Samstag, 17. Juni 2017

HAMBURG: Tötungsdelikt -Unbekannter Toter bis heute nicht identifiziert

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

Unbekanntes Mordopfer seit 1995 nicht identifiziert

1995 wird in Hamburg eine zerstückelte männliche Leiche gefunden. Doch weder die Identität der Leiche, noch die des Täters werden ermittelt. 20 Jahre später gibt es neue Ermittlungsansätze.

Am Donnerstag, dem 19. Oktober 1995 werden bei einer Müllsammelaktion rund um ein Aussiedlerheim mehrere in Plastiktüten verpackte Leichenteile entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um einen jungen Mann mit langen blonden Haaren. Er wurde ermordet.






Gesichtsrekonstruktion: So sah der Mann damals aus.
Wer kannte den Mann?

Foto: Polizei
Hier will die Zeugin dem gesuchten Mann begegnet sein.
Foto: Polizei

In ganz Europa wird zum damaligen Zeitpunkt niemand vermisst, auf den die Beschreibung des Opfers zutrifft. Auch ein DNA-Abgleich bleibt erfolglos. Die Identität des Opfers kann nicht geklärt werden.
Mehr als 20 Jahre später veröffentlicht die Kripo eine sogenannte „Gesichtsweichteilrekonstruktion“. Sie soll zeigen, wie der Tote zu Lebzeiten ausgesehen haben dürfte.

Eine weitere wichtige Spur: Etwa ein halbes Jahr vor dem Leichenfund, im Frühjahr 1995, sieht eine Zeugin in unmittelbarer Nähe des späteren Leichenfundorts einen unbekannten, blonden Mann mit einer Schubkarre. Jahre später begegnet sie ihm noch einmal, bei einem nahegelegenen Einkaufszentrum. Der Mann wird bis heute als wichtiger Zeuge gesucht.

Personenbeschreibungen:

  • Das Opfer: 20 bis 40 Jahre alt, 
  • 1,65 bis 1,70 m groß, 
  • schlank, 
  • schmales Gesicht, 
  • dunkelblondes, gewelltes, ca. 40 cm langes Haar.
  • Auffällig: seine überlappenden Schneidezähne und ein etwa 6 cm großes Tattoo auf der rechten Schulter, Motiv: wahrscheinlich eine Spinne.
Der unbekannte Mann, der sich im Frühjahr 1995 in der Nähe des späteren Leichenfundorts aufgehalten haben soll, dürfte mittlerweile etwa 70 bis 80 Jahre alt sein. Er soll etwa 1,70 m groß gewesen sein und eine Stoffhose sowie ein Sakko getragen haben. Er soll kurze, gut frisierte und gescheitelte hellblonde Haare gehabt haben. Gesicht und Figur wirkten eher rundlich. Er könnte Osteuropäer sein.

Hinweise bitte an das LKA Hamburg, 

Telefon: 040 / 42 86 50

Donnerstag, 15. Juni 2017

TRIER: Tötungsdelikt z. N. von Beatrix Hemmerle (1989)

Polizei bittet um Mithilfe im Mordfall Hemmerle

Im August 1989 wird eine junge Mutter in Trier ermordet. Der Täter wird nicht gefunden. Fast 28 Jahre später unternehmen Polizei und Staatsanwaltschaft einen erneuten Anlauf. Denn es gibt eine neue, vielversprechende Spur.


Wird der Mordfall an Beatrix Hemmerle doch noch aufgeklärt?


Trier 1988: Beatrix Hemmerle lebt mit ihrem elfjährigen Sohn in einer kleinen Erdgeschoss-Wohnung in der Hochhaussiedlung „Am Weidengraben“. Zu dieser Zeit treibt sich ein unbekannter Mann in der Gegend herum, der es offensichtlich auf Beatrix Hemmerle abgesehen hat. Mehrmals steigt der „Spanner“ auf ihren Balkon, einmal soll er sogar in ihrer Wohnung gewesen sein. Dennoch fühlt sich Beatrix Hemmerle von dem Unbekannten nicht weiter bedroht.



Tatort in Trier in der Nähe der Universität im Jahr 1989

Kurz darauf findet die junge Mutter einen neuen Partner, einen verwitweten Mann mit mehreren Kindern. Sie verloben sich und planen die Hochzeit. Dann aber gibt es Streit, die Beziehung steht auf der Kippe. Am 10. August 1989 kommt ihr Verlobter spät abends bei Beatrix Hemmerle vorbei, um sich mit ihr auszusprechen. Das Paar versöhnt sich, er bleibt über Nacht. Vermutlich bekommt der unbekannte Beobachter das mit. Ist dies das Motiv für die folgende Bluttat?

Nachts um 2 Uhr macht sich der neue Partner mit dem Auto auf den Weg nach Hause. Etwa eine Stunde später, um kurz nach drei, steigt ein Unbekannter über den Balkon in die Wohnung von Beatrix Hemmerle ein. Die Balkontür steht offen, das Rollo ist nicht ganz runtergelassen. Sofort geht der Mann mit einem großen Messer auf die schlafende Beatrix Hemmerle los.



Der Täter fügt ihr zahlreiche Schnitt- und Stichverletzungen zu. Dann flieht er. Vom Wäscheständer auf dem Balkon nimmt er ein T-Shirt mit. Beatrix Hemmerles Sohn wacht vom Kampfgeschehen auf und findet seine blutüberströmte Mutter. Sie lebt noch, kann aber nichts mehr sagen. Der Notarzt kann Beatrix Hemmerle nicht retten. Sie stirbt noch am Tatort.

Auf einem Parkplatz in der Nähe findet die Polizei das T-Shirt, das der Täter mitgenommen hat. Er hat sich damit das Blut abgewischt. Außerdem hat er seine blutverschmierte Lederjacke weggeworfen.


Lederjacke des Täters



Mysteriöser Tellerwäscher:


Erst Jahre nach der Tat erfährt die Kripo von einer Geschichte, die sich 1987 in einer Trierer Pizzeria zugetragen haben soll und die möglicherweise mit dem Mord zusammenhängt: Ein unbekannter Tellerwäscher soll einem Koch erzählt haben, dass er unglücklich in eine Frau verliebt sei. Sie wohne am „Weidengraben“, habe ein Kind und keinen Partner. Er fahre oft mit dem Taxi hin und beobachte sie. Außerdem soll der Tellerwäscher angekündigt haben, dass etwas Schlimmes passieren werde, sollte die Frau etwas mit einem anderen Mann anfangen.

Beschreibung des Tellerwäschers (1987):

  • über 40 Jahre alt, 
  • etwa 1,85 m groß, l
  • lange gelockte, grau-melierte Haare, 
  • Schnauzbart und dunkler Teint. 
  • Nach Einschätzung der Polizei könnte er aus dem türkischen, persischen oder arabischen Raum stammen. 
  • Er soll nur gebrochen Deutsch gesprochen haben. 1987 habe er in einer Pizzeria in der Trierer Innenstadt als Küchenhilfe bzw. Tellerwäscher gearbeitet, möglicherweise im Lokal „Tre Fornelli“. Alle Ermittlungen in diese Richtung blieben aber bislang ohne Erfolg. Der Tellerwäscher soll zudem erzählt haben, dass er Probleme mit den Behörden habe, und dass ihm die Ausweisung drohe.
  • Zwischenzeitlich soll er sich auch in Bitburg aufgehalten haben.

Zurückgelassener Gegenstand:
  • Nappa-Lederjacke: anthrazitfarben, Größe 48/50, Pilotentasche am linken Arm, vorne zwei große „blinde“ Taschen, braun-rotes Innenfutter. 
  • Die Jacke war damals relativ teuer, etwa 500 D-Mark, und wurde in Deutschland nur in geringer Stückzahl verkauft.

 nach Zeugen:
  1. Wer kann Angaben zu dem „Spanner“ machen, der sich Ende der 80er Jahre „Am Weidengraben“ in Trier herumgetrieben hat?
  2. Wem gegenüber hat Beatrix Hemmerle Andeutungen zu dem Mann gemacht, der ihr nachgestellt hat?
  3. Wer kann Angaben zu dem Tellerwäscher machen? Der Mann muss mit dem Verbrechen nichts zu tun haben, könnte die Ermittlungsarbeit der Polizei aber entscheidend voran bringen.
  4. Vielleicht gibt es auch Personen, denen sich der Täter anvertraut hat, oder die einen Verdacht haben, wer der Mörder sein könnte. Diese werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an die Kripo Trier, 
Telefon 0651 / 97 79 24 80.
Zudem wurde ein Vertrauenstelefon unter der  a. g. Nummer eingerichtet: 0152 / 28 85 49 68.

Mittwoch, 14. Juni 2017

GÜTERSLOH: Tötungsdelikt z. N. von Christina Menzies

Wir der Mordfall nach über 20 Jahren doch noch gesühnt?

