Montag, 16. Oktober 2017

WEIMAR: Tötungsdelikt z. N. von Stephanie Drews (1991)

26 Jahre alter Kindermord wird neu aufgerollt



1991 wurde die damals zehnjährige Stephanie aus Weimar grausam ermordet. Lebend wurde sie die 70 Meter hohe Teufelstalbrücke hinunter geworfen. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt. Doch jetzt gibt es neue Hinweise.



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Wer tötete Stephanie Drews?
Foto: Polizei



Die Soko "Altfälle" der Polizei Jena hat offenbar eine neue Spur zum Mord an der zehnjährigen Stephanie D. aus Weimar. Die Leiche des Kindes war vor 26 Jahren an der A4 unter der Teufelstalbrücke gefunden worden. Nach neuen Zeugenaufrufen in der MDR-Fernsehsendung "Kripo live" im Juni 2017 meldete sich nach Polizeiangaben ein Mann. Er gab an, damals auf der Teufelstalbrücke einen anderen Mann bemerkt zu haben, der etwas von der Brücke warf. Daneben stand ein Kleintransporter.

Pannenhelfer merkte sich Kennzeichen

Der Zeuge - damals ein Pannenhelfer - habe sich das Kennzeichen des Transporters gemerkt, da er mit einem Einsatz rechnete, so die Polizei. Dabei handelte es sich wohl um ein DDR-Kennzeichen aus dem Raum Dresden und Görlitz. Eine Sprecherin der Jenaer Polizei sagte, "wir versprechen uns viel von den Hinweisen. Sie sind die ersten größeren in diesem Fall". Die zehn Jahre alte Stephanie war am 24. August 1991 zuletzt im Weimarer Goethepark am Ochsenauge gesehen worden. Dort wurde sie laut einer Freundin von einem Mann angesprochen und ging mit diesem weg. Zwei Tage später wurde ihre Leiche unter der Teufelstalbrücke bei Jena gefunden. Sie wurde offenbar von der Brücke geworfen und starb an den Folgen des Sturzes.



© POLIZEIDIREKTION DRESDEN
Fahndungsplakat der Kriminalpolizei Jena


"Kripo live" befasste sich erneut mit dem Fall


Am Sonntag, 15. Oktober, wurde der Fall erneut in der MDR-Fernsehsendung "Kripo live" vorgestellt. Für Hinweise, mit denen der Täter gefasst werden kann, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Neben dem Fall Stephanie D. untersucht die Soko "Altfälle" der Polizei zwei weitere ungeklärte Kindermorde im Raum Jena aus den 1990er-Jahren, darunter auch den Fall des zehnjährigen Bernd Beckmann. Die Soko wurde 2016 eingesetzt, nachdem am Fundort der getöteten Peggy aus Franken eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt entdeckt wurde. Diese erwies sich jedoch als eine Verunreinigung bei der Spurensicherung. Böhnhardt, der in Jena aufwuchs und 2011 tot aufgefunden wurde, geriet damals auch im Fall Beckmann ins Visier der Ermittler. Er galt aber nicht als Tatverdächtiger.

Montag, 11. September 2017

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Klaus Jüterbock

Wer tötete Klaus Jüterbock?

Mit der Veröffentlichung von Bildern bittet die Mordkommission um Mithilfe. 



Wer kannte Klaus Jüterbock und wer kannte seine Kontakte?
Foto: Polizei

Bei dem Toten, der am Freitag, den 8. September 2017, in den frühen Morgenstunden in einem Park in Steglitz gefunden wurde, handelt es sich um den 47- jährigen wohnungslosen Klaus JÜTERBOCK, der vermutlich erst vor wenigen Tagen mit seinem Hund aus Rendsburg (Schleswig- Holstein) nach Berlin gekommen war. Markant sind unter anderem der rot/ blaue Schlafsack und der Hund des Verstorbenen.


Die Obduktion ergab, dass der 47-Jährige an Tuberkulose erkrankt war, so dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Täter oder die Täterin sich infiziert haben könnte. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang dringend, sich an die 1. Mordkommission oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.


Zu den Hintergründen der Tat bitten die Ermittler um Mithilfe: 

  1. Wer kennt Klaus JÜTERBOCK? 
  2. Wer kann Angaben zu seinen Aufenthaltsorten in Berlin in den letzten Tagen machen? 
  3. Wer kennt Kontaktpersonen von Klaus JÜTERBOCK? 
  4. Wer hat in der Nacht von Donnerstag, dem 7. September 2017 zu Freitag, dem 8. September 2017 verdächtige Beobachtungen im Park Schloßstraße Ecke Grunewaldstraße gemacht?
Hinweise bitte an die 1. Mordkommission unter der Rufnummer (030) 4664-911111, sowie jede andere Polizeidienststelle.

Dienstag, 15. August 2017

HAMBURG: Tötungsdelikt z. von Maria P.

Wer kann Angaben machen?

Ich wollte erstmal abwarten, ob ich über den Mord an der Prostituierten Maria E. (†48) "Lucy" in Hamburg schreibe, denn ich habe gedacht, dieser Fall wird schnell gelöst. Aber das scheint noch nicht so. Zudem sehe ich, wie auch andere Parallelen zu einen Mordfall an der Prostituierten Monika Pawlak, in Hannover im Jahr 2010. Es gibt nämlich viele Gemeinsamkeiten.Damals wurde auch eine Hure bestialisch zerstückelt und ihre Überreste wurden ins Wasser geworfen. Der Kopf beider, wurde bis heute nicht gefunden.




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Wer tötete Maria P. alias Lucy?

Binnen weniger Tage sind an verschiedenen Orten in Hamburg sieben Leichenteile in aufgetaucht. Bei dem Opfer handelt es sich um eine Prostituierte . Die Polizei rechnet mit weiteren Funden. Ein ige Psychologen gehenvon einem „strukturiert vorgehenden Psychopathen“ als Täter aus.

Seit dem 3. August hat die Polizei insgesamt sieben Körperteile sichergestellt. Die Leichenteile lagen in verschiedenen Gewässern der Stadt. Die Ermittler gehen den Angaben definitiv zufolge davon aus, dass der Täter die 48-jährige Frau aus Äquatorialguinea zerstückelt und die Körperteile absichtlich über das Stadtgebiet verteilt hat. Die Fundorte im und am Wasser leigen fast 25 km auseinander.
Die Hintergründe der grausigen Serie sind unklar. Die Mordkommission ermittelt im privaten und beruflichen Umfeld der Toten. Hinweise auf den oder die Mörder gibt es aber bislang nicht.
Die Frau soll zuletzt im Stadtteil St. Georg in der Nähe des Hauptbahnhofs als Prostituierte gearbeitet haben.
Die Mordkommission habe auch Verwandte der Frau vernommen. Die Familie lebe in Spanien, sei aber für die Vernehmung nach Hamburg gekommen. Bislang hat die Polizei keine Spur zum Täter.



Ist es der selbe Täter, der auch schon im Jahr 2010 eine Prostituierte tötete, zerstückelte und dann die Leichenteile im Wasser eintsorgte?


