Sonntag, 22. April 2012

HANAU: Tötungsdelikt z.N. von Koumi A.

Leiche aus Main-Schleuse identifiziert: Zeugen gesucht 

Eine Anfang April dieses Jahres in der Kesselstädter Schleuse aufgefundene Leiche ist identifiziert. Die Kriminalpolizei bittet nun um weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Koumi A. mit Perücke.
Koumi A. mit Perücke.
Foto: POLIZEI


Bei der Leiche handelt sich um eine 37-jährige Frau, die offenbar in der Nacht zum 28. Februar unter bislang ungeklärten Umständen aus ihrer Wohnung in der Posener Straße verschwunden war. Wie die Polizei berichtet, haben die medizinischen Untersuchungen nach der Bergung ergeben, dass die Frau aller Wahrscheinlichkeit nach einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. 

Da zur Tatzeit nur der dreijährige Sohn der Frau alleine in der Wohnung vorgefunden worden war, gingen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei schon zu Beginn ihrer Ermittlungen von dieser Möglichkeit aus. Weitergehende Angaben zum derzeitigen Sachstand möchte die Staatsanwaltschaft Hanau nicht geben.
Kriminalpolizei Hanau sucht ZeugenDie Kriminalpolizei Hanau bittet um Mithilfe bei der Suche nach Antworten zu folgenden Fragen:

  • - Wer hat am Abend des 27. Februar in der Hanauer Weststadt, Bereich Posener Straße/Königsberger Straße, verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • - Wer hat die etwa 1,65 Meter große und schlanke Frau mit dunkler Hautfarbe an diesem Abend oder später gesehen?
  •  Wer hat in der Nacht zum 28. Februar oder an den darauffolgenden Tagen am Mainufer oberhalb der Kesselstädter Schleuse verdächtige Beobachtungen gemacht?

Zeugen melden Sie bitte unter der Rufnummer 06181/100-123 .


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Freitag, 20. April 2012

MÜNCHEN: Mord an Stefan Pecher

POLIZEI BITTET UM MITHILFE



Stefan Pecher
Opfer Stefan Pecher
 Foto: Polizei
Sachverhalt/Fahndungsgrund

Stefan Pecher (22) wurde am Freitag, 10.05.96, gegen 06.00 Uhr, tot in seinem roten zweisitzigen Pkw Honda Civic, der in der Garageneinfahrt des Anwesens Blutenburgstraße 120 stand, aufgefunden.


Der ledige, selbstständige Kaufmann war durch mehrere Messerstiche, u. a. mit einem Schnitt durch die Kehle, getötet worden.
Der Pkw des P. war bereits am Vorabend, gegen 23.30 Uhr, an dieser Stelle aufgefallen. Soweit die Aktivitäten des Stefan P. rekonstruiert werden konnten, dürfte die Tat am Donnerstag abend, 09.05.96, in der Zeit zwischen 20.00 und 23.00 Uhr, ausgeführt worden sein. Die Ermittlungen haben ergeben, daß sich Pecher öfter in Neuhausen aufgehalten hatte. Zum einen hatte er mehrere Bekannte rund um den Rotkreuzplatz, zum anderen wurde sein auffälliger roter Zweisitzer Honda Civic immer wieder in dieser Gegend gesehen. 


Wie die Beamten der Mordkommission nun wissen, war P. in illegale Geschäfte verwickelt.
Er hat mit Ecstasy-Tabletten und Kokain gehandelt und Kokain auch konsumiert. An Waffen war er ebenfalls interessiert. So z. B. wurden in der Wohnung eines Bekannten von P. 