Der Mord an der 16-jährigen Schülerin Christina Menzies, die im Juni 1993 erwürgt in einem Gebüsch nahe der A 2 gefunden wurde, war lange einer dieser "Cold Cases", wie Kriminalisten sagen. Fälle, die nicht geklärt werden können. Jetzt - 24 Jahre nach dem Verbrechen - schöpft John Menzies neue Hoffnung, dass der Mörder seiner Tochter doch noch zur Rechenschaft gezogen wird.


Ermordet: Christina Menzies wurde nur 16 Jahre alt. - © Privat
Wird der Mord an Christina Menzies doch noch aufgeklärt?


Es ist bereits 24 Jahre her, dass die damals 16-jährige Christina verschwand. Am 12. Juni 1993 sah ihr Vater, der zu dieser Zeit als Soldat der Royal Air Force (RAF) in Deutschland stationiert war, seine Tochter zum letzten Mal, als sie sich auf den Weg in den Club 47 in Gütersloh machte.

Aber sie kehrte niemals von dem Disko-Besuch zurück. Am nächsten Tag wurde ihr lebloser Körper rund zehn Kilometer vom Camp der RAF entfernt gefunden. Das Mädchen wurde erwürgt. Ihr Fall sorgte damals für viel Aufsehen. Trotzdem konnte ihr Mörder nie gefasst werden.

Forensische Spuren spielten bereits im Prozess gegen den seinerzeit dringend tatverdächtigen 23-jährigen Soldaten eine wichtige Rolle. Kriminalisten hatten an der Leiche von Christina textile Fasern nachgewiesen, wie sie auch im Auto und im Zimmer des angeklagten Gefreiten der Royal Air Force (RAF) gefunden worden waren. Konkret ging es um eine Vielzahl leuchtend roter und blauer Baumwollfasern sowie rostroter Acrylfasern und dunkelblaue Spuren eines Jeansstoffes, die Kriminaltechniker über den gesamten Leichnam verstreut fanden.

Besonders hohe Dichten an roten und blauen Baumwollfasern, so führte die damalige Leiterin der naturwissenschaftlichen Kriminalistik beim Landeskriminalamt (LKA) seinerzeit vor dem Militärgericht aus, traten im Bereich des Kopfes, der Hände und der Beine auf - "typische Spurenbilder für einen leblosen Körper, der in einer Decke, einem Teppich oder einem Bettuch transportiert wurde".

Soldat wurde trotz erdrückender Indizien freigesprochen
Die Ermittler hatten damals im Zimmer des Soldaten, mit dem Christina zuletzt lebend gesehen worden war, sämtliche Gegenstände sicherstellen lassen, die einen großflächigen Aufdruck in eben jenen Farben trugen. Nach den kriminaltechnischen Untersuchungen ähnelten zwar die Fasern eines Kopfkissens in den Farben der britischen Nationalflagge den am Körper des Mädchens gefundenen sehr - identisch waren sie laut der Forensikerin aber nicht.

Auf die roten und blauen Fasern, wie sie an der Leiche gefunden worden waren, stießen die Beamten aber an anderen Stellen im Zimmer des Angeklagten: am Bettgestell, auf dem Bettlaken, auf einem Teppich. Die an der Kleidung und am Körper der Toten gefundenen rostroten Fasern stammten nach Aussage der Kriminaltechnikerin zweifelsfrei von den Socken des Angeklagten, die Jeansstoff-Fasern von seiner Hose.

Da sich alle Textilspuren auch auf der Innenseite der Unterwäsche fanden, ging die Expertin davon aus, "dass Christina auch im unbekleideten Zustand mit der Spurenquelle in Kontakt getreten ist." Dass diese Spurenquelle, wie vom Anklagevertreter ("Die Spuren deuten auf den Angeklagten hin") vermutet, tatsächlich von dem Angeklagten stammte, konnte ihm das Gericht nicht zweifelsfrei nachweisen. Der Gefreite wurde trotz erdrückender Indizien freigesprochen. Wie in englischen Prozessen üblich, gab es im Anschluss an die Urteilsverkündung keine Begründung für diese Entscheidung.

Die Angehörigen von Christina waren über den Freispruch entsetzt. "Das ist noch nicht das Ende", rief John Menzies dem Soldaten auf dem Gerichtsflur zu. Auf die Frage, ob er noch immer von der Schuld seines ehemaligen RAF-Kollegen überzeugt ist, vermag Menzies mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu antworten. Nur soviel: Er hoffe auf neue Erkenntnisse durch die viel modernere Kriminaltechnik - und darauf, dass sich Hinweisgeber bei der Polizei melden.

Doch jetzt besteht laut John Menzies, dem Vater des Opfers, neue Hoffnung, dass der Mord an der Schülerin doch noch aufgeklärt wird! Das teilte er auf seiner Facebook-Seite mit.

Demnach hat die Britische Militär-Polizei den Fall nochmals gesichtet und dabei Gründe gefunden, warum er neu aufgerollt wird. Die Ermittlungen wurden bereits wieder aufgenommen.


In diesem Zusammenhang werden auf BBC am Dienstag, dem 24. Todestag von Christina, im Rahmen der Sendung "Crimewatch Roadshow" um 21.15 Uhr einige neue Erkenntnisse gezeigt.

Der Vater der Toten ruft dazu auf, die Sendung anzugucken: "Wenn Ihr zu diesem Zeitpunkt in Deutschland wart, guckt Euch die Sendung entweder live, aufgenommen oder in der Mediathek von BBC an und erinnert Euch zurück an die Zeit."

Sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Deutschland wurde vor 24 Jahren über Christinas Tod gesprochen. John Menzies hofft darauf, dass die Polizei den Mörder doch noch schnappen kann.

"Wenn Ihr irgendwelche Informationen habt oder jemanden kennt, der welche haben könnte, egal wie relevant die Info scheinen mag, dann meldet sie der Mordkommission der Britischen Militär-Polizei."

Der Vater der Ermordeten appelliert an die Bevölkerung: 
"24 Jahre ist der Mord jetzt her. Die meisten der Disko-Besucher, die in der Nacht im Club 47 waren, werden mittlerweile selbst Kinder haben. Unter diesen Umständen gucken einige vielleicht mit anderen Augen zurück in die Vergangenheit und sehen den Fall in einem neuen Licht."

Einige Menschen haben damals vielleicht Informationen zurückgehalten, weil sie nicht davon ausgegangen sind, dass sie einmal relevant sein würden oder sie ihre Freunde schützen wollten, denkt Menzies.

"Nach Jahren des Stillstandes besteht Hoffnung, dass Christina doch noch Gerechtigkeit erfährt", mit diesen herzzerreißenden Worten schließt er seinen Aufruf.

Freitag, 9. Juni 2017

TAUCHA: Vermisst Jeanette Stehr

Wer hat die Vermisste gesehen?
Der Fall um Jeanette Stehr bereitet der Polizei weiterhin Kopfzerbrechen. Etliche Hinweisgeber meldeten sich nach dem Facebook-Aufruf ihrer Familie, doch alle Spuren führten bisher ins Leere.


Die 55-jährige aus Taucha wird seit über sechs Wochen vermisst.
Wer hat die Lehrerin Jeanette Stehr gesehen?


Seit mehr als sechs Wochen wird die Lehrerin aus Taucha nun schon vermisst. Erst vor wenigen Tagen versuchte ihre Familie mit einem bewegenden Post auf Facebook Kontakt zu der 55-Jährigen aufzunehmen.Weitere Medien nahmen die Geschichte auf und teilten die Nachricht. Bisher leider ohne Erfolg.
Es sind etliche Meldungen bei der Polizei eingegangen, aber bisher war kein Hinweise dabei, der die Polizei wirklich weiter bringt. So soll die Frau unter anderem in Chemnitz, Berlin, Rostock und Graal-Müritz gesehen worden sein. Die Spuren führten ins Leere.

Die Vermisste kann wie folgt beschrieben werden:

  • 1, 67 Meter groß
  • scheinbares Alter: 50 bis 55 Jahre
  • schlanke Gestalt
  • blasse Hautfarbe
  • blond/ graue, mittellange Haare
  • trug zuletzt eine schwarze eng anliegende Leggins, eine beige Sommerjacke und halbhohe, dunkelbeige Schuhe
  • spricht akzentfrei Deutsch

  1. Wer hat Jeanette Stehr gesehen?
  2. Wer weiß, wo sie sich aufhalten könnte? 
  3. Hat sie sich bei einer befreundeten Person gemeldet? 



Hinweisgeber werden dringend gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Dienstag, 6. Juni 2017

WOLFSBURG: Tötungsdelikt z. N. von Romery Altagracia Reyes Rodriguez

Nach Mord an einer Prostituierten 
-5000€ Belohnung ausgelobt

Nach dem Mord an der 33 Jahre alten Prostituierten Romery Altagracia Reyes Rodriguez am 11. November 2016 im Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde richtet die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig unter www.bkms-system.net/moko-bahnhof ein anonymes Hinweisportal im Internet ein.

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Verurteilung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.

