Freitag, 28. November 2014

NIENBURG: Tötungsdelikt z.N. von Stanislava Kratininova (1999)

Polizei bittet um Mithilfe


Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Nienburg haben die Ermittlungen in dem Mordfall "Stanislava Kratinova" wieder aufgenommen und setzen auf Aktenzeichen XY. Vor nunmehr 15 Jahren wurde die damals 42-Jährige auf dem Waldparkplatz an der B 214 zwischen Rodewald und Wendenborstel tot aufgefunden. Der Mord an der tschechischen Staatsangehörigen konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Wer kannte Stanislava Kratinova?
(Aufnahmejahr 1999)
Opfer Stanislava Kratininova 
Wer kannte das Opfer, ihr Lebensumfeld und ihre Gewohnheiten?
Foto: Polizei


"Wir wollen den Fall mit der ZDF-Sendung erneut in Erinnerung bringen und uns an ein bundesweites Publikum wenden", führt Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke aus, die gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt am kommenden Mittwoch, 03.12.14, nach München reist.

Rückblick: Am 28. Oktober 1999, einem Donnerstag, gegen 13.00 Uhr, fanden Durchreisende bei ihrem Halt auf dem Waldparkplatz an der Bundesstraße den Leichnam. Die Obduktion ergab, dass die Frau in den frühen Morgenstunden des Auffindetages, zwischen fünf und 11 Uhr, getötet worden war. Um die zunächst unbekannte Tote zu identifizieren, gingen die Ermittler am 03.12.99 mit einer Ausstrahlung bei XY an die Öffentlichkeit. Mitte Dezember konnte die Unbekannte aufgrund einer in Tschechien von Familienangehörigen erstatteten Vermisstenanzeige als die 42-jährige Stanislava Kratinova aus dem kleinen Ort Dolni Roven in Tschechien identifiziert werden. Die 42-Jährige erhielt nach einem Arbeitsunfall, bei dem sie sich eine auffällige Narbe an der linken Hand zuzog, eine Invalidenrente, die sie durch Reisen in die Bundesrepublik aufbesserte. 
Getragene Bekleidung am Todestag
Kleidung des Opfers am Todestag
Foto: Polizei
Das Opfer hatte vermutlich als "mobile Prostituierte" gearbeitet und war in Fernfahrerkreisen als Anhalterin unterwegs. "So ist Stanislava Kratinova im Jahr 1999 über 30 Mal an Autobahnen und hier überwiegend in Süddeutschland, Oberbayern, Raum Nürnberg und zweimal in Kassel durch die Polizei kontrolliert worden", ergänzt Mielke. Nach den polizeilichen Ermittlungen hielt sich die tschechische Staatsangehörige am 27. Oktober 99 wahrscheinlich an der Autobahnraststätte Alfeld bei Nürnberg auf. "Am Tattag, der in der letzten Herbstferienwoche von Niedersachsen, Bremen und Hamburg lag, wurde sie gegen 04.50 Uhr an der Raststätte Lehrter See in Fahrtrichtung Berlin von der Polizei überprüft", so die Polizeisprecherin, "da sie nach Hamburg wollte, verwiesen die Beamten sie auf die andere Autobahnseite". Hier muss sie auf ihren Mörder getroffen sein.

Staatsanwältin Annette Marquardt wird in der Sendung am 03.12.2014 - auf den Tag genau nach 15 Jahren - ins Studiogespräch mit Rudi Cerne gehen und sich mit einem Zeugenaufruf an die bundesweiten Zuschauer und hier vor allem an Fernfahrer wenden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und Ermittlung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Verden eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Fragen der Kriminalpolizei: 

  1. Wer kannte Stanislava Kratinova? 
  2. Wo hielt sie sich in Deutschland auf? 
  3. Wer hat sie an der Raststätte Lehrter See abgesetzt, dort gesehen oder mitgenommen? 
  4. Hatte sie feste Kontakte oder Freunde unter den LKW-Fahrern? 

Hinweise nimmt neben dem Aufnahmestudio in München auch die Polizei Nienburg unter 05021/9778-0 entgegen.

"Zudem wird am Mittwoch, 03.12.14, unter 0151/26724715 ein Vertrauenstelefon geschaltet, wo gegebenenfalls die Aussagen vertraulich behandelt werden können", sagt Gabriela Mielke abschließend.

Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amalie-Thomas-Platz 1
31582 Nienburg
Gabriela Mielke
Telefon: 05021/9778-104
Fax: 05021/9778-150
E-Mail: gabriela.mielke@polizei.niedersachsen.de

Samstag, 22. November 2014

HALLE/SAALE: Tötungsdelikt z.N. von Mariya Nakovska

Wer tötete die Studentin?

Ich hatte schon einmal über diesen Mordfall berichtet und aus aktuellen Anlass (Aktenzeichen XY) werde ich nochmal den Focus auf den Fall legen.

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Mariya Nakovska 
Foto: Polizei
Mariya Nakovska ist 29 und stammt aus Bulgarien. Seit rund acht Jahren lebt sie in Halle in einem Studentenwohnheim. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften und Russistik und will demnächst ihren Bachelor machen. Sie hat zahlreiche Freunde und Bekannte, von denen sie "Mary" genannt wird.

Am Donnerstag, dem 6. Februar 2014, verlässt Mariya Nakovska vermutlich gegen 21 Uhr das Studentenwohnheim in der Kurt-Mothes-Straße am Uni-Campus am Weinberg. Sie will in der Nähe, im Naherholungsgebiet Peißnitz joggen. Es ist ihre bevorzugte Laufstrecke.

Tot im Saale-Wasser


Gegen 13 Uhr am nächsten Tag wird ihre Leiche im Mühlgraben, einem Nebenarm der Saale, am Rande des Parks gefunden. Mariya Nakovska wurde vergewaltigt, erwürgt und in den Fluss geworfen. Von dem unbekannten Täter findet die Polizei eine DNA-Spur.

Die Polizei verfolgt mehrere Ermittlungsansätze. So könnte der Täter ein Mann sein, der sich des Öfteren im Naherholungsgebiet Peißnitz aufgehalten hat. Ebenso könnte er jemand sein, der von außerhalb stammt und nur am Tattag in Halle unterwegs war. Alles spricht dafür, dass Mariya Nakovska ein Zufallsopfer geworden ist. Dennoch kann die Polizei auch nicht ausschließen, dass sie ihren Mörder kannte. Daher hofft die Kripo, mehr über Mariya Nakovskas Kontakte und Bekanntschaften in Erfahrung zu bringen.

Fehlende Gegenstände - Verbleib?
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Gesuchter Schlüssel

Haustürschlüssel: mit auffälligem Anhänger in Form eines lila "Milka"-Hasen und einem Bändchen von "Pimkie".


Fragen nach Zeugen:


  1. Wer hat Mariya Nakovska am 6. Februar 2014 abends noch gesehen? 
  2. Wer kannte das Opfer, zu wem hatte sie Kontakt?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Halle, Tel: 0345 / 224 12 91

Mittwoch, 29. Oktober 2014

BREMEN: Vermisst Sybille Lars (2004)

Fall wir neu aufgerollt 


Wo ist Sybille Lars? Was ist mit ihr passiert. Fragen über Fragen, aber keine kann bis heute, beantwortet werden.
Die vermisste Sybille Lars. [Quelle: Radio Bremen]
Wo ist Sybille Lars?
Foto: Polizei

Die Bremerin Sybille Lars wird seit 2004 vermisst. Über den Fall Sybille Lars wird zudem heute am 29. Oktober in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" ab 20:15 Uhr berichtet. Aus aktuellen Anlass möchte, ich auch den Focus auf den Vermisstenfall legen:

Am Abend des 8. April 2004 wurde Sybille Lars das letzte Mal lebend gesehen. Seitdem fehlt von der Bremerin jede Spur – bis heute. Es war die Nacht auf Karfreitag, als die damals 39-Jährige aus Bremen-Horn verschwand. Die Polizei hat erneut in dem Fall ermittelt und sucht nach Zeugen, die einen älteren BMW in der Nacht vor zehn Jahren gesehen haben.

In der Bremer Mordkommission hat jeder Ermittler ein paar sogenannte "Cold-Case-Fälle". Sybille Lars ist ein solcher Fall, der nach gewisser Zeit zu keinem Ergebnis geführt hat und erst einmal zu den Akten gelegt wurde. Wenn die Arbeit es zulässt, schauen die Polizisten sich diese alten Fälle noch einmal an, befragen erneut Zeugen.


