Mittwoch, 30. Dezember 2015

UKRAINE/RIVNE: Vermisst Dr. Andre Weber ( 4.12.2004)

Seit dem 04.12.2004 in der Ukraine vermisst: 

Verbrechen nicht ausgeschlossen !

Ich hatte hier im Blog über den Vermisstenfall Weber schon mehrmals berichtet. Nun möchte ich nochmal auf das spurlose Verschwinden, des Dr. Andre Weber, aufmerksam machen. Was ist mit ihm passiert?

  • Dr. WEBER, Andre
  • 12.03.1964 in Dingelstädt
  • zuletzt wohnhaft in Rivne (Ukraine)
  • verheiratet
Personenbeschreibung

  • Geschlecht: männlich
  • Gestalt: schlank
  • Größe: 180 cm
  • Scheinbares Alter: 30 - 40 Jahre
  • Haare: mittelblond, kurz
  • Augen: braungrün
  • Äußere Erscheinung: gepflegt, Brillenträger

  • Bekleidung: nicht bekannt
  • mitgeführte Gegenstände: 
-Koffer mit Winterbekleidung,
-Laptop mit Tasche,
-Handy


Bild 1 Weber (verweist auf: Weber, Dr. Andre)
Dr. Andre Weber
Foto: Polizei/ BKA


Sachverhalt

Seit Samstag, dem 04. Dezember wird der Abgebildete, der seit einigen Jahren in Usbekistan und der Ukraine für kommunale Wassergesellschaften als Berater arbeitet, vermisst.

Er ließ sich gg. 08.00 Uhr in Rivne (Ukraine) mit einem Taxi zum Busbahnhof fahren.

Am nächsten Tag wollte er per Zug mit einer Delegation zurück nach Deutschland reisen.

Er erschien jedoch nicht zur geplanten Abfahrtszeit.
Seit dem gibt es keinen Kontakt mehr zu Dr. Weber.


Aufgrund der bisherigen Ermittlungen kann ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden!


Hinweise und Erkenntnisse zum Aufenthalt des Vermissten, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, richten Sie bitte an:

Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Lage- und Informationszentrum
Tel.: 0391 / 250 - 1036

Dienstag, 29. Dezember 2015

BERLIN: Vermisst Ali Razzouk (14.07.1999)

Immer noch keine Spur von Ali Razzouk

Ali Razzouk (geboren 1973 im Libanon) war am 14. Juli 1999 kurz nach 09.00 Uhr, nach einem Urlaub in seinem Geburtsland, in Berlin-Tegel gelandet. Er stellte das Gepäck in seiner Wohnung ab und begab sich anschließend in das Restaurant “Casale” in der Fischerhüttenstraße in der Nähe des U-Bahnhofs Krumme Lanke.

Ali Razzouk
Ali Razzouk
Foto: Polizei Berlin



Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr verließ er das Restaurant, um – vermutlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zur Bahnhofsstraße nach Falkensee zu fahren. Seitdem fehlt jede Spur von dem damals 26jährigen.

Der Vermisste ist 1,73 m groß und hat braune Augen. Er war seinerzeit schlank, hatte kurze schwarze Haare, vorn dünn, hinten kraus.


  1. Wer kann Hinweise zum derzeitigen Aufenthalt des Vermissten geben?
  2. Wer hat Ali Razzouk nach dem 14. Juli 1999 gesehen oder kennt Kontaktpersonen des Vermissten?

Hinweise nimmt die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes unter den Rufnummern (030) 4664 – 91 24 00 oder – 91 24 01 bzw. jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Sonntag, 20. Dezember 2015

SCHWERIN: Tötungsdelikt z. N. von Antje Mundstock

Mord verjährt nicht-Wir vergessen Dich nicht 

Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit ihrem Freund geht die 19-jährige Antje Mundstock in Crivitz allein zu einer Freundin. Am späten Abend macht sie sich dann auf den Weg ins Kulturhaus, wo ihr Freund auf sie wartet. Doch Antje kommt dort nicht an.


Wer tötete Antje Mundstock?
Foto: Polizei/ NDR

Crivitz ist eine kleine Stadt in der Nähe von Schwerin. Freitags ist dort im Kulturhaus Disco. Für die 19-jährige Antje Mundstock aus Schwerin ist das die liebste Freizeitbeschäftigung. Ihr Freund wohnt in Crivitz, die Wochenenden verbringt sie meist bei ihm. Auch am Freitag, dem12. Juli 1991, steht ein Discobesuch auf dem Programm. Ab 23 Uhr ist der Eintritt im Crivitzer Kulturhaus immer kostenlos. Deshalb kommen viele junge Leute erst spät am Abend.


Spurlos verschwunden

Antje will vorher noch bei einer Freundin vorbeischauen, die sie noch aus ihrer Ausbildungszeit in Crivitz kennt. Da die Bekannte etwas abseits wohnt, bietet ihr Freund an, dass Antje sein Auto benutzen darf. Doch aus einem nichtigen Anlass kommt es am frühen Abend zwischen den beiden zum Streit. Antje ist eingeschnappt und geht trotzig zu Fuß. Um 22.20 Uhr bricht sie von dort auf zur Disco. Ein längerer Fußmarsch durch den ganzen Ort steht ihr bevor. Einem Pärchen, das ebenfalls zu Fuß zur Disco unterwegs ist, fällt die junge Frau auf, mutterseelenallein auf der Hauptdurchgangsstraße. An einer Straßenbiegung verlieren die jungen Leute Antje aus dem Blick. Von diesem Moment an ist die 19-Jährige verschwunden.

Als sie bis zum nächsten Abend nicht wieder auftaucht, erstattet ihre Mutter in Schwerin Vermisstenanzeige. Zur gleichen Zeit findet ein Tourist am Ufer des Schweriner Sees im Stadtteil Zippendorf eine tote Frau im Wasser. Es ist Antje - vergewaltigt und ermordet.

Frage nach Zeugen:

  1. Wer hat Antje Mundstock am Abend des 12. Juli 1991 nach 22.30 Uhr noch gesehen?
  2. Wer hat zu dieser Zeit auf der Eichholzstraße in Crivitz beobachtet, dass eine junge Frau mit einem Mann sprach oder in ein Auto stieg?
  3. Wer kann etwas über Bekannte des Opfers sagen, von denen ihre Angehörigen und Freunde nichts wussten?
  4. Hat jemand in den vergangenen 20 Jahren über den Mord geredet und sich vielleicht sogar der Tat bezichtigt?

Zuständig: Kripo Schwerin, Telefon 0385 - 20 70 0

Dienstag, 15. Dezember 2015

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Alejandro G.