Romery Altagracia Reyes Rodriguez



An diesem Freitagnachmittag wurde die dominikanische Staatsbürgerin um 15.15 Uhr tot in einem Wohnungsbordell in Vorsfelde in der Straße Am Bahnhof gefesselt aufgefunden. Das Bordell ist in der Region als „Sandy’s Freizeittreff“ bekannt. Die 33-Jährige war dort als Prostituierte tätig.

Die Mordkommission geht inzwischen rund 300 Spuren nach. Die MK geht mittlerweile davon aus, dass sich der Täter am 11. November für einen längeren Zeitraum im Gebäude aufgehalten haben muss. In der Vergangenheit war die spanisch sprechende Getötete in unterschiedlichen Städten Deutschlands als Prostituierte tätig und wechselte ihren Arbeitsort grundsätzlich nach einer Woche. Sie hielt sich seit dem Sonntag zuvor, dem 6. November, in Vorsfelde auf. Vorwiegend inserierte die Liebesdame im Internetportal www.ladies.de unter den Arbeitsnamen Monika, Lorena, Lucia und Natvor
Natascha.olizei Wolfsburg wendet sich nun mit konkreten Fragestellungen an die Öffentlichkeit und bittet um Mithilfe. Die Ermittler betonen, dass – auch unabhängig von den gestellten Fragen – jede Information für die Aufklärung der Tat von Bedeutung sein kann. Die Polizei erhofft sich insbesondere von Kolleginnen des Opfers, aber auch von Freiern, entsprechende Hinweise, die den Arbeitsalltag und die Routinen des Opfers an sich und in dem Bordell beschreiben. Daher sind auf dem anonymen Hinweisportal alle Informationen zu dem Mordfall sowohl in Deutsch als auch in Spanisch vorhanden.

1. In Bezug auf die Fesselung des Opfers vermutet die Polizei keine sexuellen Motive. 
Daher fragen die Ermittler, wer kann Angaben machen, wo derartige Knoten beruflich oder privat verwendet werden? Diese Art der Knotenbindung dürfte gewohnheitsmäßig erfolgt sein.

2. Die Ermittler bitten den Anschlussnutzer der Mobilnummer 0152-07878111 oder Personen, denen diese Rufnummer bekannt ist, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Erkenntnisse belegen, dass mit dieser Nummer mehrfach zwischen dem 6. und 11. November das spätere Opfer angerufen wurde. Der angebliche Handybesitzer existiert nicht, daher erhoffen sich die Beamten auch Hinweise zu der inzwischen gesperrten Rufnummer.

Anonyme Hinweise möglich

Um Ihnen als Hinweisgeber/-in ein Höchstmaß an Vertraulichkeit und Diskretion zu gewährleisten, setzt die Mordkommission die bewährte, internetbasierte Kommunikationsplattform „BKMS“ ein. Das „BKMS“-System bietet die unkomplizierte Möglichkeit, online – und absolut anonym – Hinweise zu geben. Als Absender sind Sie nicht identifizierbar, der Inhalt Ihrer Meldung wird durch Sicherheitstechnik geschützt. Indem Sie sich nach Abgabe Ihrer Mitteilung einen eigenen – ebenfalls vollständig geschützten – Postkasten einrichten, können Sie auch in einen Dialog mit der Polizei eintreten und eine Rückmeldung erhalten. Angaben zu Ihrer Identität sind dabei zu keinem Zeitpunkt erforderlich.

Rechtlicher Hinweis: Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für an der Straftat nicht beteiligte Privatpersonen und nicht für Amtsträger bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Donnerstag, 1. Juni 2017

WURZEN: Vermisst Cordula Keller (1993)

Was ist mit Cordula Keller geschehen?


Cordula ist schon fast 25 Jahre verschwunden, aber die Polizei versucht den Fall zu lösen und Klarheit in die Sache zu bringen. Die Familie möchte endlich Gewissheit haben, was mit Cordula passiert ist. Deshalb wendet sich die Polizei auch an die Bevölkerung um Mithilfe.

Wo ist Cordula Keller?
Foto: Polizei

Cordula Keller ist 22 Jahre alt und wohnt in Wurzen im Landkreis Leipzig. Sie ist das jüngste von sechs Kindern. Am Abend des 14. Oktober 1993 will sie zu einer Geburtstagsfeier nach Thüringen trampen. Doch dort kommt die gelernte Altenpflegerin nie an.

Cordula verbringt den Nachmittag des 14. Oktober 1993 bei ihrer besten Freundin. Dort leiht sie sich einen großen Rucksack. Am Abend will sie sich noch mit ihrem Ex-Freund Marko treffen. Sie planen, am nächsten Morgen gemeinsam zur Geburtstagsfeier seiner Tante nach Thüringen zu trampen. Die beiden waren drei Jahre lang zusammen und in der linken Szene als „Bruno“ und „Bolla“ bekannt. Erst im Oktober zerbrach die Beziehung. Doch Cordula will darum kämpfen.
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Cordula Keller war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens schwanger. Nur ihr Bruder wusste davon.


Ihrem Bruder offenbart Cordula, dass sie von Marko schwanger ist. Angeblich weiß Marko von der Schwangerschaft. Cordula bittet ihren Bruder, auf ihren Hund Ajax aufzupassen, während sie mit Marko in Thüringen ist. Außerdem will sie sich von ihrem Bruder 200 Mark leihen.

Am selben Abend bekommt Cordula Besuch von zwei ihrer Schwestern. Die beiden wissen von Cordulas Plänen, versuchen aber, es ihr auszureden. Erst als sie erfahren, dass Marko mitkommt und Cordula nicht alleine unterwegs ist, sind sie beruhigt. Sie bestehen aber darauf, Cordula noch Geld zu leihen. Dieses Geld wollen sie ihrer kleinen Schwester am nächsten Morgen um sieben vorbei bringen. Für acht Uhr ist die Abfahrt mit Marko geplant.

Auch Marko kommt an diesem Abend noch bei Cordula vorbei. Es gibt Streit. Um 21.30 Uhr kommt dann auch noch Cordulas Bruder Robert und bringt ihr die versprochenen 200 Mark. Das Treffen dauert nur kurz. Robert übergibt das Geld an der Haustür.

Am nächsten Morgen klingeln die beiden Schwestern wie vereinbart pünktlich um sieben, doch niemand macht auf. Zunächst vermuten die Geschwister, Cordula sei bereits losgefahren. Doch als ihr Bruder sie ein paar Tage später bei Markos Tante abholen will, stellt sich heraus: Dort ist sie nie gewesen. Seitdem wird sie vermisst.

Personenbeschreibung:
  • 22 Jahre alt, 
  • schlank, 
  • schulterlange glatte, rot-gefärbte Haare, 
  • blau-grüne Augen, 
  • kreisrunde Narbe an einer Wade, 
  • auffällige blaue Tätowierung an der rechten Schulter: eine Rose mit zwei Blättern und den Buchstaben „BB“. 
  • Außerdem trug sie silberfarbene Ohrhänger mit Peace-Zeichen in der Mitte.


Verschwundene Gegenstände:
  • grüner Armeerucksack;
  • weiße Kaffeemaschine.

Frage nach Zeugen:

  • Wer hat Cordula Keller nach dem 15. Oktober 1993 noch gesehen?

Hinweise an die Kripo Grimma, Telefon: 0341 / 96 64 66 66.

Mittwoch, 31. Mai 2017

RODENBACH: Vermisst Yannick Nabroth

Wo ist Yannick?

Yannick ist schon seit drei Monaten verschwunden und die Familie und die Freunde machen sich große. Sorgen. Auch in der Sendung "Aktenzeichen XY- Spezial" wurde über den Fall berichtet und ein Film dazu ausgestrahlt.




Wer hat Yannick Naabroth gesehen ?
Foto: Polizei


Yannick Nabroth verlässt am Morgen des 2. März 2017 sein Elternhaus im hessischen Rodenbach. Es ist das letzte Mal, dass er gesehen wird. Sein Verschwinden gibt nicht nur der Familie, sondern auch der Polizei Rätsel auf.

Der 18-jährige Yannick wohnt nach der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter in Rodenbach bei Hanau. Sein großer Bruder ist zum Vater gezogen. Trotzdem haben die Geschwister ein enges Verhältnis. Sie teilen eine große Leidenschaft: Computerspiele programmieren. Zusammen haben die beiden eine App entwickelt, mit der sie sogar Geld verdienen. In praktischen, technischen Dingen glänzt Yannick. Nur in der Schule läuft es nicht ganz so rund. Ist ihm alles zu viel geworden oder hatte er Angst vor der Zukunft?


Yannick steht kurz vor dem Fachabitur und macht ein Praktikum in der IT-Abteilung eines Krankenhauses. Dort schlägt er sich sehr gut. Man rechnet fest mit seiner Bewerbung. Doch im Februar 2017 gibt’s Zwischenzeugnisse und Yannicks Ergebnis ist nicht wie erhofft. Er scheint deswegen ziemlich deprimiert zu sein. In den darauffolgenden Wochen zieht sich Yannick immer mehr zurück, verlässt nur selten sein Zimmer.

