Montag, 17. Mai 2010

HANNOVER: Vermisst Inka Köntges



VERMISST-Wo ist Inka?
Seit dem 14.August 2000 ist die 29-jährige Inka Köntges aus Hannover vermisst. Frau Köntges war mit dem Fahrrad gegen 8.00 Uhr auf dem Weg zur Medizinischen Hochschule Hannover. Dort kam sie jedoch nicht an. Der Weg zur Arbeit führt die 29-Jährige durch die Eilenriede, über den Messeschnellweg und durch die Gärten von Groß-Buchholz. 
Bildergebnis für inka köntges


Inka Köntges ist 169 Zentimeter groß, hat dunkel blondes schulterlanges Haar und blaue Augen. Bekleidet war sie mit einer dunkelblauen Jacke mit weißen Steppnähten, hellen Jeans und schwarzen Pumps. Sie hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich.

Das 28er Damenfahrrad der Marke Pegasus ist silbergrau, hat einen schwarzen Gelsattel, an beiden Seiten aufgerissen, schwarze Bremsgriffe und eine 5-Gang Kettenschaltung. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer (0511) 109-5555 zu melden.

Nachtragsmeldung zur Presseinformation vom 14. August 2000


Neue Hinweise auf vermisste Inka Köntges 

Gestern Nachmittag sind bei den Ermittlern des Zentralen Kriminaldienstes neue Hinweise auf die seit Wochen gesuchte Inka Köntges eingegangen. Zwei Personen wollen sie in Oldenburg gesehen haben. Eine frühere Mitbewohnerin ist überzeugt, sie am 24. August in der Oldenburger Innenstadt gesehen zu haben. Sie habe Inka zunächst ansprechen wollen, es dann aber gelassen. Später habe sie sich daran erinnert, dass sie in der Zeitung von dem Verschwinden ihrer ehemaligen Studienkollegin gelesen hatte und sich an die Polizei gewandt. 
Die Zeugin hatte von 1995 bis 1996 etwa ein Jahr lang mit Inka Köntges in einer Oldenburger Wohngemeinschaft gelebt. In der Zeit unternahmen sie vieles gemeinsam. Die Vermisste hatte bis zu ihrem Umzug nach Hannover im September 1999 in Oldenburg studiert und dort gewohnt. Ihre frühere Mitbewohnerin sah Inka zum letzten Mal im vergangenen Jahr kurz vor ihrem Umzug. Ein zweiter Zeuge gab an, Inka Köntges am selben Tag in einem Golf mit hannoverschem Kennzeichen in der Oldenburger Innenstadt gesehen zu haben. Der Mann meint, sie aufgrund von Presseveröffentlichungen wiedererkannt zu haben. 
Etwas später bemerkte er den Wagen erneut, er stand geparkt am Straßenrand in der Innenstadt. Gestern durchsuchten Polizeikräfte erneut Teile des Stadtwaldes Eilenriede in Hannover. Von 08.30 Uhr bis 13.30 Uhr waren etwa 30 Beamte in Kleingartenkolonien im Bereich Kleefeld im Einsatz.

Die Polizei bewertet die neuen Hinweise insbesondere aufgrund des übereinstimmenden Tages als sehr wertvoll. Auch die Verbindung nach

Oldenburg erscheint plausibel. Woher das Auto stammen könnte, ist bislang unklar. Die Beamten hoffen nun auf weitere Beobachtungen aus dem Raum Oldenburg.

Telefon: (0511) 109 - 5222 oder in Oldenburg unter Telefon: (0441) 790 - 3113.

Nachtragsmeldung zu den Presseinformationen vom 14.08.2000 und vom 31.08.2000 

Suche nach Inka Köntges in Oldenburg erfolglos

Die Ende August bei der Polizei eingegangenen Hinweise zur vermissten Person Inka Köntges haben die Ermittler aus Hannover keinen entscheidenen Schritt weitergebracht. Wie berichtet, wollen zwei Zeugen die Vermisste unabhängig voneinander am 24.August in Oldenburg gesehen haben. 
Der Zeugenhinweis eines Mannes, der Frau Köntges in einem Golf mit hannoveraner Kennzeichen an einer bestimmten Stelle in der oldenburger Innenstadt gesehen haben will, bestätigte sich nicht. Die tatsächliche Fahrerin des Golfs, die sich aufgrund der Presseveröffentlichung bei der Polizei meldete, war nicht Inka Köntges. Auch eine Studentin, die 1995 und 1996 mit Frau Köntges zusammen gewohnt hatte, konnte ihre Angaben, sie habe Inka Köntges am 30.08.2000 in Oldenburg gesehen, nicht zweifelsfrei bestätigen. 
Die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes gehen weiteren Hinweisen nach. Bislang haben sich jedoch keine weiteren konkreten Ermittlungsansätze ergeben.


Keine heiße Spur im Fall Inka Köntges

Nach der am Freitagabend, um 20.15 Uhr ausgestrahlten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gingen zum gesendeten Fall der vermißten 30-jährigen Inka Köntges aus Hannover bisher 60 Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Die Ermittler gegen zur Zeit allen Mitteilungen und Feststellungen sorgfältig nach. 

