohlen. Neben der Kasse lagen Geldscheine, die den Täter aber wohl nicht interessiert haben. Die Polizei konnte bis heute niemanden schnappen.

Wurde Michael Krieger aus Eifersucht umgebracht?

Michael Krieger war ein Sunnyboy, der nie ‚Nein‘ zu einer schönen Frau gesagt hat, auch nicht während seiner festen Beziehungen. „Aktenzeichen XY“ hofft auf Hinweise von Personen, die von möglichen Konflikten von Michael Krieger wussten und eventuell bislang nicht darüber gesprochen haben. Dass ungeklärte Verbrechen auch Jahre später aufgeklärt werden können, beweist der Fall der Lolita Brieger. 




Fragen nach Zeugen:

  1. Wem sind Konflikte zwischen Michael Krieger und anderen Personen bekannt?
  2. Wer kann Angaben zum Täter machen?
  3. Wer hat den Täter am 1. Januar 1991 gegen 17 Uhr in der Nähe der St.-Anton-Str. 69 in Krefeld oder im Sonnenstudio von Michael Krieger gesehen?
  4. Wer hat am Tatort sonstige Beobachtungen gemacht, die etwas mit dem Verbrechen zu tun haben könnten?
  5. Wer hat den Täter auf der Flucht gesehen? Nach der Tat dürfte seine Kleidung blutverschmiert gewesen sein.

Belohnung: 
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: 
Kripo Krefeld, 
Telefon: 02151 / 634 0

Montag, 15. April 2019

HAMBURG: Tötungsdelikt z. N. von Rene G.

Obdachloser brutal getötet

Rene G. wurde getötet. Der Mord an dem Obdachlosen aus Hamburg ist ungeklärt. Bis heute läuft der Täter frei herum. Wer den Mörder kennt, bekommt eine Belohnung. 



Wer schlug Rene G. so brutal zusammen, das er an den Verletzungen starb?
Foto: Polizei Hamburg 


Im August 2018 ist der Obdachlose Rene G. in Hamburg verprügelt worden.
Rene G. starb wenige Tage später aufgrund schwerer inneren Verletzungen.
Bis heute ist der Fall Rene G. immer noch ungeklärt, sein Mörder auf freiem Fuß
Die Polizei Hamburg hat eine hohe Belohnung ausgesetzt und hofft auf Hinweise. 
Für Hinweise zu dem Fall eines getöteten Obdachloses vergangenen August in Hamburg, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euroausgesetzt.


Der Mord soll sich nach Ermittlungen der Polizei zwischen dem 28. und dem 30. August 2018 ereignet haben. Der 35-jährige Rene G. soll sich zu diesem Zeitpunkt mit anderen Obdachlosen in der Ottenser Hauptstraße in Hamburg aufgehalten haben, vor dem dortigen Eingang zum Mercado-Center. Die Polizei geht davon aus, dass Rene G. in diesem Zeitraum von einem Unbekannten derart geschlagen und getreten wurde, dass er einige Tage später, am 30. August, in einem Park in Sankt Pauli zusammenbrach. Obwohl der 35-Jährige sofort in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, starb er am nächsten Tag aufgrund seiner schweren inneren Verletzungen.


Die Mordkommission führt die Ermittlungen zu diesem heute noch ungeklärten Fall des getöteten Obdachlosen Rene G.. Für Hinweise, die zur Ermittlung eines Täters führen, ist von der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt worden.


Zeugen, die den Vorfall bzw. eine Schlägerei beobachtet haben oder sonst Angaben zu diesem Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 bei der Polizei Hamburg oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Montag, 8. April 2019

SCHAEPHUYSEN: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten Mannes (1996)

23 Jahre alter Cold Case wurd neu aufgerollt 

Wer kennt den unbekannten Toten


Vor fast 23 Jahren findet ein Jäger eine Leiche im Wald in Schaephuysen. Es gibt keinerlei Spuren, und niemand scheint den Toten zu kennen. Ich kann mich noch sehr gut an diesen Mordfall erinnern, denn dieser Fall wurde auch in der RTL2 Sendung "Ungeklärte Morde" vorgestellt. Ich hatte auch lang nichts mehr über den Fall gehört und er verschwand langsam aus meinen Gedächtnis. Umso mehr freut es mich, das der Fall nun nochmal neu aufgerollt wird und man nocheinmal versucht  die Identität, des unbekannten Mordopfers zu ermitteln. 