Zeugen gesucht

Der Fall des am 7. November 2015 auf dem Oranienplatz in Kreuzberg ermordeten 26-jährigen Alejandro G. ist weiterhin ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat nun eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgelobt.

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Alejandro G.
Foto: Polizei Berlin


An jenem Samstag erstach ein Unbekannter gegen 0.45 Uhr auf dem Oranienplatz den 26-jährigen spanischen Studenten Alejandro G. Das Opfer ging in Begleitung einer Bekannten und eines Freundes aus Richtung Adalbertstraße über den Platz, als ihn der Angreifer in Höhe der Bushaltestelle unvermittelt schlug und mit einem Messer verletzte. Er verstarb trotz schneller Hilfe kurze Zeit später in einem Krankenhaus.

Bei der Suche nach dem Täter konzentrieren sich die Ermittler der 7. Mordkommission jetzt auf einen wichtigen, aber unbekannten Zeugen. An einem eingerüsteten Haus der Oranienstraße Ecke Oranienplatz gerieten den vorliegenden Erkenntnissen zufolge kurz vor dem tödlichen Angriff zunächst die Begleiterin von Alejandro G. und anschließend alle drei mit einem bislang unbekannten Zeugen in einen belanglosen Streit. Der Täter soll kurz darauf zunächst mit dem unbekannten Zeugen gesprochen haben, bevor er unvermittelt auf Alejandro G. einstach.

Beschreibung des gesuchten Zeugen:


  • etwa 45 – 50 Jahre alt
  • auffällig klein, etwa 1 Meter 55 bis 1 Meter 60 groß
  • schlanke Statur mit Bauchansatz
  • sehr kurzes, dunkles und dünnes Haar mit Geheimratsecken
  • südländisches Aussehen
  • dunkler Teint
  • insgesamt ungepflegte Erscheinung, trug möglicherweise eine Mütze und eine graue, kurze Jacke

Die Ermittler suchen diesen wichtigen Zeugen und bitten ihn, sich bei ihnen oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Weiter bittet die Mordkommission Zeugen, die den Beschriebenen kennen, sich zu melden und fragt:


  1. Wer hat das Geschehen beobachtet und/ oder kann Angaben zum beschriebenen Mann machen?
  2. Wer hat sonstige verdächtige Beobachtungen, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, gemacht?
  3. Wer kann sachdienliche Hinweise geben?
  4. Wer kann Angaben zur Identität des beschriebenen Zeugen machen?


Zudem sucht die 7. Mordkommission  mit Hochdruck nach dem Tatverdächtigen vom Oranienplatz und nach weiteren Zeugen. Deshalb wendet sich die Polizei Berlin erneut mit einem Zeugenaufruf und dem Bild des Opfers an die Öffentlichkeit.
Am Samstag, den 7. November 2015 gegen 00.45 Uhr erstach ein Unbekannter auf dem Oranienplatz den 26-jährigen spanischen Studenten Alejandro G. Das Opfer ging in Begleitung einer Bekannten und eines Freundes aus Richtung Adalbertstraße über den Platz, als ihn der Angreifer in Höhe der Bushaltestelle unvermittelt schlug und mit einem Messer verletzte. Er verstarb trotz schneller Hilfe kurze Zeit später in einem Krankenhaus.



Beschreibung des Tatverdächtigen:
  • 25 bis 30 Jahre alt
  • 175 bis 180 cm groß
  • schlanke Statur
  • möglicherweise trägt der Unbekannte einen Oberlippen- oder Kinnbart
  • südländisches Äußeres
  • bekleidet mit einem grauen Basecap mit großem Schirm sowie einer grauen, längeren Jacke

Im Zusammenhang mit der Suche nach dem Angreifer fragen die Ermittler der 7. Mordkommission:


  1. Wer hat die Tat beobachtet und/oder kann Angaben zum Tatverdächtigen machen?
  2. Wer hat sonstige verdächtige Beobachtungen, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, gemacht?
  3. Wer kann sachdienliche Hinweise geben?
Hinweise nimmt die 7. Mordkommission in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 777 oder jede andere Dienststelle entgegen.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat für Hinweise, die zur Überführung des Täters beziehungsweise der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000 Euro ausgelobt.




Freitag, 20. November 2015

KLEIN-WINTERNHEIM: Unbekannter Toter gefunden (2008)

Wer kennt den Mann?

Die Kripo Mainz hat neue Erkenntnisse:

Die Kripo Mainz wendet sich mit einem Fall an die Bevölkerung, der bereits am 25. August 2010 Thema in XY war. Es ging um eine männliche Leiche, die bis heute nicht identifiziert werden konnte. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann Opfer eines Verbrechens wurde und veröffentlicht jetzt Bilder einer neuen Gesichtsrekonstruktion.

Entdeckt wurde die Leiche des Mannes im April 2008 bei Rodungsarbeiten an der Autobahn A 63 in der Nähe der Anschlussstelle Klein-Winternheim. Vermutlich wurde er zwischen 1994 und 2000 ermordet und hier abgelegt. Eine erste Gesichtsweichteilrekonstruktion hatte nicht zur Identifizierung des Toten geführt.

Nun wurde das Gesicht noch einmal nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert. Die Nachbildung ist jetzt viel detaillierter.
Bildergebnis für Unbekannter Toter klein winternheim
Durch Gesichtsweichteilrekonstruktion wurde das Gesicht rekonstruiert
Wer kennt diesen Mann? 
Foto: BKA


Personenbeschreibung:

  • 36 bis 42 Jahre alt, 
  • etwa 1,70 m groß; 
  • Kleidung: Oberteil der Marke „Fruit of the Loom“, Kollektion „Screen Stars Premium“, 
  • Jeans „Big Star“. 
  • Die Kleiderreste und eine Isotopenanalyse lassen darauf schließen: Der Mann stammt aus Osteuropa.


Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Mainz, Telefon: 06131 / 65 38 10

THALE/KÖLN: Vermisst Jutta Schulz (2014)

Wer hat Jutta Schulz gesehen?


Anfang April 2014 wird Jutta Schulz zuletzt in ihrem Heimatort Thale gesehen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Wurde sie Opfer eines Verbrechens? Oder ist sie einfach nur untergetaucht? Die Polizei sucht fieberhaft nach möglichen Zeugen.



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Wer hat Jutta Schulz gesehen?
Foto: Polizei





Jutta Schulz lebt mit Freund und Hund in Thale nahe Quedlinburg am Rande des Harzes. Jutta Schulz ist Kellnerin von Beruf. Ihren Lebensunterhalt verdient sie aber hauptsächlich mit dem Handel von Antiquitäten. Dennoch: Ihre Einnahmen reichen zum Leben nicht aus. Jutta Schulz hat Schulden. Deshalb besitzt sie auch kein Auto. Längere Strecken legt sie mit ihrem Fahrrad zurück.








