Freitag, 7. Juni 2019

LUDWIGSLUST: Tötungsdelikt z. N. von Detlef Stagneht

Staatsanwaltschaft setzt Belohnung aus


Im Mordfall Detlef Stagneht hat die Staatsanwaltschaft Rostock eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt.

Am 21.04.2019 ist auf einem Parkplatz in der Parkstraße in Ludwigslust in einem dort abgestellten PKW die Leiche eines bis dahin als vermisst geltenden Mannes gefunden worden. Bei dem Toten handelt es sich um Herrn Detlef STAGNEHT, der zuletzt in der Nähe von Eldena wohnhaft war und seit dem 01.01.2019 als vermisst galt. Detlef STAGNEHT wurde Opfer eines Tötungsdeliktes. 


Warum musste Detlef Stagneht sterben?
Foto: Polizei


Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen. 


1. Wer kann bezüglich des Aufenthalts des Geschädigten am 31.12.2018 und danach Angaben machen? 
2. Wer hat das abgebildete Fahrzeug (Audi A4, LWL-DS 161) beobachtet und kann Angaben darüber machen, wann der PKW in der Parkstraße abgestellt worden ist? 3. Wer ist möglicherweise im Besitz von Fotos, die den Bereich um den Abstellort zeigen (aufgenommen in der Zeit zwischen dem 31.12.18 und dem 17.04.2019)? 
4. Wer hat sonst Hinweise zum vermutlichen Tatgeschehen?


Zeugen wenden sich bitte an das Polizeipräsidium Rostock unter Tel. 038208 888 2222, die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de oder jede andere Polizeidienstelle.

Mittwoch, 5. Juni 2019

MÜNSTER: Tötungsdelikt z. N. von Helga Mergelsberg (1994)

Tötungsdelikt wird neu aufgerollt  und bei Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt 


Am 28. Februar 1994 barg die Polizei bei Oestrich-Winkel eine weibliche Leiche aus dem Rhein, verschnürt in einen schwarzen Reiseledersack, umwickelt mit einem Tauchergürtel und beschwert mit Bleigewichten. Ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Lange Zeit blieb unklar, wer die Leiche war. Bis März 2003 verliefen alle Versuche einer Identifizierung ergebnislos. 
Erst eine Gesichtsrekonstruktion mit Hilfe eines Wissenschaftlers aus den USA und die Veröffentlichung des dadurch entstandenen Bildes im Bundeskriminalamtblatt (BKA-Blatt) brachte die Ermittler einen Schritt weiter. 
Durch die intensive Auswertung der BKA-Blätter sowie durch einen genetischen Vergleich konnte die Frau identifiziert werden als Helga Mergelsberg aus Münster, damals 56 Jahre alt. Seit Januar 1994 waren sie und ihr ein Jahr jüngerer Ehemann Heinz Horst Mergelsberg verschwunden. 
Von ihm fehlt bis heute noch jede Spur. Unklar ist auch noch, wer die Frau getötet hat. Deshalb wird der Fall nun 25 Jahre später noch einmal Thema in der nächsten ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sein. Am Mittwoch, 5. Juni, wird das Verbrechen ab 20.15 Uhr in einem Filmbeitrag vorgestellt.


Wer tötete Helga Mergelsbert?


Die Fragen, die die Ermittler beschäftigen, sind die selben wir vor 25 Jahren: 


  1. Wer hat Helga Mergelsberg umgebracht? 
  2. Wer hatte ab Ende Januar 1994 Kontakte zu Heinz Horst Mergelsberg oder einer Person, die unter dem Namen Heinz Wergers auftrat? 
  3. Wer kennt seinen derzeitigen Aufenthaltsort?



Das erste Bild zeigt Heinz Horst Mergelsberg im Jahr 1994. 
Das zweite Bild zeigt, wie Heinz Horst Mergelsberg eventuell heute aussehen könnte. 


Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich zwischen dem 27. und dem 31. Januar 1994 letztmalig unter dem falschen Namen "Heinz Wergers" im Raum Köln und dort in einem Hotel aufgehalten hat. Das Hessische Landeskriminalamt hat nun eine weitere Bildkonstruktion veröffentlicht, um zu verdeutlichen, wie Heinz Horst Mergelsberg heute aussehen könnte. Denn 25 Jahre sind eine lange Zeit. Die Frage ist nun, ob er seine Frau selbst getötet hat oder auch Opfer eines Verbrechens geworden ist, seine Leiche aber bis heute nicht entdeckt wurde.


Der Beschuldigte war im Jahr 1994 etwa 1,86 Meter groß und schlank. Er hatte braune Augen und eine auffällig nach vorne geneigte Körperhaltung. Diese Körperhaltung ist auf eine Erkrankung zurückzuführen und dürfte sich im Laufe der Jahre weiter verschlechtert haben.



Heinz Horst Mergelsberg war Brillenträger und hatte einen Vollbart. Ein markantes Merkmal war ein etwa fünf bis sechs Zentimeter großes Muttermal im Nacken. Alle sachdienlichen Hinweise werden vom Kommissariat 10 in Darmstadt bearbeitet und unter der Rufnummer 06151/969-0 entgegengenommen.

Dienstag, 30. April 2019

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Dr. Doll

Warum wurde Dr. Doll ermordet? 