Aus kriminaltaktischen Gründen können zurzeit keine Einzelheiten genannt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann jedoch nicht von einer heißen Spur gesprochen werden. Auch die veröffentlichte Handynummer eines Unbekannten ist weiterhin ungeklärt. Dem Mobilfunkbetreiber gingen bei einer Softwareumstellung die Daten des Teilnehmers unwiderbringlich verloren. 
Von diesem Handy gingen mehrfach Gespräche bei der Polizei ein, wobei der Anrufer behauptete, dass er die seit 10. August 2000 vermißte Frau bei sich hätte. 
Die Polizei fragt weiterhin: „Wer ist der Inhaber dieser Rufnummer?“ 

Die Ermittlungen dauern an. 

Hinweise im Zusammenhang mit dieser Tat nimmt der Kriminaldauerdienst unter 
Telefon (0511) 109 – 5222 oder jede andere Polizeistation entgegen. 

Wie berichtet, brachten die überaus intensiv und umfangreich geführten Ermittlungen bisher für die Ermittler keinerlei Anhaltspunkte, die zum
Auffinden der Vermißten geführt hätten. Inka Köntges hat am 10. August mit dem Fahrrad ihre Wohnung in Richtung ihrer Arbeitsstätte, der Medizinischen Hochschule Hannover, verlassen. Auf diesem Weg wurde die letztmalig in der Eilenriede gesehen. Hinweise, die für ein freiwilliges Ausscheiden aus ihrem gewohnten Lebensbereich sprechen, sind nicht erkennbar.

Marc Köntges nimmt Auslobung zurück

Wie bereits berichtet, wird seit dem 10. August 2000 die damals 29 Jahre alte Studentin Inga Köntges vermisst. Im Rahmen der Ermittlungen hatte ihr Ehemann Marc Köntges für den Fall eines erfolgreichen Hinweises eine Belohung in Höhe von 20.000 Mark ausgelobt. Aus persönlichen Gründen hat der 33-Jährigen dieses Angebot zurück gezogen.

Kommentare:

  1. 13.06.2012 | 09:52 Uhr | Annette Rose
    JUSTIZ
    Gericht soll sie jetzt für tot erklären
    Was mit ihr passiert ist, bleibt bis heute ein Rätsel: Inka Köntges, eine junge Biologin, verschwand am 10. August 2000 spurlos. Die damals 29-Jährige war auf dem Weg zur Arbeit in der MHH, fuhr mit dem Fahrrad durch die Eilenriede. Der Fall hat die Menschen bewegt. Knapp zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden soll sie für tot erklärt werden.
    HANNOVER. Das öffentliche Aufgebot hängt an der Anschlagtafel des Amtsgerichts und wird auch im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Verschollene oder Personen, die etwas über ihren Verbleib wissen, werden aufgefordert, sich bis zum 20. September zu melden. Danach erfolgt die amtliche Todeserklärung.
    Antragstellerin ist Inka Köntges Zwillingsschwester. Sie ist Abwesenheitspflegerin für die Angelegenheiten der Verschollenen, so Amtsgerichtssprecher Michael Siegfried. Das Verfahren sei möglich, weil seit dem Verschwinden die Mindestfrist von zehn Jahren verstrichen sei. „Über die Hintergründe möchten wir nichts sagen“, so gestern Inka Köntges Mutter.
    Die Familie lebt in Hamburg, wo Inka und ihre Schwester zur Schule gingen. Es sei so, dass die Familie einmal abschließen wolle mit dem Geschehen, „das uns immer wieder aufwühlt.“ Sie glaube wie die Kripo an ein Verbrechen. Die Hoffnung, dass es eines Tages aufgeklärt werde, habe sie nicht aufgegeben. „Wir sind Christen, überlassen das jetzt einer höheren Macht.“

    Am 10. August 2000 soll die Biologin auf dem Weg mit dem Fahrrad durch die Eilenriede verschwunden sein. Zumindest gab es Zeugen, die eine Frau gesehen haben wollen, die aussah wie Inka Köntges, und die nach dem Weg zur MHH fragte, ihrer Arbeitsstelle. Danach verlor sich die Spur ...
    Es gab keine Geldabhebungen mehr von Köntges Konto, kein Lebenszeichen. Die Familie glaubt nicht, dass die Verschollene noch lebt, sonst hätte Köntges Zwillingsschwester jetzt nicht den Antrag auf eine Todeserklärung gestellt. Inka Köntges Ehemann Marc zog schon 2005 einen Schlussstrich. Er ließ sich per öffentlichem Aufgebot scheiden. Der Mann, der in Hameln lebt, heiratete neu. Er zog auch die auf Hinweise über den Verbleib seiner Frau ausgesetzten 20 000 Euro Belohnung zurück.

    2006 glaubte die Kripo, eine Spur zu haben. In Indien war eine Frau aufgetaucht, die Inka Köntges ähnlich sah. Sie stammte aus Ricklingen, aber es war nicht die Vermisste. Die Kripo ging auch der Vermutung nach, die gläubige Baptistin könne in ihrer Gemeinde untergetaucht sein, weil es angeblich Streit zwischen dem erst seit zwei Monaten verheirateten Paar gegeben hatte. Der Ehemann, der mit Flugblättern nach seiner Frau gesucht hatte, konnte angeblich mit ihrem Glauben nichts anfangen.

    Doch die Ermittlungen in der Baptistengemeinde verliefen ergebnislos. 2001 fahndete Aktenzeichen XY nach der Biologin, auch ohne Erfolg. Laut Oberstaatsanwältin Irene Silinger wurde das Todesermittlungsverfahren 2002 eingestellt.

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  2. Wurde damals die ganze Eilenriede durchkämmt, mit Spürhunden etc ?

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