Über eine Bekannte erhält Jutta Schulz 2011 ein lukratives Angebot: einen Job als Bardame in einem Bordell in Köln. Obwohl der Arbeitsort mehrere hundert Kilometer entfernt ist, nimmt die 53-Jährige sofort an.

Ab diesem Zeitpunkt arbeitet Jutta Schulz in regelmäßigen Abständen für jeweils zwei Wochen am Stück in Köln. Das Bordell stellt ihr ein eigenes Zimmer. Der Teilzeitjob kommt ihr gelegen. So muss sie ihr Geschäft, an dem sie sehr hängt, nicht aufgeben.

Am 1. Mai 2014 hat Jutta Schulz erneut vor, nach Köln zur Arbeit zu fahren. Ihr Zugticket hat sie schon einen Monat vorher gekauft. Am 2. April 2014 hatte sie noch einen Termin mit einer Maklerin in Thale. Sie sieht sich eine Immobilie zum Kauf an. Dieses Treffen ist für die Polizei rätselhaft. Die Ermittler sind überzeugt: Einen solchen Kauf hätte sie sich niemals leisten können.

Am 1. Mai 2014 warten ihre Kollegen in Köln vergeblich auf Jutta Schulz. Da sie als sehr zuverlässig gilt, machen sich die Kollegen schnell Sorgen. Da auch der Lebensgefährte von Jutta Schulz nicht weiß, wo sie sich aufhält, gehen die Mitarbeiter des Bordells zur Polizei.

Schon bald übernimmt die Kriminalpolizei in Magdeburg die Suche nach der vermissten Jutta Schulz. Es stellt sich heraus, dass die 53-Jährige sich wohl von ihrem Freund trennen wollte. Dieser will davon nichts gewusst haben. Er berichtet der Polizei lediglich von einem Streit mit seiner Freundin kurz vor ihrem Verschwinden.

Obwohl einiges daraufhin deutet, dass Jutta Schulz möglicherweise nicht mehr am Leben ist, gibt es noch einen Funken Hoffnung. Die Polizei hält es für denkbar, dass sie untergetaucht ist, vielleicht sogar mit einem neuen Lebenspartner.

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):
  • 53 Jahre alt, 
  • sehr schlank, 
  • rot-braun gelocktes Haar, 
  • Tätowierung auf der linken Schulter.

Bildergebnis für jutta schulz vermisst
Tätowierung auf der linken Schulter von Jutta Schulz
Foto: Polizei




Fragen nach Zeugen: 

  1. Wer hat Jutta Schulz seit ihrem Verschwinden im April 2014 noch gesehen? 
  2. Wer kann Angaben zu ihren Kontakten in Köln machen?

Zuständig: Kripo Halberstadt, Telefon: 03941 / 67 41 93

Donnerstag, 19. November 2015

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Franz Quenstedt (2006)

Mord an Franz Quenstedt - 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt


Eine Belohnung in Höhe von 5.000,-€ hat der Polizeipräsident in Berlin für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Mordes an Franz Quenstedt führen.
Bildvergrößerung: Foto des Opfers
Foto des Opfers
Foto: Polizei Berlin


Am 17. Januar 2006 gegen 16 Uhr 25 wurde von der Feuerwehr der 68-jährige Franz Quenstedt tot in seiner Wohnung in der Emser Straße 34 aufgefunden. Ein Bekannter, der das Opfer besuchen wollte, es aber nicht antraf, alarmierte aus Sorge die Feuerwehr. Die durchgeführte Obduktion ergab Stichverletzungen im Oberkörper als Todesursache.

Der 68-Jährige wurde am 17. Januar 2006 gegen 12 Uhr letztmalig lebend in seiner Schuhreparaturwerkstatt, die gleichzeitig seine Wohnanschrift war, lebend gesehen.

Die Ermittlungen ergaben inzwischen, dass Herr Quenstedt Opfer eines Raubes wurde. Vermutlich nahm der Täter Geld aus dem Portemonnaie des Überfallenen. Folglich besteht die Möglichkeit, dass diese Geldscheine Blutspuren aufweisen. Der Verlust weiterer Wertsachen konnte bislang nicht festgestellt werden. Die Tatwaffe, vermutlich ein Messer, wurde bisher ebenfalls nicht aufgefunden.

Des Weiteren gibt es Anhaltspunkte darauf, dass ein bisher Unbekannter Geschäftsleuten in Tatortnähe unverzollte Zigaretten zum Verkauf angeboten hat. Eine Beschreibung dieser Person liegt nicht vor. Inwieweit hier ein Tatzusammenhang bestehen könnte, kann derzeit nicht bewertet werden.

Die Tatortbearbeitung sowie Befragungen aus dem Opfer-Umfeld dauern an.

Die Kriminalpolizei fragt:

  1. Wer hat am 17. januar 2006 in der Zeit zwischen 12 und 16 Uhr 30 verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Schumacherwerkstatt gemacht?
  2. Wer kann Angaben zu dem vermeintlichen Zigarettenanbieter machen?
  3. Wer kannte das Opfer und kann Angaben zu seinem Bekanntenkreis und zu seinen Lebensgewohnheiten machen?
  4. Wem sind seit dem 17. Januar 2006 Geldscheine angeboten worden, die evtl. Blutspuren aufwiesen?
  5. Wer kennt Personen, die im Besitz von blutverschmutzten Geldscheinen sind?

Kunden des Opfers werden gebeten, sich mit der 5. Mordkommission in Verbindung zu setzen. Hinweise nimmt das LKA 115 in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664 – 911502 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

FREIBURG: Töungsdelikt z. N. von Armani

Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Zeugen gesucht


Ich hatte schon vor rund einem Jahr über den ungeklärten Mordfall des kleinen Armani aus Freiburg berichtet. Da nun auch in der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" darüber ein Filmbeitrag ausgestrahlt wurde, möchte ich auch noch einmal den Fokus auf den Fall legen. Zudem haben sich durch Zeugenbeobachtungen und -  vernehmungen neue Fragen der Polizei ergeben.

Wer tötete den 8-jährigen?
Foto:Polizei

Die "Soko Bach" ermittelt nun in Freiburg, um den Täter des kleinen  kleinen Armani zu finden.


Am Morgen des 21.07.2014 wurde der leblose Körper eines seit dem Vorabend vermissten achtjährigen Jungen in einem Bach im Freiburger Stadtteil Betzenhausen aufgefunden. ​Die Obduktion ergab, dass der Junge aufgrund gewaltsamer Einwirkung zu Tode kam.
Die Kriminalpolizeidirektion Freiburg hat eine Sonderkommission mit mehr als 50 Beamtinnen und Beamten eingesetzt, um die Tat aufzuklären. Der Junge wurde zuletzt am Sonntagabend zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr auf einem Spielplatz im Stadtteil Brühl in der Nähe der Konradskirche (zwischen Eichstetter Straße und Rennweg) von Zeugen gesehen.