Dieser Fall hat über die Grenzen Berlins herraus, viele Menschen berührt. Die Tat erscheint sinnlos und doch ist sie geschehen. 

Am Abend des 12. Januar 2018 wurde der 67-jährige Arzt, Dr. Doll, in Marienfelde erschossen. Der Getötete hatte in der Malteser Straße 170-172, in dem dortigen Gewerbekomplex, seine Praxis. Als der Arzt zwischen 19.20 Uhr und 19.25 Uhr das Gebäude verließ und den Innenhof betrat, wurden mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Der Täter hatte genaue Ortskenntnis und lauerte dem Opfer auf, als dieses lange nach Praxisschließung zu seinem dort abgestellten Pkw gehen wollte. Nach der Tat flüchtete der Mörder.


Opfer Dr. Doll
Foto: Polizei Berlin 


Die 8. Mordkommission fragt: 

  1. Wer kannte Dr. DOLL persönlich und wurde vor dem 12. Januar 2018 von fremden oder bekannten Personen auf dessen Lebensumstände und Gewohnheiten angesprochen?
  2. Wer kennt Personen aus dem Umfeld von Dr. DOLL, die eine Schusswaffe besitzen oder besaßen?
  3. Hat sich jemand aus diesem Kreis nach einer Schusswaffe erkundigt oder wollte eine erwerben?
  4. Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Tat oder dem Täter geben?


Seitens der Staatsanwaltschaft Berlin wurde für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000,- Euro ausgelobt.

Hinweise nimmt die 8. Mordkommission in 10787 Berlin-Tiergarten, Keithstraße 30, unter der Rufnummer (030) 4664-911888, per Mail oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Donnerstag, 25. April 2019

KREFELD: Tötungsdelikt z. N. von Michael Krieger (1991)

Die Mordkommission rollt den Fall Krieger auf und sucht nach neuen Hinweisen 

Den Fall Michael Krieger aus Krefeld kenne ich schon lange. Damals wurde in der Sendung "Ungeklärte Morde" auf RTL2 nach dem Mörder von Michael Krieger gesucht. Dieser Mordfall blieb mir besonders in Gedächtnis da die Tat, hinter einem erleuchteten Glasschaufenster und bei einer viel befahrenen Straße geschah. Leider gab es schon damals nicht den entscheidenen Hinweis, der zum Täter führte. Vielleicht war es noch zu Früh nach Mitwissern zu suchen, aber jetzt nach so langer Zeit gibt es vielleicht doch Menschen die was über den Fall wissen und nun sprechen werden. Dies können die Personen auch ganz anonym. Die Polizei Krefeld hat dazu ein Anonymes Hinweisportal errichtet. Dort werden die Daten verschlüsselt und es gibt keine Möglichkeit der Rückverfolgung.

Sachverhalt:

Es ist der 1. Januar 1991. 

Der 26-jährige Michael Krieger ist ein beliebter und fleißiger junger Mann. Er ist sehr ehrgeizig und hat immer wieder neue Geschäftsideen. Im Jahr 1991 betreibt er mit seiner Schwester zusammen, ein Sonnenstudio. Dieses betribt er sehr erfolgreich. Seinen sicheren Arbeitsplatz als Autoverkäufer behält er trotzdem. 

Michael Krieger arbeitet in einem Sonnenstudio in Krefeld und macht Abrechnungen. In dem hell erleuchteten Schaufenster entdecken zwei weibliche Bekannte Michael Krieger und gesellen sich zu ihm. Zusammen trinken sie Kaffee, rauchen Zigaretten und unterhalten sich. Gegen 16.45 Uhr kommen auch vier Fahrer eines medizinischen Transports an Michael Kriegers Studio vorbei. Sie laden Pakete aus dem Nebengebäude in einen Sprinter.


Warum musste Michael Krüger sterben?
Foto: Polizei Krefeld 


Die beiden Frauen verabschieden sich kurz vor 17 Uhr von Michael Krieger. Ohne von den Frauen gesehen zu werden, betritt kurz darauf ein Mann das Sonnenstudio. 


Dieser könnte zugleich auch der Mann sein, der dem Leben von Michael Krieger kurz darauf ein Ende setzte. 


Die vier Fahrer sehen den Unbekannten nur von hinten, bemerken aber nichts Ungewöhnliches. Sie verschwinden im Nebengebäude, um weitere Pakete zu holen.


Als sie wenige Minuten später wieder am Schaufenster vorbeikommen, entdecken sie eine Blutlache im Laden. Sie sehen nach und finden Michael Krieger im hinteren Teil seines Sonnenstudios. Der Täter hat nicht nur mehrfach auf ihn eingestochen, sondern auch seine Kehle durchgeschnitten.


So eine Frisur, soll der Täter getragen haben.
Foto: Polizei Krefeld 


Personenbeschreibung:

  • Der mögliche Täter war damals Anfang bis Mitte 30 und 1,70 bis 1,75 m groß. 
  • Er soll dem Typ „Macho“ oder „Dandy“ entsprechen. 
  • Er hatte gepflegtes schwarzes Haar, nackenlang und trug eine Föhnfrisur. 
  • Er hatte einen dunklen Teint – womöglich ein Ausländer aus dem Süden oder auch ein regelmäßiger Besucher eines Sonnenstudios.
  • Der Gesuchte trat insgesamt gepflegt auf und trug am Tattag eine karierte Jacke.