  • - eine Maschinenpistole, Marke Ceska Zbrojovka (tschech. Fabrikat), Modell 26, Kaliber 7,62,
  • - eine Pistole, Marke Beretta, Modell 70, Kal. 7,65,
  • - eine Handgranate -scharf-,
  • - zwei Handgranaten (Attrappen),
  • - eine Magazintasche mit Magazinen und Munition für beide Schußwaffen,
  • - zwei schwarze Overalls, zwei Sturmhauben, zwei schußsichere Panzerwesten und eine Schließzange 
sichergestellt, die nachweislich P. gehörten und von diesem auch angeboten wurden.
In der Woche, in der der Kaufmann getötet wurde, hatte er sich für eine Pistole mit Schalldämpfer interessiert. Noch am Donnerstag nachmittag, 09.05.96, hatte er einen Bekannten darauf angesprochen und dabei den Eindruck vermittelt, als wenn er selbst in Gefahr sei.

Die in der Mordsache Pecher eingesetzte Arbeitsgruppe stellt in diesem Zusammenhang folgende Fragen:



  • Wer hat am Donnerstag abend, 09.05.96, im Bereich des Tatortes Beobachtungen gemacht, die mit der Tat zusammenhängen könnten? 
  • Wer kann sagen, mit wem Pecher seine illegalen Geschäfte tätigte? 
  • Wer kann sagen, mit wem sich Pecher am Tatabend, 09.05.96, in München-Neuhausen traf? 

Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Festnahme des Täters führen, ist nun eine Belohnung von insgesamt 2550 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluß des Rechtsweges zur Auszahlung gelangt.

Für eilige Informationen wählen Sie bitte Notruf 110 oder wenden sich direkt an die sachbearbeitende Dienststelle das K 11 in München oder jede andere Polizeidienststelle.


Zuständige Dienststelle München - Kriminalfachdezernat 1
Ettstraße 2
80333 München

Telefon: 089/2910-0
Fax: 089/2910-4018

Donnerstag, 12. April 2012

CUXHAVEN: Vermisst Nancy Köhn

Neuer Zeuge meldet sich 


Ihre Leiche wurde nie gefunden. Das ist aber auch bislang das einzige Indiz dafür, dass Nancy Köhn noch lebt. Sie war 26 Jahre alt, als sie im März 2009 verschwand, seither gilt sie als vermisst. Nun haben die Ermittler Hoffnung, den Fall aufzuklären.

Vermisstenfall: Wo ist Nancy Köhn?
Vermisste Nancy Köhn
Foto:Polizei

Nancy Köhn wächst in Toddin auf, einem 500-Seelen-Dorf in Mecklenburg-Vorpommern bei Hagenow, 30 Kilometer von Schwerin entfernt. Mit ihrem fünf Jahre älteren Freund aus Hagenow zieht sie 2004 nach Hamburg, beide finden dort Arbeit. Nancy als Packerin bei einem Versandhandel für Outdoorbekleidung, ihr Freund bei einer Firma, die Fisch verarbeitet und verpackt. Sie kaufen sich ein Haus am Ortsrand von Hechthausen-Bornberg im Kreis Cuxhaven, etwa 100 Kilometer von Hamburg entfernt. Beide pendeln zu ihren Arbeitsstellen.

2008 verliert Nancy Köhn ihren Job, heuert bei einer Zeitarbeitsfirma an, arbeitet mal hier, mal da. Die Sorge um die monatlichen Ratenzahlungen für das Haus und ihr Frust über die ständig wechselnden Jobs belasten die Beziehung.

Im März 2009 ruft Nancy Köhn zu Hause bei ihren Eltern in Toddin an. Der Mutter sagt sie, sie werde zum Osterfeuer nach Hause kommen. Doch Nancy kommt nicht. Ihre Familie ist enttäuscht - und zunächst beleidigt. Als sich Nancy jedoch wochenlang nicht meldet und auch die Anrufe und Kurzmitteilungen, die ihre Familie auf dem ausgeschalteten Handy hinterlässt, nicht beantwortet, fährt ihr Bruder Danny zu ihr nach Hause.

Dort trifft er Nancys Lebensgefährten. Nach einem Streit habe sich das Paar getrennt, erzählt der Mann. Er wisse nicht, wo sich Nancy aufhalte, könne sich ihr Verschwinden nicht erklären.