Gesucht: heller Kleinwagen

Etwa zu dieser Zeit wird dort auch ein heller Kleinwagen beobachtet, der in den Fußweg zum Spielplatz einbiegt und vermutlich dreht. Die Zeugen können das Kennzeichen nicht vollständig ablesen, sind sich aber sicher, dass die Ortskennung aus drei Buchstaben bestand. Der erste soll ein "M" gewesen sein. Hat der Wagen etwas mit Armanis Verschwinden zu tun? Die Kripo jedenfalls sucht den Fahrer oder die Fahrerin als wichtigen Zeugen beziehungsweise Zeugin.


Beschreibung des Jungen:


  • Etwa 140 cm groß, 
  • schlank, kurze, dunkle Haare, braune Augen, 
  • war bekleidet mit einem dünnen, grauen Kapuzenshirt mit neongrünem Innenfutter (auch in der Kapuze) und einem neongrünen Affenbild als Aufdruck, 
  • lange dunkle Jeans, 
  • schwarze Turnschuhe der Marke „Fila“ mit neongrünen Streifen. 
  • Er hatte einen weißen Fußball bei sich mit schwarz-rot-goldenen Applikationen und einem blauen Aufdruck „O2“.


Verschwundener Gegenstand:

Fußball: Werbegeschenk des Mobilfunk-Providers "O2", weiß mit schwarz-rot-goldenem Streifen, Emblem von "O2" und des Handy-Herstellers "Samsung".
Bild 3 von 6
So sah der Fußball des Jungen aus.




Die Polizei hat zur Aufklärung des Tatgeschehens folgende Fragen:
    1. ​Wer hat den Jungen am Sonntagnachmittag oder danach gesehen?
    2. Regelmäßige Besucher des Spielplatzes werden besonders dazu aufgefordert, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
    3.   Wer kennt einen hellen Kleinwagen mit Kenn­zeichen nach dem Muster "M?? - ? …" (Ortskennung aus 3 Buchstaben, 1. Buchstabe: M), der gegen 18.15 Uhr in der Nähe des Spielplatzes in Freiburg-Brühl wendete?
    4. Wer hat im Bereich des Kleingartengeländes Vogelnest (Stadtteil Betzenhausen, Nähe Bissierstraße, Gewann Obergrün) verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
    5. Auch scheinbar unwichtige Wahrnehmungen können der Polizei bei ihren Ermittlungen weiter helfen.


           Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, sind mehrere Belohnungen von insgesamt 20.000 Euro ausgesetzt.


          Hinweise nimmt die Polizei unter der 
          Telefonnummer 0761 882-2480 rund um die Uhr entgegen.

          Donnerstag, 24. September 2015

          MÜNCHEN: Tötungsdelikt z. N. von Christine Stöter (1993)

          Wer kann Angaben machen?

          München, 17. März 1993. Es muss weit nach 20 Uhr sein, als ein Mann an der Tür einer 59-jährigen Frau in der Fürkhofstraße 5 in München-Bogenhausen läutet. Unter einem Vorwand schafft er es, in die Wohnung zu kommen. Es folgt eine Unterhaltung, man trinkt gemeinsam Wasser. Das belegen die Spuren, die die Polizei später am Tatort sichert. Irgendwann überwältigt der Mann sein Opfer, zerrt es ins Schlafzimmer, fesselt, entkleidet und stranguliert es schließlich in den frühen Morgenstunden. Eine Nachbarin in der Wohnung darunter will gegen 4.20 Uhr Schreie gehört haben.
          christine-stoeter
          Wer tötete Christine Stöter?
          Foto: Polizei


          Danach versucht der Täter die Leiche mithilfe von Toilettenpapierrollen in Brand zu stecken. Doch das Feuer geht nach kurzer Zeit wieder aus. Derweil kann der Täter unerkannt entkommen. Am Tag darauf wird die Leiche entdeckt.

          Die Kripo sichert am Tatort etliche Spuren: darunter DNA, Fingerabdrücke, aber auch Utensilien, die der Täter verwendet hat, zum Beispiel eine gelbe Wäscheleine. Mit dieser hat der Täter das Opfer gefesselt und erdrosselt. Hat er sie mitgebracht? Die Polizei vermutet es. Demnach hätte der Mann die Tat geplant. Doch woher kannte er das Opfer? Hat er gewusst, dass die in Scheidung lebende Frau, zum Tatzeitpunkt allein war? Normalerweise teilt sie sich die Wohnung mit ihrer Tochter. Und wo ist der Reisepass beziehungsweise der Ausweis des Opfers? Hat der Täter die Dokumente als Trophäe an sich genommen? Fragen, auf die die Polizei bis heute keine Antwort hat.


          2009 sehen sich Fallanalytiker (operative Fallanalyse), sogenannte "Profiler", den Fall noch einmal genauer an und erstellen ein mögliches Täterprofil. Die Spezialisten konzentrieren sich auf die Spuren am Tatort und an der Leiche und ziehen Rückschlüsse auf das Verhalten des Täters und den möglichen Tatablauf. Am Ende ergibt sich ein ziemlich klares Bild von dem Mann, den die Polizei bis heute sucht.

          Der Analyse zufolge ist der Täter zwischen 28 und 45 Jahre alt und lebt in gefestigten, unauffälligen Strukturen. Eine Familie oder eine feste Partnerschaft ist denkbar. Er hat eine Vorliebe für abnorme sexuelle Praktiken: Fesseln mit Strangulierung. Davon muss seine Partnerin/Ehefrau nichts gewusst haben. Die Art der Knoten, die in der Wäscheleine am Tatort gefunden wurden, lässt einen Bezug zum Segel- oder Bergsport erkennen.

          Wahrscheinlich ist der Täter ein Mann mit mehr oder weniger ausgeprägtem zwanghaftem Verhalten - etwa nach Ordnung oder Struktur. Mit Sicherheit konsumiert er Pornographie, vornehmlich mit Gewaltdarstellungen. Er muss sich Freiräume verschafft haben – Zeit, in denen er sich zum Beispiel wegen angeblich beruflicher Gründe abgesetzt hat. Nach der Tat kann er durch Unruhe oder Zurückgezogenheit aufgefallen sein. Möglicherweise hat er am Arbeitsplatz gefehlt.