Falsche Aussage führt auf falsche Spur
Die neue Aussage einer Zeugin ist jetzt Auslöser für den Aufruf der Bremer Polizei: 
Den Ermittlern wurde 2004 folgendes Szenario geschildert: 
Sybille Lars ist am Abend ihres Verschwindens bei einer Freundin und feiert etwas mit ihr. Die Frauen trinken Alkohol. Dann soll Sybille Lars allein mit dem Taxi in die Kneipe "Micky Maus" im Brüggeweg in Bremen-Hemelingen gefahren sein.

Da verlieren die Mitarbeiter der Kriminalpolizei damals ihre Spur. Weder bestätigt sich, dass Sybille Lars je in der Kneipe war, noch können die Polizisten einen Taxifahrer ermitteln, der die 39-Jährige dorthin gebracht hat.

Sybille Lars verließ die Wohnung nicht allein

Bei der erneuten Befragung im Jahr 2013 stellt sich heraus: Die Angaben der Zeugin waren falsch. Sybille Lars verließ die Wohnung in der Nacht auf den 9. April nicht allein und wohl auch nicht aus freien Stücken. Ein Mann sei laut der Zeugin am späten Abend in der Wohnung aufgetaucht und habe die Vermisste am Arm gepackt und mitgenommen. "Die Zeugin hatte Vorbehalte, ihre damalige Aussage zu revidieren", sagt Arne Belka von der Kriminalpolizei, "wir haben erst bei der vierten Vernehmung mithilfe eines Rechtspsychologen die Aussage bekommen, dass sie aus der Wohnung gezogen wurde."

Beiden Frauen war der Mann bekannt. Die Polizei ermittelte daraufhin in seinem Umfeld, durchsuchte im Herbst 2013 mehrere Grundstücke und machte auch sein damaliges Auto ausfindig: eine alte Limousine der Marke BMW, Baujahr 1988. Auffällig an dem Fahrzeug ist die Schwarz-Metallic-Lackierung und die Sonderausstattung – breite Alufelgen und Spoiler. Die Ermittler sind der Ansicht, dass Sybille Lars in der Nacht in dieses Auto gestiegen ist.


    Ein BMW Baujahr 1988
    Foto: Polizei
  • Wer hat einen schwarz-metallic-lackierten BMW gesehen?


Die Bremer Kripo untersuchte das Fahrzeug daraufhin auch auf Spuren. Ein Leichenspürhund schlug im Kofferraum des Fahrzeugs an. "Für eine Anklage reicht das aber im Moment nicht", sagt Belka.
 Die Ermittler wenden sich deshalb an die Medien. Sie hoffen, dass jemand auf den Fall aufmerksam wird, der in der Nacht vor zehn Jahren – vielleicht auch unbewusst – etwas beobachtet hat.


Die Kriminalpolizei fragt und sucht nach Zeugen:

  1. Wer hat Sybille Lars in der Nacht vom 8. auf den 9. April 2004 gesehen oder beobachtet, wie sie in das Fahrzeug gestiegen ist? 
  2. Wer kann sich an den schwarz-metallic-lackierten BMW erinnern oder hat ihn an einem Waldstück oder an einem anderen ungewöhnlichen Ort beobachtet? 
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bremen entgegen: Telefon 0421 362-0. 

Sonntag, 26. Oktober 2014

LEIPZIG: Tötungsdelikt z. N. von Diego M.

10.000 € Belohnung für Hinweise ausgesetzt!
Am Pfingstsonntag, 19. Mai 2013 kam es gegen 19:00 Uhr auf dem Bahnhofsgelände in Leipzig-Leutzsch zu einem Tötungsdelikt, bei dem ein in Leipzig wohnhafter 23-jähriger luxemburgischer Staatsangehöriger erschossen wurde.



Es wird davon ausgegangen, dass die Tathandlung im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Handel von Betäubungsmitteln stand.
Das Opfer Diego M. (Foto) nutzte an dem Tattag ein graues Mietfahrzeug BMW-Limousine der 5er-Baureihe mit den amtlichen Kennzeichen: M-SC 6745, das auf dem Parkplatz am Ritterschlößchen, gegenüber dem Bahnhof, abgestellt wurde (Foto: Abstellort und Fahrzeug). Im Vorfeld hielt sich das Opfer gegen 18:00 Uhr in einem Cafe in der Südvorstadt (Karl-Liebknecht-Straße) auf und fuhr anschließend über den Leipziger Norden (Bereich Georg-Schumann-Straße) in Richtung des späteren Tatortes. Das Opfer trug zum Tatzeitpunkt langärmelige graue Oberbekleidung, eine helle Hose der Marke Lacoste sowie graue Halbschuhe derselben Marke.
Foto: Polizei


Die Kriminalpolizei Leipzig, Sonderkommission CONNECT, wendet sich mit folgenden Fragen erneut an die Bevölkerung:
  1. Wer kann Hinweise zu Personen geben, die sich unmittelbar vor oder nach der Tatzeit am oder in der Nähe des Leutzscher Bahnhofes aufhielten? 
  2. Wer kann Hinweise zur Tat geben oder hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht? 
  3. Wer kann Hinweise zu Fahrzeugen geben, die unmittelbar vor oder nach der Tat im Bereich des Tatortes wahrgenommen wurden? 
  4. Wer kann Hinweise geben, ob das Opfer zum oder vor dem Tatzeitpunkt in Begleitung weiterer Personen war?

Hinweise nehmen die

Polizeidirektion Leipzig
Dimitroffstraße 1
04107 Leipzig

Zeugentelefon: +49 (0)341 966-46666
E-Mail: mordkommission.pd-I@polizei.sachsen.de

oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Samstag, 25. Oktober 2014

OFFENBURG/KAPPEL-GRAFENHAUSEN: Vermisst Natascha Balslink (2006)

Plozei bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Sachverhalt

Natascha BALSLINK ist seit dem 18.01.2006 als vermisst gemeldet. Sie hatte am Abend des 13.01.2006 ihre Wohnung verlassen, um eine Freundin zu besuchen, mit der sie persönliche Probleme bereden wollte. An dem Abend ist sie jedoch nicht dort gewesen. Ein Zeuge ist sich sicher, Natascha BALSLINK am Samstag, 14.01.2006, morgens gegen 08.30 Uhr zu Fuß in Grafenhausen/Ortenaukreis gesehen zu haben.


Natascha Balslink
Foto: Polizei
Natascha Balslink
Foto: Polizei

Natascha Balslink
Foto: Polizei






Im März 2006, rund zwei Monate nach ihrem Verschwinden, wurde das Handy der Gesuchten in Lahr/Ortenaukreis für kurze Zeit ins Netz eingebucht. Die Hintergründe für das Verschwinden von Natascha BALSLINK bleiben jedoch weiter unklar.

  • Wer kann Angaben zum Aufenthalt von Natascha BALSLINK machen?


Personenbeschreibung
  • Größe: ca.   160 cm
  • Geschlecht: weiblich
  • Figur: schlank
  • Gewicht: ca. 55 Kilo
  • Haarfarbe: rot-blond

Besondere Merkmale

Schulterlange Haare, manchmals zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Auffällige Kinn- und Zungenpiercings, stark kurzsichtig, Brilenträgerin.



Ausschreibende Dienststelle:
Polizeipräsidium Offenburg
Prinz-Eugen Straße 78
77654 Offenburg

Telefon: (0781) 21-0
E-Mail: Offenburg.pp@polizei.bwl.de

BERLIN: Tötungsdelikt z.N. von Horst Lutz Kruse

Raub mit Todesfolge - Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

Mit der Veröffentlichung eines Lichtbildes erhofft sich die Polizei Berlin Hinweise aus der Bevölkerung, die bei der Aufklärung eines Verbrechens behilflich sein können.
Bild zeigt: Horst Lutz KRAUSE
Bild: Polizei Berlin


Ein Mann fand am 17. Oktober 2014 seinen 53-jährigen Bekannten tot in dessen Schöneberger Wohnung in der Passauer Straße.

Bei dem Toten handelt es sich um Horst Lutz KRAUSE, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Er war homosexuell und verkehrte in Szenelokalen seines Wohnumfeldes.


Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer war mit Herrn Krause bekannt bzw. kann sachdienliche Angaben zu seinen Tätigkeiten, Aufenthaltsorten und Kontaktpersonen – insbesondere für den Zeitraum vom 13.10.2014 bis 17.10.2014 – machen?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Montag, 1. September 2014

VARNA/BULGARIEN: Vermisst Lars Joachim Mittank

Wer kann Angaben machen?


Seit dem 08.07.2014 um 10:11 Uhr (Ortszeit, Bulgarien) wird der Lars Joachim Mittank vermisst. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort ist der Flughafen Varna in Bulgarien. 
Er war vom 30.06.2014 bis 07.07.2014 mit Freunden in Varna zum Urlaub. Am 05.07.2014 hatte der Vermisste eine Auseinandersetzung, bei der er auf sein linkes Ohr geschlagen wurde. 
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Wo ist Lars Mittank?

Er konnte danach kaum etwas auf dem Ohr hören und suchte daher am 07.07.2014 einen Arzt auf, der ihm untersagte zu fliegen. Seine Freunde nahmen, wie geplant, den Flug am 07.07.2014 zurück nach Deutschland. Der Vermisste begab sich zunächst ins Krankenhaus, wurde dort jedoch nicht weiter behandelt. Am darauffolgenden Morgen (08.07.2014) erschien der Vermisste bei einem Arzt auf dem Flughafen in Varna. Die Praxis sowie den Flughafen verließ er plötzlich und ohne ersichtlichen Grund.
Sogar sein gesamtes Gepäck, inklusive Mobiltelefon, nahm er nicht mit. Seitdem besteht keinerlei Kontakt mehr zu dem Vermissten, der in den Stunden zuvor stetigen telefonischen Kontakt zu seiner Mutter pflegte. 
Auch den für ihn auf den 08.07.2014 gebuchten Flug sowie die alternativ gebuchte Busverbindung trat er nicht an. 

  • Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort des Lars Joachim Mittank geben?
Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des Lars Joachim Mittank geben kann, möge sich bitte bei der KPASt Brunsbüttel oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Donnerstag, 28. August 2014

OFFENBACH. Vermisst Barbara Rothe

Wo ist Barbara Rothe aus Offenbach?

Wo ist Barbara Rothe? Die 70-Jährige aus Offenbach ist seit Ostermontag, 21. April 2014, spurlos verschwunden. Ihr Lebensgefährte Ahmed Amezzu ist voller vor Sorge. Seit 34 Jahren sind die beiden ein Paar.
Barbara Rothe (Bild: Polizei Hessen)


Ahmed Amezzu betreibt seit 1985 die Gaststätte "Radeberger Stubb" am Offenbacher Wilhelmsplatz. Barbara Rothe ist dort oft, hilft ständig aus. Für ihren 62-jährigen Lebensgefährten ist seit ihrem Verschwinden nichts mehr wie vorher. Er hat große Angst, dass seiner Barbara etwas zugestoßen ist, dass sie einem Verbrechen zum Opfer fiel oder dass sie sich etwas angetan hat.

Polizeihunde hatten nach ihrem Verschwinden eine Spur entdeckt, die zum Offenbacher Buchrainweiher führt. Doch die großangelegte Suchaktion der Polizei mit Tauchern einige Tage nach Barbara Rothes Verschwinden blieb ohne Erfolg.
Barbara Rothe
Barbara Rothe
Foto: Polizei
Zuletzt wurde Barbara Rothe an den Schrebergärten auf der Rosenhöhe gesehen. Die Vermisste ist etwa 1,65 Meter groß und korpulent, hat dunkle, fast schulterlange Haare. Barbara Rothe war mit einer Jeans, einem orangefarbenen Pullover sowie einer hellen Jacke bekleidet. Außerdem trug sie am linken kleinen Finger einen Goldring. Sie ist auf dem etwa acht Jahre alten Bild mit ihrer Lesebrille zu sehen.


Hinweise-Telefon Polizei Offenbach:
  • 069 80980
  • 069 80981234

KELKHEIM: Vermisst Anika Seidel (1996)

Wo ist Annika Seidel aus Kelkheim?

Ihr strahlendes Kinderlächeln lässt Kriminalhauptkommissar Andreas Nickel aus Hofheim und seinen Kollegen bis heute keine Ruhe. Vor 18 Jahren verschwand die damals elfjährige Annika Seidel aus Kelkheim spurlos. Annikas Schicksal ist einer der mysteriösesten Kriminalfälle Hessens.

Bild von Annika
Annika Seidel
Foto: Polizei

Das Mädchen wurde von ihrer Mutter Hannelore Seidel am frühen Abend des 10. Septembers 1996 zum letzten Mal gesehen. Annika wollte für ihren Hund Flohhalsbänder in einem Zoofachgeschäft besorgen. Doch sie kam nie mehr zurück nach Hause.

Verschiedene Zeugen wollen Annika an einem Auto mit möglicherweise osteuropäischen Kennzeichen und auch in der Nähe des "Gimbacher Hofs" gesehen haben. Die Polizei suchte tagelang mit Hubschraubern, Suchhunden und vielen hundert Einsatzkräften nach der Elfjährigen, leider ohne Erfolg.

Das Mädchen wurde möglicherweise Opfer eines Tötungsdeliktes, fürchtet Ermittler Andreas Nickel. Annikas Mutter ist inzwischen verstorben. Die Polizei hofft weiter, den Fall irgendwann aufzuklären.


Hinweise-Telefon  Polizeidienstele Kelkheim: 06192 20790


Montag, 11. August 2014

UPDARE/BONN: Vermisst Winfried und Doris Hagen

Sohn rückt wieder in den Kreis der Verdächtigen

Als das Ehepaar Hagen im Jahr 1994 verschwand, ha
tte die Polizei auch gegen den Sahn ermittelt. Das wird immer so bei der Polizei gemacht, es wird von innen nach außen ermittelt. Nichts ungewöhnliches, das der Sohn schon im Focus der Ermittlungen war. Nun 20 Jahre später kommt wieder Bewegung in den Fall und auch diesmal wird der Sohn verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden seiner Eltern zutun zu haben. 
Wenn ja, warum? Aus Gier?

Es ist eine unfassbare Vorstellung: Aus purer Gier soll ein Sohn Mutter und Vater ermordet haben. Genau darum geht es in dem mysteriösen Fall, der jetzt von der Staatsanwaltschaft Bonn neu aufgerollt wird – denn es gibt neue Hinweise!

Dies berichtet der Kölner „Express“. Am 13. Juli 1994 wurden Doris und Winfried Hagen zum letzten Mal gesehen, des reiche Ehepaar verschwand spurlos. Einer der Hauptverdächtigen ist damals ihr eigener Sohn: Klaus Hagen. Nun gerät er wieder ins Visier der Ermittler.

„Seit Beginn des Jahres durchforsten wir wieder die Akten des Falls, wir reden hier über insgesamt 37 Ordner. Zusammen mit anderen Indizien führte dies jetzt zu einer Bejahung des erneuten Anfangsverdachts gegen den Sohn der Eheleute und dessen Freund“, bestätigte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender.

Zeugen gesucht

Was ist mit Winfried und Doris Hagen passiert?

Der Vermisstenfall Hagen gilt als einer der mysteriösesten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte.

Doris und Winfried Hagen
Foto: Polizei/ e110
Mittwoch, 13. Juli 1994: Das Millionärsehepaar Winfried und Doris Hagen will am nächsten Tag für gut eine Woche nach Holland fahren.
Der Sohn des Ehepaars verabschiedet sich bereits am Nachmittag von seinen Eltern. Er will selbst am frühen Donnerstagmorgen mit einem Freund in den Urlaub
aufbrechen. Die beiden jungen Männer haben noch einiges vorzubereiten.

Auch der Hund fehlt 

Tatsächlich macht während der nächsten Tage alles den Anschein, als sei auch das Ehepaar Hagen am Donnerstag in den Urlaub aufgebrochen. Eine Reisetasche fehlt
und auch ihren Hund Toby scheinen die Eheleute wie üblich mitgenommen zu haben. Erst als der Sohn nach über vier Wochen, am 9. August 1994, von seiner
Reise zurückkehrt, erhält er die beunruhigende Nachricht, dass von seinen Eltern seit Wochen jede Spur fehlt.