Nancy Köhn soll das gemeinsame Haus verlassen haben - warum aber hat sie nichts eingepackt? Ermittlern zufolge hat sie weder persönliche Dinge noch Kleidung mitgenommen. Selbst ihren Hund hat sie zurückgelassen.

Mit ihrem Auto wurden eventuell Beweismittel vernichtet!

Ende Juli meldet Danny Köhn seine Schwester als vermisst. Die Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch richtet die Ermittlungsgruppe "Nancy" ein. Die Ermittler erfahren, dass das Auto der Frau am 30. April 2009 im Hamburger Stadtteil Allermöhe im Bezirk Bergedorf gefunden wurde. Der blaue Ford Mondeo mit dem Kennzeichen CUX-LW 562 parkte an der S-Bahn-Station Mittlerer Landweg.

Die Plakette zur technischen Hauptuntersuchung war abgelaufen. Mehrfach schrieb die Straßenverkehrsbehörde die Halterin an, die Post kam als unzustellbar zurück, weil ihr Freund angab, nicht zu wissen, wo sich Nancy Köhn aufhalte. Der nicht versicherte Wagen kam schließlich in die Schrottpresse. Da Nancy Köhn zu diesem Zeitpunkt noch nicht als vermisst gemeldet war, wurde das Auto nicht untersucht. Vielleicht wurden durch die Verschrottung wichtige Beweismittel vernichtet.

Ihr Lebensgefährte arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Nähe: in einer Fischfabrik im Gewerbegebiet Allermöhe, wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt.

Die Ermittler rekonstruieren: Nancy Köhn ist zwischen dem 12. und dem 18. März 2009 verschwunden. Die Ermittler vermuten: Ihr Lebensgefährte ist einer der Letzten, die die 26-Jährige lebend gesehen hat. Auch der Polizei sagt der Mann, die Beziehung sei zerbrochen, man habe sich im März getrennt. Eine Vermisstenanzeige habe er nicht aufgegeben, da er davon ausgegangen sei, dass sie sich bei ihren Eltern einquartiert habe.

Nancy Köhns Lebensgefährte verstrickt sich bei den Vernehmungen in Widersprüche, er gilt als Hauptverdächtiger. Das 2000 Quadratmeter große Grundstück des Paares wird aufwendig untersucht. Mit Spezialgeräten werden etwa tausend Löcher in den Boden gebohrt, um Hunden das Finden möglicher Spuren zu erleichtern. Auch ein Teich auf dem Grundstück wird drei Meter tief ausgehoben. Die Suche bleibt ohne Erfolg.

Im März 2010 stellt die Staatsanwaltschaft Stade die Ermittlungen ein. "Wir hatten einen Tatverdacht aufgrund verschiedener Indizien, aber diese haben nicht ausgereicht, um Anklage gegen ihn zu erheben", sagt Sprecher Kai Thomas Breas. "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ausschließen, dass Nancy Köhn noch lebt."

Eine Zeugenaussage lässt die Ermittler nun hoffen.

Aber Lebende hinterlassen Spuren, sagen Ermittler. Nancy Köhn hat seit drei Jahren keine Spuren hinterlassen: Es gibt keine Telefonate, keine Behördengänge, keine Arztbesuche, keine Kontobewegungen, die belegen, dass Nancy Köhn am Leben ist. Eine ihrer Leidenschaften war es, im Internet zu chatten. Doch auch dort gibt es seit ihrem Verschwinden keine Einträge mehr von ihr.

Nancy Köhn ist ein auffälliger Typ: Sie ist etwa 1,55 Meter groß und wiegt 100 Kilogramm, ihre schulterlangen, dunkelblonden Haare trägt sie meist mit Mittelscheitel, auch wenn sie sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat.

Der Fall gilt auch unter erfahrenen Ermittlern als rätselhaft. Am Mittwoch wandten sich Fahnder der Ermittlungsgruppe "Nancy" erneut in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" an die Öffentlichkeit: Ein Außendienstmitarbeiter einer Vertriebsfirma sagt, er habe am 9. April 2009 auf einem kleinen, nicht einsehbaren Waldparkplatz an der Landstraße 121 bei Aukrug, einer Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Nancy Köhns blaues Auto gesehen - und einen Mann.