          Die Ermittler vermuten den Täter im entfernteren Bekanntenkreis des Opfers. Die 59-Jährige wohnte mit ihrer Tochter in einer Zwei-Zimmerwohnung in der Fürkhofstraße 5 in München-Bogenhausen. Möglicherweise hat er einen Bezug in diese Gegend. Ihre Tochter studierte zeitweise im Ausland. So hielt sie sich auch zum Tatzeitpunkt nicht in Deutschland auf. Das könnte der Täter gewusst haben.

          Gesucht: Hinweise auf den unbekannten Täter
          Die Polizei hofft, dass sich ehemalige weibliche Kontaktpersonen melden, die vor und nach 1993 Erfahrungen mit einem Mann gemacht haben, der sie gefesselt hat - mit mehreren Knoten und dem Unterlegen von Handtüchern an den Gelenken. Wahrscheinlich ist es dabei auch zu Würge- und Strangulierungsversuchen gekommen. Vielleicht hat er auch in diesen Fällen eine Wäscheleine verwendet.

          Zuständig: Kripo München, Telefon: 089 / 29 100

          Donnerstag, 30. Juli 2015

          UPDATE/KIEL: Vermisst Horst Georg Linnemann

          Vermisster Student bleibt verschwunden-Suche erfolglos abgebrochen

          Seit Dezember 2014 wird der 28-jährige Horst Georg Linnemann vermisst. Die Polizei sucht weiter nach Hinweisen – unter anderem im Zusammenhang mit einem gelben Anhänger. Hier im Blog hatte ich auch über den Fall berichtet und auf den Fall aufmerksam gemacht, aber nun bittet die Polizei nochmals die Öffentlichkeit um Mithilfe.

          Im Fall des vermissten Studenten Horst Georg Linnemann aus Neumünster hat die Polizei die Suche nach der Leiche des jungen Mannes ergebnislos beendet. Zuvor war erneut fünf Stunden lang mit Spürhunden ein etwa 4.000 Quadratmeter großes Grundstück in Wasbek bei Neumünster untersucht worden. Am Mittwoch war die Aktion zunächst unterbrochen worden, weil die eingesetzten Spürhunde zu erschöpft waren. Die Ermittler hatten nach eigenen Angaben Hinweise darauf gefunden, dass der Student getötet wurde. Danach soll die Leiche erst angezündet und dann mit Erde bedeckt worden sein. Woher sie das wissen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auch auf Nachfrage nicht mit.
          Suchaktion bei Wasbek beendet

          Insgesamt an zwei Tagen hatten die Einsatzkräfte mit Hunden in dem Gebiet in Wasbek nach der Leiche des Studenten gesucht. Da von dem jungen Mann oder seinen sterblichen Überresten jedoch weiter jede Spur fehlt, soll nun zunächst weiter ermittelt werden. Eine erneute Suche ist vorerst offenbar nicht geplant.
          1.500 Euro Belohnung

          Die Polizei bittet weiter um Hinweise aus der Bevölkerung und hat eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt. Sie sucht Menschen, die Linnemann kurz vor seinem Verschwinden gesehen haben oder sein Auto mit einem Leihanhänger der Firma Voss mit gelber Plane. Der dunkelblaue Golf IV hat das Kennzeichen NMS-ZX 88.

          Anhänger mit gelber Plane und Aufschrift
          Wer hat im besagten Zeitraum Beobachtungen gemacht, die mit dem Anhänger in Verbindung stehen?

          Foto: Polizei
          Die Polizei sucht Zeugen, die den Vermissten am Tag seines Verschwindens oder in den darauffolgenden Tagen gesehen haben. Außerdem hofft die Polizei auf Hinweise auf Nutzer und Abstellorte des Fahrzeuges von Linnemann nach dem 15. Dezember oder Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Anhänger gemacht haben.


          Wer hat diesen Wagen zwischen dem 15. und 20. Dezember vergangenen Jahres gesehen?
          Foto: Polizei



          Bereits seit Mitte Dezember fehlt jede Spur von dem Studenten Horst Georg Linnemann. Die Polizei verdächtigt weiter zwei 26 und 28 Jahre alte Bekannte des Vermissten aus Neumünster und Kappeln, Linnemann getötet zu haben. Sie sitzen wegen anderer Verbrechen in Untersuchungshaft. Dabei geht es um Diebstähle und andere Eigentumsdelikte. Vermutlich war auch der Vermisste in derartige Straftaten verwickelt.
          Auto in Hamburg entdeckt

          Zuletzt hatte seine Freundin den Studenten der Kieler Fachhochschule am 15. Dezember gegen Mittag in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen. Der Wagen wurde am 20. Dezember in Hamburg aufgefunden, der Leihanhänger am 3. Januar in Neumünster.

          Hinweise nimmt die Polizei Kiel unter der Telefonnummer (0431) 160 33 33entgegen.



          1. Post vom 23.06.2015

          Vermisster Student, womöglich ermordet?


          Was ist dem jungen Norddeutschen zugestoßen? Was ist ihm passiert? Auch die Familie und die Freunde machen sich sehr große Sorgen. Viele Fragen die sich nicht nur die Polizei stellt.

          Seit letzen Jahres ist der Student verschwunden, ich hatte noch nicht darüber berichtet. Nun bittet auch die Polizei um Mithilfe. Sie sucht Zeugen die etwas über den Fall sagen können oder die den Vermissten gesehen haben. Womöglich hat jemand etwas gesehen, aber hält dies nicht für relevant, aber alles kann sehr wichtig sein.  Im Fall des seit dem 15. Dezember 2014 vermissten Horst Georg Linnemann aus Neumünster-Faldera haben sich Hinweise auf ein Tötungsdelikt verdichtet. 



          Seine Leiche haben die Ermittler bislang noch nicht gefunden. Die Kieler Mordkommission hat in Zusammenarbeit mit der Kieler Staatsanwaltschaft und der Kripo Neumünster die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die 
          Der vermisste Horst Georg Linnemann.
          Hans Georg Linnemann
          Foto: Polizei




          Der 28-jährige Student, der von seinen Freunden gerne Grobi genannt wird, wurde am Nachmittag des 15. Dezember 2014 von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet, die ihn zuletzt gegen Mittag in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen hatte. Linnemanns dunkelblauer Golf IV mit dem Kennzeichen NMS-ZX 88 wurde am 20. Dezember in Hamburg gefunden und von der dortigen Polizei sichergestellt.

          Bild
          Diese Auto gehörte Hans Georg Linnemann
          Foto: Polizei

          Seitdem gab es zunächst keine weitere Spur. Doch im April bekamen die Ermittler einen Hinweis darauf, dass ein Tötungsdelikt vorliegen könnte. Im Rahmen der Ermittlungen erhärtete sich ein Tatverdacht gegen zwei 28 und 26 Jahre alte Bekannte des Vermissten aus Neumünster und Kappeln.. Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Vermissten am Tag seines Verschwindens oder in den darauffolgenden Tagen gesehen haben. Außerdem hofft die Polizei auf Hinweise auf Nutzer und Abstellorte des Fahrzeuges von Linnemann nach dem 15. Dezember.