Am Morgen des 2. März 2017 steht Yannick um 6 Uhr auf und frühstückt zusammen mit seiner Mutter. Da er erst um kurz nach zehn los muss, legt er sich noch einmal hin. Um 10.20 Uhr verlässt er mit seinem Rucksack die Wohnung.

Um 14.40 Uhr erwartet ihn seine Mutter zum Mittagessen zurück. Doch Yannick kommt nicht. Auch auf SMS und Anrufe reagiert er nicht. Am Abend sucht die Mutter einer Eingebung folgend ihren Sohn im Keller. Dort hat er eine Art Rückzugsort. Und tatsächlich liegt dort Yannicks Rucksack. Doch von ihm selbst fehlt weiterhin jede Spur. Um halb drei in der Nacht ruft seine Mutter die Polizei und meldet Yannick als vermisst. Da er schon volljährig ist, soll sie die Nacht – so die Polizei – noch abwarten. Am nächsten Tag beginnt die Suche nach Yannick. Im Zimmer finden die Beamten 200 Euro. Wäre er freiwillig abgehauen, hätte er das Geld wohl mitgenommen. Und auch sonst deutet nichts auf ein freiwilliges Verschwinden hin. Bis heute fehlt von Yannick jede Spur.

Personenbeschreibung:
  • 19 Jahre alt, 
  • 1,78 m groß, 
  • schlank, 
  • kurze dunkle Haare,
  •  braune Augen. 
  • Zuletzt trug er Blue-Jeans, eine graue Winterjacke mit Kordelknöpfen ähnlich einem Dufflecoat und einen weinroten Kapuzenpullover.
  • Auffällig: seine knallroten Adidas-Sneaker.

Frage an Zeugen:

  • Wer weiß, wo sich Yannick aktuell aufhält und kann Hinweise dazu geben?

Hinweise bitte an die Kripo Hanau, Telefon: 06181 / 100 123

Freitag, 26. Mai 2017

ERBACH: Tötungsdelikt z.N. von Xhoi Musaj

Soko "See" ermittelt nach Leichenfund in Anglersee

Die Leiche, die in einem See bei Erbach gefunden wurde, ist identifiziert. Die Polizei hat die Soko "See" gegründet. Denn: Sie hat allen Grund von einem Verbrechen auszugehen.

Bildergebnis für Leiche in See in Erbach
Warum wurde Xhoi Musaj getötet?
Foto: Polizei



Polizei und Feuerwehr haben am Montagabend die Leiche des 19-jährigen Albaners Xhoi Musaj aus dem Wasser eines Anglersees bei Erbach geborgen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, wurde der junge Mann Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die Kriminalpolizei hat für die Ermittlungen die Sonderkommission „See“ eingerichtet. Bei ihren Ermittlungen hoffen die Behörden auf die Unterstützung der Bevölkerung.

Nach Erkenntnissen aus der Obduktion weist der Körper schwere Verletzungen auf, die von schweren äußerlichen Gewalteinwirkung herrühren und letztlich zum Tode von Xhoi Musaj führten, wie es in der Mitteilung heißt. „Nähere Informationen zur Todesursache und der Art der Verletzungen können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt werden.“

Zeugen hatten am späten Mittwochabend den leblosen Körper im See entdeckt, der sich im Gewann Ried direkt neben dem Gewerbegebiet östlich von Erbach befindet. Noch am Dienstag ordnete die Staatsanwaltschaft die Obduktion an. Die Leiche lag über einen längeren Zeitraum im Wasser, weshalb den Ermittlern zunächst auch kein Rückschluss auf das Geschlecht möglich war.

Bekannt ist nun: Xhoi Musaj wohnte zuletzt in Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Auch soll er Mitte April noch gelebt haben, allerdings nennt die Polizei keine Details, wie sie zu diesem Schluss kommt. Damals fuhr er möglicherweise mit dem Zug nach Süddeutschland. Die Ermittlungen beginnen aber erst.

Wie Xhoi Musaj letztlich identifiziert werden konnte, auch dazu bleibt die Polizei unkonkret. Der 19-Jährige war jedoch bereits früher polizeilich in Erscheinung getreten. Ob Vorstrafen vorliegen, soll nun geklärt werden.


Die Staatsanwaltschaft Ulm setzt sich dazu und für weitere Erkenntnisse auch mit den albanischen Behörden in Verbindung. Möglicherweise wird auch Interpol eingeschaltet werden. Nächste Woche erhofft man sich neue Erkenntnisse. Wie lange Xhoi Musaj in Deutschland lebte, dazu will auch die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Die Ermittler setzen nun auf die Öffentlichkeit, haben ein Foto des 19-Jährigen veröffentlicht und erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über Xhoi Musaj und Anhaltspunkte, die zu seinem gewaltsamen Tod führten. Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung über 3000 Euro ausgelobt worden.


Die Sonderkommission „See“ der Kriminalpolizei fragt:


  1. Wer kennt den 19-jährigen Albaner Xhoi MUSAJ aus Steinfurt,Nordrhein-Westfalen?
  2. Wer weiß, zu wem er hier in der Region Kontakte oder Verbindungen pflegte?
  3. Wer weiß, wo Xhoi Musaj sich sonst im Bereich des Alb-Donau-Kreises oder der weiteren Umgebung aufhielt?
  4. Wer weiß, wie Xhoi MUSAJ an den Angelsee bei Erbach im Gewann Ried gekommen ist?
  5. Wer kann Hinweise darauf geben, ob und wo Xhoi MUSAJ in der Region übernachtet hat?
  6. Wer hat in den letzten Wochen bei den Erbacher Angelseen im Gewann Ried verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen oder andere auffällige Beobachtungen gemacht?
  7. Wer hat im Bereich der Seen Wertsachen oder Gegenstände gefunden, die Musaj zugeordnet werden oder im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?
  8. Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft Ulm eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Hinweise an die Kriminalpolizei Ulm unter Telefon-Nr. 0731/1880.

LUXEMBURG: Tötungsdelikt z.N. von Ana Lopez


Zeugen gesucht

In der Nacht vom vergangenen Sonntag (18.01.2017) auf Montag (19.01.2017) war die 25-jährige Ana Lopez aus Bonneweg verschwunden. Dies hat ihre Mutter am Montag dazu veranlasst, zur Polizei zu gehen und dort zu melden, dass ihre Tochter nicht nach Hause zurückgekehrt sei. Die Polizei nahm diese Vermisstenmeldung ernst und nahm sie in ihre Kartei auf.


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Wer tötete Ana Lopez?
Foto: Privat


Parallel entdeckten die Ordnungshüter an der südlichen französischen Grenze zu Luxemburg in Roussy-le-Village am Montagabend (19.01.2017) einen abgefackelten Wagen mit Luxemburger Kennzeichen, nur einen Steinwurf von der Luxemburger Grenze entfernt. So konnte schnell ermittelt werden, dass es sich um das Auto von Ana Lopez handelte. Die Leiche der jungen Frau lag auf dem Hintersitz des schwarzen BMW und war teilweise total verbrannt.

Lopes wurde zuletzt in der Nacht von Sonntag auf Montag nahe der McDonald's-Filiale im Bahnhofsviertel von Luxemburg-Stadt gesehen. Sie saß am Steuer ihres Autos, eines schwarzen BMW. Sie wollte für ihre Schwester Essen aus dem Fast-Food-Restaurant besorgen. Als sich die Frau nicht mehr meldete, begann sich ihre Schwester Sorgen zu machen und verbreitete eine Suchmeldung über die sozialen Netzwerke.

Ein Untersuchungsrichter aus Metz sowie die Kripo aus derselben Stadt sind mit den Mord-Ermittlungen befasst. Sie gehen davon aus, dass der Mord auf Luxemburger Territorium geschah und die Leiche dann nach Roussy transportiert wurde, wo der Wagen abgefackelt wurde. Ana soll erschossen worden sein.

Freitag, 19. Mai 2017

ÖSTERREICH/SEEBACH: Vermisst Hubert Schmied (2003)

Wurde Hubert Schmied ermordet?

Hubert Schmied ist seit dem Jahr 2003 verschwunden. Das Österreichische Bundeskriminalamt rollt diesen "Cold Case" wieder neu auf und geht auch an die Öffentlichkeit. Dieser Fall wurde auch im ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY" vorgestellt und auch ich möchte die Öffentlichkeit über den Fall informieren. Das wichtigste ist aber, das man Zeugen findet und das Schicksal von Hubert Schmied klärt.
Bildergebnis für Hubert Schmied vermisst
Was ist mit Hubert Schmied passiert?
Foto: Polizei


Er wollte nur kurz etwas einkaufen. Doch in dem nur wenige Kilometer entfernten Geschäft im österreichischen Seebach kommt er nie an. Seit 2003 fehlt von Hubert Schmied jede Spur.

