Montag, 15. April 2019

HAMBURG: Tötungsdelikt z. N. von Rene G.

Obdachloser brutal getötet

Rene G. wurde getötet. Der Mord an dem Obdachlosen aus Hamburg ist ungeklärt. Bis heute läuft der Täter frei herum. Wer den Mörder kennt, bekommt eine Belohnung. 



Wer schlug Rene G. so brutal zusammen, das er an den Verletzungen starb?
Foto: Polizei Hamburg 


Im August 2018 ist der Obdachlose Rene G. in Hamburg verprügelt worden.
Rene G. starb wenige Tage später aufgrund schwerer inneren Verletzungen.
Bis heute ist der Fall Rene G. immer noch ungeklärt, sein Mörder auf freiem Fuß
Die Polizei Hamburg hat eine hohe Belohnung ausgesetzt und hofft auf Hinweise. 
Für Hinweise zu dem Fall eines getöteten Obdachloses vergangenen August in Hamburg, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euroausgesetzt.


Der Mord soll sich nach Ermittlungen der Polizei zwischen dem 28. und dem 30. August 2018 ereignet haben. Der 35-jährige Rene G. soll sich zu diesem Zeitpunkt mit anderen Obdachlosen in der Ottenser Hauptstraße in Hamburg aufgehalten haben, vor dem dortigen Eingang zum Mercado-Center. Die Polizei geht davon aus, dass Rene G. in diesem Zeitraum von einem Unbekannten derart geschlagen und getreten wurde, dass er einige Tage später, am 30. August, in einem Park in Sankt Pauli zusammenbrach. Obwohl der 35-Jährige sofort in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, starb er am nächsten Tag aufgrund seiner schweren inneren Verletzungen.


Die Mordkommission führt die Ermittlungen zu diesem heute noch ungeklärten Fall des getöteten Obdachlosen Rene G.. Für Hinweise, die zur Ermittlung eines Täters führen, ist von der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt worden.


Zeugen, die den Vorfall bzw. eine Schlägerei beobachtet haben oder sonst Angaben zu diesem Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 bei der Polizei Hamburg oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Montag, 8. April 2019

SCHAEPHUYSEN: Tötungsdelikt z. N. eines unbekannten Mannes (1996)

23 Jahre alter Cold Case wurd neu aufgerollt 

Wer kennt den unbekannten Toten


Vor fast 23 Jahren findet ein Jäger eine Leiche im Wald in Schaephuysen. Es gibt keinerlei Spuren, und niemand scheint den Toten zu kennen. Ich kann mich noch sehr gut an diesen Mordfall erinnern, denn dieser Fall wurde auch in der RTL2 Sendung "Ungeklärte Morde" vorgestellt. Ich hatte auch lang nichts mehr über den Fall gehört und er verschwand langsam aus meinen Gedächtnis. Umso mehr freut es mich, das der Fall nun nochmal neu aufgerollt wird und man nocheinmal versucht  die Identität, des unbekannten Mordopfers zu ermitteln. 


Es ist der einzige Mord im Kreis Kleve, den die Ermittler nie aufklären konnten. Nun nehmen sich die Ermittler erneut alle Akten zu Hand und versuchen den Fall doch noch aufzuklären. 



Mit diesem Bild wurde im Jahr 1996 versucht, die Identität, des unbekannten Toten zu ermitteln.
Foto: Polizei Krefeld 


Fast eine Woche lang hatte es geregnet, da kam an diesem kalten Sonntag, es war der 8. Dezember 1996, die Sonne heraus. Ein Jäger, hat seinen Hund an die Leine genommen und ist mit ihm ins Grüne gelaufen. In der Kiesgrube in Schaep­huysen, die seit Jahren stillgelegt und zugewuchert ist, will der Mann seinen Jagdhund trainieren. Der Jäger sagte später, dass er glaubte, eine Puppe zu sehen, die da nackt auf dem Waldboden lag. 
Doch eine Puppe, das weiß der Jäger sofort, hätte sein Hund nicht gewittert. 

Der Tote liegt nackt im Gestrüpp, seine Arme und Beine unnatürlich vom Körper abgespreizt, mit den Ästen auf dem Waldboden verschlungen. Ein Oberschenkel ist zerschlagen, der Oberkörper malträtiert. Das Gesicht zugeschwollen und entstellt. Allein auf den Kopf hat der Täter 16 Mal zugeschlagen, vermutlich mit einem Stahlrohr. 
Viele Fälle der Krefelder Kriminalpolizei sind aufgeklärt, aber dieser eine leider nicht. Der Tote in der Sandkuhle, ist noch ungeklärt. 


Normalerweise beginnen die Ermittler mit der Suche nach Zeugen. Doch nicht in der Sandkuhle. Drumherum gibt es keine Häuser, keine Nachbarn. Es hatte tagelang geregnet, kaum jemand war draußen im Wald gewesen. Und der Regen hatte auch jegliche Spuren weggewaschen. Der Waldboden ist aufgeweicht, Reifenspuren haben sich aufgelöst. 