Seit Neujahr 2010 beschäftigt die Polizei in Hannover der Fall von Monika P. (†24). Nach einer Silvesterparty wollte sie Freunde in der Innenstadt besuchen – doch sie kam nie an. Wenige Tage später entdeckten Passanten die zerstückelten Überreste der Hure am Ufer der Ihme unterhalb der Legionsbrücke.
Auch ich berichte im Jahr 2010 über den Fall der getöteten Hure Monika Pawlak aus Hannover. Die Medien und auch die ZDF Sendung "Aktenzeichen XY" suchte nach Zeugen, um den Täter zu finden. Ihr könnt alles hier im Blog über den Fall Monika P. nachlesen.
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Wird der Fall an Monika P. doch noch geklärt?

Kann es sein, dass der Mörder von „Lucy“ auch für den Tod von Monika P. verantwortlich ist? Die Spezialisten der Operativen Fallanalyse, kurz OFA, vergleichen nicht nur bundesweit, sondern international ähnliche Fälle. Dabei wird auf Tatmuster und Vorgehensweisen geachtet. Man versucht ein Täterprofil zu erarbeiten, in dem auch psychologische Aspekte hineinfließen. So kann man anhand dieses Täterprofil, Verdächtige ein- oder ausschließen.

Es gibt einfach viele Parallelen der Fälle. Beide arbeiteten als Prostituierte, hatten wenig sozialen Kontakt. Maria E. soll nur für ihre Familie in Spanien auf den Billigstrich am Hansaplatz in St. Georg anschaffen gegangen sein. Beide Frauen wurden bestialisch ermordet, zerstückelt und ins Wasser geworfen.  Nur der Kopf, beider Frauen wurde bis heute nicht gefunden. Man kann nicht genau sagen, ob es nun derselbe Täter ist, aber nun wird auch wieder im Mordfall Monika Pawlak ermittelt und die Chance steigt, das auch dieser Fall doch noch geklärt wird.

Wenn es was Neues gibt, werde ich hier auch darüber berichten. 

Samstag, 12. August 2017

HAMBUG: Tötungsdelikt z. N. von Michael Riesterer und Haluk Kocal

Wird der Fall noch geklärt?

Ein spektakulärer Kriminalfall aus den frühen 1980er-Jahren wird von der Hamburger Polizei neu aufgerollt. Dieser Fall wurde auch in der Sendung "Aktenzeichen XY", damals noch mit Eduard Zimmermann vorgestellt und ein Filmbeitrag wurde aus gestrahlt. Das bracht leider nicht den gewünschten Erfolg. Auch in diversen Foren wird immer wieder über den Fall diskutiert. Da im diesen Fall nun wieder intensiver ermittelt wird, möchte ich auch darüber berichten.


Wer ermordete Michael Riesterer und Haluk Kocal?
Foto: Polizei

Denn bis heute ist leider  nicht geklärt, wer damals zwei Jungen aus  Hamburg, im Stadtteil Mümmelmannsberg ermordet hat. Am 29. Juli 1981 wurden die Leichen des achtährigen Michael Riesterer und des neunjährigen Haluk Kocal in dem zwölf Kilometer entfernten Naturschutzgebiet "Die Reit" in Allermöhe gefunden. Die "Cold Case"-Ermittlungsgruppe der Polizei will den Fall nun 36 Jahre später aufklären und bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

Rückblick:

Am Montag, den 15. Juni 1981, wurden die beiden Kinder von ihren Eltern bei der Polizei als vermisst gemeldet. Als die Freunde nach dem Spielen nicht pünktlich zum Abendessen zu Hause erschienen, machten sich die Familien auf die Suche und fanden die Fahrräder der beiden Jungen unverschlossen an dem Parkplatz An der Kreisbahn / Unterberg am Rande der Boberger Dünen. Da ahnten sie, dass etwas Schreckliches passiert sein könnte.


Sechs Wochen später dann die traurige Gewissheit. Die Leichen wurden im Naturschutzgebiet "Die Reit" im Unterholz entdeckt - etwa 50 Meter von einem Parkplatz entfernt. In der Nähe der Leichen wurde auch ein Stück Teppich gefunden. Dieses lag entlang eines Trampelpfades. Das Teppichstück war den Maßen nach ursprünglich die Rückablage eines VW Passat. Nach dem Fund der Leichen fahndete die Polizei mit Hochdruck nach den Tätern.


Es meldete sich ein wichtiger Zeuge, der die beiden Jungen zuletzt am 15. Juni 1981 gegen 19.20 Uhr auf dem Parkplatz an den Boberger Dünen zusammen mit einer männlichen Person an einem vermutlich grünen Fahrzeug gesehen haben will. Der Mann soll den Angaben zufolge etwa 30 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß gewesen sein. Er hatte demnach dunkles Haar und trug eine Brille mit hellen Gläsern.


Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise

Nun hoffen die Ermittler, dass sich doch noch jemand an die Ereignisse von damals erinnert. Vor allem Beobachtungen auf den Parkplätzen an den Boberger Dünen oder am Naturschutzgebiet "Die Reit" wären  wichtig und hilfreich. 

Die Fragen der Polizei:

  1. Wer kann sich daran erinnern, in seiner Kindheit Anfang der 1980er-Jahre von einer männlichen Person an den Orten Mümmelmannsberg/ Boberger Dünen oder in dem Bereich des Naturschutzgebiets "Die Reit" angesprochen worden zu sein - mit dem Ziel, mitzugehen oder in einem Auto mitzufahren? 
  2. Wer hat am 15. Juni 1981 verdächtige Beobachtungen an den Parkplätzen (Boberger Dünen und Naturschutzgebiet "Die Reit") gemacht? 

Zeugen, die entsprechende Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 040/ 4286 56789 zu melden oder an jede andere Polizeidienststelle.

Freitag, 11. August 2017

USLAR: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten weiblichen Säuglings

Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Der Fund einer Babyleiche schockiert die ganze Region Uslar. Mehrere Zeugen sahen die Tüte am Straßenrand, in der das Neugeborene lag, ohne zu ahnen, welch schrecklicher Inhalt sich darin verbarg. 
Im ZDF wurde in der Sendung "Aktenzeichen XY" nach der Mutter gefahndet. Auch wurden Zeugen gesucht, die das Handtuch identifizieren und jemanden zuordnen können. Mich berührt der Fall sehr und ich möchte auch darüber berichten.


In diesem Handtuch war das Baby eingewickelt.
Wer kennt das Handtuch?

Foto: Polizei


Mitarbeiter eines städtischen Bauhofs finden am 11. März 2004 in Uslar, nördlich von Kassel, die Leiche eines Babys. Das Mädchen war Anfang oder Mitte Februar geboren worden. Unmittelbar nach der Geburt wurde es durch stumpfe Gewalt getötet und kurz darauf an der Bundesstraße 241 in Uslar abgelegt. Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf ein Handtuch, in das die Leiche eingewickelt war.


Das Handtuch fällt durch ein weißes Blumenmuster auf. Besonderheit: Es dürfte seinen Ursprung um das Jahr 1920 haben. Mädchen erhielten solche Geschenke oft zur Konfirmation. Das Handtuch könnte auch Teil der Aussteuer einer jungen Frau gewesen sein. 

Ein eingesticktes Monogramm mit den Buchstaben „HK“ weist offenbar auf die Anfangsbuchstaben im Namen des Mädchens oder der Frau hin. Falls es Teil der Aussteuer war, dürfte es weitere Wäschestücke mit diesem Monogramm geben.