Beim Blick in die Garage stellt der Sohn fest, dass beide Autos seiner Eltern noch da sind. 
Wo sind sie hin? Haben sie Bonn überhaupt verlassen? Schon bald befürchtet die Polizei, dass die Hagens Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind. Doch wurden sie und ihr Hund tatsächlich kaltblütig beiseite geschafft oder haben sie ihr Haus freiwillig verlassen? Und wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, vorzutäuschen, Winfried und Doris Hagen seien ins Ausland aufgebrochen?

Verdächtige Beobachtung

Am Abend des 13. Juli 1994 hat ein Zeuge eine wichtige Beobachtung gemacht. In der Garageneinfahrt der Villa sollen zwei unbekannte Autos gestanden haben: ein roter VW-Golf und ein heller Geländewagenmit blauen oder türkisen Zierstreifen an den Seiten. Stehen diese Autos im Zusammenhang mit dem Verschwinden des Ehepaars?

Personenbeschreibung

Winfried Norbert Hagen
 war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 49 Jahre alt, 1,70 Meter groß, von kräftiger Figur. Er hatte lockiges Haar, dunkle Augen und einen dunklen Hautteint.
Seine Frau Christina Dorothea Hagen war damals 47 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank, blonde Haaren. Sie hatte grünbraune Augen und war Brillenträgerin.

Fragen nach Zeugen
- Hund Toby (schwarz-weißer Cockerspaniel) ist 1994 verschwunden. War der Hund (Zuchtbuchnummer 0595 / Geburtsjahr 1991, Ziffern in Ohren tätowiert) möglicherweise später noch einmal tierärztlich untersucht oder behandelt worden?
- Wer hatte mit Winfried und Doris Hagen zu tun und kann der Polizei weitere Kontakte nennen, die möglicherweise noch nicht zum Verschwinden des Ehepaars befragt wurden?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Bonn, Telefon 0228 - 15 0

Samstag, 24. Mai 2014

STEINFELD/SCHWERIN: Vermisst Anita Richter (11.06.1999)

Wo ist Anita?

Da am Mittwoch eine neue Folge "Aktenzeichen XY Spezial-Wo ist mein Kind?" ausgestrahlt wurde, möchte ich auch gegebenen Anlass nochmal einen Focus auf die Vermisstenfälle legen. Ein Fall der mir sehr am Herzen liegt ist der Vermisstenfall Anita Richter, die im Juli 1999 spurlos verschwand.
Anita Richter
Vermisst Anita Richter
(Quelle: privat/ZDF)

Ihren 17. Hochzeitstag werden die Eltern von Anita Richter nie vergessen. Abends will das Paar in einem Restaurant feiern - wie immer mit der Tochter. Aber die 14-Jährige hat andere Pläne. Sie will sich mit einem Freund treffen. Seitdem ist sie spurlos verschwunden.

Am 11. Juni 1999 verlässt Anita gegen 17 Uhr das Haus ihrer Eltern in Raben Steinfeld bei Schwerin. Sie sagt, sie wolle mit dem Bus in die Stadt fahren, weil sie dort eine Verabredung hat. Die Mutter sieht sie noch zur Haltestelle gehen. Doch später kann sich niemand daran erinnern, Anita im Bus gesehen zu haben. Auch trifft sie nicht am verabredeten Ort ein.

Zur Verabredung nicht erschienen
Im Frühjahr 1999 geht Anita Richter in die 8. Klasse der Realschule. Sie ist eine gute Schülerin, hat seit einiger Zeit einen Freund. Mit ihren Eltern versteht sie sich gut. Anita hat seit kurzem einen neuen Freundeskreis. Doch auch zu zwei engen Freundinnen hält sie Kontakt. Am Tag ihres Verschwindens bittet sie eine der beiden um eine Unterredung, taucht dort aber nicht auf.

Am nächsten Morgen, am 12. Juni 1999, erstatten die Eltern Vermisstenanzeige. Die Polizei leitet sofort Suchmaßnahmen ein, befragt Freunde, Angehörige und Zeugen. Doch es gibt keine Spur von dem verschwundenen Mädchen.

Beschreibung der Vermissten (zum Zeitpunkt des Verschwindens): 

  • scheinbares Alter: 15 bis 16 Jahre, 
  • etwa 1,60 m groß, 
  • schlank, 
  • langes, mittelblondes Haar, 
  • blaue Augen, 
  • installierte Zahnspange; 
  • Bekleidung: schwarz-grün melierter Pullover mit Römerkragen,weiße Bluse, dunkelblaue Jeans, graue Plateau-Turnschuhe.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat Anita Richter am 11. Juni 1999 oder danach gesehen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Klärung dieses Vermisstenfalls führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Schwerin, Telefon 0385 / 20 70 0

Hinweise bitte an die Bundeskriminalamt Wiesbaden Kriminaldauerdienst
Tel. 0611/55 – 13101, Fax. 0611/55 – 1214, info@bka.de
oder jede andere Polizeidienststelle.

Quelle: (ZDF/Aktenzeichen XY/Polizei Schwerin)

Freitag, 28. März 2014

SCHLANGENBAD-WAMBACH: Vermisst Britta Beauvais

Verdacht auf ein Tötungsdelikt

Mord ohne Leiche?
Wurde Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach von ihrem Mann ums Leben gebracht? Bisher wurde keine Leiche von Britta Beauvais gefunden.
Was ist mit Britta Beauvais aus Schlangenbad-Wambach passiert? Seit dem 20. Februar 2014 wird sie vermisst.
Britta Beauvais
Foto: Polizei

Die 37-jährige Britta Beauvais lebt nach außen hin ein schönes Leben. Mit ihrem Mann Emmanuel wohnt sie in einer modernen Villa in Schlangebad-Wambach. Beide fahren teure Autos, an Geld scheint es nicht zu mangeln. Und doch sind die Beauvais auffällig eigenbrötlerisch. Mann Emmanuel geht tagsüber arbeiten, Britta Beauvais bleibt zuhause. Freunde kommen offenbar nie zu Besuch. Zu den Nachbarn sind beide zwar freundlich, über ein Kopfnicken geht der Kontakt jedoch nicht hinaus.

Am Sonntag, 16. Februar, wird Britta Beauvais zum letzten Mal lebend gesehen, dann verliert sich ihre Spur. Ehemann Emmanuel behauptet, am Dienstag darauf noch E-Mail-Kontakt zu seiner Frau gehabt zu haben, er sei zu diesem Zeitpunkt geschäftlich im Ausland gewesen. Zwei Tage später, am 20. Februar, meldet er seine Frau als vermisst. Angeblich seien auch ihre Wandersachen verschwunden.

Polizei und Feuerwehr starten eine großangelegte Suchaktion. Auch ein Hubschrauber und Spürhunde kommen zum Einsatz, jedoch ohne Erfolg. Die Befürchtung: Britta Beauvais, mit 46 Kilo auf 1,66 Meter eine beängstigend dünne Frau, sei beim spazieren gehen etwas zugestoßen.

Doch das Blatt wendet sich. Mehr und mehr rückt der Ehemann ins Visier der Polizei. Die Polizei geht nicht mehr von einem Unfall aus, sondern von einem Verbrechen. Am 1. März kommt Ehemann Emmanuel in Untersuchungshaft, doch er schweigt beharrlich. Die beiden Autos der Familie, ein Audi A8 und ein Audi TT Roadster, werden sicher gestellt und auf Spuren untersucht. Von der Leiche fehlt nach wie vor jede Spur. Hat Emmanuel seine Frau ermordet? Womöglich bei ihrem letzten gemeinsamen Ausflug ans Rheinufer in Eltville?
Die beiden Audis der Familie bei der Untersuchung durch die Spurensicherung. (Bild:  hr)
Die beiden Audis der Familie
Foto: Polizei


Im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Britta Beauvais hat die Polizei jetzt folgende Fragen:



  1. Wer hat sich am Sonntag, 16. Februar, abends am Rheinufer in Eltville im Bereich der Burg Crass aufgehalten? 
  2. Wer war in diesem Bereich mit seinem Auto unterwegs? 
  3. Wer hat einen Parkplatz angesteuert?
  4. Wer hat den Abend auf einer Parkbank an der Rheinpromenade verbracht? Alle Personen, die von circa 20 Uhr bis in die Nachtstunden in diesem Bereich unterwegs waren, könnten für die Ermittler wichtige Zeugen sein.
  5. Wer hat am Abend des Sonntages, 16. Februar, oder im Verlauf der Nacht zum Montag, 17. Februar, eines der Autos gesehen: einen schwarzen Audi Typ 8 oder einen silbergrauen Audi Typ TT Roadster? Entweder im Bereich des Eltviller Rheinufers/Burg Crass oder entlang der Fahrtstrecke von Schlangenbad-Wambach ans Rheinufer im Bereich Eltville bzw. zurück?