          Nach bisherigen Erkenntnissen könnte Linnemann Zugriff auf eine Garage oder einen Lagerraum in Neumünster und Umgebung gehabt haben. Auch hierzu hofft die Polizei auf nähere Angaben.

          Georg Linnemann ist mit 1,92 Meter auffällig groß und wiegt 80 Kilogramm. 


          Hinweise nimmt die Kripo Kiel unter 0431-160 3333 entgegen.

          Montag, 20. Juli 2015

          GOSLAR: Tötungsdelikt z. N. von Arne Leif Conrad

          Wer kann Angaben machen?

          Seit über zehn Jahren bleibt der Mord an Arne Leif Conrad ungesühnt. Die Polizei gibt trotzdem nicht  auf, den oder die Mörder von Arne Leif Conrad zu ermitteln. Aber die Polizei ist auch auf Zeugen angewiesen und informiert deshalb die Öffentlichkeit nochmal über den Mordfall und den Ermittlungsstand im Fall Conrad.



          Seit Sommer 2004 ermittelt die Polizei Goslar im Mordfall Conrad und will die Öffentlichkeit nochmals darüber informieren:
          Der 25-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann Arne Leif Conrad hatte sich nachts des Öfteren auf Parkplätzen an der Autobahnen aufgehalten. Dort suchte er Sexualkontakte. Conrad war homosexuell.

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          Arne Leif Conrad
          Foto: Polizei


          Am Abend des 02. Juli 2004 fährt er von Burgwedel aus mit einer Freundin in ein Restaurant nach Isernhagen. Gegen 22 Uhr bringt er zunächst noch seinen Hund nach Hause und fährt dann wieder los, allein, zu den Ricklinger Teichen bei Hannover. Das ist ein Naherholungsgebiet bei Hannover-Döhren. Tagsüber halten sich dort viele Spaziergänger, Schwimmer und Hundebesitzer auf. Abends trifft sich dort an verschiedenen Orten eine homosexuelle Szene. Hier wird Arne Leif Conrad an jenem Freitagabend, gegen 23:45 Uhr, zuletzt lebend gesehen. Auf einem Parkplatz soll er allein in seinem Auto gewesen sein. Unklar ist, ob er hier an diesem Abend jemanden näher kennen gelernt hat. Offen bleibt auch die Frage, wann und wie Arne Leife Conrad von hier wieder wegkam - ob mit seinem Pkw, allein oder in Begleitung. Später in der Nacht gibt es ein letztes Zeichen von ihm: sein Handy hat sich in der Nacht zum 03. Juli 2004 im Bereich der Ricklinger Teiche eingeloggt. Danach blieb es ausgeschaltet.

          Eine Woche später, am 09. Juli 2004, finden Spaziergänger am Ufer des Boketeiches bei Bodenstein - 70 Kilometer entfernt im Landkreis Goslar in der Nähe der Autobahn A 7 - eine männliche Leiche. Es ist Arne Leif Conrad. Sein Leichnam hat nachweislich mehrere Tage im Wasser gelegen. Die Polizei geht davon aus, dass er bereits in der Nacht vom 02. zum 03. Juli 2004 dort abgelegt worden ist. Die gerichtsmedizinische Untersuchung in Hannover ergibt, dass Arne Conrad durch äußere Gewalteinwirkung gegen den Hals verstorben ist.

          Ungeklärt ist, ob er am Boketeich noch lebte. In der Nacht zum 03. Juli 2004 trug der ca. 1,87 m große und 100 kg schwere Mann ein weißes Hemd und schwarze Jeans. Als man ihn hier tot fand, fehlte jedoch sein rechter Schuh. In einer Großaktion wurde der Teich abgelassen und Meter für Meter nach Täterspuren und jenem Schuh abgesucht. 

          Der wurde auch gefunden, doch bis heute fehlen weitere persönliche Gegenstände des Opfers: zum Beispiel seine Uhr der Meike „Seiko Titan Kinetic" Nr. SKJ084P1 mit Titangliederarmband. Auf dem Uhrenboden ist die Nummer U20934 eingeprägt.



          Vorschaubild Die verschwundene Seiko-Uhr
          Uhr des Opfers
          Foto: Polizei


          Verschwunden ist auch eine blaue Weste des Opfers, ein Unikat mit einem Werbeaufdruck für Arne Conrads Hundeschule.

          Vorschaubild Hat jemand diese Weste gesehen?
          Weste der Hundeschule Conrad
          Foto: Polizei


          Weiterhin sucht die Polizei ein Fernglas „Swardowski - Habicht SLC 8x56" in grün, einen Jagdrucksack und einen markanten Teppichrest, der sich im Auto des Opfers als Hundeplatz befand. Auch Arne Leif Conrads Pkw, ein silberfarbener VW Passat Variant, Baujahr 2003, mit einem markanten Aufkleber am Heck, blieb zunächst verschwunden.




          Arne Conrad war noch im Besitz dieses Pkw, als er am 02.07.2004 zuletzt gesehen wurde. Das Auto wurde dann am 06.07.2004 in Hanau in einer Pfandleihe in Erlensee abgegeben. Das wurde jedoch erst kurz nach dem Auffinden des Leichnams bekannt - der Pfandleiher hatte sich daraufhin bei der Polizei Hanau gemeldet. Ein Überwachungsvideo des Pfandleihhauses dokumentiert das Geschehen leider nur schlecht: zwei Männer bieten das Auto an, ein Dritter muss die Verkaufsverhandlungen am 06. Juli 2004 direkt mitbekommen haben - er wird ebenfalls als Zeuge gesucht.

          Wer sind die beiden Männer, die den VW hier in Zahlung gegeben haben? Die beiden Personen auf den Phantombildern sind für die Polizei sehr wichtige Zeugen, die zur Aufklärung dieser Straftat beitragen könnten. Sie müssten berichten, wie sie in den Besitz des Opferfahrzeugs gekommen sind.

          Vorschaubild Wer kennt diesen Mann?
          Phantombild 1
          Foto: Polizei



          Vorschaubild Der zweite der mutmaßlichen Täter
          Phantombild 2
          Foto: Polizei





          Einer der beiden ist ca. 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 m bis 1,80 m groß und schlank. Er wirkte gepflegt, hatte kurzes dunkelblondes bis braunes Haar. Der andere ist höchstens 25 Jahre alt und ca. 1,65 m bis 1,70 m groß. Er hatte etwas kräftige, volle Wangen und kurzes blondes Haar. Beide sprachen Deutsch.

