Freitag, 7. Juni 2019

LUDWIGSLUST: Tötungsdelikt z. N. von Detlef Stagneht

Staatsanwaltschaft setzt Belohnung aus


Im Mordfall Detlef Stagneht hat die Staatsanwaltschaft Rostock eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt.

Am 21.04.2019 ist auf einem Parkplatz in der Parkstraße in Ludwigslust in einem dort abgestellten PKW die Leiche eines bis dahin als vermisst geltenden Mannes gefunden worden. Bei dem Toten handelt es sich um Herrn Detlef STAGNEHT, der zuletzt in der Nähe von Eldena wohnhaft war und seit dem 01.01.2019 als vermisst galt. Detlef STAGNEHT wurde Opfer eines Tötungsdeliktes. 


Warum musste Detlef Stagneht sterben?
Foto: Polizei


Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen. 


1. Wer kann bezüglich des Aufenthalts des Geschädigten am 31.12.2018 und danach Angaben machen? 
2. Wer hat das abgebildete Fahrzeug (Audi A4, LWL-DS 161) beobachtet und kann Angaben darüber machen, wann der PKW in der Parkstraße abgestellt worden ist? 3. Wer ist möglicherweise im Besitz von Fotos, die den Bereich um den Abstellort zeigen (aufgenommen in der Zeit zwischen dem 31.12.18 und dem 17.04.2019)? 
4. Wer hat sonst Hinweise zum vermutlichen Tatgeschehen?


Zeugen wenden sich bitte an das Polizeipräsidium Rostock unter Tel. 038208 888 2222, die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de oder jede andere Polizeidienstelle.

Mittwoch, 5. Juni 2019

MÜNSTER: Tötungsdelikt z. N. von Helga Mergelsberg (1994)

Tötungsdelikt wird neu aufgerollt  und bei Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt 


Am 28. Februar 1994 barg die Polizei bei Oestrich-Winkel eine weibliche Leiche aus dem Rhein, verschnürt in einen schwarzen Reiseledersack, umwickelt mit einem Tauchergürtel und beschwert mit Bleigewichten. Ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Lange Zeit blieb unklar, wer die Leiche war. Bis März 2003 verliefen alle Versuche einer Identifizierung ergebnislos. 
Erst eine Gesichtsrekonstruktion mit Hilfe eines Wissenschaftlers aus den USA und die Veröffentlichung des dadurch entstandenen Bildes im Bundeskriminalamtblatt (BKA-Blatt) brachte die Ermittler einen Schritt weiter. 
Durch die intensive Auswertung der BKA-Blätter sowie durch einen genetischen Vergleich konnte die Frau identifiziert werden als Helga Mergelsberg aus Münster, damals 56 Jahre alt. Seit Januar 1994 waren sie und ihr ein Jahr jüngerer Ehemann Heinz Horst Mergelsberg verschwunden. 
Von ihm fehlt bis heute noch jede Spur. Unklar ist auch noch, wer die Frau getötet hat. Deshalb wird der Fall nun 25 Jahre später noch einmal Thema in der nächsten ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sein. Am Mittwoch, 5. Juni, wird das Verbrechen ab 20.15 Uhr in einem Filmbeitrag vorgestellt.


Wer tötete Helga Mergelsbert?


Die Fragen, die die Ermittler beschäftigen, sind die selben wir vor 25 Jahren: 


  1. Wer hat Helga Mergelsberg umgebracht? 
  2. Wer hatte ab Ende Januar 1994 Kontakte zu Heinz Horst Mergelsberg oder einer Person, die unter dem Namen Heinz Wergers auftrat? 
  3. Wer kennt seinen derzeitigen Aufenthaltsort?



Das erste Bild zeigt Heinz Horst Mergelsberg im Jahr 1994. 
Das zweite Bild zeigt, wie Heinz Horst Mergelsberg eventuell heute aussehen könnte. 


Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich zwischen dem 27. und dem 31. Januar 1994 letztmalig unter dem falschen Namen "Heinz Wergers" im Raum Köln und dort in einem Hotel aufgehalten hat. Das Hessische Landeskriminalamt hat nun eine weitere Bildkonstruktion veröffentlicht, um zu verdeutlichen, wie Heinz Horst Mergelsberg heute aussehen könnte. Denn 25 Jahre sind eine lange Zeit. Die Frage ist nun, ob er seine Frau selbst getötet hat oder auch Opfer eines Verbrechens geworden ist, seine Leiche aber bis heute nicht entdeckt wurde.


Der Beschuldigte war im Jahr 1994 etwa 1,86 Meter groß und schlank. Er hatte braune Augen und eine auffällig nach vorne geneigte Körperhaltung. Diese Körperhaltung ist auf eine Erkrankung zurückzuführen und dürfte sich im Laufe der Jahre weiter verschlechtert haben.



Heinz Horst Mergelsberg war Brillenträger und hatte einen Vollbart. Ein markantes Merkmal war ein etwa fünf bis sechs Zentimeter großes Muttermal im Nacken. Alle sachdienlichen Hinweise werden vom Kommissariat 10 in Darmstadt bearbeitet und unter der Rufnummer 06151/969-0 entgegengenommen.