Hinweise:

Personen die dazu Angaben machen können, werden dringend gebeten, sich bei Wiesbadener Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0611 3453201 zu melden.

Mittwoch, 26. Februar 2014

GÖTTINGEN: Tötungsdelikt z .N. von Monika Körtke (1991)

Wer tötete Monika Körtke?

Noch immer Zeugen gesucht


Mittwoch, der 31. Juli 1991: Es sind Sommerferien, ruhig und besinnlich geht es in der altehrwürdigen Universitätsstadt Göttingen zu. Es ist Urlaubszeit, auch die Studenten haben Semesterferien, die Daheimgebliebenen freuen sich über einen Sommertag aus dem Bilderbuch. Schon gegen Mittag registriert die Wetter-Warte in Geismar 27° C, am Nachmittag platzen die Freibäder in Weende, Grone und am Brauweg aus allen Nähten. Das ändert sich schlagartig, als gegen 16 Uhr ein Gewitter aufzieht, die Menschen machen sich auf den Weg nach Hause. Doch das Gewitter zieht an Göttingen vorbei, es fallen nur ein paar Tropfen. Also widmen sich viele Göttinger ihrem Garten, mähen Rasen oder bereiten das Grillen für den Abend vor.
Ein richtig gemütlicher Abend, es ist noch warm, viele haben tagsüber Getränke besorgt, um sich einem netten Fußball-Abend zu machen, auch in der Wilhelm-Weber-Straße in Göttingen. Die ARD überträgt das Ligapokal - Halbfinale Werder Bremen gegen Stahl Eisenhüttenstadt live, Punkt 20 Uhr beginnt die Tagesschau, wegen der Fußballübertragung an diesem Tag verkürzt bis 20.10 Uhr. Es gibt sogar positive Nachrichten, die Präsidenten der USA und UdSSR, George Bush und Michail Gorbatschow, haben an diesem Tag in Moskau die Start-Verträge unterzeichnet, die den Abbau strategischer Atomwaffen um 30 Prozent vorsehen.

Monika Körtke wurde mit 40 Messerstichen getötet. Foto: Privat
Wer tötete Monika Körtke?
Foto: Polizei
Über das, was während und nach der Tagesschau passiert, gibt es unterschiedliche Darstellungen. Demnach kam eine Mutter, die in der obersten Etage in der Wilhelm-Weber-Straße 35 gemeinsam mit ihrem damals zweijährigen Sohn den Mann von der Arbeit zurückerwartet, nicht mehr dazu, die Tagesschau zu Ende zu sehen. Aus der untersten Etage des Hauses sind Stimmen zu hören, die immer lauter werden. Die Auseinandersetzung wird immer heftiger, die Mutter horcht in den Flur hinaus, um zu hören was da los ist. Bis nach oben hört sie die Stimme von Monika Körtke durch die offene Wohnungstür, zögert, beeilt sich dann aber, schnell wieder nach oben zu ihrem Sohn zu kommen. Unten wird der Lärm immer stärker, lautes Poltern, Türenschlagen und dann sogar Schreie sind zu vernehmen. Als sie die ersten Hilferufe der Lehrerin hört, alarmiert sie sofort die Polizei und einen Nachbarn. Dieser geht hinaus und sieht, dass die Wohnungstür offen steht. Und noch schlimmer: Er sieht Blutspuren im Flur.

Mord_Tuer
Wohnungstür des Opfers


Anderen Aussagen zufolge schloss sich die Mutter mit dem Kind vor lauter Angst im Badezimmer ein und alarmierte nicht selbst die Polizei. Erst wesentlich später, als es schon längst wieder ruhig im Haus Nummer 35 geworden war und keine Schreie mehr zu hören waren, wagte der Nachbar nachzuschauen. Erst jetzt und wohl viel zu spät erfolgte der Notruf. „Zeugen melden sich oft nicht oder zögern, weil sie nicht sicher sind und Angst haben, dass etwas auf sie fallen könnte“, betont Prof. Dr. med. Lothar Adler, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalyse und Ärztlicher Direktor im Ökumenischen Hainich Klinikum in Mühlhausen.
Wie es sich auch immer zugetragen hat, die Straßen sind fast menschenleer an diesem Sommerabend. Beim Verlassen des Hauses trifft der Nachbar auf die erste alarmierte Funkstreife, die in wenigen Sekunden vor Ort ist, da sie nur ein paar Straßen weiter unterwegs war. Die Beamten stürmen ins Haus und ihnen stockt der Atem. Der Streifenbesatzung bietet sich ein Bild, das sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen wird. Die ganze Wohnung voller Blut, der Flur, die Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer. Hier muss ein grauenvoller Kampf stattgefunden haben, in der Küche liegt die blutüberströmte Leiche von Monika Körtke. Sie wurde mit über 40 Messerstichen in den Oberkörper bestialisch ermordet. 


Wie kann ein Mensch sein Opfer so „abschlachten“, fragen sich viele? „Während des Tötens bemerkt der Täter, wie schwierig es ist, einen Menschen zu töten. Er merkt, das Opfer atmet noch und wird fast wahnsinnig“, erklärt Psychiater Adler.
Die sofort eingeleitete Fahndung bleibt erfolglos, der Mörder hatte genügend Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Gegen 21 Uhr donnert und blitzt es in der Ferne, doch das Gewitter zieht auch diesmal an Göttingen vorbei. Noch am selben Abend fahndet die Polizei nach einem Verdächtigen, der von einem Nachbarn gesehen wurde. Beschreibung nach Polizeiangaben etwa 25 bis 30 Jahre, männlich, dunkelblonde, kurze Haare, bekleidet mit einer dunklen Lederjacke, vermutlich eine Motorradjacke, dazu dunkle Hose.

Am Tag darauf feiert der Leitende Polizeidirektor Lothar Will sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Es ist Donnerstag, der 1. August, doch viel zu feiern gibt es Am Steinsgraben nicht, es herrscht hektische Betriebsamkeit. Und Joachim Heger, der damalige Leiter der Mordkommission, erklärt gegenüber der Presse: „Wir haben nichts, absolut gar nichts!“ Eine Beziehungstat sei ebenso wenig auszuschließen wie ein „sexuell motiviertes Verbrechen“, dagegen gebe es offenbar keine Anzeichen für einen Raub- oder Ritualmord.
Ein paar Spuren gibt es in den darauf folgenden Tagen, Anrufer berichten, sie hätten am Tatabend zwischen 21 und 21.30 Uhr einen Mann im Hainholzweg gehört, der schluchzend „Ich habe sie umgebracht“ gerufen hätte. Am Dienstag, 6. August, um 9.50 Uhr erfolgt ein anonymer Anruf bei der Polizei. Der Anrufer sagt, er habe kurz nach der Tat einen Mann aus dem Haus Wilhelm-Weber-Straße 35 laufen sehen. Trotz mehrmaliger Aufrufe in der Presse meldet sich der Anrufer nie wieder.
Trotz einiger Hinweise tappt die Polizei im Dunkeln, konzentriert sich auf ein Notizbuch der Toten mit 120 Adressen. Die Namen werden systematisch durchforstet, viele Menschen werden befragt oder verhört. Ohne Ergebnis. Prof. Dr. Adler: „Polizeibeamte befragen oft zu fokussiert, sollten mehr das Umfeld des Opfers befragen und auch mal mit Schrot schießen.“ Ingesamt arbeiten sie „sehr tüchtig“ und „klären fast alle Morde auf“, so Adler weiter.