Tatwaffe:
  • Messer, Klingenlänge: 8 bis 10 cm;
  • schmale, einseitig geschliffene und robuste Klinge. 


Was war das Motiv der Tat? 

Das Motiv für die Tat ist bis heute vollkommen unklar. Denn im Sonnenstudio wurde nichts gestohlen. Neben der Kasse lagen Geldscheine, die den Täter aber wohl nicht interessiert haben. Die Polizei konnte bis heute niemanden schnappen.

Wurde Michael Krieger aus Eifersucht umgebracht?

Michael Krieger war ein Sunnyboy, der nie ‚Nein‘ zu einer schönen Frau gesagt hat, auch nicht während seiner festen Beziehungen. „Aktenzeichen XY“ hofft auf Hinweise von Personen, die von möglichen Konflikten von Michael Krieger wussten und eventuell bislang nicht darüber gesprochen haben. Dass ungeklärte Verbrechen auch Jahre später aufgeklärt werden können, beweist der Fall der Lolita Brieger. 




Fragen nach Zeugen:

  1. Wem sind Konflikte zwischen Michael Krieger und anderen Personen bekannt?
  2. Wer kann Angaben zum Täter machen?
  3. Wer hat den Täter am 1. Januar 1991 gegen 17 Uhr in der Nähe der St.-Anton-Str. 69 in Krefeld oder im Sonnenstudio von Michael Krieger gesehen?
  4. Wer hat am Tatort sonstige Beobachtungen gemacht, die etwas mit dem Verbrechen zu tun haben könnten?
  5. Wer hat den Täter auf der Flucht gesehen? Nach der Tat dürfte seine Kleidung blutverschmiert gewesen sein.

Belohnung: 
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: 
Kripo Krefeld, 
Telefon: 02151 / 634 0

Montag, 15. April 2019

HAMBURG: Tötungsdelikt z. N. von Rene G.

Obdachloser brutal getötet

Rene G. wurde getötet. Der Mord an dem Obdachlosen aus Hamburg ist ungeklärt. Bis heute läuft der Täter frei herum. Wer den Mörder kennt, bekommt eine Belohnung. 



Wer schlug Rene G. so brutal zusammen, das er an den Verletzungen starb?
Foto: Polizei Hamburg 


Im August 2018 ist der Obdachlose Rene G. in Hamburg verprügelt worden.
Rene G. starb wenige Tage später aufgrund schwerer inneren Verletzungen.
Bis heute ist der Fall Rene G. immer noch ungeklärt, sein Mörder auf freiem Fuß
Die Polizei Hamburg hat eine hohe Belohnung ausgesetzt und hofft auf Hinweise. 
Für Hinweise zu dem Fall eines getöteten Obdachloses vergangenen August in Hamburg, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euroausgesetzt.


Der Mord soll sich nach Ermittlungen der Polizei zwischen dem 28. und dem 30. August 2018 ereignet haben. Der 35-jährige Rene G. soll sich zu diesem Zeitpunkt mit anderen Obdachlosen in der Ottenser Hauptstraße in Hamburg aufgehalten haben, vor dem dortigen Eingang zum Mercado-Center. Die Polizei geht davon aus, dass Rene G. in diesem Zeitraum von einem Unbekannten derart geschlagen und getreten wurde, dass er einige Tage später, am 30. August, in einem Park in Sankt Pauli zusammenbrach. Obwohl der 35-Jährige sofort in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, starb er am nächsten Tag aufgrund seiner schweren inneren Verletzungen.


Die Mordkommission führt die Ermittlungen zu diesem heute noch ungeklärten Fall des getöteten Obdachlosen Rene G.. Für Hinweise, die zur Ermittlung eines Täters führen, ist von der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt worden.


Zeugen, die den Vorfall bzw. eine Schlägerei beobachtet haben oder sonst Angaben zu diesem Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 bei der Polizei Hamburg oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Montag, 8. April 2019

SCHAEPHUYSEN: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten Mannes (1996)

23 Jahre alter Cold Case wurd neu aufgerollt 

Wer kennt den unbekannten Toten


Vor fast 23 Jahren findet ein Jäger eine Leiche im Wald in Schaephuysen. Es gibt keinerlei Spuren, und niemand scheint den Toten zu kennen. Ich kann mich noch sehr gut an diesen Mordfall erinnern, denn dieser Fall wurde auch in der RTL2 Sendung "Ungeklärte Morde" vorgestellt. Ich hatte auch lang nichts mehr über den Fall gehört und er verschwand langsam aus meinen Gedächtnis. Umso mehr freut es mich, das der Fall nun nochmal neu aufgerollt wird und man nocheinmal versucht  die Identität, des unbekannten Mordopfers zu ermitteln. 


Es ist der einzige Mord im Kreis Kleve, den die Ermittler nie aufklären konnten. Nun nehmen sich die Ermittler erneut alle Akten zu Hand und versuchen den Fall doch noch aufzuklären. 