Hubert Schmied, in seinem Bekanntenkreis „Husch“ genannt, hat 2003 in Seebach in der Steiermark die Gaststätte eines Campingplatzes gepachtet. Er ist alleinstehend, hat aber aus seiner Zeit als Lkw-Fahrer eine elfjährige Tochter. Sie lebt in Spanien bei ihrer Mutter.
Verliebt in eine Prostituierte
Hubert Schmied verliebt sich in eine Prostituierte und macht immer wieder Andeutungen, dass er sie aus dem Rotlichtmilieu herausholen wolle. Damit macht er sich in den entsprechenden Kreisen nicht nur Freunde.
Bildergebnis für Hubert Schmied vermisst
So ein Auto der Marke Audi 80, fuhr Hubert Schmied.
Auch das Auto ist mit ihm verschwunden und nicht wieder aufgetaucht.

Foto: Polizei



Am 16. Oktober 2003 repariert er mit einem Freund sein Auto, als er einen Anruf erhält. Er sagt, er müsse dringend wegfahren und drängt den Freund, den Wagen wieder zusammenzuschrauben. Als das Auto wieder fahrbereit ist, hat er es auf einmal nicht mehr so eilig.

Mysteriöser Bordellbesuch

Am späten Abend geht er mit Freunden aus. Gegen Mitternacht trennen sich ihre Wege. Wenige Stunden später, am 17. Oktober 2003, gegen 5.30 Uhr wird mit seiner EC-Karte eine Rechnung über 540 Euro beglichen – in einem Bordell in Bruck an der Mur. Vermutlich bezahlt Hubert Schmied selbst – auch wenn sich in dem Lokal danach niemand mehr an ihn erinnern will.

Gegen 8 Uhr ist er für kurze Zeit auf dem Campingplatz. Von dort macht er sich mit seinem Auto auf den Weg zurück nach Bruck an der Mur, wo er Besorgungen fürs Lokal machen will. Um 8.15 Uhr wird er von seiner Nichte auf dem Weg dorthin noch gesehen – in der Nähe der Ortschaft Jauring. Es ist sein letztes Lebenszeichen.

Freiwilliges Verschwinden ist sehr unwahrscheinlich

Seit damals fehlt von ihm und seinem Wagen jede Spur. Ein freiwilliges Verschwinden erscheint unwahrscheinlich: In seiner Wohnung wird später ein hoher Bargeldbetrag gefunden, von dem niemand etwas wusste. Hätte er einen Neuanfang geplant, hätte er dieses Geld sicher mitgenommen.

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

  • 2003 war Hubert Schmied 43 Jahre alt, 
  • 1,75 Meter groß, 
  • hatte braune Haare und braune Augen.

Verschwundenes Auto:

Mit ihm ist sein schwarzer Pkw Audi 80 verschwunden, Baujahr 1990, österreichisches Kennzeichen BM (für Bruck an der Mur) 713 AU.


Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat Hubert Schmied und/oder sein Auto nach seinem Verschwinden noch gesehen?
  2. Wer weiß, was hinter seinem Verschwinden stecken könnte?
  3. Wer weiß, was er damit gemeint haben könnte, als er vor seinem Verschwinden angedeutet hat, dass er „etwas Großes“ vorhabe?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung eines möglichen Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Bundeskriminalamt Österreich, Telefon 0043-(0)1- 24 836 98 50 25

Montag, 15. Mai 2017

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Stefan Unterweger

Mordkommission bittet um Mithilfe

Der Mann, der gestern früh im Volkspark Friedrichshain tödlich verletzt von Passanten aufgefunden wurde, ist identifiziert. Es handelt sich um den 34-jährigen italienischen Staatsangehörigen Stefan UNTERWEGER.


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Neueres Foto, Stefan Unterweger.
Foto: Polizei


Die Obduktion des homosexuellen Opfers ergab, dass es durch mehrere Stiche in den Oberkörper tödlich verletzt wurde. Zum Tatwerkzeug sind zurzeit keine genaueren Angaben möglich.

Durch die bisher geführten Ermittlungen konnte der Tatzeitraum eingegrenzt werden. Herr Unterweger dürfte zwischen 2 und 5 Uhr am späteren Fundort, Volkspark Friedrichshain im Bereich des „kleinen Bunkerberges“, angegriffen und getötet worden sein. Ein Tatmotiv ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich.

Mit der Veröffentlichung eines Fotos des Opfers wenden sich die Ermittler an die Öffentlichkeit.



Stefan Unterweger
Foto: Polizei


Die 3. Mordkommission fragt:



  1. Wer hat sich am Sonntag, den 14. Mai 2017, im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr im Volkspark Friedrichhain aufgehalten und verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  2. Gibt es Taxifahrer, die in diesem Zeitraum in der Umgebung des Parks Fahrgäste aufgenommen oder abgesetzt haben?
  3. Wer kannte das Opfer und kann Auskunft zu seinen Lebensgewohnheiten und Bekannten machen?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission in 10787 Berlin-Tiergarten, Keithstraße 30, unter der Rufnummer (030) 4664-911333, per Email oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Samstag, 13. Mai 2017

SCHWANDORF: Tötungsdelikt z. N. von Christa Mirthes (1978)

Wer tötete Christa Mirthes?

Am 9. Juni 1978, finden spielende Kinder die Leiche von Christa Mirthes im Brunnenschacht, eines verlassenen Anwesen. Das alte Haus liegt in der Klosterstraße 30 in Schwandorf. 

Bildergebnis für Mord christa Mirthes
Wer tötete Christa Mirthes?
Foto: Polizei

Dieses Haus ist schon lange sich selbst überlassen, es liegt Müll und Schutt herum. Im Hinterhof, des Hause befindet sich der Brunnenschacht. Die Kinder dachten es sei eine Art Puppe. 
Erst als Sie am Freitag, den 16. Juni 1978 nochmal zum Brunnen gehen, holen Sie einen Erwachsenden dazu. Als der Mann den beißenden Geruch wahrnimmt und sieht, was die Jungen dort im Brunnenschacht freigelegt haben, alarmiert er sofort die Polizei.

Die Kinder hatten in dem Brunnenschacht die Leiche der 15-jährigeChrista Mirthes entdeckt. Ihr Körper war nackt und wies schwere Verletzungen auf. Sie wurde von ihrer Mutter noch am selben Tag anhand der gefundenen Kleidungsstücke und eines auffälligen Amuletts identifiziert. Die Leiche selbst kann den Angehörigen nicht gezeigt werden. Aber die Fingerabdrücke stimmen mit denen auf ihren Schulheften überein und die Zahnabdrücke sind identisch. Das junge Mädchen galt seit Januar 1978 als vermisst.

Wie die Obduktion später ergeben wird, wurde die Jugendliche Opfer eines bestialischen Sexualverbrechens. Ihr Mörder ist äußerst brutal vorgegangen. Kopf und Kiefer der 15-Jährigen wurden mit einem stumpfen Gegenstand zertrümmert. Es fanden sich außerdem mehrere Einschnitte an Brust, am rechten Oberarm und Unterleib sowie Einstiche am rechten Schlüsselbein.

Noch am 16. Juni 1978 wird eine Sonderkommission mit mehr als einem Dutzend Beamten gebildet. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Amberg laufen auf Hochtouren. Das verfallene Anwesen wird akribisch abgesucht, Bekannte und Verwandte der Toten werden befragt. Aber am Ende bleibt nur eine greifbare Erkenntnis: Der Täter muss von hier stammen. Ein Auswärtiger hätte wohl kaum von dem leerstehenden Haus in der Klosterstraße 30 gewusst. Viel mehr wird man über den Mörder – trotz intensiver Ermittlungen – in den 40 Jahren, die seit der Tat vergangen sind, nicht herausfinden. Leider!

In dem Brunnenschacht werden neben der Leiche die grünen Plateuschuhe des Mädchens gefunden, außerdem rot-schwarze Frotteesocken, ein Halskettchen, in das der Name "Peter" eingraviert ist, und ein Feuerzeug. Ihre schwarze Veloursjacke mit gelbem Teddyfutter entdecken die Ermittler unter einem nahegelegenen Schutthaufen. Doch die Fundstücke geben keinerlei Hinweis auf den Täter. Mirthes restliche Kleidung, wie beispielsweise eine schwarze Gabardinehose, sowie ihre Unterwäsche sind bis heute verschwunden. Auch die Tatwaffe wird nie gefunden. Bei der Jacke stellt sich später heraus, dass ein Metzgerlehrling, der mit der Reinigung des heruntergekommenen Hauses beauftragt war, sie im Haus gefunden und mit dem Schutt in den Hof geworfen hat. Die Polizei vermutet deshalb, dass die 15-Jährige mit ihrem Mörder in dem verfallenen Gebäude gewesen sein muss. Doch ist der Fundort der Leiche der Tatort? Darüber rätseln die Ermittler bis heute.