          • Wer hat Arne Leif Conrad am Abend des 02. Juli 2004 noch lebend gesehen? 
          • Wem ist der Pkw des Opfers zwischen dem 02. und 06. Juli 2004 aufgefallen? 
          • Wer kann sonst Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens geben?

          Für Hinweise, die in diesem Mordfall zur Ermittlung und Verurteilung der oder des Täters führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

          Hinweise bitte an die Polizei Goslar unter 05321 339-0.

          Freitag, 17. Juli 2015

          GROßRÖHRSDORF/SACHSEN: Tötungsdelikt z. N. von Anke Hübschmann (1994)

          Mord verjährt nicht

          Wir der Mord an Anke Hübschmann nach über 21 Jahren doch noch aufgeklärt?
          Mord
          Anke Hübschmann
          Wird der Mord nun endlich gesühnt?


          Der Mord an Anke Hübschmann war auch hier im Blog immer wieder Thema. Nun habe ich aus diversen Medien erfahren, dass nun ein möglicher Täter ermittelt werden konnte. An der Kleidung von Anke Hübschman, die sich 20 Jahre in der Asservatenkammer des LKA befand, konnten DNA-Spuren gesichert werden. Durch neue DNA- Vergleiche und weiteren Ermittlungen deutete alles auf einen Tatverdächtigen hin. Das dieser Verdächtige, den Mord auch tatsächlich begangen, wurde bislang nicht bestätigt. Es gibt viele Indizien, aber die Ermittlungen dauern noch an. Nur eines ist sicher, sie haben einen Tatverdächtigen ermittelt, der aus dem Umfeld von Anke Hübschmann kommt. 


          21 Jahre nach der schockierenden Bluttat von Massenei (bei Großröhrsdorf/Sachsen) hat die Polizei endlich einen Verdächtigen geschnappt!
          Durchbruch bei den Ermittlungen, vermeldet „Radio Lausitz“ am Donnerstag und beruft sich auf den Görlitzer Staatsanwalt Till Neumann. Neumann bestätigte, dass gegen einen 44 Jahre alten Mann ermittelt wird. Ihm sei der Tatvorwurf bekannt. „Weil momentan jedoch noch kein dringender Tatverdacht besteht, wurde noch kein Haftbefehl beantragt“.


          Der plötzliche Ermittlungserfolg kommt nicht von Ungefähr: Erst 2014 wurde der Mordfall von der Kriminalpolizei neu aufgerollt. Im Februar wurde bekannt, dass das LKA an der Kleidung des Opfers, die 20 Jahre lang in der Asservatenkammer gelegen hatte, DNA-Spuren sichern konnte. Dies sei erst dank neuester wissenschaftlicher Methoden möglich gewesen, die im Mordjahr 1994 noch nicht bekannt waren.

          Die DNA-Spuren ließen den Schluss zu: „Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet.“ sagte Mordkommissions-Chef Uwe Neubert (55) im Februar 2015.

          Neue Zeugenaussagen und DNA-Vergleiche führten schließlich zu dem heute 44 Jahre alten Tatverdächtigen.

          Der damals 23-Jährige soll möglicherweise für die Bluttat in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1994 verantwortlich sein.

          In jener Nacht lief Anke Hübschmann von der Großröhrsdorfer Gaststätte „Zur Sonne" zur drei Kilometer entfernten Spielothek „Top 2000". Auf diesem Weg muss sie ihrem Mörder begegnet sein.

          Am 23. März fand die Polizei im Waldgebiet „Massenei“ südlich von Großröhrsdorf und unweit einer ehemaligen NVA-Wachhütte die Tote unter einem Reisighaufen. Laut Obduktion wurde sie erdrosselt, aber nicht vergewaltigt. 

          Aber es sind noch viele Fragen offen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und dauern noch an.

          Samstag, 11. Juli 2015

          UPDATE/BERLIN: Vermisst Manuel Schadwald (1993)

          Gibt es neue Spuren im Fall des Vermissten Berliners Manuel Schadwald?

          Auf Jacht missbraucht und ermordet? 

          Neue Hinweise auf vermissten Jungen aus Berlin
          Bildergebnis für manuel Schadwald
          Manuel Schadwald seit 22 Jahren vermisst



          Ich habe immer wieder an den Fall Manuel Schadwald gedacht und mir viele Fragen gestellt. Nun soll es einen neuen Ermittlungsansatz geben. Ich habe auch hier im Blog über den Fall berichtet und ich möchte heute auch nochmal auf das Schicksal von Manuel Schadwald und der Familie aufmerksam machen.

          Seit 22 Jahren wird Manuel Schadwald schon vermisst. Jetzt soll der Fall fast vor der Aufklärung stehen. Angeblich wurde der damals Zwölfjährige nach Holland verschleppt, auf einer Segeljacht sexuell missbraucht und dabei getötet. 

          Es gibt neue Erkenntnisse im Fall des seit 1993 vermissten Manuel Schadwald: 
          Der damals Zwölfjährige soll auf einer Segeljacht in den Niederlanden sexuell missbraucht worden und dabei ums Leben gekommen sein.

          Nach Recherchen der"Welt am Sonntag"und der niederländischen Tageszeitung "Algemeen Dagblad" ist das Kind nach seinem Verschwinden offenbar nach Rotterdam und Amsterdam gebracht worden. Auf einer Jacht im Ijsselmeer soll er dann ums Leben gekommen sein.

          Das erfuhren die Zeitungen von mehreren Quellen aus Kreisen der Polizei und des Geheimdienstes AIVD in den Niederlanden. Offiziell halten sich sowohl die Ermittler in Holland als auch in Deutschland zurück.



          Wie ich schon berichtete war Manuel Schadwald  am 24. Juli 1993 auf dem Weg in einen Berliner Freizeitpark spurlos verschwunden. Die Polizei ging schnell von einem Verbrechen aus, tappte jedoch lange im Dunkeln. Recherchen der beiden Zeitungen haben ergeben, dass Sicherheitsbehörden in beiden Ländern detaillierte Informationen über das Schicksal des Jungen erhielten. Mehrere Zeugen bestätigten, dass Manuel Schadwald im Rotterdamer und Amsterdamer Milieu und später auf einem Boot auf dem Ijsselmeer gesehen wurde.