Knapp drei Wochen nach dem Mord setzen die Staatsanwaltschaft Göttingen und die Bezirksregierung Braunschweig eine Belohnung von 10 000 Mark für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen. Das Geld hat sich bis heute niemand abgeholt...
Auch die Tatwaffe, vermutlich ein Küchenmesser, konnte bis heute nicht gefunden werden. Benachbarte Grundstücke, Gärten und Mülltonnen wurden durchsucht, selbst Wochen später wurde die Umgebung noch einmal mit einem Spürhund abgesucht, doch die Tatwaffe ist bis heute nicht gefunden worden. Für die Hinterbliebenen ist der Gedanke nur schwer zu ertragen, dass der Täter noch frei herumläuft. Sie stellen sich noch heute viele Fragen, wie die ermittelnden Polizeibeamten auch. Auch konnte nie geklärt werden, wo sich Monika Körtke am 31. Juli zwischen 14.40 und 15.45 Uhr aufhielt.
Am Freitag, 9. August 1991, findet um 9 Uhr in der Friedhofskapelle am Junkernberg die Trauerfeier für Monika Körtke statt, Kollegen, Schüler und Freunde nehmen Abschied von der Lehrerin, die wenig später auf dem Friedhof in Hannover-Stöcken beigesetzt wird. „Dieses grausame Lebensende lässt nur tiefste Trauer, fassungsloses Entsetzen und große Hilflosigkeit zu“, heißt es in der Todesanzeige ihrer Familie. „Sie war eine hochqualifizierte und geschätzte Kollegin. Und sie war eine anspruchsvolle Lehrerin, die sich vielen Schülerinnen und Schülern weit über das übliche Maß hinaus zuwandte“, ist in einer weiteren Anzeige der Schulleitung des Hainberg-Gymnasiums zu lesen. Viele Kollegen haben noch heute einen guten Kontakt zu ihren Eltern in Hannover.

Mord_Grab


Wer war diese Monika Körtke?

 Sie wurde am 23. November 1950 in Berlin geboren, wenig später ihr jüngerer Bruder Fred. Die kleine Monika war ein aufgewecktes, hübsches und intelligentes Mädchen, Vater Heinz war erfolgreicher Ingenieur, da standen berufsbedingte Umzüge an. So machte Monika später ihr Abitur in Cuxhaven, studierte in Göttingen Lehramt Mathematik und Chemie. Nach dem Referendariat in Meppen führte ihr Weg zurück nach Göttingen ans Hainberg-Gymnasium, wo sie seit dem 1. August 1977 arbeitete. Sie lernte ihren Ehemann Heinz Körtke kennen, mit dem sie gemeinsam glückliche, aber auch schwere Jahre in Renshausen bei Krebeck erlebte. Dort bewohnten sie ein altes Gasthaus, Monika Körtke kümmerte sich um den Garten, widmete sich der Vogel-Fotografie und ihrer Leidenschaft, dem Nähen und Stricken. Die Nachfrage nach ihren wunderschönen Patchwork-Decken war groß. Das Glück wurde jäh zerstört, als ihr Mann plötzlich unheilbar an Krebs erkrankte. Sie pflegte ihn während seines langen Sterbens aufopferungsvoll bis zu seinem Tod Mitte Januar 1986. Später zog sie nach Göttingen in die Wilhelm-Weber-Straße. Nach einem schweren Fahrrad-Unfall Jahre später musste sie monatelang pausieren, am 1. August 1991 wollte die junge Witwe gerade wieder in den aktiven Schuldienst zurückkehren.
„Sie war eine hochbegabte und zielstrebige Frau. Was sie plante, zog sie auch durch, halbe Sachen gab es für sie nicht“, erinnert sich ein Kollege. Und sie war eine attraktive Frau, die das Leben und die Männer liebte: „Da war sie als Frau ihrer Zeit weit voraus“, ergänzt eine Kollegin. Monika Körtke gab auch schon mal Bekanntschaftsanzeigen auf, ein anderes Mal stand sie für einen Bekannten für Aktfotos vor der Kamera. Geliebt hat sie auch schnelle Autos: „Da hat sie sich dann schon mal morgens um 4 oder 5 Uhr in ihren BMW gesetzt, ist nach Cuxhaven hochgedüst und hat sich einen Tag an den Strand gelegt“, erinnert sich ein Nachbar.
Aber es gab auch die andere Seite der Monika Körtke. Sie war in ihrer Stimmung sehr schwankend, manchmal voller Minderwertigkeitskomplexe: „Keiner will mich, keiner liebt mich“, sie war immer auf der Suche nach der großen Liebe, erinnert sich eine Kollegin. Die glaubte sie gefunden zu haben. Seit gut zwei Jahren war sie mit einem Mann liiert, ein in der Stadt angesehener und bekannter Bürger. Der war allerdings verheiratet, hatte schon ein Kind und gestand ihr Wochen vor ihrem Tod, dass seine Frau erneut schwanger sei. Eine Welt brach für Monika Körtke zusammen. Immer nur die Geliebte, er hatte nur wenig Zeit für sie, oft nur einmal in der Woche, meistens am Donnerstag bei ihr zu Hause, aber gelegentlich auch bei ihm.
Die Polizei Göttingen wertet das „Tötungsdelikt Körtke“ immer noch als ungeklärten Mordfall. Ein Mordfall, der auch nach 16 Jahren nicht zu den Akten gelegt wird: „In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wurden auch in den letzten Jahren konkrete Ermittlungen durchgeführt. Diese aktuell anhängigen Ermittlungen stehen unter anderem auch im Zusammenhang mit neuen Entwicklungen in der Kriminaltechnik“, erklärt Kriminaldirektor Volker Warnecke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes und stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Göttingen. Detailliertere Angaben könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Ermittlungen nicht erfolgen, doch würden Ermittungen in ungeklärten Tötungsdelikten ganz nach dem Grundsatz „Mord verjährt nie“ niemals eingestellt werden. Warnecke: „Solange Ermittlungsansätze vorliegen oder neue entstehen, werden die Ermittlungen durch die Mitarbeiter des zuständigen Fachkommissariates fortgeführt.“ 


Hinweise nimmt die Polizei jederzeit unter 05 51 / 491 10 12 entgegen. 


Und jeder Täter sendet schließlich auch Jahre nach der Tat noch Signale, sagt Prof. Adler. „Der Täter gibt gegenüber seiner Umwelt Äußerungen und Hinweise ab, die aber nicht Ernst genommen werden und einfach als Quatsch abgetan werden“, so der Psychiater.
Am Freitag wäre Monika Körtke 57 Jahre alt geworden...!

Freitag, 7. Februar 2014

WOLFSBURG: Tötungsdelikt z.N. von Sabine Bittner

Warum musste Sabine Bittner sterben?! Auftragsmord?


Sabine Bittner - berufstätige Ehefrau und Mutter zweier Kinder - hat sich frei genommen. Kaum jemand weiß, dass sie an diesem Tag allein zu Hause sein wird. Sie erledigt Einkäufe und bringt die Tüten noch ins Haus. Doch es bleibt keine Zeit mehr auszupacken. Von irgendwoher taucht eine unbekannte Person auf und erschießt die Frau. Ein Auftragsmord - davon ist die Kripo überzeugt.

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Donnerstag, 29. November 2012 

An einem normalen Donnerstagvormittag steht das Wohnhaus im Fanny-Lewald-Ring in Wolfsburg-Reislingen leer. Dann arbeiten Sabine Bittner und ihr Mann. Die Kinder sind in der Schule. Doch heute ist der Tagesablauf anders. Sabine Bittner verabschiedet sich früh morgens von ihren Töchtern und fährt ins Fitness-Studio. Sie hat ihren freien Tag von Dienstag auf Donnerstag verlegt. Später, um halb elf erwartet sie eine Möbel-Lieferung. An ihrem Arbeitsplatz - einer Bank in Braunschweig - wissen nur Wenige, dass die 47-Jährige heute zu Hause sein wird.

Ein Killer in der Küche

Auch der Täter weiß vermutlich von dieser Veränderung im Wochenplan. Er kann sich sicher sein, Sabine Bittner gegen 10 Uhr im Haus vorzufinden. Auf bisher nicht bekannte Weise gelangt er ins Gebäude. Er scheint Erfahrung zu haben mit dem Töten von Menschen. Zu diesem Schluss kommt später die sogenannte "Operative Fallanalyse" (OFA). Sabine Bittner stirbt in ihrer Küche durch zwei Schüsse in den Hinterkopf.