Der Augenzeuge habe vermutet, der Mann wolle illegal Abfall entsorgen, sagt der leitende Ermittler in dem Vermisstenfall, Robert Kalka. In dem Wagen will der Zeuge große blaue Säcke gesehen und zudem beobachtet haben, wie ein etwa 30 Jahre alter Mann aus dem Waldstück kam. "Dieser bemerkte offenbar, dass ihn jemand gesehen hatte und fuhr davon", so Kalka.

Der Kriminalhauptkommissar und sein Team halten die Aussage für "sehr glaubwürdig". Der Mann erinnere sich aufgrund eines Zeitungsartikels an den Fall und sei beruflich viel unterwegs. "Er hatte einen blauen Ford Mondeo mit CUX-Kennzeichen bemerkt", sagt Kalka.

Bereitschaftspolizisten durchsuchten vor wenigen Wochen das etwa 20 Hektar große Wald- und Moorgebiet - doch wieder keine Spur von Nancy Köhn.


Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass der Mann, den der Zeuge in dem Waldstück gesehen hat, seine Pläne geändert und wichtige Beweise im Fall Nancy Köhn an einem anderen Ort versteckt hat, vielleicht gar in der Nähe. Die Ermittler suchen nun weitere Zeugen: Wem ist in dieser Umgebung oder auch auf dem Weg Richtung Hamburg im Zeitraum April 2009 der Wagen aufgefallen? Und wo? "Vielleicht hat nur drei Kilometer weiter jemand eine ähnliche Beobachtung gemacht", sagt Anke Rieken, Sprecherin der Polizei in Cuxhaven.

Der Kriminalfall war im Februar 2010 schon einmal Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Damals meldeten sich Zeugen, die Nancy Köhn im benachbarten Ausland gesehen haben wollen, wie Rieken sagt. Hinweise auf Frauen, die der Gesuchten ähnelten, hätten sich jedoch jedes Mal als Verwechslung erwiesen.

Das Haus in Hechthausen-Bornberg, in dem Nancy Köhn und ihr damaliger Freund wohnten, wurde inzwischen zwangsversteigert. Nancys Freund ist zurück in die gemeinsame Heimat gezogen.

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Sonntag, 8. April 2012

TARP: Vermisst Peter Lehnhoff

Wer hat den Vermissten gesehen?

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Peter Lehnhoff
Am 16. August 1996 verschwindet der 29jährige Peter Lehnhoff spurlos. Der junge Bundeswehrsoldat führt augenscheinlich ein sehr glückliches Leben. Daher können sich weder seine Familie, noch seine Freunde erklären, warum Peter, ohne ein Wort zu sagen, verschwunden ist. Das letzte Lebenszeichen des 29jährigen erhält seine Schwester Nicole am Donnerstag, den 15. August 1996. Ihr spricht der Bundeswehrsoldat eine Nachricht auf den Anrufbeantworter, dass er dringend mit ihr sprechen müsse, es sei sehr wichtig. Nur einen Tag später ist Peter verschwunden.

Die letzte Spur, die zu ihm führt, ist sein Auto, das drei Tage nach seinem Verschwinden an einem Flughafen in Belgien gefunden wird. Bis heute wartet seine Schwester Nicole vergeblich auf ein Lebenszeichen ihres geliebten Bruders.


Fakten


Gesucht wird:
Peter Lehnhoff

Tag des Verschwindens: 16.08.1996

Ort des Verschwindens: Tarp bei Flensburg

Letzte Spuren: Es gibt die Vermutung, dass er sich 2007 noch einmal in Walberberg aufgehalten haben könnte.

Personenbeschreibung:
45 Jahre, 184cm groß, schlank, braune Haare, grün-graue Augen


Hotline: 0800 2070 000


E-Mail: bittemeldedich@sat1.de



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