          Laut Recherchen der "Welt am Sonntag" handelt es sich bei dem Schiff um die Charterjacht "Apollo", die regelmäßig von dem einschlägig bekannten und inzwischen ermordeten Kinderporno-Händler Gerrit Ulrich genutzt wurde. Nach dessen Tod im Jahr 1998 waren in seinem Apartment im niederländischen Zandvoort tausende Fotos und Filme von missbrauchten und zum Teil gefolterten Kindern entdeckt worden. Auch Babys waren unter den Opfern.
          Ein Zeuge ist sich definitiv sicher: "Der Fall wurde vertuscht"

          Mehrere Informanten der beiden Zeitungen sagten übereinstimmend, dass es einen Vermerk in den Akten des niederländischen Geheimdienstes gebe, wonach ein deutscher Junge auf einem Boot ermordet wurde. "Weil sich auf dem Boot aber einflussreiche Persönlichkeiten befanden, wurde der Fall vertuscht", sagt ein Zeuge, der den Bericht laut eigenen Angaben gelesen hat.

          Ein ehemaliger rang-hoher Ermittler der niederländischen Polizei bestätigt: "Natürlich war dieser Junge hier. Aber die Lösung des Falls wird schwierig werden. Die Sonne wird nicht auf diesen Fall scheinen."

          Auch damals nach seinen Verschwinden kursierten immer wieder in den Medien, das ein Kinderpornoring in den Niederladen damit was zu tun hatte, aber die Ermittler hatten keine Beweise und keine Hinweise. Es wurde nur spekuliert und vermutet. Aber die Ermittler waren auf der richtigen Spur. Ich hoffe das der Fall nun aufgeklärt wird und dadurch auch andere mögliche Schicksale aufgeklärt werden.


          Alter Blog Bericht aus dem Jahr 2009

          Wer hat Manuel Schadwald gesehen?


          Bildergebnis für manuel Schadwald
          Manuel Schadwald

          Der Schüler Manuel Schadwald (1981 in Berlin geboren) verließ am 24. Juli 1993 die elterliche Wohnung in Berlin-Tempelhof, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide (FEZ) in Berlin-Köpenick zu fahren. Dort kam er nicht an.


          Schadwald spielte oft in Berliner Kaufhäusern und dem FEZ an Computern. In den vergangenen Jahren gingen auch Hinweise ein, die auf Verbindungen zur Homosexuellen- bzw. zur Kinderpornoszene in den Niederlanden bzw. Belgien schließen ließen. Diese Hinweise konnten jedoch nicht verifiziert werden.

          Manuel hat grau/braune Augen; im Jahr 1993 war er 1,57 m groß und schlank und hatte dunkelbraune Haare.

          Bei seinem Verschwinden trug er kurze Jeans, schwarze Turnschuhe, ein graues T-Shirt und eine graue Sommerjacke mit Emblem auf dem Rücken.
          Manuel Schadwald führte einen türkisfarbenen Rucksack mit der Aufschrift "Miami Vice", einen Ferienpass und einen Wohnungsschlüssel mit sich.

          Über den Vermisstenfall wurde bereits umfassend in den Medien berichtet.

          • Wer kann Angaben zu den Umständen des Verschwindens oder zum gegenwärtigen Aufenthaltsort des Vermissten machen?

          Hinweise 
          nimmt die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes (LKA 124) in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter den Telefonnummern (030) 4664 - 91 24 00 oder - 91 24 01 oder oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

          Samstag, 4. Juli 2015

          FRIEDRICHSHAFEN: Vermisst Gabriele Speth (2012)

          Wo ist Gabriele Speth?

          Ich hatte schon vor über zwei Jahren über das Verschwinden von Gabriele Speth berichtet und möchte nun nochmal auf den Fall aufmerksam machen. Auch in der Sendung "Aktenzeichen xy ungelöst" wurde der Fall ausführlich berichtet und es wurde dazu auch ein Filmbeitrag ausgestrahlt. Mir hatte jemand gesagt, das Gabriele Speth gefunden wurde, aber nach eigenen Recherchen war schnell klar, das dies nicht so ist. Gabriele Speth ist nach wie vor verschwunden.
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          Gabriele Speth
          Foto: Polizei

          Alles ist wie immer: Gut gelaunt verlässt eine 45-jährige Frau das Haus, um bei einem Spaziergang auszuspannen. Doch dann kehrt sie nicht nach Hause zurück. Nur mühsam kann die Polizei die Wegstrecke der Vermissten rekonstruieren. Für den Ehemann und ihre Kinder beginnt eine furchtbare Zeit zwischen Hoffen und Bangen.

          Gabriele Speth, genannt Gabi, lebt mit ihrer Familie in Friedrichshafen-Fischbach. Regelmäßig unternimmt sie allein längere Spaziergänge über die umliegenden
          Felder. So auch am Dienstag, dem 13. November 2012, drei Tage vor ihrem 46. Geburtstag. Sie verlässt das Haus gegen 15 Uhr, Handy und Portemonnaie nimmt sie wie üblich nicht mit.

          Mehrere Zeugen 

          Auf ihrem Weg wird Gabi Speth noch mehrfach von Zeugen gesehen, zuletzt gegen 16 Uhr auf einer Landstraße zwischen den Ortsteilen Spaltenstein und
          Schnetzenhausen. Doch plötzlich verliert sich ihre Spur. Möglicherweise wollte sie Schnetzenhausen durchqueren und entlang der darauf folgenden Landstraße zurück nach Hause gehen. Ob sie das tat, ist unbekannt.

          Als Gabi Speth nicht nach Hause zurückkehrt, geben ihr Ehemann und die drei Söhne gegen 22.30 Uhr eine Vermisstenanzeige auf. Doch trotz umfangreicher
          Suchmaßnahmen fehlt von der dreifachen Mutter bis heute jede Spur. Wurde sie Opfer eines Verbrechens? Gegen ein freiwilliges Verschwinden spricht, dass Gabi Speth weder Geld noch Papiere bei sich hatte, auch blieb ihr Konto bis heute unangetastet.

          Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

          • 45 Jahre alt, 
          • 1,64 m groß, 
          • sehr schlank, 
          • nachkenlange dunkelbraune Naturlocken, 
          • braune Augen; 
          • bekleidet mit schwarzem Cordmantel, Halstuch oder Schal, dunklen Jeans und kniehohen Stiefeln.

          Fragen nach Zeugen: 

          1. Wer hat Gabi Speth am 13. November 2012 oder später gesehen? 
          2. Wer kann Angaben zu ihrem Verschwinden machen?
          3. Wer kennt Gabi Speth und kann Angaben zu möglichen Kontakten der Vermissten außerhalb von Friedrichshafen machen?
          4. Zu Beginn des Spaziergangs soll Gabi Speth am Ortsrand von Fischbach nacheinander mit zwei Frauen geredet haben, mit einer älteren Dame und miteiner jüngeren Frau mit Kinderwagen. Beide werden dringend gebeten, sich zu melden.

          Zuständig: Kripo Friedrichshafen, Telefon 07541 / 701 21 00