Mit diesem Bild wurde im Jahr 1996 versucht, die Identität, des unbekannten Toten zu ermitteln.
Foto: Polizei Krefeld 


Fast eine Woche lang hatte es geregnet, da kam an diesem kalten Sonntag, es war der 8. Dezember 1996, die Sonne heraus. Ein Jäger, hat seinen Hund an die Leine genommen und ist mit ihm ins Grüne gelaufen. In der Kiesgrube in Schaep­huysen, die seit Jahren stillgelegt und zugewuchert ist, will der Mann seinen Jagdhund trainieren. Der Jäger sagte später, dass er glaubte, eine Puppe zu sehen, die da nackt auf dem Waldboden lag. 
Doch eine Puppe, das weiß der Jäger sofort, hätte sein Hund nicht gewittert. 

Der Tote liegt nackt im Gestrüpp, seine Arme und Beine unnatürlich vom Körper abgespreizt, mit den Ästen auf dem Waldboden verschlungen. Ein Oberschenkel ist zerschlagen, der Oberkörper malträtiert. Das Gesicht zugeschwollen und entstellt. Allein auf den Kopf hat der Täter 16 Mal zugeschlagen, vermutlich mit einem Stahlrohr. 
Viele Fälle der Krefelder Kriminalpolizei sind aufgeklärt, aber dieser eine leider nicht. Der Tote in der Sandkuhle, ist noch ungeklärt. 


Normalerweise beginnen die Ermittler mit der Suche nach Zeugen. Doch nicht in der Sandkuhle. Drumherum gibt es keine Häuser, keine Nachbarn. Es hatte tagelang geregnet, kaum jemand war draußen im Wald gewesen. Und der Regen hatte auch jegliche Spuren weggewaschen. Der Waldboden ist aufgeweicht, Reifenspuren haben sich aufgelöst. 


Und auch an dem Toten finden die Ermittler nichts. Keine Kleidung, kein Schmuck, keine Spuren. Lediglich eine lange Narbe am Bein ist markant. Der Täter, hat den Mann all seiner Merkmale beraubt. Nichts sollte darauf hinweisen, wer er ist und woher er kommt, nichts sollte ihn identifizieren. Ohne Zeugen, seien Rückschlüsse auf den Täter beinahe unmöglich. 


Nun rollt eine junge Kriminalkommissarin den Fall neu auf. Nun wurde anhand des Schädels des Toten, eine verbesserte Fotomontage  erstellt.


Dass sich Täter und Opfer kannten, ist für die Ermittler klar. Wenn die Polizei wüsste, wer der Tote war, könnte man wahrscheinlich auch seinen Mörder finden.


Dass sich Täter und Opfer kannten, Streit hatten, dass es sich um eine Beziehungstat handelt, zeigt auch das „Übertöten“, von dem die Ermittler sprechen. Der Täter hat häufiger zugeschlagen, als es nötig gewesen wäre. Beim 16. Hieb war der Mann längst tot. So schlage keiner zu, um einen Menschen auszurauben.


Was die Ermittler 
noch sicher wwissen ist, dass der Fundort nicht der Tatort ist. Das zeigen die Totenflecken. Sie beweisen, dass die Leiche mehrere Stunden gelegen hat und dann transportiert wurde. Vermutlich mit einem Auto sei der Täter, vielleicht waren es auch mehrere, so nah wie möglich an die Sandkuhle herangefahren und habe den Mann eine Böschung hinabgeworfen. 


Das einzige, was die Ermittler an der Leiche finden, ist eine Faser, Polyester, bordeauxrot. Daran hängen Hundehaar und Dreck. Es ist wahrscheinlich, dass die Faser zu einer alten Hundedecke gehört, in die der Leichnam für den Transport eingewickelt wurde.


Sieben Tage lang hat der Tote dann im Regen auf dem Waldboden gelegen, schätzt Dr. Jürgen Bartz, damals Rechtsmediziner der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er findet bei der Obduktion auch schwere Verletzungen an den Händen. Sie sprechen dafür, dass der Mann versucht hat, sich vor den Schlägen auf den Kopf zu schützen.


Bartz schätzt, dass der Mann bei seinem Tod etwa 40 Jahre alt war. Das dunkelbraune Haar hat graue Ansätze und Geheimratsecken. Auffällig sind seine Zähne, die vorne sind braun und von Karies durchlöchert, hinten trägt er Zahnersatz. Das spricht dafür, dass der Mann nicht viel Geld hatte. Sonst hätte er alles machen lassen. Bei den Prothesen hat der Zahnarzt ein Amalgam mit hohem Quecksilberanteil verwendet. Das ist in Deutschland 1996 verboten, in Osteuropa aber noch weitestgehend erlaubt. Da auf den Höfen in der Nähe viele polnische Erntehelfer arbeiten, geht die Polizei davon aus, dass der Tote aus Polen stammt.


Irgendwo in einer polnischen Stadt gibt es also wahrscheinlich eine Familie, die ihren Sohn, Mann, Freund oder Vater vermisst. Die wahrscheinlich auch eine Vermisstenanzeige aufgegeben hat. Ein Abgleich mit den Behörden in Polen sei Mitte der 90er Jahre aber noch fast unmöglich gewesen, eine zentrale Kartei gab es nicht. Ob irgendwo in einer kleinen Polizeistation in einer Schublade eine Vermisstenmeldung mit dem Namen des Toten aus der Sandkuhle liegt, wisse man nicht. 