Und auch an dem Toten finden die Ermittler nichts. Keine Kleidung, kein Schmuck, keine Spuren. Lediglich eine lange Narbe am Bein ist markant. Der Täter, hat den Mann all seiner Merkmale beraubt. Nichts sollte darauf hinweisen, wer er ist und woher er kommt, nichts sollte ihn identifizieren. Ohne Zeugen, seien Rückschlüsse auf den Täter beinahe unmöglich. 


Nun rollt eine junge Kriminalkommissarin den Fall neu auf. Nun wurde anhand des Schädels des Toten, eine verbesserte Fotomontage  erstellt.


Dass sich Täter und Opfer kannten, ist für die Ermittler klar. Wenn die Polizei wüsste, wer der Tote war, könnte man wahrscheinlich auch seinen Mörder finden.


Dass sich Täter und Opfer kannten, Streit hatten, dass es sich um eine Beziehungstat handelt, zeigt auch das „Übertöten“, von dem die Ermittler sprechen. Der Täter hat häufiger zugeschlagen, als es nötig gewesen wäre. Beim 16. Hieb war der Mann längst tot. So schlage keiner zu, um einen Menschen auszurauben.


Was die Ermittler 
noch sicher wwissen ist, dass der Fundort nicht der Tatort ist. Das zeigen die Totenflecken. Sie beweisen, dass die Leiche mehrere Stunden gelegen hat und dann transportiert wurde. Vermutlich mit einem Auto sei der Täter, vielleicht waren es auch mehrere, so nah wie möglich an die Sandkuhle herangefahren und habe den Mann eine Böschung hinabgeworfen. 


Das einzige, was die Ermittler an der Leiche finden, ist eine Faser, Polyester, bordeauxrot. Daran hängen Hundehaar und Dreck. Es ist wahrscheinlich, dass die Faser zu einer alten Hundedecke gehört, in die der Leichnam für den Transport eingewickelt wurde.


Sieben Tage lang hat der Tote dann im Regen auf dem Waldboden gelegen, schätzt Dr. Jürgen Bartz, damals Rechtsmediziner der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er findet bei der Obduktion auch schwere Verletzungen an den Händen. Sie sprechen dafür, dass der Mann versucht hat, sich vor den Schlägen auf den Kopf zu schützen.


Bartz schätzt, dass der Mann bei seinem Tod etwa 40 Jahre alt war. Das dunkelbraune Haar hat graue Ansätze und Geheimratsecken. Auffällig sind seine Zähne, die vorne sind braun und von Karies durchlöchert, hinten trägt er Zahnersatz. Das spricht dafür, dass der Mann nicht viel Geld hatte. Sonst hätte er alles machen lassen. Bei den Prothesen hat der Zahnarzt ein Amalgam mit hohem Quecksilberanteil verwendet. Das ist in Deutschland 1996 verboten, in Osteuropa aber noch weitestgehend erlaubt. Da auf den Höfen in der Nähe viele polnische Erntehelfer arbeiten, geht die Polizei davon aus, dass der Tote aus Polen stammt.


Irgendwo in einer polnischen Stadt gibt es also wahrscheinlich eine Familie, die ihren Sohn, Mann, Freund oder Vater vermisst. Die wahrscheinlich auch eine Vermisstenanzeige aufgegeben hat. Ein Abgleich mit den Behörden in Polen sei Mitte der 90er Jahre aber noch fast unmöglich gewesen, eine zentrale Kartei gab es nicht. Ob irgendwo in einer kleinen Polizeistation in einer Schublade eine Vermisstenmeldung mit dem Namen des Toten aus der Sandkuhle liegt, wisse man nicht. 



Der Kriminalpolizei  blieb also nur, rund um Schaep­huysen zu ermitteln. Sie schauen sich auf den umliegenden Höfen um, beobachten die polnischen Gastarbeiter, durchsuchen Autos und durchkämmen Kofferräume nach der bordeauxrote Hundedecke – ohne Erfolg. Heute könnte man ganz anders fahnden, nan Gat einfach mehr Möglichkeiten. Die polnischen Behörden seien besser vernetzt, die Kommunikation einfacher. Auch Hautschuppen ließen sich analysieren, damals habe man nur die Fasern untersucht. Fände sich nur eine Hautschuppe, könnte man damit eventuell den Fall lösen. Doch ob es noch Proben von der Decke gibt, ist nicht klar.

Nun will eine junge Kriminalkommissarin, den Fall neu aufrollen. Was damals noch nicht möglich war, hat sie veröffentlicht: Ein digitales Phantombild, das anhand der Fotos des Toten rekonstruiert wurde. Nun ist es, als schaue man nicht mehr auf eine Zeichnung, sondern auf ein Foto. Als stünde man dem Menschen, der damals tot in der Sandkuhle lag, gegenüber. Die Fotomontage soll sich im Internet verbreiten, vor allem über Facebook, und vielleicht klären, ob irgendwo in Polen vor 23 Jahren ein Mann nicht mehr nach Hause gekommen ist.