Am 14. November und am Tattag, dem 29. November 2012 fällt im Fanny-Lewald-Ring ein unbekanntes Auto auf. Es trägt das Kennzeichen SAW für den Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt auf. Am 14. November wird in diesem Fahrzeug ein Beifahrer gesehen, von dem später ein Phantombild erstellt wird. Die Polizei sucht den Fahrer und den Beifahrer als Zeugen.
Beschreibung des Beifahrers: etwa 50 Jahre alt, athletisch, graue, wellige Haare, helle Augen. 


Mysteriöse Taxifahrten 

Nach Angaben einer Taxifahrerin hat sich Sabine Bittner seit 2009 mindestens dreimal mit einem Taxi von Wolfsburg aus nach Hause bringen lassen - zuletzt gegen 18 Uhr am Tag vor dem Mord. Die Fahrten starteten jeweils am Taxistand Porschestraße in der Nähe eines Spielcasinos und endeten einige hundert Meter vom Wohnhaus im Fanny-Lewald-Ring entfernt. Die Kripo hält diese Fahrten für sehr ungewöhnlich.

Fragen nach Zeugen: 


  1. Wo hat sich Sabine Bittner am 28. November 2012 vor 18 Uhr in Wolfsburg aufgehalten? 
  2. Weitere Taxifahrer werden gebeten sich zu melden, wenn sie Sabine Bittner gefahren haben. 

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Wolfsburg, Telefon 05361 / 464 64 60

Anonyme Hinweise können auch auf der Internetseite der Polizei Wolfsburg gegeben werden.

OFFENBACH: Tötungsdelikt z. N. von Dieter Grimm

Überfall auf Angler - Opfer stirbt an seinen Verletzungen


Dieter Grimm, 66 Jahre alt, lebt in Offenbach. Er ist leidenschaftlicher Angler, geht regelmäßig an den Main. Manchmal bleibt er auch über Nacht dort, so auch vom 27. auf den 28. April 2007. Vermutlich gegen 19 Uhr macht er es sich an einer Stelle am so genannten Fechenheimer Leinpfad auf der Frankfurter Seite des Mains gemütlich, ganz in der Nähe der Carl-Ulrich-Brücke.

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Dieter Grimm
Foto: Polizei


Mysteriöse Begegnung


Was dann passiert, ist unklar. Gegen 1 Uhr nachts wollen zwei Nachbarn Dieter Grimms Stimme in seiner Wohnung in der Johannes-Morhart-Straße gehört haben. Doch nicht nur seine. Er soll sich mit einem anderen Mann unterhalten haben. Am nächsten Morgen findet ein Angelfreund Dieter Grimm bewusstlos in der Nähe seiner Angeln. Er wurde brutal zusammengeschlagen.

Mit dem Rettungshubschrauber kommt Dieter Grimm in eine Klinik, muss wochenlang künstlich beatmet werden. Sein Bewusstsein erlangt er nie wieder. Im August 2008 - 16 Monate nach der Tat - stirbt er in einer Reha-Klinik an den Folgen des Überfalls.

Fragen nach Zeugen 

  1. Wer weiß, was Dieter Grimm in den Wochen vor der Tat getan hat?
  2. Mit wem hat er sich getroffen? 
  3. Gab es Auseinandersetzungen oder Streitigkeiten?
  4. Welche Pläne hatte er? 
  5. Wer hat in der Tatnacht am Frankfurter Mainufer in der Nähe des Tatorts Beobachtungen gemacht, die mit dem Verbrechen in Verbindung stehen könnten? 
  6. Wenn Dieter Grimm gegen 1 Uhr nachts tatsächlich noch einmal in seiner Wohnung gewesen ist: Wer war sein Besucher? 
  7. Wer hat Grimm in der Tatnacht auf dem Weg zwischen seinem Angelplatz und seiner Wohnung gesehen, eventuell in Begleitung?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Frankfurt/Main, Telefon 069 / 75 55 11 88

Donnerstag, 6. Februar 2014

HESSEN: UNGEKLÄRTE MORDE-Reportage einer Spurensuche Teil 1-2

Eine Reportage von Ungeklärten Morden aus der Region Hessen 

Ich möchte Euch nun die Journalistin und Autorin Heike Bayer vorstellen. Sie befasst sich mit ungeklärten Mordfällen in der Region Hessen. Sie wird nun hin und wieder ihre Rechercheergebnisse und die dazu gehörigen Artikel hier im Blog veröffentlichen. Sie hat sehr genau recherchiert und sie möchte ihre Gedankengänge und Ergebnisse mit uns teilen! 


Ich finde Sie und Ihre Arbeit klasse, und ich möchte Euch  bitten das ihr Sie auch so wie mich gut annehmt und Sie auch unterstützt!

Artikel von Heike Bayer:
Die Reportage einer Spurensuche. 

I.Teil.

Das Register der offenen Mordakten ist lang.

Johanna Bohnacker, Melanie Freitag, Tristan Brübach, Britta Hafemann, Michael Walther, und die Winter-Frauen.

Sie lebten in Bobenhausen-Ranstadt, Wiesbaden-Klarenthal, Gelnhausen und Volkertshain.

Sie sind tot. Ermordet. Vor unser aller Haustür. Die Täter sind noch auf freiem Fuß, leben womöglich irgendwo mitten unter uns.

Elf Opfer. Elf unaufgeklärte Mordfälle.Verglichen mit größereren Bundesländern, ist das verdammt hoch fürs Zweitkleinste Land. Da schauderts Gänsehaut. 
Was ist in Hessen los? 

Die Spurensuche beginnt an der Autobahnabfahrt Friedberg, am Kreisel, Richtung Gewerbegebiet. Zum Grünen Weg, Polizeidirektion Mitte, K10.

Für den Mord an Johanna Bohnacker ist jetzt Hauptkommissar K. Schmidt zuständig. Ein sympathischer Mann Ende vierzig. Das Erbe seiner Vorgänger belastet. Er deutet auf die überfüllten Aktenschränke. „Die hier vorne, 2000 Aktendeckel- gehören allesamt zum Mord an Johanna Bohnacker.



Johanna Bohnacker
Foto: Polizei

Vielleicht ist er da irgendwo drin, der Name des Täters, Möglich, dass wir ihn damals verhört haben. Er wird gedeckt. Wir haben alle aus den Ortsteilen vernommen. Zig-Ermittlungsbogen ausgefüllt und alle befragt... “, gesteht er. Was macht ihn so sicher, dass sie ihn kennen? Er senkt den Kopf, klopft mit dem Zeigefinger auf das Aktenzeichen. Aha. Verstanden. Die Akte ist also noch offen, die Ermittlungen laufen noch immer, das Verfahren ist anhängig, und er hat Schweigepflicht.

Der Kriminalbeamte Schmidt wendet sich ab zum Computer, dreht den Monitor, klickt Google Earth an, zoomt auf einen schmalen Weg.

„Schauen Sie. Hier ist Johanna entlang geradelt, ist auf dem Rückweg von ihrer Freundin gewesen. Aus Bellmuth kommend, dem kleinsten Ortsteil, der kaum mehr als fünf Straßen hat. Auf dem Rückweg nach Bobenhausen, ist sie irgendwo hier ihrem Mörder begegnet.“

Im Jahre 2011 hätte Johanna ihren 20-igsten Geburtstag gefeiert. Wie reagieren die Bobenhäuser nach so vielen Jahren?

„Es ist schwierig, heute überhaupt Einheimische zu befragen", gesteht Schmidt, "da liegt so viel Mißtrauen über dem kleinen 500-Seelen-Nest. Die Menschen sind noch immer traumatisiert."

Einer, der von Anfang an mit dem Mordfall betraut war, und jetzt Polizei-Pressesprecher im Polizeipräsidium Mittelhessen ist, zieht die Medien in die Pflicht:


Link zum Artikel der Gießener Zeitung


Die Autobahn A5 zieht sich als blutig roter Faden durch mindestens zwei Morde.

Johannas Leiche wurde in Nordhessen an der A5 gefunden. Kurz vor Kassel, unweit der Raststätte Berfa. Der Mörder hat sie keine 100 Kilometer weit weg von ihrem Wohnort in einem Müllsack entsorgt.