Das im Handtuch eingewickelte Baby lag in einem etwa 40 mal 40 Zentimeter großen Stoffbeutel. Er ist einseitig bedruckt mit einem Wolkensymbol und der Aufschrift „SAUBERE LUFT“.
 Solche Beutel werden von der Supermarktkette „Sky“ vertrieben. „Sky“-Märkte sind vor allem in Nord- und Ostdeutschland zu finden, 2004 vereinzelt auch in der Gegend um Ulm und Augsburg. Die Polizei hält es deshalb für möglich, dass der oder die Täter einen Bezug nach Süddeutschland haben.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

 Hinte an die Polizei Northeim, 
Tel. 05551 / 700 50
oder an jede andere Polizeidienststelle.

Donnerstag, 10. August 2017

VELBERT: Tötungsdelikt z. N. von Resat Özdemir


Wurden ihm die Geldgeschäfte zum Verhengnis?

Über diesen Mord haben schon Zeitungen und Magazins berichtet. Im ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY" wurde auch  nach dem oder die Mörder von Gesät Özdemir gefahndet. Zudem wurde ein Filmbeitrag über den Mord ausgestrahlt. Ich möchte den Fall auch aufgreifen.
Ein 28-Jähriger aus Velbert verschwindet spurlos. Erst viereinhalb Jahre später entdecken Spaziergänger im Wald in Hattingen-Blankenstein seine sterblichen Überreste. Der Familienvater war in dubiose Geldgeschäfte verstrickt. Für die Polizei steht fest: Er wurde ermordet und dann im Wald vergraben. 

Warum musste Resat Özdemir sterben?
Foto: Polizei

Das Jahr 2012: Resat Özdemir lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Velbert. Er arbeitet in einer Schleiferei. Doch der 28-Jährige hat noch eine weitere Möglichkeit für sich entdeckt, um Geld zu verdienen: Er verleiht unter der Hand große Geldsummen, vorrangig an kurdische Landsleute. Er verlangt dafür hohe Zinsen – zwischen 10 und 20 Prozent im Monat. Um das Geschäft am Laufen zu halten, hat er selbst mehrere Kredite aufgenommen.


Im Frühjahr 2012 kommt es zu mehreren Ereignissen, die nach Einschätzung der Polizei mit dem späteren Verbrechen zu tun haben dürften. Resat Özdemir teilt seiner Frau mit, dass er einem Bekannten 120.000 Euro geliehen habe, dass dieser nun aber Probleme habe, das Geld zurückzuzahlen. Ein Umstand, der Resat Özdemir nervös macht – möglicherweise ist er dadurch selbst in Verzug gegenüber unbekannten Geldgebern geraten. Und er fühlt sich plötzlich verfolgt, wie er seiner Frau berichtet.

Ende März 2012 bekommt Resat Özdemir einen Mann vorgestellt, der ihm anbietet, für ihn Elektro-Artikel und ähnliche Geräte zu verkaufen. Der Mann soll sich selbst „Josef“ genannt haben. Da sich Resat Özdemir nur außerhalb der Wohnung mit ihm trifft, gibt es keine verlässliche Beschreibung, wie der Mann namens „Josef“ ausgesehen haben soll.


Auffällig ist auch, dass sich Resat Özdemir ein zweites Handy und eine SIM-Karte unter falschem Namen zulegt. Dieses Handy dient ausschließlich dazu, für „Josef“ erreichbar zu sein. Dann, am Gründonnerstag, dem 5. April 2012, erklärt Resat Özdemir seiner Frau, dass er von „Josef“ abgeholt werde, um sich dessen neues Geschäft in Gelsenkirchen anzusehen. Resat Özdemir verlässt die Wohnung in der Uhlandstraße in Velbert gegen 19 Uhr. Danach taucht er nicht mehr auf. Wurde er in eine Falle gelockt?


Am nächsten Tag meldet seine Frau Resat Özdemir als vermisst. Die Polizei vermutet schon bald ein Gewaltverbrechen, doch die Ermittlungen geraten ins Stocken. Resat Özdemirs Leiche wird nicht gefunden. Erst viereinhalb Jahre später, am 8. Oktober 2016, werden seine sterblichen Überreste von Spaziergängern gefunden – etwa 20 Kilometer entfernt, im Naturschutzgebiet „KatzVerhängnisei Hattingen-Blankenstein (Ennepe-Ruhr-Kreis).

Leichenfundort
Foto: Polizei

Suche nach Zeugen
Die Kripo Hagen sucht mögliche Mitwisser sowie Zeugen, die am 5. April 2012 oder später verdächtige Beobachtungen in der Nähe des Fundorts bei Hattingen-Blankenstein gemacht haben.
Zudem sucht die Polizei Personen, die den Ermittlern Informationen über Resat Özdemirs Kontakte und Geldgeschäfte geben können.

Personenbeschreibung:

  • Resat Özdemir war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alt, 
  • etwa 1,65 m groß und stämmig. 
  • Er hatte dunkle kurze Haare. 
  • Zuletzt trug er eine schwarze Sommerjacke und darunter ein T-Shirt mit hellen und schwarzen Streifen sowie grau-blaue Jeans.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

NIENBURG: Tötungsdelikt z. N. von Wilhelm Rettberg

Wer tötete Wilhelm Rettberg?

Am frühen Morgen des 4. Juli 1984 wird in Nienburg der passionierte Angler Wilhelm Rettberg tot aufgefunden. Irgendjemand hat den 49-Jährigen in der Nacht zuvor erschlagen und am Ufer der Weser abgelegt. Seit über 30 Jahren beschäftigt dieser Fall die Kripo Nienburg und die Staatsanwaltschaft in Verden. 
Auch dieser Cold Case Fall wurde in Sendung Aktenzeichen XY ausgestrahlt, mit der Hoffnung das der Fall durch die Hilfe der Bevölkerung aufgeklärt werden kann. 




Wer tötete Wilhelm Rettberg?
Foto: Polizei

Geraubte Gegenstände Wilhelm Rettberg. 
Foto: Polizei

Wilhelm Rettberg ist in Nienburg geboren und aufgewachsen. Die meisten seiner acht Geschwister haben längst eigene Familien und sind von zu Hause ausgezogen. Nur er und sein jüngerer Bruder wohnen noch bei der Mutter. Rettberg ist ledig. Er hatte zwar immer wieder mal engere Frauenbekanntschaften und war auch schon verlobt. Doch daraus ist nie etwas geworden.

Zuletzt war er als Gemeindearbeiter in einem Nachbarort beschäftigt. Dann wurde er arbeitslos. Deshalb hat er tagsüber viel Zeit, in der er sich seinem Hobby Angeln widmet. Er ist sogar in den örtlichen Angelverein eingetreten und trägt stolz das Vereinsabzeichen an seiner Mütze.

Am 3. Juli 1984 ist er abends bei Bekannten in Nienburg eingeladen. Gemeinsam schauen sie das sogenannte „Nostalgie-Endspiel“ der Fußballweltmeisterschaftsgegner Deutschland und Holland im Fernsehen an, anschließend noch eine Folge von „Dallas“. Etwa um 23 Uhr verabschiedet sich Wilhelm Rettberg. Er hat noch etwas vor: Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause fährt er mit seinem Rad zur Grünanlage am Ufer der Weser. Dort sammelt er Würmer, da er am nächsten Tag mit einem Bekannten angeln gehen will.