Es ist der einzige Mord im Kreis Kleve, den die Ermittler nie aufklären konnten. Nun nehmen sich die Ermittler erneut alle Akten zu Hand und versuchen den Fall doch noch aufzuklären. 



Mit diesem Bild wurde im Jahr 1996 versucht, die Identität, des unbekannten Toten zu ermitteln.
Foto: Polizei Krefeld 


Fast eine Woche lang hatte es geregnet, da kam an diesem kalten Sonntag, es war der 8. Dezember 1996, die Sonne heraus. Ein Jäger, hat seinen Hund an die Leine genommen und ist mit ihm ins Grüne gelaufen. In der Kiesgrube in Schaep­huysen, die seit Jahren stillgelegt und zugewuchert ist, will der Mann seinen Jagdhund trainieren. Der Jäger sagte später, dass er glaubte, eine Puppe zu sehen, die da nackt auf dem Waldboden lag. 
Doch eine Puppe, das weiß der Jäger sofort, hätte sein Hund nicht gewittert. 

Der Tote liegt nackt im Gestrüpp, seine Arme und Beine unnatürlich vom Körper abgespreizt, mit den Ästen auf dem Waldboden verschlungen. Ein Oberschenkel ist zerschlagen, der Oberkörper malträtiert. Das Gesicht zugeschwollen und entstellt. Allein auf den Kopf hat der Täter 16 Mal zugeschlagen, vermutlich mit einem Stahlrohr. 
Viele Fälle der Krefelder Kriminalpolizei sind aufgeklärt, aber dieser eine leider nicht. Der Tote in der Sandkuhle, ist noch ungeklärt. 


Normalerweise beginnen die Ermittler mit der Suche nach Zeugen. Doch nicht in der Sandkuhle. Drumherum gibt es keine Häuser, keine Nachbarn. Es hatte tagelang geregnet, kaum jemand war draußen im Wald gewesen. Und der Regen hatte auch jegliche Spuren weggewaschen. Der Waldboden ist aufgeweicht, Reifenspuren haben sich aufgelöst. 


Und auch an dem Toten finden die Ermittler nichts. Keine Kleidung, kein Schmuck, keine Spuren. Lediglich eine lange Narbe am Bein ist markant. Der Täter, hat den Mann all seiner Merkmale beraubt. Nichts sollte darauf hinweisen, wer er ist und woher er kommt, nichts sollte ihn identifizieren. Ohne Zeugen, seien Rückschlüsse auf den Täter beinahe unmöglich. 


Nun rollt eine junge Kriminalkommissarin den Fall neu auf. Nun wurde anhand des Schädels des Toten, eine verbesserte Fotomontage  erstellt.


Dass sich Täter und Opfer kannten, ist für die Ermittler klar. Wenn die Polizei wüsste, wer der Tote war, könnte man wahrscheinlich auch seinen Mörder finden.


Dass sich Täter und Opfer kannten, Streit hatten, dass es sich um eine Beziehungstat handelt, zeigt auch das „Übertöten“, von dem die Ermittler sprechen. Der Täter hat häufiger zugeschlagen, als es nötig gewesen wäre. Beim 16. Hieb war der Mann längst tot. So schlage keiner zu, um einen Menschen auszurauben.


Was die Ermittler 
noch sicher wwissen ist, dass der Fundort nicht der Tatort ist. Das zeigen die Totenflecken. Sie beweisen, dass die Leiche mehrere Stunden gelegen hat und dann transportiert wurde. Vermutlich mit einem Auto sei der Täter, vielleicht waren es auch mehrere, so nah wie möglich an die Sandkuhle herangefahren und habe den Mann eine Böschung hinabgeworfen. 