Der Kriminalpolizei  blieb also nur, rund um Schaep­huysen zu ermitteln. Sie schauen sich auf den umliegenden Höfen um, beobachten die polnischen Gastarbeiter, durchsuchen Autos und durchkämmen Kofferräume nach der bordeauxrote Hundedecke – ohne Erfolg. Heute könnte man ganz anders fahnden, nan Gat einfach mehr Möglichkeiten. Die polnischen Behörden seien besser vernetzt, die Kommunikation einfacher. Auch Hautschuppen ließen sich analysieren, damals habe man nur die Fasern untersucht. Fände sich nur eine Hautschuppe, könnte man damit eventuell den Fall lösen. Doch ob es noch Proben von der Decke gibt, ist nicht klar.

Nun will eine junge Kriminalkommissarin, den Fall neu aufrollen. Was damals noch nicht möglich war, hat sie veröffentlicht: Ein digitales Phantombild, das anhand der Fotos des Toten rekonstruiert wurde. Nun ist es, als schaue man nicht mehr auf eine Zeichnung, sondern auf ein Foto. Als stünde man dem Menschen, der damals tot in der Sandkuhle lag, gegenüber. Die Fotomontage soll sich im Internet verbreiten, vor allem über Facebook, und vielleicht klären, ob irgendwo in Polen vor 23 Jahren ein Mann nicht mehr nach Hause gekommen ist.


Der Tote aus der Sandkuhle liegt in einem anonymen Grab auf dem nachgehen.


Beschreibung


Der Mann war zwischen 35 und 50 Jahre alt, 
etwa 1,70 Meter groß, Schuhgröße 40/41, Gewicht 76 Kilogramm, mittelkräftiger Körperbau, dunkelbraune, leicht gelockte Haare, 
an den Schläfen ergraut, Oberlippenbart, 
an Kinn und Wangen ein Dreitagebart, 
ältere Narbe am rechten Unterschenkel. 


Kontakt 

Hinweise an die Kriminalpolizei in Krefeld, Telefon 2151 6340 oder hinweise.krefeld@polizei.nrw.de












Freitag, 22. März 2019

UPDATE/BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Edgar Orlovskij

UPDATE

Tatverdächtiger im Mordfall Orlovskij gesucht

Im Fall des am Abend des 18. März 2019 auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee unweit des Alexanderplatzes in Mitte getöteten 26-jährigen Litauers Edgar Orlovskij sucht die Mordkommission nun mit Aufnahmen aus Überwachungskameras nach einem Tatverdächtigen.
Der Gesuchte ist wahrscheinlich mindestens 40 Jahre alt, von kräftiger Gestalt und trägt eine Halbglatze mit Haarkranz.
Die Aufnahmen zeigen ihn zunächst von vorn mit Kapuze und später von hinten ohne Kapuze.
Er wird verdächtigt, Edgar Orlovskij erstochen und dann zu Fuß zum U-Bahnhof Alexanderplatz geflüchtet zu sein.

Wer kennt diesen gesuchten  Mann? 
Foto: Polizei Berlin 



Die Kriminalpolizei fragt:
  1. Wer kennt den Mann und kann Angaben zu seiner Identität und/oder seinem Aufenthaltsort machen?
  2. Wer hat ihn am 18. März 2019 zwischen 21.30 Uhr und 22.20 Uhr in der Nähe des Tatorts gesehen?

Hinweise bitte an die 6. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911666, per E-Mailoder an jede andere Polizeidienststelle.




Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe  


Abends am 18.03.19 verstarb ein Mann in Mitte. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 26-jährige Mann kurz nach 22 Uhr auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee aus Richtung Schillingstraße kommend in Richtung Alexanderplatz unterwegs. Dort kam ihm ein unbekannter Mann entgegen, der ihn mit einer Stichwaffe angegriffen und verletzt haben soll. Anschließend sei der Angreifer geflüchtet. Dem Verletzten gelang es noch den Notruf der Polizei zu wählen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Mann bereits nicht mehr bei Bewusstsein. Reanimationsmaßnahmen der zuerst eingetroffenen Polizisten sowie der kurz darauf erschienenen Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr blieben erfolglos – das Opfer starb noch am Ort. Die noch völlig unklaren Hintergründe ermittelt nun die 6. Mordkommission.


Zu dem Fall des am 18.03.19 in Mitte erstochenen Mannes bittet die Mordkommission um Mithilfe. Bei dem Opfer handelt es sich um den 26-jährigen litauischen Staatsbürger Edgar ORLOVSKIJ aus Spandau, der in der Karl-Marx-Allee in der Nähe des Alexanderplatzes mit einer Stichwaffe tödlich verletzt worden war. Derzeit ist unklar, ob er sich allein oder in Begleitung einer weiteren Person am Tatort befand. Ebenso ungeklärt ist, ob sich der 26-Jährige und der unbekannte Täter kannten oder es sich um eine zufällige Begegnung handelte.



Warum musste Edgar Orlovskij sterben? 
Foto: Polizei 

Die Mordkommission fragt:

  1. Wer kannte Edgar ORLOVSKIJund kann Angaben zu seinem Umfeld machen?
  2. Wer hat ihn am Montagabend, 18. März 2019 gegen 22 Uhr noch gesehen?
  3. Wer hat die Tat beobachtet oder sonstige verdächtige Wahrnehmungen in Tatortnähe gemacht?
  4. Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei den Ermittlern der 6. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911666, per E-Mail oder an jede andere Polizeidienststelle zu melden.