Das Haus, in dem einige Zeit niemand mehr gewohnt hat, wird genauestens untersucht. Vier Tage nach dem Fund der Leiche kommt Professor Dr. Gert Schaidt vom Institut für Rechtsmedizin in Erlangen nach Schwandorf. Mithilfe des Luminol-Verfahrens macht er sich auf die Suche nach Blutspuren. Drei Stunden lang besprühen der Professor und Kriminalbeamte in mühevoller Kleinstarbeit Raum für Raum des Anwesens mit Chemikalien. 
Das Ergebnis ist ernüchternd. Lediglich an nur zwei Stellen auf dem Fußboden sowie an einer Wand im ersten Stock und rund drei Meter neben dem Brunnenschacht zeigt das Reagenzmittel Wirkung.Die Ermittler hatten sich vor allem im zweiten Obergeschoss viel mehr erhofft, in dem die Jacke des Mädchens ursprünglich gefunden wurde. Sie dachten das sie mehr Spuren finden würde. Die wenigen gefundenen Spuren lassen sich am Ende zudem nicht eindeutig Christa Mirthes zuordnen. 

Die Ermittler kommen zu dem Ergebnis, dass der Fundort der Leiche eigentlich nicht der Tatort sein kann. Auf der anderen Seite hätte der Mörder die Leiche des Mädchens aber durch die belebte Schwandorfer Altstadt schaffen müssen, um sie auf das verlassene Grundstück zu bringen.Auch eine Rekonstruktion der möglichen Tatzeit gelingt nicht. Die Gerichtsmediziner kommen nach der Obduktion zu dem Schluss, dass der Leichnam von Christa Mirthes vermutlich schon zwei Monate in dem Brunnenschacht gelegen haben muss. Zeugen wollen das Mädchen Ende April noch getroffen haben.

Zahlreiche Hinweise gehen bei der Kriminalinspektion Amberg ein. Am 9. Februar wird die junge Frau in den Abendstunden im Bahnhofshotel in Begleitung eines unbekannten Mannes gesehen. Der etwa 40-Jährige mit dunklem, fettigen Haar und fränkischem Akzent hat laut Zeugenaussagen eine Reisetasche bei sich. Die Ermittler vermuten, dass die 15-Jährige mit ihm verreist sein könnte. Keiner weiß, wo sich das Mädchen in den darauffolgenden Wochen aufgehalten hat.

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Das Phantombild zeigt die männliche Person, mit der Christa Mirthes in Schwandorf gesehen worden ist. Beschreibung; ca. 40 Jahre alt, etwa 180 cm groß, schlank, fettiges, dunkelblondes Haar, das bis in den Nacken reicht, sprach fränkischen Dialekt.
Foto: Polizei


Ende April wird Mirthes schließlich in der Benzstraße, nochmal von einer Zeugin gesehen. Sie ist wieder in Begleitung eines Unbekannten. Den Zeugenbeschreibungen nach könnte es sich um den gleichen Mann gehandelt haben. Auf dem Schwandorfer Marktplatz trifft die 15-Jährige am 28. April einen Bekannten, lässt sich eine Zigarette geben und verschwindet dann in Richtung der Diskothek "Captain Cook". Auch zu diesem Zeitpunkt ist ein Unbekannter bei ihr. 
Zwei Schülerinnen wollen das Mädchen dann noch einmal zwei Tage später auf dem Weg zum "Elvis Club" gesehen haben. Ab dem 1. Mai verliert sich Christa Mirthes Spur dann endgültig.Die Leicht ist nackt, als sie gefunden wurde.Die Gerichtsmediziner stellen Spuren bestialischer Gewalt fest. Der Täter hat sein Opfer nicht nur brutal erschlagen, sondern zudem auch verstümmelt. 

Diese Tatsache lässt Rückschlüsse auf den Mörder und sein Motiv zu. So könnte im Fall Mirthes das Verstümmeln Teil des Auslebens von sexuellen, sadistischen Fantasien gewesen sein – zumal feststeht, dass das Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen ist.


Die 15-Jährige gilt in Schwandorf als Streunerin. Im Januar 1978 war sie das letzte Mal zuhause. Doch das kam öfter vor. Deswegen leitete die Polizei damals nur eine Routinefahndung ein. Schon mit 13 Jahren trinkt das Mädchen Alkohol und ist in den Kneipen, Clubs und Bars der Stadt unterwegs. Dort schließt sie auch Bekanntschaften zu Männern.
Zur Schule geht Chirsta eher unregelmäßig. 
Im September 1977 verlässt sie die elterliche Wohnung und heuert zusammen mit einer Freundin im Seehaus in Neubäu an. Die Polizei konzentriert sich deshalb bei ihren Ermittlungen schnell auf das Rotlichtmilieu der Kreisstadt und ihrer Umgebung – jedoch ohne Ergebnis.

Im Jahre 2003 wurde der Fall auch in der Sendung "Ungeklärte Morde" auf RTL2 gezeigt und neu aufgerollt. Es gab nach der Ausstrahlung, ein paar Hinweise, die alle abgearbeitet wurden. Leider war der Entscheidende Hinweis nicht dabei.

Christa Mirthes Mörder ist noch immer nicht gefasst und lebt höchstwahrscheinlich noch unter uns!

Samstag, 22. April 2017

AMAY/LUXEMBURG: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten Mannes

Wer ist der unbekannte Tote?

Die Staatsanwaltschaft von Huy in Belgien konnte die Ermittlungen auch neun Jahre nach dem Fund einer Leiche in Belgien nicht einstellen und sucht weiter nach der Identität des Mannes, dessen Körper am 19. Juni 2008 gegen 16 Uhr in Amay (B), etwa 140 Kilometer von Luxemburg, gefunden wurde.



Die Polizei bittet jeden, der die auf dem Phantombild abgebildete Person  wiedererkennen sollte, über den Notruf 113 mit den Ermittlern Kontakt aufzunehmen.
Die Polizei bittet jeden, der die auf dem Phantombild abgebildete Person wiedererkennen sollte, über den Notruf 113 mit den Ermittlern Kontakt aufzunehmen.
Foto: Polizei

Der verstümmelte Körper des Mannes war in eine Plastiktüte gepackt und in die Maas geworfen worden. Mehrere Betonblöcke waren an die Plastiktüte befestigt worden - offenbar um zu verhindern, dass die Überreste des Mannes auf die Flussoberfläche gelingen und gesichtet werden würden.


Der Mann konnte bisher nicht identifiziert werden - er war unter anderem auch im Gesicht stark verstümmelt. Ermittler konnten den Todeszeitpunkt bereits auf die Zeitspanne zwischen dem 9. und dem 16. Juni 2008 eingrenzen. Bei der Leiche handelt es sich um einen Mann weißer Hautfarbe, dessen Alter auf 40 Jahre geschätzt wird. Er hatte kastanienbraunes Haar, eine stämmige Figur und sei etwa 1,80 Meter groß gewesen.

Die Leiche war in einer Plastiktüte mit der Aufschrift "Pely Profi 120L Schwergut-Müllsäcke" gefunden worden, was darauf hindeuten könnte, dass der Mörder sich in einem deutschsprachigen Land aufhielt.


Die Aufschrift der Plastiktüte lässt darauf hindeuten, dass sich der Mörder in einem deutschsprachigen Land aufhielt.
Durch die bedruckte Aufschrift auf den blauen Plastiksäcken, konnte  man daraus schließen, das der Mann ein Deutscher war oder Beziehungen in den deutschsprachigen Raum hatte.
Foto: Polizei




Auf Anfrage konnte die Polizei in Luxemburg, die diese Meldung am Donnerstag an die Presse schickte, keine weitere Auskunft geben. So konnte der Presse nicht bestätigt werden, ob es sich neun Jahre nach dem Verbrechen um die erste Suche in Luxemburg handelt oder ob Hinweise darauf hindeuten, dass der Mann sich in Luxemburg aufgehalten habe. Es heißt, vorige Versuche, die Identität des Mannes in Belgien zu ermitteln, seien gescheitert.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft von Huy in Belgien und des Bezirksgerichts Luxemburg wurde die luxemburgische Polizei gebeten, auch in Luxemburg nach Menschen zu suchen, die den Mann identifizieren könnten.

Ein möglicher Wiedererkennungswert könnte ein Tattoo liefern, das der Mann auf seiner rechten Schulter trug. Abgebildet sind auf dem Tattoo zwei ineinander fließende Herzen mit den Vornamen "Peter" und "Sabine".




Ein möglicher Wiedererkennungswert könnte ein Tattoo liefern, das der Mann auf seiner rechten Schulter trug.
Tätowierung des Toten
Wer kennt diese Tätowierung?

Foto: Polizei


Die Polizei bittet jeden, der die auf dem Phantombild abgebildete Person wiedererkennen sollte, über den Notruf 113 mit den Ermittlern Kontakt aufzunehmen.

Mittwoch, 19. April 2017

WÜLFRATH: Tötungsdelikt z. N. von Regina Neudorf

Zeugen gesucht -Fall wird neu aufgerollt

Mich freut es sehr, das die Ermittler den Fall neu aufrollen und jede Chance nutzen, den Mörder von Regina Neudorf finden zu wollen.
Der Mord an der 17-Jährigen aus Wülfrath ist noch immer ungelöst. Die Polizei hofft noch immer auf einen Durchbruch und prüft eine mögliche Verbindung zu einem Mord an einer Psychologiestudentin.