Auffällig, dass weiter südlich, am Gambacher Kreuz, an der Anschlussstelle Steinbach, 15 Jahre zuvor auch ein Mordfall geschehen ist. Nach Johanna, die an einem Septembermorgen

verschwunden ist, wurde auch an einem Septembermorgen, am 15.-ten des Jahres 1985, am Parkplatz, die Leiche von Britta Hafemann gefunden. 

In Aktenzeichen XY-ungelöst, war der Mord zweimal im Brennpunkt als Studiofall.




Vor 29 Jahren war das – Mord verjährt nicht. 

Mysteriös bleibt die Bemerkung einer Frau aus einem Kult, die über Mittelhessen von „der Heimat der Täter“ spricht. Was weiß sie? Die Polizei tappt im Dunkel. Denn sie ist verschwunden. Wenn sie redet, ist das Hochverrat und brandgefährlich. 




Warum die Zahl 6 eine große Rolle spielt, und was es mit einem teuflischen Zeichen auf sich hat, erfahrt ihr im II. Teil der Reportage.


Mehr auch unter:

Link zu Tatortnews




M Y S T E R Y, Cold Cases

Reportage einer Spurensuche


II.Teil



Es sind diese eiskalten Augen und scharfkantigen Gesichtszüge, die jedem blanke Schauer über den Rücken jagen. Der Blick verfängt sich auf die Narbe über der Oberlippe. Flusenartige Haare fallen auf. Ungepflegt. Im Nacken zum Zopf gebunden...

Das Phantombild läßt seit nunmehr 12 Jahren alle, die sich mit ihm beschäftigen, nicht mehr los.




Phantombild
Foto: Polizei


Wanted. Dieser Mann wird gesucht. Er soll den damaligen 13-jährigen Schüler Tristan Brübach auf dem Gewissen haben. Ermordet am 26. März 1998. In der Tunnelunterführung in Frankfurt-Höchst. Bestialisch abgeschlachtet. Geschächtet wie ein Tier. Das Messer am linken Ohr angesetzt, die Kehle aufgeschlitzt bis zum rechten Ohr. Im Bach hat er den Jungen ausbluten lassen. Seine Leiche in den Tunnel geschleppt und ihn dort aufgebahrt wie eine Trophäe. 
Die Hoden herausgeschnitten samt einem Stück Muskelfleisch. Unvorstellbar. Grauenvoll. Eine Tat, die bisweilen in der jüngeren Kriminalgeschichte seinesgleichen sucht. 
Doch anders als im Fall Johanna hat die Menschenbestie seine Spur hinterlassen. Auf einem Schulbuch von Tristan. Ein blutiger Fingeradruck. So konnte seine DNA sichergestellt werden. Weltweit erfasst in der Zentraldatenbank. Bei jedem Mord, der auf diesem Globus geschieht, bei jedem Padophilen, der sich an Kindern vergeht, wird automatisch die DNA abgeglichen.


Tristans Tascheninhalt,  Schulbuch mit blutigen Fingerabdruck des mutm. Täters
Foto: Polizei


Gibt es einen Zusammenhang zwischen Frankfurt-Höchst und Ranstadt-Bobenhausen, wo Johanna Bohnacker verschwunden ist? Keine 40 Kilometer liegen die Tatorte auseinander. 
Soll nicht im Mordfall Johanna ein Zeuge einen Mann mit Zopf in der Nähe des Tatortes gesehen haben? 
Könnte es sich um den gleichen Täter handeln? 
Fragen über Fragen an den zuständigen Hauptkommissar in Frankfurt, Uwe Frey. Der schüttelt vehement den Kopf. Nein. Der grauenvolle Mord an Tristan Brübach trägt das Konterfei eines äußerst perversen Sadisten, lässt er uns wissen. 
Hartnäckig hake ich nach. „Haben Zeugen nicht ausgesagt, dass im Mordfall Johanna ein Mann beobachtet worden ist mit einem Zopf, statt blond soll der dunkel gewesen sein. „Was ist dunkel, was ist hell! Unerheblich, jeder hat eine andere Wahrnehmung", kritisiert er. Doch laut Tatanalyse und dem Täterprofil bestätigt er die Zweifel seines befreundeten Friedberger Kollegen, Hauptkommissar Schmidt, dass der Mörder von Tristan nicht der Mörder von Johanna sein kann.

Der ermittelnde Kripobeamte Frey hat den Mord an Tristan im vergangenen Jahr neu aufgerollt und Fallanalytiker, sogannte Profiler, aus München eingeschaltet. Sie verfolgen neue Spuren.

SAT 1 hat diese dokumentiert. Die Reportage ist im November 2013 ausgestrahlt worden. Hat eine Flut von Hinweisen nach sich gezogen. Mehr als 200. Focus Online schreibt, dass der Kripobeamte Frey bei einem heißen Tipp aus seinem Stuhl aufgesprungen sei.

„Wo haben Sie das denn das gelesen?", kontert er. Räumt aber dann ein, dass sich der anfangs viel gepriesene Tipp inzwischen in Luft aufgelöst hat. Wie übrigens alle neuen Spuren, die nach der Sendung bislang ausgewertet worden sind.

Wer ist diese Bestie? Jemand, der wie Hannibal Lektor im Kinoschocker „das Schweigen der Lämmer“ mordet?

Ich kontaktiere einen der renommiertesten Experten, den wir auf diesem Gebiet in Deutschland haben, Prof. Dr. Michael Osterheider von der Universität Regensburg. Eine Choryphäe in der Neurologie und Kriminalpsychiatrie. Seit 2004 hält er eine Professur für Forensische Psychiatrie an der Universität Regensburg. Den Fall Tristan Brübach kennt er. Spricht sofort von der Tat eines Psychopathen. Obwohl dieser Begriff etikettiert sei bei uns in Deutschland. Negativ besetzt durch die Nationalsozialisten.

Ist "das Böse" im Gehirn des Menschen nachweisbar? Sein amerikanischer Kollege, der Facharzt Adrian Raine, Kriminologe an der University of Pennsylvania in Philadelphia, glaubt in Hirnen von schwerst sadistischen Killern Areale entdeckt zu haben, die Muster und Defizite aufweisen.

"Das ist überinterpretiert und Bullshit", stellt er klar und weiter informiert er, "Die Amerikaner übertreiben, müssen ihre Milliarden Dollars, die sie für die Hirnforschung „Brain research und Neuro-Imaging" freigeschaufelt haben, rechtfertigen, Man kann nicht Patienten in den Kernspin schieben und dann nach einem Muster und Defizit in den Hirnarealen suchen. Außerdem scheint es sehr gewagt von den amerikanischen Kollegen, zu behaupten, 15 bis 20 Serientäter untersucht zu haben, reiche aus, um wissenschaftliche Thesen zu stützen.


Link zum Artikel der WELT



Prof. Dr. M. Osterheider: "Was wir sicher heute sagen können, ist, dass es Auswüchse gibt bei Psychopathen, die sich schon im frühen Kindesalter zeigen, Sie sind multifaktorell. Mängel und Beeinträchtungen können vielfältiger Natur sein. Zum Beispiel emotionale Defizite, aber auch Einflußfaktoren wie Sauerstoffmangel vor und bei der Geburt. Was man heute mit Sicherheit weiß, ist, dass im Dritten Drittel der Schwangerschaft das Hirn des Fötus beeinflusst werden kann. Zum Beispiel durch Infektionen der Mutter und auch durch hormonelle Störungen etc. Aber da ist noch lange noch nicht alles erforscht. Viele sadistische Serientäter zeigen vorpubertäre Traumata, Auffälligkeiten, wie Tierquälereien, oder andere sadistischen Züge."


H.N.B.: Glaubt er, dass jeder Mensch zu einem Mord fähig ist?

Prof.Dr. Osterheider: Ja, es gibt Situationen, da ist grundsätzlich jeder Mensch zu einem Tötungsdelikt fähig.

H.N.B: Können Sie damit rechnen, dass Forensik mit genügend Forschungsgeldern in Zukunft ausgestattet wird?

Prof. Dr. Osterheider: Die Forschung ist auch immer eine Sache der politischen Ausrichtung, und im Moment wird eher in die Forschung von Gender-Studien investiert. In die Geschlechtererforschung.


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Heike Nocker-Bayer

Autorin

Vertriebsbüro Gießen

0641/3993665


N E U

Jede Woche eine kostenlose Leseprobe meiner Reportage über Cold Cases in Hessen.

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