Während er mit Taschenlampe und Behälter über die Wiese streift, muss es zur folgenschweren Begegnung mit seinem Mörder gekommen sein. Der Unbekannte schlägt vermutlich mit einer Schnapsflasche auf Wilhelm Rettberg ein, bis er bewusstlos ist. Dann raubt er ihm seine Uhren, sein Portemonnaie und seine Brieftasche. Auch die Prinz-Heinrich-Mütze mit dem Abzeichen des Anglervereins ist seitdem verschwunden. Schließlich schleift der Unbekannte sein Opfer ans Weser-Ufer und lässt den schwerverletzten Mann dort liegen. Wie später festgestellt wird, erliegt Wilhelm Rettberg in den frühen Morgenstunden des 4. Juli dort seinen Verletzungen.

Gut eine Woche nach dem Verbrechen halten sich Jugendliche am späten Nachmittag an einem ihrer Treffpunkte auf: einem alten vergammelten Haus in Nienburg, das auf seinen Abriss wartet. Es befindet sich 400 Meter vom Tatort entfernt. Dort finden sie in einem Mauerspalt eine Brieftasche mit dem Reisepass des getöteten Wilhelm Rettberg. Vermutlich hat der Täter sie dort versteckt und gehofft, dass die Sachen mit dem Abriss des Hauses für immer verschwinden.


Geraubte Gegenstände:


Wilhelm Rettbergs Mörder dürfte mehrere Gegenstände aus dem Besitz seines Opfers geraubt haben:
 so zum Beispiel seine Zigaretten („Reval“), ein Gerät, um Zigaretten selbst zu drehen, einen Kugelschreiber der Bundeswehr mit Antenne und die Armbanduhr.
Leider lassen sich nur noch wenige verschwundene Gegenstände rekonstruieren:
  • die dunkelblaue Prinz-Heinrich-Mütze mit dem Abzeichen des Anglervereins Nienburg;
  • die silberfarbene Taschenuhr, Durchmesser: etwa 4,5 Zentimeter, weißes Zifferblatt, geriffeltes Muster auf der Rückseite des Gehäuses. Die Uhr hatte keinen Klappdeckel und hing an einer etwa 20 Zentimeter langen silberfarbenen Kette;
  • eine Armbanduhr: goldfarbenes Gehäuse, schwarzes Lederarmband, dunkles Zifferblatt mit hellen Ziffern.

Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat im Tatortbereich am Weserufer in der Nacht zum 4. Juli 1984 verdächtige Beobachtungen gemacht?
  2. Der Täter muss an der Kleidung und an den Schuhen blutverschmiert gewesen sein. Wer hat entsprechende Beobachtungen in der Tatnacht gemacht?
  3. Der Täter dürfte etwa 300 D-Mark aus dem Portemonnaie des Opfers erbeutet haben. Wer hat nach der Tat plötzlich über eine entsprechende Menge Bargeld verfügt?
  4. Wer kann Angaben über den Verbleib der damals verschwundenen Gegenstände machen?
  5. Wer hat an oder in der Woche nach dem 4. Juli 1984 Beobachtungen an dem Abrisshaus in der Straße „Am Burgmannshof“ in der Nienburger Altstadt gemacht und den Täter vielleicht beim Verstecken der Beute gesehen? Die Gasse wird im Volksmund auch „Pissbüdelsgang“ genannt.
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Nienburg/Weser, Telefon: 05021 / 977 80

Freitag, 4. August 2017

BELGIEN/AMAY: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten Mannes

Wer ist das unbekannte Mordopfer?

Neun Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Belgien versucht die Polizei mit internationaler Unterstützung, dessen Identität zu klären. Die Wiener Polizei hat deshalb Bilder des Mannes veröffentlicht und hofft auf Hinweise. Damals war, der Tote in einem Fluss in Belgien gefunden worden. Ich habe auch schon im Jahr  2010 über den Fall berichtet und möchte ihn nochmals aufgreifen. 
Die sterblichen Überreste des Mannes waren in Plastiksäcke mit deutschsprachiger Aufschrift verpackt gewesen.



 So sah der Tote aus, auffällig seine deutschsprachige Tätowierung.
Foto: Polizei Wien


Die sterblichen Überreste des Unbekannten war am 19. Juni 2008 in einem Paket aus Plastik in der Maas treibend entdeckt worden. Der unbekannte Mann sei wohl erstochen worden. Eine Tätowierung lässt vermuten, dass er aus einem deutschsprachigen Land stammte oder sich zumindest dort aufhielt.

Die Tätowierung, die der unbekannte Tote an der rechten Schulter hatte, zeige zwei mit den Namen “Peter” und Sabine” verbundene Herzen, teilte die Wiener Polizei am Dienstag mit. Der unbekannte Mann sei wohl erstochen worden. Eine Tätowierung lässt vermuten, dass er aus einem deutschsprachigen Land stammte oder sich zumindest dort aufhielt.


Die mit dem Leichnam gefundenen Plastiksäcke tragen den Angaben zufolge die Aufschrift “Pely Profi 120l Schwergut-Müllsäcke”. Der Tote wies zahlreiche Stichwunden und weitere Verletzungen im Thoraxbereich auf, . Er war nach Erkenntnissen der belgischen Ermittler zwischen dem 9. und dem 16. Juni 2008 getötet worden. Entdeckt wurde seine Leiche von einem Spaziergänger in der Kleinstadt Amay in der Provinz Lüttich. Der Mann war um die 40 Jahre alt, korpulent und hatte braunandelt.

Hinweise zur Identität des Opfers oder Angaben zur Tätowierung oder den Plastiksäcken sowie mögliche Angaben zum Tod des Mannes werden an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310-33800 erbeten. Informationen werden auf Wunsch vertraulich behandelt.

Dienstag, 25. Juli 2017

BERLIN: Vermisst Samir Beganovic (1994)

Wo ist Samir Beganovic?

Jeden Tag verschwinden Menschen in Berlin. Die meisten sind schnell wiedergefunden. Doch manche sind seit Monaten oder gar Jahren verschollen. In Berlin gibt es einige ungeklärte Fälle, wo Kinder vermisst werden. Einer von denen ist Samir 
Beganovic.


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Wo ist Samir Beganovic?  


Samir Beganovic trägt ein kleines Muttermal auf der linken Wange. Wenn er heute noch lebt, dürfte es eines der wenigen persönlichen Kennzeichen sein, die sich nicht verändert haben. Als der 12-Jährige Schüler am 12. Februar 1994 die Wohnung seiner Eltern in Wilmersdorf verließ, um zu seinem Onkel nach Kreuzberg zu fahren, war er knapp zwölf Jahre alt und noch ein Kind. 
Warum er dorthin gegen 22 Uhr aufbricht, ist bis heute unklar. Klar ist nur: Er kommt bei seinem Onkel kam er niemals an.


Zeugen wollen den Jungen im Laufe des Jahres 1994 noch in der Umgebung der Karl-Marx-Straße in Neukölln gesehen haben, wo er sich bei verschiedenen Geschäften als Fensterputzer angeboten haben soll. Einige Male, so die Aussagen, sei er dabei in Begleitung eines anderen Jugendlichen gewesen.