Der Tote aus der Sandkuhle liegt in einem anonymen Grab auf dem nachgehen.


Beschreibung


Der Mann war zwischen 35 und 50 Jahre alt, 
etwa 1,70 Meter groß, Schuhgröße 40/41, Gewicht 76 Kilogramm, mittelkräftiger Körperbau, dunkelbraune, leicht gelockte Haare, 
an den Schläfen ergraut, Oberlippenbart, 
an Kinn und Wangen ein Dreitagebart, 
ältere Narbe am rechten Unterschenkel. 


Kontakt 

Hinweise an die Kriminalpolizei in Krefeld, Telefon 2151 6340 oder hinweise.krefeld@polizei.nrw.de












Freitag, 22. März 2019

UPDATE/BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Edgar Orlovskij

UPDATE

Tatverdächtiger im Mordfall Orlovskij gesucht

Im Fall des am Abend des 18. März 2019 auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee unweit des Alexanderplatzes in Mitte getöteten 26-jährigen Litauers Edgar Orlovskij sucht die Mordkommission nun mit Aufnahmen aus Überwachungskameras nach einem Tatverdächtigen.
Der Gesuchte ist wahrscheinlich mindestens 40 Jahre alt, von kräftiger Gestalt und trägt eine Halbglatze mit Haarkranz.
Die Aufnahmen zeigen ihn zunächst von vorn mit Kapuze und später von hinten ohne Kapuze.
Er wird verdächtigt, Edgar Orlovskij erstochen und dann zu Fuß zum U-Bahnhof Alexanderplatz geflüchtet zu sein.

Wer kennt diesen gesuchten  Mann? 
Foto: Polizei Berlin 



Die Kriminalpolizei fragt:
  1. Wer kennt den Mann und kann Angaben zu seiner Identität und/oder seinem Aufenthaltsort machen?
  2. Wer hat ihn am 18. März 2019 zwischen 21.30 Uhr und 22.20 Uhr in der Nähe des Tatorts gesehen?

Hinweise bitte an die 6. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911666, per E-Mailoder an jede andere Polizeidienststelle.




Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe  


Abends am 18.03.19 verstarb ein Mann in Mitte. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 26-jährige Mann kurz nach 22 Uhr auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee aus Richtung Schillingstraße kommend in Richtung Alexanderplatz unterwegs. Dort kam ihm ein unbekannter Mann entgegen, der ihn mit einer Stichwaffe angegriffen und verletzt haben soll. Anschließend sei der Angreifer geflüchtet. Dem Verletzten gelang es noch den Notruf der Polizei zu wählen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Mann bereits nicht mehr bei Bewusstsein. Reanimationsmaßnahmen der zuerst eingetroffenen Polizisten sowie der kurz darauf erschienenen Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr blieben erfolglos – das Opfer starb noch am Ort. Die noch völlig unklaren Hintergründe ermittelt nun die 6. Mordkommission.


Zu dem Fall des am 18.03.19 in Mitte erstochenen Mannes bittet die Mordkommission um Mithilfe. Bei dem Opfer handelt es sich um den 26-jährigen litauischen Staatsbürger Edgar ORLOVSKIJ aus Spandau, der in der Karl-Marx-Allee in der Nähe des Alexanderplatzes mit einer Stichwaffe tödlich verletzt worden war. Derzeit ist unklar, ob er sich allein oder in Begleitung einer weiteren Person am Tatort befand. Ebenso ungeklärt ist, ob sich der 26-Jährige und der unbekannte Täter kannten oder es sich um eine zufällige Begegnung handelte.



Warum musste Edgar Orlovskij sterben? 
Foto: Polizei 

Die Mordkommission fragt:

  1. Wer kannte Edgar ORLOVSKIJund kann Angaben zu seinem Umfeld machen?
  2. Wer hat ihn am Montagabend, 18. März 2019 gegen 22 Uhr noch gesehen?
  3. Wer hat die Tat beobachtet oder sonstige verdächtige Wahrnehmungen in Tatortnähe gemacht?
  4. Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei den Ermittlern der 6. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911666, per E-Mail oder an jede andere Polizeidienststelle zu melden.

Sonntag, 24. Februar 2019

BERLIN: Vermisst Rebecca Reusch

UPDATE

Bilder des Tatverdächtigen und dessen Fahrzeugs werden gelöscht


Da derzeit keine weiteren Erfolgsaussichten durch die Öffentlichkeitsfahndung bestehen, werden die Bilder des Tatverdächtigen und dessen Fahrzeugs gelöscht. Die Ermittlungen der 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt dauern an.