Vor fast 38 Jahren macht ein Reiter, auf einem einsamen Feld zwischen den Velberter Ortsteilen Neviges und Langenberg, einen grausigen Fund: Am 26. Mai 1979, einem Samstag, entdeckt er dort die zerstückelte Leiche der damals 17 Jahre alten Regina Neudorf. Die Überreste der jungen Frau liegen an einem Zufahrtsweg zu einem Gehöft, nahe der Windrather Straße. Arme und Beine der Toten liegen abgetrennt neben dem Torso. Bis heute gilt der Fall als ungelöst. Doch noch immer hat die Polizei die Hoffnung, den Fall zu klären.


Wer tötete Regina Neudorf?
Foto: Polizei


Nun soll das Fernsehpausgestrahlten: Am Mittwoch, 26. April, sollen die aktuellen Erkenntnisse der Kriminalpolizei bei "Aktenzeichen XY ungelöst" im ZDF ausgestrahlt werden. 


Letztmalig lebend gesehen wurde die 17-jährige Verkäuferin aus Wülfrath von Zeugen zwei Tage vor dem Auffinden ihrer Leiche. Am nächtlichen Donnerstagmorgen des 24. Mai 1979, gegen 00.30 Uhr, verließ Regina Neudorf eine damals an der Friedrichstraße 102 in Velbert-Mitte ansässige Diskothek mit dem Namen "Oldtimer". Ohne Begleitung machte sie sich zu Fuß auf den nächtlichen Heimweg ins benachbarte Wülfrath. Gegen 01.15 Uhr wurde die 17-Jährige dabei noch auf dem Flandersbacher Weg in Velbert, circa 2,6 Kilometer von ihrer Wohnanschrift im Wülfrather Ortsteil Flandersbach entfernt, gesehen. Zu diesem Zeitpunkt war die Wülfratherin offenbar immer noch alleine und zu Fuß auf direktem Weg nach Hause. Anschließend verliert sich ihre Spur.
Täter verfügt über gewisse  Fachkenntnisse

Auf Grund der Ermittlungen kann bis zum heutigen Tag davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Fundort der Toten, in der ländlichen Außenbürgschaft von Velbert-Neviges, nahe der Gebietsgrenze zu Wuppertal, nicht um den Ort der Tötung handelt. Die fachmännische Art und Weise, wie die Gliedmaßen der Toten bereits vor dem Ablegen am Fundort abgetrennt wurden, deuten zudem darauf hin, dass es sich bei dem Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Jäger, Metzger oder Kopfschlächter gehandelt haben könnte.
Gibt es Verbindungen zu Mord an Psychologiestudentin aus Wuppertal?

Aufgrund neuester Ermittlungsmethoden prüft die Polizei inzwischen, ob es eine Verbindung mit einem späteren Tötungsdelikt aus dem Jahr 1984 im nordrhein-westfälischen Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) gibt. Dort wurde in den frühen Abendstunden des 19. August 1984, an der Landstraße 192 zwischen Wesseling und Bornheim, die damals 20-jährige Psychologiestudentin Ulrike Hingkeldey aus Bonn tot aufgefunden.

Die damaligen Ermittlungen ergaben, dass die aus Wuppertal stammende 20-Jährige bereits am Tag zuvor als Anhalterin zu Angehörigen nach Wuppertal reisen wollte. Letztmalig lebend gesehen wurde sie dabei am Vortag an einem Tankstellengelände am Autobahnverteiler Köln-Süd, wo die Studentin zwischen 20.30 Uhr und 20.50 Uhr auf eine Mitfahrgelegenheit wartete. Dort stieg sie schließlich in ein sportliches, vermutlich rotes Fahrzeuges mit Wuppertal Kennzeichen ein. Auch in diesem Fall konnte bis heute kein Täter zweifelsfrei identifiziert werden. Dieser Fall wurde damals auch in der Sendung "Aktenzeichen XY" ausgestrahlt.
Fall Regina Neudorf bei "Aktenzeichen XY"

Vor diesem Hintergrund gehen die Ermittlungen im Fall Regina Neudorf auch nach 38 Jahre immer noch weiter - und aktuell in eine neue Runde. Am Mittwoch, 26. April, sollen die aktuellen Erkenntnisse der Kriminalpolizei zum Tod der 17-Jährigen zusammen mit den Fakten aus dem Mordfall Ulrike Hingkeldey, bei "Aktenzeichen XY ungelöst" im ZDF ausgestrahlt werden. Durch Zusammenführung der Ermittlungsergebnisse aus beiden Mordfällen ergibt sich heute ein klareres Bild vom Täter und eine daraus resultierende Chance, dass Zuschauer der Sendung auch nach 38 Jahren noch einen entscheidenden Hinweis liefern könnten.

Hinweise aus der Bevölkerung nehmen, über die abendlichen Erreichbarkeiten der Ermittler im Münchner Fernsehstudio hinaus, das im Fall Regina Neudorf zuständige Kriminalkommissariat 11 im Polizeipräsidium in Düsseldorf, Telefon 0211 / 870-0, die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, aber auch jede andere Polizeidienststelle im Land entgegen.

Das zuständige Kriminalkommissariat 11 der Bonner Polizei im Fall Ulrike Hingkeldey ist unter der Rufnummer 0228 / 15-0 erreichbar.

Samstag, 15. April 2017

ESSEN: Tötungsdelikt z. N. von Marijana Karjina (1993)

Polizei sucht Zeugen

Vor über 20 Jahren wurde die Leiche der neunjährigen Marijana Karjina aus Altenessen auf einem Parkplatz bei Bremen gefunden. Der Täter hatte das Mädchen missbraucht, erwürgt und mit mehreren Messerstichen ermordet.

Bildergebnis für Mord an Marijana Krajina in Essen
Wer tötete Marijana Karjina?

Mit einem Fahndungsplakat suchte die Essener Polizei bundesweit nach dem Mörder der kleinen Marijana. Trotz einer ausgesetzten Belohnung und einigen Hinweisen nach "Aktenzeichen XY" ist der Mörder bis heute auf freiem Fuß. Im Jahr 2003 wurde dann nochmals versucht, den Fall aufzuklären. In der Sendung "Ungeklärte Morde- Dem Täter auf der Spur-"wurde über den Mord ausführlich berichtet. Auch das brachte nicht den erwünschten Erfolg.

Was ist genau passiert?

Es ist kalt und regnerisch, als das Pärchen am Freitagabend des 3. September 1993 gegen 19.40 Uhr auf dem einsam gelegenen Parkplatz an der Bundesstraße 75 nordöstlich der niedersächsischen Ortschaft Scheeßel bei Bremen hält. Die Frau, die ein dringendes Bedürfnis verspürt, sucht einen Brombeerstrauch am Rand der Parkbucht auf. Plötzlich ein Schrei. In einer Blutlache liegt ein totes Mädchen. Der violette Pullover mit weißen Bommeln ist blutverschmiert, die Jeans zerrissen... Es ist die neunjährige Marijana Krajina aus Essen; nach der Kleinen wird seit dem 31. August fieberhaft gesucht. "Die Kollegen in Verden hielten die Tote zuerst für 14 Jahre und älter", erinnert sich Hauptkommissar Klaus-Dieter Senftleben, der den Mordfall Marijana Krajina nach 15 Jahren bearbeitet.
"Da lief einem eine Gänsehaut über den Rücken"

Doch die Obduktion bestätigt:
 

Das Opfer ist neun, es ist Marijana aus Altenessen. Das Kind wurde missbraucht, gewürgt und mit mehreren Messerstichen getötet. Bis zum Freitagabend hatte ein ganzer Stadtteil, eine ganze Stadt, mit den Eltern Ivan, Ratka sowie dem Bruder Ante gehofft und gebangt. Rund 30 Streifenwagen fuhren durch die Stadt, Taxi- und Busfahrer beteiligten sich an der Suche. Es wurden Handzettel verteilt, Plakate aufgehängt, Lautspecherwagen rollten durch die Straßen. Der Polizeihubschrauber suchte aus der Luft, die Einsatzhundertschaft durchkämmte das Gelände um die Zeche Carl und Taucher der Feuerwehr suchten Teiche im Kaiserpark und an der Schonnefeldstraße nach einer Spur ab - alles vergeblich.

Dann nach ein paar Wochen  hat sich die Befürchtung 
bestätigt das die ganze Suche vergeblich war. Die schlimmsten Vermutungen wurden wahr. Die ganze Bevölkerung litt damals mit der Familie mit.