Sonntag, 24. Februar 2019

BERLIN: Vermisst Rebecca Reusch

UPDATE

Bilder des Tatverdächtigen und dessen Fahrzeugs werden gelöscht


Da derzeit keine weiteren Erfolgsaussichten durch die Öffentlichkeitsfahndung bestehen, werden die Bilder des Tatverdächtigen und dessen Fahrzeugs gelöscht. Die Ermittlungen der 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt dauern an.



Rebecca bleibt spurlos verschwunden 

Mordkommission übernimmt Ermittlungen 



Wer hat Rebecca Reusch gesehen?
Foto: Polizei 


Nach wie vor gibt es keine Hinweise für den gegenwärtigen Aufenthaltsort der vermissten 15-jährigen Rebecca Reusch. Da nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist, hat am gestrigen Tag die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.


Rebecca Reusch hielt sich am 18. Februar 2019 bei Familienangehörigen im Maurerweg in Berlin-Britz auf und hätte um 9.50 Uhr in ihrer Schule in der Fritz-Erler-Allee ihren Unterricht beginnen müssen. Dort kam sie jedoch nicht an.

Die 3. Mordkommission fragt daher:

  1. Wer hat Rebecca Reusch am Morgen des 18. Februar 2019 im Bereich zwischen Maurerweg und Fritz-Erler Allee gesehen?
  2. Wer hat sie nach dem 18. Februar 2019 noch gesehen oder Kontakt zu ihr gehabt?

Personenbeschreibung:

  • 15 -18 Jahre
  • 170 -180 cm groß
  • schlanke Gestalt
  • braunes, schulterlanges Haar


Rebecca war wie folgt bekleidet:

  • rosafarbene Plüschjacke
  • weißer Kapuzenpullover mit Aufschrift “RAP MONSTER”
  • blaue Jeans mit zerrissenen Knien
  • schwarz/weiße Sportschuhe der Marke „VANS“
  • große beige-rosafarbene Handtasche
  • roter Rucksack

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder per E-Mailoder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Samstag, 23. Februar 2019

AMBERG: Tötungsdelikt z. N. von Gertrud Kalweit (1980)

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe im Mordfall Gertrud Kalweit

Die Tat ereignete sich im März 1980 und liegt damit annähernd 39 Jahre zurück. Das Opfer, die damals 38-jährige Gertrud Kalweit, wurde am 21. März ermordet im Stadtgraben von Amberg aufgefunden.
 
Tatortübersicht im Jahr 1980. Das Bild zeigt den Stadtgraben und den Tatort. 
Foto: Polizei 


Im Jahr 2002-2003 wurde Fernsehsendung "Ungeklärte Morde - Dem Täter auf der Spur" auch nach dem Mörder von Gertrud Kalweit gefahndet. Ich kann mich noch sehr an den immer mal wieder ausgestrahlten Filmbeitrag erinnern. Damals war das Bemühen der Polizei Zeugen oder den Mörder zu finden sehr hoch. Die Ermittler suchten damals auch in Amerikanischen Basen nach dem Mörder.  Leider wurde bis dato der Mörder nicht gefunden, umso mehr freut es mich, das die Ermittlungen jetzt  nochmal aufgenommen werden. 


Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Amberg versuchen erneut, auch auf Basis der neuesten wissenschaftlichen und kriminaltechnischen Möglichkeiten, mit der eigens im Oktober 2018 gegründeten Ermittlungsgruppe „EG Stadtgraben“ die Tat aufzuklären. Für sachdienliche Hinweise, die zur Tataufklärung führen, ist zwischenzeitlich eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.


Trotz personal- und zeitintensiver Ermittlungen, unmittelbar nach Entdeckung der Tat und weiteren umfangreichen Recherchen in den Jahren danach, gelang es bislang nicht, das Gewaltverbrechen aufzuklären. 



Durch die „EG Stadtgraben“ der Kripo Amberg, angesiedelt beim Kommissariat 1 - zuständig für die Bearbeitung von Tötungsdelikten – erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Kommissariat 7 – Spurensicherung und Spurenauswertung - bereits ein intensives Studium der Fallakten, die zwischenzeitlich über 10 große Ordner füllen.
Sehr hilfreiche Unterstützung erfahren die Beamten dabei auch von ehemals mit dem Fall befassten Ermittlern. Dieser bisher kaum praktizierte Ermittlungsschritt erfolgte Mitte Januar 2019 mit sechs ehemaligen Kollegen im Rahmen einer offiziellen Besprechung. Hierbei zeigten sich immer noch detaillierte Erkenntnisse und Eindrücke von der lange zurück liegenden Tat. Mit ihren ergänzenden Erklärungen und Einschätzungen, versuchten die bereits im Ruhestand befindlichen Kollegen, ihr Möglichstes zur Klärung des Falles beitragen.


Bei der wiederkehrenden Fallbetrachtung und dem Aktenstudium ergaben sich neue Fragestellungen, die wir klären wollen. Neben erneuten Befragungen und Vernehmungen sollen auch die neuesten wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten, aber hoffentlich auch Hinweise aus der Bevölkerung, Antworten liefern. Wir lassen nichts unversucht, um den Mordfall aufzuklären!“ so beschreibt Kriminaloberrat Gerhard Huf, der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, die umfangreichen Bemühungen. 