Rebecca bleibt spurlos verschwunden 

Mordkommission übernimmt Ermittlungen 



Wer hat Rebecca Reusch gesehen?
Foto: Polizei 


Nach wie vor gibt es keine Hinweise für den gegenwärtigen Aufenthaltsort der vermissten 15-jährigen Rebecca Reusch. Da nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen ist, hat am gestrigen Tag die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.


Rebecca Reusch hielt sich am 18. Februar 2019 bei Familienangehörigen im Maurerweg in Berlin-Britz auf und hätte um 9.50 Uhr in ihrer Schule in der Fritz-Erler-Allee ihren Unterricht beginnen müssen. Dort kam sie jedoch nicht an.

Die 3. Mordkommission fragt daher:

  1. Wer hat Rebecca Reusch am Morgen des 18. Februar 2019 im Bereich zwischen Maurerweg und Fritz-Erler Allee gesehen?
  2. Wer hat sie nach dem 18. Februar 2019 noch gesehen oder Kontakt zu ihr gehabt?

Personenbeschreibung:

  • 15 -18 Jahre
  • 170 -180 cm groß
  • schlanke Gestalt
  • braunes, schulterlanges Haar


Rebecca war wie folgt bekleidet:

  • rosafarbene Plüschjacke
  • weißer Kapuzenpullover mit Aufschrift “RAP MONSTER”
  • blaue Jeans mit zerrissenen Knien
  • schwarz/weiße Sportschuhe der Marke „VANS“
  • große beige-rosafarbene Handtasche
  • roter Rucksack

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder per E-Mailoder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Samstag, 23. Februar 2019

AMBERG: Tötungsdelikt z. N. von Gertrud Kalweit (1980)

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe im Mordfall Gertrud Kalweit

Die Tat ereignete sich im März 1980 und liegt damit annähernd 39 Jahre zurück. Das Opfer, die damals 38-jährige Gertrud Kalweit, wurde am 21. März ermordet im Stadtgraben von Amberg aufgefunden.
 
Tatortübersicht im Jahr 1980. Das Bild zeigt den Stadtgraben und den Tatort. 
Foto: Polizei 


Im Jahr 2002-2003 wurde Fernsehsendung "Ungeklärte Morde - Dem Täter auf der Spur" auch nach dem Mörder von Gertrud Kalweit gefahndet. Ich kann mich noch sehr an den immer mal wieder ausgestrahlten Filmbeitrag erinnern. Damals war das Bemühen der Polizei Zeugen oder den Mörder zu finden sehr hoch. Die Ermittler suchten damals auch in Amerikanischen Basen nach dem Mörder.  Leider wurde bis dato der Mörder nicht gefunden, umso mehr freut es mich, das die Ermittlungen jetzt  nochmal aufgenommen werden. 


Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Amberg versuchen erneut, auch auf Basis der neuesten wissenschaftlichen und kriminaltechnischen Möglichkeiten, mit der eigens im Oktober 2018 gegründeten Ermittlungsgruppe „EG Stadtgraben“ die Tat aufzuklären. Für sachdienliche Hinweise, die zur Tataufklärung führen, ist zwischenzeitlich eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.


Trotz personal- und zeitintensiver Ermittlungen, unmittelbar nach Entdeckung der Tat und weiteren umfangreichen Recherchen in den Jahren danach, gelang es bislang nicht, das Gewaltverbrechen aufzuklären. 



Durch die „EG Stadtgraben“ der Kripo Amberg, angesiedelt beim Kommissariat 1 - zuständig für die Bearbeitung von Tötungsdelikten – erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Kommissariat 7 – Spurensicherung und Spurenauswertung - bereits ein intensives Studium der Fallakten, die zwischenzeitlich über 10 große Ordner füllen.
Sehr hilfreiche Unterstützung erfahren die Beamten dabei auch von ehemals mit dem Fall befassten Ermittlern. Dieser bisher kaum praktizierte Ermittlungsschritt erfolgte Mitte Januar 2019 mit sechs ehemaligen Kollegen im Rahmen einer offiziellen Besprechung. Hierbei zeigten sich immer noch detaillierte Erkenntnisse und Eindrücke von der lange zurück liegenden Tat. Mit ihren ergänzenden Erklärungen und Einschätzungen, versuchten die bereits im Ruhestand befindlichen Kollegen, ihr Möglichstes zur Klärung des Falles beitragen.


Bei der wiederkehrenden Fallbetrachtung und dem Aktenstudium ergaben sich neue Fragestellungen, die wir klären wollen. Neben erneuten Befragungen und Vernehmungen sollen auch die neuesten wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten, aber hoffentlich auch Hinweise aus der Bevölkerung, Antworten liefern. Wir lassen nichts unversucht, um den Mordfall aufzuklären!“ so beschreibt Kriminaloberrat Gerhard Huf, der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, die umfangreichen Bemühungen. 



Eng begleitet werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Amberg, die unter anderem Anordnungen für aufwendige Untersuchungen an dem noch vorhandenen Spurenmaterial erlassen hat.