Das einzige, was die Ermittler an der Leiche finden, ist eine Faser, Polyester, bordeauxrot. Daran hängen Hundehaar und Dreck. Es ist wahrscheinlich, dass die Faser zu einer alten Hundedecke gehört, in die der Leichnam für den Transport eingewickelt wurde.


Sieben Tage lang hat der Tote dann im Regen auf dem Waldboden gelegen, schätzt Dr. Jürgen Bartz, damals Rechtsmediziner der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er findet bei der Obduktion auch schwere Verletzungen an den Händen. Sie sprechen dafür, dass der Mann versucht hat, sich vor den Schlägen auf den Kopf zu schützen.


Bartz schätzt, dass der Mann bei seinem Tod etwa 40 Jahre alt war. Das dunkelbraune Haar hat graue Ansätze und Geheimratsecken. Auffällig sind seine Zähne, die vorne sind braun und von Karies durchlöchert, hinten trägt er Zahnersatz. Das spricht dafür, dass der Mann nicht viel Geld hatte. Sonst hätte er alles machen lassen. Bei den Prothesen hat der Zahnarzt ein Amalgam mit hohem Quecksilberanteil verwendet. Das ist in Deutschland 1996 verboten, in Osteuropa aber noch weitestgehend erlaubt. Da auf den Höfen in der Nähe viele polnische Erntehelfer arbeiten, geht die Polizei davon aus, dass der Tote aus Polen stammt.


Irgendwo in einer polnischen Stadt gibt es also wahrscheinlich eine Familie, die ihren Sohn, Mann, Freund oder Vater vermisst. Die wahrscheinlich auch eine Vermisstenanzeige aufgegeben hat. Ein Abgleich mit den Behörden in Polen sei Mitte der 90er Jahre aber noch fast unmöglich gewesen, eine zentrale Kartei gab es nicht. Ob irgendwo in einer kleinen Polizeistation in einer Schublade eine Vermisstenmeldung mit dem Namen des Toten aus der Sandkuhle liegt, wisse man nicht. 



Der Kriminalpolizei  blieb also nur, rund um Schaep­huysen zu ermitteln. Sie schauen sich auf den umliegenden Höfen um, beobachten die polnischen Gastarbeiter, durchsuchen Autos und durchkämmen Kofferräume nach der bordeauxrote Hundedecke – ohne Erfolg. Heute könnte man ganz anders fahnden, nan Gat einfach mehr Möglichkeiten. Die polnischen Behörden seien besser vernetzt, die Kommunikation einfacher. Auch Hautschuppen ließen sich analysieren, damals habe man nur die Fasern untersucht. Fände sich nur eine Hautschuppe, könnte man damit eventuell den Fall lösen. Doch ob es noch Proben von der Decke gibt, ist nicht klar.

Nun will eine junge Kriminalkommissarin, den Fall neu aufrollen. Was damals noch nicht möglich war, hat sie veröffentlicht: Ein digitales Phantombild, das anhand der Fotos des Toten rekonstruiert wurde. Nun ist es, als schaue man nicht mehr auf eine Zeichnung, sondern auf ein Foto. Als stünde man dem Menschen, der damals tot in der Sandkuhle lag, gegenüber. Die Fotomontage soll sich im Internet verbreiten, vor allem über Facebook, und vielleicht klären, ob irgendwo in Polen vor 23 Jahren ein Mann nicht mehr nach Hause gekommen ist.


Der Tote aus der Sandkuhle liegt in einem anonymen Grab auf dem nachgehen.


Beschreibung


Der Mann war zwischen 35 und 50 Jahre alt, 
etwa 1,70 Meter groß, Schuhgröße 40/41, Gewicht 76 Kilogramm, mittelkräftiger Körperbau, dunkelbraune, leicht gelockte Haare, 
an den Schläfen ergraut, Oberlippenbart, 
an Kinn und Wangen ein Dreitagebart, 
ältere Narbe am rechten Unterschenkel. 


Kontakt 

Hinweise an die Kriminalpolizei in Krefeld, Telefon 2151 6340 oder hinweise.krefeld@polizei.nrw.de