Eng begleitet werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Amberg, die unter anderem Anordnungen für aufwendige Untersuchungen an dem noch vorhandenen Spurenmaterial erlassen hat.

Das Aufrollen dieses Cold-Case-Falles mit erneuter, intensiver Fallbetrachtung erfolgt, weil Mord nicht verjährt und sich die fortschreitende Zeit immer weiter negativ auf die Ermittlungsarbeit auswirkt. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger gestaltet es sich, Abläufe in der Tatnacht nachzuvollziehen. Nun wird nochmals mit Nachdruck versucht, den Täter zu ermitteln.


Tatbeschreibung:


Das 38-jährige Opfer wurde in der Nacht von Donnerstag, 20.03.1980 auf Freitag, sexuell missbraucht und ermordet. 

Ein Passant fand die leblose Frau am Freitagmorgen, gegen 06.30 Uhr, in einem Gebüsch im Stadtgraben am Kurfürstenring zwischen dem Nabburger Tor und der sogenannten Stadtbrille auf und verständigte die Polizei. 


Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass die Geschädigte gegen 23.10 Uhr alleine zu Fuß aus Richtung des Kreisverkehrs am Nabburger Torplatz, auf dem oberen Alleeweg neben dem Kurfürstenring in Richtung Wingertshofer Tor ging. Etwa auf Höhe der Fa. DEPRAG dürfte sie vom Täter überwältigt und in den Stadtgraben gezogen worden sein. 

Dort verging sich der Täter an der Frau und fügte ihr unter anderem Schlag- und Stichverletzungen zu, an denen sie letztlich verstarb.



Hinweistelefon:

Auch wenn die Tat bereits viele Jahre zurück liegt, erhoffen sich die Ermittler neue Ermittlungsansätze oder Informationen zum Geschehen in der Tatnacht, durch Mitteilungen aus der Bevölkerung.
Wichtig ist dabei, dass alle Wahrnehmungen, auch solche vom Hörensagen und wenn sie noch so unwichtig erscheinen mögen, an die Ermittler herangetragen werden. Nur Informationen die der Polizei auch bekannt sind, können von den Beamten auf einen möglichen Tatzusammenhang geprüft werden.


Alle Mitteilungen, werden dringend an die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 erbeten.



Belohnung

Durch das Bayerische Landeskriminalamt wurde für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend) ausgelobt. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Donnerstag, 7. Februar 2019

KASSEL: Vermisst Ertugrul Emeksiz (1999)

Was ist mit Ertugrul Emeksiz geschehen? 


Vor mehr als 19 Jahren verschwindet ein junger Familienvater aus Melsungen unter besonders mysteriösen Umständen. Jetzt unternimmt die Kriminalpolizei Homberg/Efze einen neuen Anlauf, den rätselhaften Fall aufzuklären. Vieles deutet auf ein Kapitalverbrechen hin! 


Was ist mit Ertugrul Emeksiz passiert?
Foto: Polizei 


1999: Ertugrul Emeksiz lebt mit seiner Familie in Melsungen, knapp 30 Kilometer südlich von Kassel. Er arbeitet als Fahrer in einem türkischen Fleischhandel, den ein Freund betreibt. Zudem kauft er für seinen Onkel gebrauchte Autos und fährt sie in die Türkei, wo sie gewinnbringend weiterverkauft werden.


Am Montagabend, dem 6. September 1999, holen Ertugrul Emeksiz und sein Chef in Bad Salzuflen einen grünen Kühltransporter ab, als Ersatz für ein defektes Fahrzeug. Der Fleischhandel, in dem Ertugrul Emeksiz arbeitet, befindet sich im Kasseler Stadtteil „Nord-Holland“ in der Straße „Eisenschmiede“. Dort wird er zuletzt von seinem Chef gesehen, als er gegen 0.30 Uhr mit dem Kühlwagen nach Hause fahren will. Doch da kommt er nicht an.


Gegen 2.25 Uhr gehen auf dem Handy einer Bekannten von Ertugrul Emeksiz, die in der Nähe von Frankfurt/Main lebt, unbemerkt zwei Anrufe ein. Beide kommen von Emeksiz‘ Handy. Die Polizei stellt später fest, dass er sich zu diesem Zeitpunkt noch in Kassel befunden haben muss. Danach fehlt von ihm jede Spur.


Kühlwagen taucht wieder auf
Der grüne Kühltransporter wird fünf Wochen später gefunden – in Frankfurt-Griesheim, auf einem Parkplatz an der Stroofstraße am Ufer des Mains. Der Kilometerstand des Autos stellt die Polizei vor ein Rätsel: 
Nach dem Verschwinden von Ertugrul Emeksiz muss das Fahrzeug fast 7.500 Kilometer zurückgelegt haben. Wo war der Kühlwagen in der Zwischenzeit? Die Polizei befürchtet, dass Ertugrul Emeksiz einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.