Immer wieder berichteten die Medien über den Fall, die Polizei ermittelte jahrelang in verschiedene Richtungen, suchte unter anderem in der Prostitutionsszene nach dem Vermissten. Doch bislang ergaben sich keine konkreten Hinweise auf das Schicksal von Samir Beganovic. Man hat heute keine neuen Hinweise oder neue Spuren, wo man Ansätzen könnte.Vielleicht ist aus dem Jungen inzwischen ein junger Erwachsener geworden, oder er starb unter Umständen, die ungeklärt blieben.

Die Familie ist seit dem Jahr 1999 unbekannt verzogen und so seien keine weiteren Ermittlungen mehr möglich, so die Polizei.

Das Schicksal von Samir Beganovic gilt als ungeklärt!

BERLIN: Vermisst Katharina Renner (2002)

Wo ist Katharina Renner?

Manche Vermisstenfälle beschäftigen mich sehr, über einige davon habe ich hier schon geschrieben und über andere werde ich in der nächsten Zeit hier schreiben. Der Fall Katharina Renner ist so einer.
In Großstädten verschwinden immer wieder Menschen. Setzen sich grußlos in andere Städte ab, wandern heimlich aus - sind von einem Moment auf den anderen einfach nicht mehr da. Manche, weil sie ermordet wurden. Das Schicksal von vielen Verschwundenen bleibt ungeklärt. 


Katharina Renner
Katharina Renner ist schon seit dem 4.Juli 2002 vermisst. Katharina Renner ist 1,70 Meter groß, schlank und hat schwarze lange Haare. Ihre Augenfarbe ist braun. Auffällig ist, das Katharina Renner eine zerebrale Lähmung im Gesichts- u. Armbereich hat. Dadurch hat werden die Bewegungsabläufe beeinträchtigt.

Der Fall Katharina Renner gehört bisher in diese Kategorie: Seit dem 4. Juli 2002 ist die 23-Jährige aus Kreuzberg verschwunden. Alle Nachforschungen der Polizei nach der jungen Frau und zweifachen Mutter waren bisher vergebens. 

Die Fahnder hatten damals eine Spur, der sie akribisch nachgingen. Katharina Renners Mutter fand in der Wohnung der Tochter das Foto des Mannes, mit dem die junge Frau am 3. Juli 2002 verabredet war. Er ist ihr vom Sehen bekannt. Seine Identität konnte bis heute nicht geklärt werden.



Möglicherweise ist die junge Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen. 

Deshalb bittet die Kripo um Hilfe und fragt: 
  • Wer ist der Mann, welche Rolle spielt er in dem Kriminalfall? 
  • Ist er Täter, Zeuge? Oder ist er der Geliebte, mit dem die Tochter ein neues Leben begonnen hat?

Bis zu ihrem Verschwinden hatte Katharina Renner - eine junge Frau ohne festen Job - ein unauffälliges Leben geführt. Sie lebte in einer kleinen Wohnung an der Hedemannstraße. Im Jahr 2000 hatte sie einen Libanesen geheiratet. Er ist Vater ihres heute einjährigen Sohns. Doch die Beziehung funktionierte nicht. Zuletzt hatte Katharina Renner einige Monate alleine mit ihren Kindern gelebt, dem kleinen Jungen und ihrer drei Jahre alten Tochter aus einer früheren Beziehung.

Seit dem 4. Juli 2002 verschwand Katharina Renner spurlos. An diesem Tag packte sie einen kleinen Rucksack und verließ ihre Kreuzberger Wohnung. 
Sonderbar: Sämtliche Papiere ließ sie zurück. Und auch ihre Kinder. Das Baby brachte sie beim Vater unter, die Tochter bei ihrer Mutter. Seitdem hat ihre Familie die 23-Jährige nicht mehr gesehen. 

Die Kripo auf Mithilfe: 
  • Wer kennt den Mann,  mit dem sich Katharina Renner traf? 
  • Wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? 
  • Wer hat Katharina Renner nach dem 4. Juli gesehen oder gesprochen? 
  • Wer kann Angaben zu Begleitpersonen machen? 

Hinweise nimmt die Vermisstenstelle der Polizei unter Tel.: 699 32 72 89 entgegen.

Samstag, 15. Juli 2017

NORWEGEN/GEIRANGER: Tötungsdelikt z. N. von Trude Espås

20 Jahre alter Mord neu aufgerollt - Norwegische Polizei sucht deutsche Zeugen

Mord verjährt nicht und 
Trude Espås ist nicht vergessen, auch ihr Schicksal soll aufgeklärt werden. Ich habe schon vor einigen Jahren über den Mordfall Trude Espås berichtet. Auch "Aktenzeichen XY" hat nun auch über den Fall berichtet und ein Filmbeitrag darüber ausgestrahlt. Deshalb möchte ich auch nochmals über den Fall berichten.


Wer tötete Trude Espås?



Zwanzig Jahre nach dem Verschwinden einer jungen Frau im norwegischen Geiranger rollt die örtliche Polizei den Fall neu auf und dehnt die Suche nach dem Mörder auch auf Deutschland aus. 1996 war die damals 20-jährige Trude Espås verschwunden, kurz nachdem sie in einem Hotel eine Arbeit als Zimmermädchen aufgenommen hatte.



Am 19. August wurde dann auch die Leiche gefunden. Spaziergänger  hatten die Leiche entdeckt. Die Leiche von Trude Espås lag etwa nur 100 Meter vom Fundort ihrer persönlichen Gegenstände entfernt. Sie war sorgfältig unter Steinen und Moos versteckt. Zeugenangaben zufolge hielt sich am Tage des Verschwindens ein etwa 20-Jähriger Mann am Tatort auf, der eine Spaziergängerin auf Deutsch nach der Uhrzeit fragte.
Am 8. August, hatte sie ihren ersten freien Tag. Eine Kollegin Trude gegen 14.30 Uhr auf dem Weg Richtung Ortszentrum gesehen. Nachdem dieTrunde am Abend nicht ins Hotel zurückkehrte, gaben ihre Kollegen am nächsten Vormittag eine Suchmeldung bei der örtlichen Polizei auf. Zwei Tage später wurde ihre Tasche auf einem Stein am Fjord,  von Polizisten aufgefunden. Es wurde auch direkt neben der Stelle ein aufgeschlagenes Buch gefunden, es war Trudes Tagebuch.

Wer kennt diesen Mann?
So soll der Mann  im Sommer 1996 ausgesehen haben.

Bild: vg.no

Die norwegische Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um den mutmaßlichen Mörder der jungen Frau handelte. Die norwegische Fahndungssendung „Åsted Norge“ veröffentlichte jetzt eine Phantomzeichnung des Mannes. 


Personenbeschreibung (1996):

Der Gesuchte dürfte 30 bis 35 Jahre alt und etwa 1,80 m groß gewesen sein, schlank, mit braunen Haaren und Seitenscheitel. Seine Kleidung: blau-weiß gestreiftes Poloshirt, dazu weiße Shorts und vermutlich helle Schuhe. Er soll Deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben.
Die Ermittlungen im Fall Trude Espås entwickelten sich zu den vielleicht größten in der Kriminalgeschichte des Landes: 3.062 Personen in 37 Ländern wurden befragt, 15.000 Urlaubsfotos überprüft. Vom Täter fehlt jedoch immer noch jede Spur.