Das Aufrollen dieses Cold-Case-Falles mit erneuter, intensiver Fallbetrachtung erfolgt, weil Mord nicht verjährt und sich die fortschreitende Zeit immer weiter negativ auf die Ermittlungsarbeit auswirkt. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger gestaltet es sich, Abläufe in der Tatnacht nachzuvollziehen. Nun wird nochmals mit Nachdruck versucht, den Täter zu ermitteln.


Tatbeschreibung:


Das 38-jährige Opfer wurde in der Nacht von Donnerstag, 20.03.1980 auf Freitag, sexuell missbraucht und ermordet. 

Ein Passant fand die leblose Frau am Freitagmorgen, gegen 06.30 Uhr, in einem Gebüsch im Stadtgraben am Kurfürstenring zwischen dem Nabburger Tor und der sogenannten Stadtbrille auf und verständigte die Polizei. 


Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass die Geschädigte gegen 23.10 Uhr alleine zu Fuß aus Richtung des Kreisverkehrs am Nabburger Torplatz, auf dem oberen Alleeweg neben dem Kurfürstenring in Richtung Wingertshofer Tor ging. Etwa auf Höhe der Fa. DEPRAG dürfte sie vom Täter überwältigt und in den Stadtgraben gezogen worden sein. 

Dort verging sich der Täter an der Frau und fügte ihr unter anderem Schlag- und Stichverletzungen zu, an denen sie letztlich verstarb.



Hinweistelefon:

Auch wenn die Tat bereits viele Jahre zurück liegt, erhoffen sich die Ermittler neue Ermittlungsansätze oder Informationen zum Geschehen in der Tatnacht, durch Mitteilungen aus der Bevölkerung.
Wichtig ist dabei, dass alle Wahrnehmungen, auch solche vom Hörensagen und wenn sie noch so unwichtig erscheinen mögen, an die Ermittler herangetragen werden. Nur Informationen die der Polizei auch bekannt sind, können von den Beamten auf einen möglichen Tatzusammenhang geprüft werden.


Alle Mitteilungen, werden dringend an die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 erbeten.



Belohnung

Durch das Bayerische Landeskriminalamt wurde für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend) ausgelobt. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Donnerstag, 7. Februar 2019

KASSEL: Vermisst Ertugrul Emeksiz (1999)

Was ist mit Ertugrul Emeksiz geschehen? 


Vor mehr als 19 Jahren verschwindet ein junger Familienvater aus Melsungen unter besonders mysteriösen Umständen. Jetzt unternimmt die Kriminalpolizei Homberg/Efze einen neuen Anlauf, den rätselhaften Fall aufzuklären. Vieles deutet auf ein Kapitalverbrechen hin! 


Was ist mit Ertugrul Emeksiz passiert?
Foto: Polizei 


1999: Ertugrul Emeksiz lebt mit seiner Familie in Melsungen, knapp 30 Kilometer südlich von Kassel. Er arbeitet als Fahrer in einem türkischen Fleischhandel, den ein Freund betreibt. Zudem kauft er für seinen Onkel gebrauchte Autos und fährt sie in die Türkei, wo sie gewinnbringend weiterverkauft werden.


Am Montagabend, dem 6. September 1999, holen Ertugrul Emeksiz und sein Chef in Bad Salzuflen einen grünen Kühltransporter ab, als Ersatz für ein defektes Fahrzeug. Der Fleischhandel, in dem Ertugrul Emeksiz arbeitet, befindet sich im Kasseler Stadtteil „Nord-Holland“ in der Straße „Eisenschmiede“. Dort wird er zuletzt von seinem Chef gesehen, als er gegen 0.30 Uhr mit dem Kühlwagen nach Hause fahren will. Doch da kommt er nicht an.


Gegen 2.25 Uhr gehen auf dem Handy einer Bekannten von Ertugrul Emeksiz, die in der Nähe von Frankfurt/Main lebt, unbemerkt zwei Anrufe ein. Beide kommen von Emeksiz‘ Handy. Die Polizei stellt später fest, dass er sich zu diesem Zeitpunkt noch in Kassel befunden haben muss. Danach fehlt von ihm jede Spur.


Kühlwagen taucht wieder auf
Der grüne Kühltransporter wird fünf Wochen später gefunden – in Frankfurt-Griesheim, auf einem Parkplatz an der Stroofstraße am Ufer des Mains. Der Kilometerstand des Autos stellt die Polizei vor ein Rätsel: 
Nach dem Verschwinden von Ertugrul Emeksiz muss das Fahrzeug fast 7.500 Kilometer zurückgelegt haben. Wo war der Kühlwagen in der Zwischenzeit? Die Polizei befürchtet, dass Ertugrul Emeksiz einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.