Vergleichsmodell: Mit einem solchen Kühltransporter war Ertugrul Emeksiz unterwegs, bevor er verschwand.
Foto: Polizei 


Personenbeschreibung
(im Jahr 1999):

  • 29 Jahre alt, 
  • 1,79 m groß, 
  • schlank, 
  • schwarze Haare, Oberlippenbart. 
  • Kleidung: schwarzes T-Shirt und schwarze Hose

Fahrzeug:
  • grüner Renault-Kühltransporter, 
  • Modell „Master“, 
  • LIP-Kennzeichen für Kreis Lippe. 
  • Die Kennzeichen könnten im Raum Frankfurt oder auch an anderer Stelle aufgefallen sein.

Fragen nach Zeugen:

  1. Wo befand sich der grüne Kühltransporter vom 7. September bis 15. Oktober 1999?
  2. Wer hat Ertugrul Emeksiz nach dem 7. September 1999 noch gesehen?
  3. Wer kann Angaben zu Kontakten von Ertugrul Emeksiz und zu seinem Verschwinden machen?

Zuständig:
Kripo Homberg/Efze, Telefon 05681 / 77 40

Freitag, 11. Januar 2019

ÖSTERREICH/EISENSTADT: Tötungsdelikt z. N. von Julia Margarita Rijo (1993)

Warum musste Julia Margarita Rijo "Rosi" sterben? 

Am Mittwoch, den 09. Januar 2019, um 20:15 Uhr, wurde vom TV Sender ZDF in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst ein Filmbeitrag zum Cold Case Fall Julia Margarita Rijo - besser bekannt als Rosi - ausgestrahlt. Daher möchte ich auch über den Fall berichten. 


So sah Julia Margarita Rijo - besser bekannt als Rosi aus.
Foto: BKA Österreich 


Am 17. April 1993 wurde auf einer Pferdekoppel in St Margarethen eine skelettierte und teilweise mumifizierte Frauenleiche gefunden. Die sterblichen Überreste der völlig entkleideten unbekannten Frau waren in zwei handelsüblichen Plastikmüllsäcken verpackt für jedermann sichtbar auf einer Freifläche abgelegt. Gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge wurde das unbekannte Mordopfer erdrosselt, anschließend mehrere Monate zwischengelagert und anschließend auf der Pferdekoppel abgelegt.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen konnte im April 2016 mittels Isotopenanalyse (Herkunftsbestimmung) zunächst die vollständige Identität des Mordopfers geklärt werden. So konnte auch deren Tätigkeit als Prostituierte, und insbesondere der Umstand, dass das Opfer in der tatkritischen Zeit in Eisenstadt und Umgebung auch außerhalb der Rotlichtlokale ihrer Tätigkeit als Prostituierte nachgegangen ist, ermittelt werden.

Aufgrund der erneuten Veröffentlichung der Bilder des Opfers und eines Kurzfilms über den vermutlichen Tathergang in Österreich und Deutschland erhoffen sich die Ermittler des Bundeskriminalamtes einen Fahndungserfolg. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen ist eine Geldbelohnung in der Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.

Allfällige Hinweise, welche auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, bitte an das Bundeskriminalamt. Telefonisch unter +43(0)1/248 36-985025 oder per Mail an
BMI-II-BK-SPOC@bmi.gv.at.

Mittwoch, 9. Januar 2019

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Piotr Blumenstock (1999)

Polizei bittet um Mithilfe bei einem Mordfall aus dem Jahr 1999 


Dieser Mordfall begleitet mich schon lange und auch in der Sendung "Ungeklärte Morde" wurde der Fall ausführlich behandelt.  Umso mehr freut es mich, das die Polizei nun nach einem  Tatverdächtigen fahndet.


Die Polizei Sucht mit diesen Bildern nach VLADIMIR SVINTKOVSKI.
Foto: Polizei Berlin
Seitenprofil von VLADIMIR SVINTKOVSKI.
Foto: Polizei Berlin 


Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berlin suchen Ermittler des Landeskriminalamts Berlin nach dem mittlerweile 67-jährigen VLADIMIR SVINTKOVSKI.

Er steht im dringenden Tatverdacht am 6. Mai 1999 in Berlin-Zehlendorf den Medikamentenhändler Piotr Blumenstock durch Kopfschuss getötet zu haben.


Der Gesuchte ist polnischer Staatsbürger mit russischen Wurzeln. Er ist ein Verwandlungskünstler, trägt regelmäßig verschiedene Perücken und verändert sein Barthaar. Möglicherweise hat er sein Gesicht mit Hilfe plastischer Chirurgie verändert und sieht deutlich jünger aus. In der Vergangenheit nutzte der Tatverdächtige eine Vielzahl von Aliaspersonalien, so dass auch davon ausgegangen werden muss, dass er unter hier nicht bekannten Personalien lebt.



Die gezeigten Bilder stammen aus den 1990er Jahren. Seine markanten roten Haare und der Bart werden vermutlich mittlerweile erblasst oder ergraut sein. Vladimir Svintkovski ist ungefähr 176 cm groß und spricht mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Polnisch und Russisch.



Die Ermittler fragen:


  1. Wer kennt Vladimir Svintkovski und kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
  2. Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen des Svintkovski machen?
  3. Wer kennt Orte, an denen der Gesuchte verkehrt oder verkehrt hatte?

Für Hinweise zur Gewinnung von Beweismitteln, die zur Aufklärung der Straftat führen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von bis zu 10.000,- Euro (Zehntausend Euro) ausgelobt.