Fragen nach Zeugen
  1. Wer kann Hinweise zum Mord an Trude Espas geben?
  2. Wer glaubt, den gesuchten Mann zu kennen?
  3. Wer war im Sommer 1996 in den Tagen vor und nach dem Verbrechen in Geiranger und kann der Polizei Videos und Fotos von damals zur Verfügung stellen?

Zuständig: Bundeskriminalamt (BKA), 
Telefon 0611 / 551 63 64oder
Hinweise bitte an die Polizei Møre og Romsdal, 

Tel.: +47 70 11 87 00, 
E-mail : post.moreogromsdal@politiet.no

Samstag, 17. Juni 2017

HAMBURG: Tötungsdelikt -Unbekannter Toter bis heute nicht identifiziert

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

Unbekanntes Mordopfer seit 1995 nicht identifiziert

1995 wird in Hamburg eine zerstückelte männliche Leiche gefunden. Doch weder die Identität der Leiche, noch die des Täters werden ermittelt. 20 Jahre später gibt es neue Ermittlungsansätze.

Am Donnerstag, dem 19. Oktober 1995 werden bei einer Müllsammelaktion rund um ein Aussiedlerheim mehrere in Plastiktüten verpackte Leichenteile entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um einen jungen Mann mit langen blonden Haaren. Er wurde ermordet.






Gesichtsrekonstruktion: So sah der Mann damals aus.
Wer kannte den Mann?

Foto: Polizei
Hier will die Zeugin dem gesuchten Mann begegnet sein.
Foto: Polizei

In ganz Europa wird zum damaligen Zeitpunkt niemand vermisst, auf den die Beschreibung des Opfers zutrifft. Auch ein DNA-Abgleich bleibt erfolglos. Die Identität des Opfers kann nicht geklärt werden.
Mehr als 20 Jahre später veröffentlicht die Kripo eine sogenannte „Gesichtsweichteilrekonstruktion“. Sie soll zeigen, wie der Tote zu Lebzeiten ausgesehen haben dürfte.

Eine weitere wichtige Spur: Etwa ein halbes Jahr vor dem Leichenfund, im Frühjahr 1995, sieht eine Zeugin in unmittelbarer Nähe des späteren Leichenfundorts einen unbekannten, blonden Mann mit einer Schubkarre. Jahre später begegnet sie ihm noch einmal, bei einem nahegelegenen Einkaufszentrum. Der Mann wird bis heute als wichtiger Zeuge gesucht.

Personenbeschreibungen:

  • Das Opfer: 20 bis 40 Jahre alt, 
  • 1,65 bis 1,70 m groß, 
  • schlank, 
  • schmales Gesicht, 
  • dunkelblondes, gewelltes, ca. 40 cm langes Haar.
  • Auffällig: seine überlappenden Schneidezähne und ein etwa 6 cm großes Tattoo auf der rechten Schulter, Motiv: wahrscheinlich eine Spinne.
Der unbekannte Mann, der sich im Frühjahr 1995 in der Nähe des späteren Leichenfundorts aufgehalten haben soll, dürfte mittlerweile etwa 70 bis 80 Jahre alt sein. Er soll etwa 1,70 m groß gewesen sein und eine Stoffhose sowie ein Sakko getragen haben. Er soll kurze, gut frisierte und gescheitelte hellblonde Haare gehabt haben. Gesicht und Figur wirkten eher rundlich. Er könnte Osteuropäer sein.

Hinweise bitte an das LKA Hamburg, 

Telefon: 040 / 42 86 50

Donnerstag, 15. Juni 2017

TRIER: Tötungsdelikt z. N. von Beatrix Hemmerle (1989)

Polizei bittet um Mithilfe im Mordfall Hemmerle

Im August 1989 wird eine junge Mutter in Trier ermordet. Der Täter wird nicht gefunden. Fast 28 Jahre später unternehmen Polizei und Staatsanwaltschaft einen erneuten Anlauf. Denn es gibt eine neue, vielversprechende Spur.


Wird der Mordfall an Beatrix Hemmerle doch noch aufgeklärt?


Trier 1988: Beatrix Hemmerle lebt mit ihrem elfjährigen Sohn in einer kleinen Erdgeschoss-Wohnung in der Hochhaussiedlung „Am Weidengraben“. Zu dieser Zeit treibt sich ein unbekannter Mann in der Gegend herum, der es offensichtlich auf Beatrix Hemmerle abgesehen hat. Mehrmals steigt der „Spanner“ auf ihren Balkon, einmal soll er sogar in ihrer Wohnung gewesen sein. Dennoch fühlt sich Beatrix Hemmerle von dem Unbekannten nicht weiter bedroht.



Tatort in Trier in der Nähe der Universität im Jahr 1989

Kurz darauf findet die junge Mutter einen neuen Partner, einen verwitweten Mann mit mehreren Kindern. Sie verloben sich und planen die Hochzeit. Dann aber gibt es Streit, die Beziehung steht auf der Kippe. Am 10. August 1989 kommt ihr Verlobter spät abends bei Beatrix Hemmerle vorbei, um sich mit ihr auszusprechen. Das Paar versöhnt sich, er bleibt über Nacht. Vermutlich bekommt der unbekannte Beobachter das mit. Ist dies das Motiv für die folgende Bluttat?

Nachts um 2 Uhr macht sich der neue Partner mit dem Auto auf den Weg nach Hause. Etwa eine Stunde später, um kurz nach drei, steigt ein Unbekannter über den Balkon in die Wohnung von Beatrix Hemmerle ein. Die Balkontür steht offen, das Rollo ist nicht ganz runtergelassen. Sofort geht der Mann mit einem großen Messer auf die schlafende Beatrix Hemmerle los.



Der Täter fügt ihr zahlreiche Schnitt- und Stichverletzungen zu. Dann flieht er. Vom Wäscheständer auf dem Balkon nimmt er ein T-Shirt mit. Beatrix Hemmerles Sohn wacht vom Kampfgeschehen auf und findet seine blutüberströmte Mutter. Sie lebt noch, kann aber nichts mehr sagen. Der Notarzt kann Beatrix Hemmerle nicht retten. Sie stirbt noch am Tatort.

Auf einem Parkplatz in der Nähe findet die Polizei das T-Shirt, das der Täter mitgenommen hat. Er hat sich damit das Blut abgewischt. Außerdem hat er seine blutverschmierte Lederjacke weggeworfen.


Lederjacke des Täters



Mysteriöser Tellerwäscher:


Erst Jahre nach der Tat erfährt die Kripo von einer Geschichte, die sich 1987 in einer Trierer Pizzeria zugetragen haben soll und die möglicherweise mit dem Mord zusammenhängt: Ein unbekannter Tellerwäscher soll einem Koch erzählt haben, dass er unglücklich in eine Frau verliebt sei. Sie wohne am „Weidengraben“, habe ein Kind und keinen Partner. Er fahre oft mit dem Taxi hin und beobachte sie. Außerdem soll der Tellerwäscher angekündigt haben, dass etwas Schlimmes passieren werde, sollte die Frau etwas mit einem anderen Mann anfangen.