Vergleichsmodell: Mit einem solchen Kühltransporter war Ertugrul Emeksiz unterwegs, bevor er verschwand.
Foto: Polizei 


Personenbeschreibung
(im Jahr 1999):

  • 29 Jahre alt, 
  • 1,79 m groß, 
  • schlank, 
  • schwarze Haare, Oberlippenbart. 
  • Kleidung: schwarzes T-Shirt und schwarze Hose

Fahrzeug:
  • grüner Renault-Kühltransporter, 
  • Modell „Master“, 
  • LIP-Kennzeichen für Kreis Lippe. 
  • Die Kennzeichen könnten im Raum Frankfurt oder auch an anderer Stelle aufgefallen sein.

Fragen nach Zeugen:

  1. Wo befand sich der grüne Kühltransporter vom 7. September bis 15. Oktober 1999?
  2. Wer hat Ertugrul Emeksiz nach dem 7. September 1999 noch gesehen?
  3. Wer kann Angaben zu Kontakten von Ertugrul Emeksiz und zu seinem Verschwinden machen?

Zuständig:
Kripo Homberg/Efze, Telefon 05681 / 77 40

Freitag, 11. Januar 2019

ÖSTERREICH/EISENSTADT: Tötungsdelikt z. N. von Julia Margarita Rijo (1993)

Warum musste Julia Margarita Rijo "Rosi" sterben? 

Am Mittwoch, den 09. Januar 2019, um 20:15 Uhr, wurde vom TV Sender ZDF in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY ungelöst ein Filmbeitrag zum Cold Case Fall Julia Margarita Rijo - besser bekannt als Rosi - ausgestrahlt. Daher möchte ich auch über den Fall berichten. 


So sah Julia Margarita Rijo - besser bekannt als Rosi aus.
Foto: BKA Österreich 


Am 17. April 1993 wurde auf einer Pferdekoppel in St Margarethen eine skelettierte und teilweise mumifizierte Frauenleiche gefunden. Die sterblichen Überreste der völlig entkleideten unbekannten Frau waren in zwei handelsüblichen Plastikmüllsäcken verpackt für jedermann sichtbar auf einer Freifläche abgelegt. Gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge wurde das unbekannte Mordopfer erdrosselt, anschließend mehrere Monate zwischengelagert und anschließend auf der Pferdekoppel abgelegt.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen konnte im April 2016 mittels Isotopenanalyse (Herkunftsbestimmung) zunächst die vollständige Identität des Mordopfers geklärt werden. So konnte auch deren Tätigkeit als Prostituierte, und insbesondere der Umstand, dass das Opfer in der tatkritischen Zeit in Eisenstadt und Umgebung auch außerhalb der Rotlichtlokale ihrer Tätigkeit als Prostituierte nachgegangen ist, ermittelt werden.

Aufgrund der erneuten Veröffentlichung der Bilder des Opfers und eines Kurzfilms über den vermutlichen Tathergang in Österreich und Deutschland erhoffen sich die Ermittler des Bundeskriminalamtes einen Fahndungserfolg. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen ist eine Geldbelohnung in der Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.

Allfällige Hinweise, welche auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, bitte an das Bundeskriminalamt. Telefonisch unter +43(0)1/248 36-985025 oder per Mail an
BMI-II-BK-SPOC@bmi.gv.at.

Mittwoch, 9. Januar 2019

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Piotr Blumenstock (1999)

Polizei bittet um Mithilfe bei einem Mordfall aus dem Jahr 1999 


Dieser Mordfall begleitet mich schon lange und auch in der Sendung "Ungeklärte Morde" wurde der Fall ausführlich behandelt.  Umso mehr freut es mich, das die Polizei nun nach einem  Tatverdächtigen fahndet.


Die Polizei Sucht mit diesen Bildern nach VLADIMIR SVINTKOVSKI.
Foto: Polizei Berlin
Seitenprofil von VLADIMIR SVINTKOVSKI.
Foto: Polizei Berlin 


Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berlin suchen Ermittler des Landeskriminalamts Berlin nach dem mittlerweile 67-jährigen VLADIMIR SVINTKOVSKI.

Er steht im dringenden Tatverdacht am 6. Mai 1999 in Berlin-Zehlendorf den Medikamentenhändler Piotr Blumenstock durch Kopfschuss getötet zu haben.


Der Gesuchte ist polnischer Staatsbürger mit russischen Wurzeln. Er ist ein Verwandlungskünstler, trägt regelmäßig verschiedene Perücken und verändert sein Barthaar. Möglicherweise hat er sein Gesicht mit Hilfe plastischer Chirurgie verändert und sieht deutlich jünger aus. In der Vergangenheit nutzte der Tatverdächtige eine Vielzahl von Aliaspersonalien, so dass auch davon ausgegangen werden muss, dass er unter hier nicht bekannten Personalien lebt.