Die Ereignisse im Rückblick

Die neunjährige Marijana aus Bosnien, die damals die Ferien bei ihrem Vater in Altenessen verbringt, verlässt am Dienstagnachmittag, 31. August 1993, die Wohnung "Am Schlagbaum" gegen 17.45 Uhr, um der Mutter entgegenzulaufen, die zum Einkauf bei "Woolworth" an der Altenessener Straße ist. Sie war paar Mal hier, da ihr Vater als Pflasterer in Essen arbeitet. Sie kannte sich ein wenig aus, sprach aber kein Deutsch. Die Mutter kommt wenig später allein zurück. Gegen 22 Uhr alarmieren die Eltern die Polizei, die sofort eine Suchaktion startet.

Doch das Verschwinden der Kleinen stellt die Kripo auch über  20 Jahren vor Rätsel. Auf diesem kurzen Wegstück, maximal 150 Meter, muss das Mädchen von einem Mann angesprochen worden sein, dem sie halbwegs vertraut. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, das die Person nicht zufällig in Altenessen war. Denn sie muss mit ihm die rund 300 Kilometer bis nach Scheeßel noch in der gleichen Nacht gefahren sein.
Spurlos verschwunden

Rätselhaft bleibt auch die Tatsache, wie sich Marijana an diesem Tag scheinbar in Luft auflösen konnte. Sie verschwindet spurlos im Einkaufstrubel und niemand hat das Mädchen mit den braunen Zöpfen und dem violetten Pullover mit weißen Bommeln gesehen. Es gab fast keine Zeugen.

Fast, denn nach einigen Tagen meldet sich tatsächlich eine Zeugin, die eine Spur liefert, auf die die damals 25-köpfige Mordkommission große Hoffnungen setzt. Sie gab den Hinweis, dass sie Marijana neben einem Bundeswehrsoldaten mit einem bordeauxfarbenem Barett gesehen hat. Der Ort, wo Marijanas Leiche am 3. September gefunden wird, könnte zu einem Soldaten als Täter passen, denn in der Umgebung gibt's viele Kasernen. Daraufhin wurden über 1100 Soldaten vernommen, doch der Mörder ist nicht dabei. Die Suche geht weiter und die Polizei will, den Mörder finden.
Marijanas letzter Tag

  • 9 Uhr: Marijana wird wach, steht auf. Frühstück mit ihrem Papa. Es gibt Marmelade, Brötchen und einen Milchkaffee.

  • 10.30 Uhr: Marijana geht mit ihrem Vater Ivan (51), der in Essen als Pflasterer arbeitetet, die etwa 60 Schritte bis zum Wochenmarkt (Altenessener Einkaufszentrum). Das Mädchen interessiert sich für die Barbie-Puppen.

  • 13 Uhr: Mutter Ratka (46) verlässt mit Sohn Ante (14) das Wohnung "Am Schlagbaum". Sie wollen in die Innenstadt zum Einkauf: Sachen für die Verwandten in Bosnien kaufen. Am Wochenende wollen sie zurückfahren.

  • 14 Uhr: Ivan gibt Marijana zwei Mark. Sie holt eine kroatische Zeitung.

  • 14.20 Uhr: Marijana packt Geschenke für ihre fünf Geschwister ein, die diesmal in Bosnien geblieben sind.

  • 16 Uhr: Die Neunjährige geht mit ihrem Vater nochmals ins Altenessener Einkaufszentrum: Puma-Turnschuhe anschauen - ihr größter Herzenswunsch.

  • 17.30 Uhr: Ihr Bruder Ante kommt zurück und sieht sie.

  • 17.45 Uhr: Besuch ist angekommen, zwei Freundinnen von Mutter Ratka. Marijana rennt zu Woolworth, will ihre Mutter holen.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die Angaben machen können.

Mord verjährt nicht! Der Mörder könnte noch unter uns sein.

Samstag, 25. März 2017

KARLSRUHE: Vermisst Johannes Bernhard (2011)

Wer hat Johannes Bernhard gesehen?

Sachverhalt:

Johannes BERNHARD wird seit dem 24.12.2011 vermisst.

Der damals 25-Jährige verließ seine Wohnung in Karlsruhe-Hagsfeld mit unbekanntem Ziel und ist seither veschwunden. 


Wo ist Johannes Bernhard?
Foto: Polizei



Er hatte zur Zeit seines Verschwindens dunkelbraune, kinnlange Haare und trug zahlreiche verschiedenartige Armbänder an beiden Unterarmen. Im Gebiss fehlen mehrere Zähne.


Personalien:

Name: BERNHARD

Geburtsdatum: 11.01.1987

Letzer Aufenthaltsort: 76307 Karlsruhe-Hagsfeld
Vorname: Johannes Andreas

Geburtsort: Schiltach

Nationalität: deutsch

Personenbeschreibung:

Größe: 172 cm geschätzt

Erscheinung: westeuropäisch

Augenfarbe: blau

Geschlecht: männlich

Figur: schlank

Haarfarbe: dunkel


Besondere Merkmale:
  • Hals - Feuermal 
  • diverse Armreife

Wer Johannes BERNHARD gesehen hat oder sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0721/939-5555 beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe zu melden. 

Mittwoch, 15. März 2017

DRAGE: Vermisst Sylvia und Miriam Schulze

Was ist mit Familie Schulze passiert?

Sylvia Schulze und Miriam, 12, verschwanden vor fast zwei Jahren.
Ich möchte nochmal auf den tragischen Vermisstenfall aufmerksam machen. Viele Menschen hat das Schicksal und die Suche, der Familie Drage sehr bewegt. Auch die Medien berichteten immer wieder darüber. Nun ist es still geworden, um den Vermisstenfall Schulze aus Drage. Deshalb möchte ich gegen das Vergessen was tun und möchte nochmal über den Fall berichten.

Bildergebnis für familie schulze verschwunden polizei hamburg harburg
Das ist das Fahndungsplakat der Polizei Harburg.


Fast zwei Jahre ist es her, dass Familie Schulze aus Drage in Niedersachsen verschwunden ist. Während Stiefvater Marco, 41, der offenbar Selbstmord begangen hatte, nach kurzer Zeit tot aus der Elbe geborgen wurde, fehlt von Sylvia Schulze und der 12 Jahre alten Tochter Miriam weiterhin jede Spur. Sylvia Schulzes ältere Tochter Sandra hält es für möglich, dass ihr Stiefvater Marco die beiden umgebracht hat. Das sagte die 25-Jährige, die zum Zeitpunkt des Verschwindens ihrer Familie schwanger war und vor acht Wochen Mutter eines Sohnes wurde, der Zeitschrift "Closer".

"Marco hatte ein Alkoholproblem und seinen Zweitjob als Lkw-Fahrer einer Supermarktkette zuvor verloren, weil er seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben musste", so Sandra K. Der 41-Jährige hätte ihrer Ansicht nach auch die Möglichkeit gehabt, die Leichen verschwinden zu lassen: "Marco hat in einer Chemiefabrik gearbeitet. Damit kam er an Substanzen ran, die dafür sorgen könnten, dass jemand 'richtig' verschwindet."

Der Zeitschrift " Hamburger Abendblat" und in anderen Medien schildert die 25-Jährige, wie sie von dem Verschwinden ihrer Familie erfuhr. "Das war zwei Tage, nachdem die drei verschwunden waren. Der Chef meiner Mama hatte sie als vermisst gemeldet und die Polizei rief mich am Freitag an und sagte: 'Wir würden gern mit Ihrer Mutter sprechen. Wissen Sie, wo sie ist?' Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nichts Schlimmes vermutet. Doch dann wurde es immer mysteriöser: Ihre Portemonnaies waren zu Hause, und die Handys gingen vom Netz."
Die Suche der Polizei nach Sylvia und Miriam Schulze verlief bislang ergebnislos. Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" berichtete im vergangenen Sommer über den Fall. Zuletzt waren einige Details aus einem Polizeiprotokoll bekannt geworden, die jedoch auch nicht zur Klärung des Falls beigetragen hatten.

Die Spur von Mutter und Tochter verlief sich am Mühlenteich in Buchholz. Dort, so sagte eine Zeugin, habe sie die Familie am Abend vor ihrem Verschwinden noch gesehen. "Die Zeugin hat einen Streit mitbekommen. Und ich glaube ihr, weil mein Spitzname gefallen ist, den niemand außer den dreien benutzt hat", sagte Sandra K. in den Medien.

Die 25-Jährige äußerte sich trotz ihrer Vermutung, Marco Schulze könne der Mörder ihrer Mutter und Schwester sein, positiv über ihren Stiefvater: "Ich könnte ihn nicht hassen. Er war zu Lebzeiten der fürsorglichste Vater, den man sich vorstellen kann. Ich kannte ihn 13 Jahre lang und habe ihn sehr lieb gehabt. Er hat immer gesagt: 'Wir schaffen alles. Nur rede mit mir, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.' Das war sein Leitspruch, an den er sich offensichtlich nicht gehalten hat."

Und was nun?
Bleibt der Fall ungelöst?
Was bleibt, sind die Fragen: Wo ist Familie Schulze und was ist wirklich passiert?
Ich hoffe das der Fall aufgeklärt werden kann.