Beschreibung des Tellerwäschers (1987):

  • über 40 Jahre alt, 
  • etwa 1,85 m groß, l
  • lange gelockte, grau-melierte Haare, 
  • Schnauzbart und dunkler Teint. 
  • Nach Einschätzung der Polizei könnte er aus dem türkischen, persischen oder arabischen Raum stammen. 
  • Er soll nur gebrochen Deutsch gesprochen haben. 1987 habe er in einer Pizzeria in der Trierer Innenstadt als Küchenhilfe bzw. Tellerwäscher gearbeitet, möglicherweise im Lokal „Tre Fornelli“. Alle Ermittlungen in diese Richtung blieben aber bislang ohne Erfolg. Der Tellerwäscher soll zudem erzählt haben, dass er Probleme mit den Behörden habe, und dass ihm die Ausweisung drohe.
  • Zwischenzeitlich soll er sich auch in Bitburg aufgehalten haben.

Zurückgelassener Gegenstand:
  • Nappa-Lederjacke: anthrazitfarben, Größe 48/50, Pilotentasche am linken Arm, vorne zwei große „blinde“ Taschen, braun-rotes Innenfutter. 
  • Die Jacke war damals relativ teuer, etwa 500 D-Mark, und wurde in Deutschland nur in geringer Stückzahl verkauft.

 nach Zeugen:
  1. Wer kann Angaben zu dem „Spanner“ machen, der sich Ende der 80er Jahre „Am Weidengraben“ in Trier herumgetrieben hat?
  2. Wem gegenüber hat Beatrix Hemmerle Andeutungen zu dem Mann gemacht, der ihr nachgestellt hat?
  3. Wer kann Angaben zu dem Tellerwäscher machen? Der Mann muss mit dem Verbrechen nichts zu tun haben, könnte die Ermittlungsarbeit der Polizei aber entscheidend voran bringen.
  4. Vielleicht gibt es auch Personen, denen sich der Täter anvertraut hat, oder die einen Verdacht haben, wer der Mörder sein könnte. Diese werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an die Kripo Trier, 
Telefon 0651 / 97 79 24 80.
Zudem wurde ein Vertrauenstelefon unter der  a. g. Nummer eingerichtet: 0152 / 28 85 49 68.

Mittwoch, 14. Juni 2017

GÜTERSLOH: Tötungsdelikt z. N. von Christina Menzies

Wir der Mordfall nach über 20 Jahren doch noch gesühnt?

Der Mord an der 16-jährigen Schülerin Christina Menzies, die im Juni 1993 erwürgt in einem Gebüsch nahe der A 2 gefunden wurde, war lange einer dieser "Cold Cases", wie Kriminalisten sagen. Fälle, die nicht geklärt werden können. Jetzt - 24 Jahre nach dem Verbrechen - schöpft John Menzies neue Hoffnung, dass der Mörder seiner Tochter doch noch zur Rechenschaft gezogen wird.


Ermordet: Christina Menzies wurde nur 16 Jahre alt. - © Privat
Wird der Mord an Christina Menzies doch noch aufgeklärt?


Es ist bereits 24 Jahre her, dass die damals 16-jährige Christina verschwand. Am 12. Juni 1993 sah ihr Vater, der zu dieser Zeit als Soldat der Royal Air Force (RAF) in Deutschland stationiert war, seine Tochter zum letzten Mal, als sie sich auf den Weg in den Club 47 in Gütersloh machte.

Aber sie kehrte niemals von dem Disko-Besuch zurück. Am nächsten Tag wurde ihr lebloser Körper rund zehn Kilometer vom Camp der RAF entfernt gefunden. Das Mädchen wurde erwürgt. Ihr Fall sorgte damals für viel Aufsehen. Trotzdem konnte ihr Mörder nie gefasst werden.

Forensische Spuren spielten bereits im Prozess gegen den seinerzeit dringend tatverdächtigen 23-jährigen Soldaten eine wichtige Rolle. Kriminalisten hatten an der Leiche von Christina textile Fasern nachgewiesen, wie sie auch im Auto und im Zimmer des angeklagten Gefreiten der Royal Air Force (RAF) gefunden worden waren. Konkret ging es um eine Vielzahl leuchtend roter und blauer Baumwollfasern sowie rostroter Acrylfasern und dunkelblaue Spuren eines Jeansstoffes, die Kriminaltechniker über den gesamten Leichnam verstreut fanden.

Besonders hohe Dichten an roten und blauen Baumwollfasern, so führte die damalige Leiterin der naturwissenschaftlichen Kriminalistik beim Landeskriminalamt (LKA) seinerzeit vor dem Militärgericht aus, traten im Bereich des Kopfes, der Hände und der Beine auf - "typische Spurenbilder für einen leblosen Körper, der in einer Decke, einem Teppich oder einem Bettuch transportiert wurde".

Soldat wurde trotz erdrückender Indizien freigesprochen
Die Ermittler hatten damals im Zimmer des Soldaten, mit dem Christina zuletzt lebend gesehen worden war, sämtliche Gegenstände sicherstellen lassen, die einen großflächigen Aufdruck in eben jenen Farben trugen. Nach den kriminaltechnischen Untersuchungen ähnelten zwar die Fasern eines Kopfkissens in den Farben der britischen Nationalflagge den am Körper des Mädchens gefundenen sehr - identisch waren sie laut der Forensikerin aber nicht.

Auf die roten und blauen Fasern, wie sie an der Leiche gefunden worden waren, stießen die Beamten aber an anderen Stellen im Zimmer des Angeklagten: am Bettgestell, auf dem Bettlaken, auf einem Teppich. Die an der Kleidung und am Körper der Toten gefundenen rostroten Fasern stammten nach Aussage der Kriminaltechnikerin zweifelsfrei von den Socken des Angeklagten, die Jeansstoff-Fasern von seiner Hose.

Da sich alle Textilspuren auch auf der Innenseite der Unterwäsche fanden, ging die Expertin davon aus, "dass Christina auch im unbekleideten Zustand mit der Spurenquelle in Kontakt getreten ist." Dass diese Spurenquelle, wie vom Anklagevertreter ("Die Spuren deuten auf den Angeklagten hin") vermutet, tatsächlich von dem Angeklagten stammte, konnte ihm das Gericht nicht zweifelsfrei nachweisen. Der Gefreite wurde trotz erdrückender Indizien freigesprochen. Wie in englischen Prozessen üblich, gab es im Anschluss an die Urteilsverkündung keine Begründung für diese Entscheidung.

Die Angehörigen von Christina waren über den Freispruch entsetzt. "Das ist noch nicht das Ende", rief John Menzies dem Soldaten auf dem Gerichtsflur zu. Auf die Frage, ob er noch immer von der Schuld seines ehemaligen RAF-Kollegen überzeugt ist, vermag Menzies mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu antworten. Nur soviel: Er hoffe auf neue Erkenntnisse durch die viel modernere Kriminaltechnik - und darauf, dass sich Hinweisgeber bei der Polizei melden.

Doch jetzt besteht laut John Menzies, dem Vater des Opfers, neue Hoffnung, dass der Mord an der Schülerin doch noch aufgeklärt wird! Das teilte er auf seiner Facebook-Seite mit.

Demnach hat die Britische Militär-Polizei den Fall nochmals gesichtet und dabei Gründe gefunden, warum er neu aufgerollt wird. Die Ermittlungen wurden bereits wieder aufgenommen.


In diesem Zusammenhang werden auf BBC am Dienstag, dem 24. Todestag von Christina, im Rahmen der Sendung "Crimewatch Roadshow" um 21.15 Uhr einige neue Erkenntnisse gezeigt.