Die gezeigten Bilder stammen aus den 1990er Jahren. Seine markanten roten Haare und der Bart werden vermutlich mittlerweile erblasst oder ergraut sein. Vladimir Svintkovski ist ungefähr 176 cm groß und spricht mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Polnisch und Russisch.



Die Ermittler fragen:


  1. Wer kennt Vladimir Svintkovski und kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
  2. Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen des Svintkovski machen?
  3. Wer kennt Orte, an denen der Gesuchte verkehrt oder verkehrt hatte?

Für Hinweise zur Gewinnung von Beweismitteln, die zur Aufklärung der Straftat führen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von bis zu 10.000,- Euro (Zehntausend Euro) ausgelobt.

Montag, 24. Dezember 2018

FLOSSENBÜRG: Vermisst Monika Frischholz (1976)

Polizei rollt 42-jährigen Fall auf

Was ist mit Monika Frischholz passiert? 
Foto: Polizei 


42 Jahre ist es her, dass die 12-jährige Monika Frischholz aus dem bayerischen Flossenbürg verschwunden ist. Am 25. Mai 1976 ging das Mädchen aus dem Haus, sie wollte sich am Bahnhof in der oberpfälzischen Gemeinde mit einem Jungen treffen. Als die 12-Jährige an diesem Tag nicht mehr nach Hause zurückkehrte, alarmierte ihre Eltern die Polizei. Seitdem wird sie vermisst.


Nun rollt die Kriminalinspektion Weiden in der Oberpfalz den Fall der Monika Frischholz neu auf. Grund ist ein neuer Zeugenhinweis, nach dem das Mädchenwomöglich ermordet worden sei. Wie die Polizei mitteilt, gehen die Beamten davon aus, dass die 12-Jährige am Nachmittag oder Abend des 25. Mai in oder um Flossenbürg auf ihren mutmaßlichen Mörder getroffen sei.


So sah Monika Frischholz am Tag des Verschwindens AUD.
Foto: Polizei 


Monika Frischholz war damals 1,60 Meter groß und schlank mit halblangem, dunkelbraunem bis schwarzem Haar. 
Am Tag ihres Verschwindens trug sie eine lange dunkelgrüne Hose, einen gelben Pullover mit kurzen Ärmeln sowie eine rotschwarz gemusterte Strickjacke, die Schuhe waren braun.

Die Kripo Weiden erhielt jetzt einen interessanten Zeugenhinweis, der den Verdacht eines Tötungsdelikts nahelegt und gründete daraufhin die EG Froschau. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Armin Bock durchforsteten, studierten und überprüften in den vergangenen Wochen fünf Kriminalbeamte die damals erstellten polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Akten in allen Einzelheiten. Dabei bewerteten sie die Unterlagen nicht nur mit ihrem langjährigen Erfahrungsschatz aus dem Bereich der Mordermittlungen, sondern bedienten sich auch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Sexualmorden und der Einschätzung von Fallanalytikern der operativen Fallanalyse Bayern (OFA) aus München.
Die erfahrenen Beamten, teils Sachbearbeiter von „Cold-Case“-Fällen, kamen nun mit ihren Beratern und der Staatsanwaltschaft Weiden zu dem Schluss, dass das Verschwinden von Monika Frischholz als Mordfall nochmals geprüft werden sollte.

Oberstaatsanwalt Bernhard Voit, stellvertretender Leiter der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf, leitet die Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Nach den bisherigen Erkenntnissen gehen die Kriminalbeamten der EG Froschau mittlerweile davon aus, dass Monika Frischholz am 25.05.1976 in den Nachmittags- oder Abendstunden noch in unmittelbarer Ortsnähe Flossenbürg auf ihren späteren mutmaßlichen Mörder getroffen ist. Der Ablageort ihrer Leiche ist bis heute noch nicht gefunden worden.


Am Dienstag, 25.05.1976, in den Nachmittagsstunden sahen verschiedene Zeugen die damals 12-jährige Monika Frischholz zum letzten Mal in ihrem Heimatort Flossenbürg, als sie vom Stieberweg in die Floßer Straße auswärts in Richtung Ortsbereich „Bahnhof“ ging. Dort wollte sie sich mit einem jungen Burschen treffen. Seitdem gab es kein Lebenszeichen mehr von der Schülerin. Die im Jahr 1976 und 1986 geführten intensiven Vernehmungen, Ermittlungen sowie Überprüfungen von regionalen und überregionalen Spuren und Alibis führten bislang nicht zur Aufklärung des Sachverhaltes. 


10.000 Euro für Hinweise


Das BLKA München setzte für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) aus. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Es wird um Verständnis gebeten, dass keine weiteren Details zu den neuen Erkenntnissen und den laufenden Ermittlungen bekannt gegeben werden können.


Um den Fall endgültig aufzuklären, bittet die Ermittlungsgruppe „Froschau“ die Bevölkerung nochmals um Hilfe. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, hat die Polizei außerdem eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt: „Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein“, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Zeugen erreichen die Polizei unter der Rufnummer (0961) 401291

Donnerstag, 20. Dezember 2018

MÜHLHEIM: Vermisst Birgit (Rösing), Storck

Wer hat Birgit Rösing gesehen?! 