Der Vater der Toten ruft dazu auf, die Sendung anzugucken: "Wenn Ihr zu diesem Zeitpunkt in Deutschland wart, guckt Euch die Sendung entweder live, aufgenommen oder in der Mediathek von BBC an und erinnert Euch zurück an die Zeit."

Sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Deutschland wurde vor 24 Jahren über Christinas Tod gesprochen. John Menzies hofft darauf, dass die Polizei den Mörder doch noch schnappen kann.

"Wenn Ihr irgendwelche Informationen habt oder jemanden kennt, der welche haben könnte, egal wie relevant die Info scheinen mag, dann meldet sie der Mordkommission der Britischen Militär-Polizei."

Der Vater der Ermordeten appelliert an die Bevölkerung: 
"24 Jahre ist der Mord jetzt her. Die meisten der Disko-Besucher, die in der Nacht im Club 47 waren, werden mittlerweile selbst Kinder haben. Unter diesen Umständen gucken einige vielleicht mit anderen Augen zurück in die Vergangenheit und sehen den Fall in einem neuen Licht."

Einige Menschen haben damals vielleicht Informationen zurückgehalten, weil sie nicht davon ausgegangen sind, dass sie einmal relevant sein würden oder sie ihre Freunde schützen wollten, denkt Menzies.

"Nach Jahren des Stillstandes besteht Hoffnung, dass Christina doch noch Gerechtigkeit erfährt", mit diesen herzzerreißenden Worten schließt er seinen Aufruf.

Freitag, 9. Juni 2017

TAUCHA: Vermisst Jeanette Stehr

Wer hat die Vermisste gesehen?
Der Fall um Jeanette Stehr bereitet der Polizei weiterhin Kopfzerbrechen. Etliche Hinweisgeber meldeten sich nach dem Facebook-Aufruf ihrer Familie, doch alle Spuren führten bisher ins Leere.


Die 55-jährige aus Taucha wird seit über sechs Wochen vermisst.
Wer hat die Lehrerin Jeanette Stehr gesehen?


Seit mehr als sechs Wochen wird die Lehrerin aus Taucha nun schon vermisst. Erst vor wenigen Tagen versuchte ihre Familie mit einem bewegenden Post auf Facebook Kontakt zu der 55-Jährigen aufzunehmen.Weitere Medien nahmen die Geschichte auf und teilten die Nachricht. Bisher leider ohne Erfolg.
Es sind etliche Meldungen bei der Polizei eingegangen, aber bisher war kein Hinweise dabei, der die Polizei wirklich weiter bringt. So soll die Frau unter anderem in Chemnitz, Berlin, Rostock und Graal-Müritz gesehen worden sein. Die Spuren führten ins Leere.

Die Vermisste kann wie folgt beschrieben werden:

  • 1, 67 Meter groß
  • scheinbares Alter: 50 bis 55 Jahre
  • schlanke Gestalt
  • blasse Hautfarbe
  • blond/ graue, mittellange Haare
  • trug zuletzt eine schwarze eng anliegende Leggins, eine beige Sommerjacke und halbhohe, dunkelbeige Schuhe
  • spricht akzentfrei Deutsch

  1. Wer hat Jeanette Stehr gesehen?
  2. Wer weiß, wo sie sich aufhalten könnte? 
  3. Hat sie sich bei einer befreundeten Person gemeldet? 



Hinweisgeber werden dringend gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Donnerstag, 1. Juni 2017

WURZEN: Vermisst Cordula Keller (1993)

Was ist mit Cordula Keller geschehen?


Cordula ist schon fast 25 Jahre verschwunden, aber die Polizei versucht den Fall zu lösen und Klarheit in die Sache zu bringen. Die Familie möchte endlich Gewissheit haben, was mit Cordula passiert ist. Deshalb wendet sich die Polizei auch an die Bevölkerung um Mithilfe.

Wo ist Cordula Keller?
Foto: Polizei

Cordula Keller ist 22 Jahre alt und wohnt in Wurzen im Landkreis Leipzig. Sie ist das jüngste von sechs Kindern. Am Abend des 14. Oktober 1993 will sie zu einer Geburtstagsfeier nach Thüringen trampen. Doch dort kommt die gelernte Altenpflegerin nie an.

Cordula verbringt den Nachmittag des 14. Oktober 1993 bei ihrer besten Freundin. Dort leiht sie sich einen großen Rucksack. Am Abend will sie sich noch mit ihrem Ex-Freund Marko treffen. Sie planen, am nächsten Morgen gemeinsam zur Geburtstagsfeier seiner Tante nach Thüringen zu trampen. Die beiden waren drei Jahre lang zusammen und in der linken Szene als „Bruno“ und „Bolla“ bekannt. Erst im Oktober zerbrach die Beziehung. Doch Cordula will darum kämpfen.
Bildergebnis für cordula keller
Cordula Keller war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens schwanger. Nur ihr Bruder wusste davon.


Ihrem Bruder offenbart Cordula, dass sie von Marko schwanger ist. Angeblich weiß Marko von der Schwangerschaft. Cordula bittet ihren Bruder, auf ihren Hund Ajax aufzupassen, während sie mit Marko in Thüringen ist. Außerdem will sie sich von ihrem Bruder 200 Mark leihen.

Am selben Abend bekommt Cordula Besuch von zwei ihrer Schwestern. Die beiden wissen von Cordulas Plänen, versuchen aber, es ihr auszureden. Erst als sie erfahren, dass Marko mitkommt und Cordula nicht alleine unterwegs ist, sind sie beruhigt. Sie bestehen aber darauf, Cordula noch Geld zu leihen. Dieses Geld wollen sie ihrer kleinen Schwester am nächsten Morgen um sieben vorbei bringen. Für acht Uhr ist die Abfahrt mit Marko geplant.

Auch Marko kommt an diesem Abend noch bei Cordula vorbei. Es gibt Streit. Um 21.30 Uhr kommt dann auch noch Cordulas Bruder Robert und bringt ihr die versprochenen 200 Mark. Das Treffen dauert nur kurz. Robert übergibt das Geld an der Haustür.

Am nächsten Morgen klingeln die beiden Schwestern wie vereinbart pünktlich um sieben, doch niemand macht auf. Zunächst vermuten die Geschwister, Cordula sei bereits losgefahren. Doch als ihr Bruder sie ein paar Tage später bei Markos Tante abholen will, stellt sich heraus: Dort ist sie nie gewesen. Seitdem wird sie vermisst.

Personenbeschreibung:
  • 22 Jahre alt, 
  • schlank, 
  • schulterlange glatte, rot-gefärbte Haare, 
  • blau-grüne Augen, 
  • kreisrunde Narbe an einer Wade, 
  • auffällige blaue Tätowierung an der rechten Schulter: eine Rose mit zwei Blättern und den Buchstaben „BB“. 
  • Außerdem trug sie silberfarbene Ohrhänger mit Peace-Zeichen in der Mitte.


Verschwundene Gegenstände:
  • grüner Armeerucksack;
  • weiße Kaffeemaschine.

Frage nach Zeugen:

  • Wer hat Cordula Keller nach dem 15. Oktober 1993 noch gesehen?

Hinweise an die Kripo Grimma, Telefon: 0341 / 96 64 66 66.