Mit einem Lichtbild sucht die Polizei nach der vermissten Mülheimerin Birgit S. Der Fall der vermissten Birgit Rösing aus Mühlheim stellt die Polizei weiter vor neue Rätsel. Ein Gewaltverbrechen sei seitens der Beamten nicht mehr auszuschließen.


Wer hat Birgit Rösing gesehen? Man kennt sie aber eher unter dem Namen Storck.
Foto: Polizei 


Die 58 Jahre alte Saarnerin wird seit Mittwoch, 26. September, von den Angehörigen gesucht. Sie wurde letztmalig gegen 22 Uhr von ihrem Mann und Sohn in ihrem gemeinsamen  Haus an der Alten Straße gesehen.

Die Familie lebte gemeinsam über mehrere Etagen in getrennten Bereichen. 

Die Ermittlungen laufen aktiv weiter

Zwei Aspekte stellen die Polizei noch vor Rätsel: Knapp drei Stunden, nachdem Rösing letztmals gesehen worden ist, gegen 0.45 Uhr am Donnerstagmorgen, will der Sohn nicht näher definierbare „Geräusche“ im und vor dem Haus gehört haben, die die Polizei bislang nicht hat zuordnen können. Spuren noch unbekannter Dritter wurden am Haus allerdings nicht sichergestellt.

Rösing arbeitete seit dem Auszug der drei jüngsten Kinder bis zu ihrem Verschwinden nebenbei in einer Wohneinrichtung für Demenzkranke. Eine Beschäftigung, die sie sehr geliebt haben soll. Dort meldete sie sich aber am Tag ihres Verschwindens für den Folgetag ab, weil sie am Donnerstag um 14.30 Uhr einen „Termin“ hätte haben sollen. Wo, mit wem und warum, haben die Ermittler bis heute nicht klären können. Das ist ein Mosaikstein, der den Ermillern fehlt. In diesen beiden Punkten könnten Zeugen der Polizei noch entscheidende Hinweise geben.


Auf Facebook rief eine Tochter um Mithilfe auf. Der Post wurde inzwischen über 10.000 Mal geteilt.


Mehr als 1000 Kommentare stehen unter dem Posting. Den Suchaufruf teilten mehr als 10.000 Nutzer. Verschwunden bleibt Birgit Rösing genannt Storck trotzdem bis heute. 

Längst liegt der Fall bei der Polizei nicht mehr in der Vermissten-Abteilung, sondern inzwischen beim KK 11. Dem Kommissariat, in dem auch Tötungsdelikte untersucht werden.


Die Vermisste wird beschrieben:

  • 168 cm groß, 
  • von normaler Statur, 
  • Rot-braune Haare mit gräulichem Stich 
  • ist vermutlich bekleidet mit einer Bluse, 
  • einer Weste, 
  • einer Cordhose 
  • und flachen Schuhen. 
  • Sie trägt eher dezente Farben. 

Fragen der Ermittler:



  • Wer hat Brigit S. gesehen oder kennt ihren aktuellen Aufenthaltsort? 


Falls du Birgit Rösing gesehen hast oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort hast, melde dich telefonisch unter 0201/829-0 oder direkt bei ihrer Tochter auf Facebook.

Hinweise bitte direkt an den Notruf der Polizei unter der 110 oder aber über die 0201/829-0
., 

Dienstag, 4. Dezember 2018

BERLIN: Vermisst Georgine Krüger (2006)

UPDATE 
Festnahme in Fall Gerorgine! 


Die 14-Jährige wird seit 2006 vermisst – Der Täter soll sie abgefangen und aus sexuellen Motiven in seinem Keller getötet haben

Link zum Artikel über die Festnahme

Wo ist Georgine Krüger?

Das Schicksal der seit dem Jahr 2006 vermissten Georgine Krüger aus Berlin-Moabit ist weiterhin ungeklärt. Das ist einer der Fälle, der mich seit   Beginn meines Blogs sehr beschäftigt. Ich habe immer gehofft, dass das Schicksal von Georgine aufgeklärt wird. Da die Polizei nun erneut intensiv ermittelt, möchte ich auch nochmal den Fokus darauf richten.

Die zuletzt verfolgte Spur des weiterhin anonymen Anrufers, der angab, dass man Georgine im Brieselanger Wald im brandenburgischen Havelland finden könnte, brachte die Ermittlungen nicht voran. Insgesamt gingen bislang 248 Hinweise zu dem Fall ein.




Vermisst Georgine Krüger
Foto: Polizei

Zur Erlangung neuer Ermittlungsansätze wenden sich die Ermittler am Mittwoch, den 10. Oktober 2018, in der Sendung des ZDF, „Aktenzeichen XY ungelöst – Spezial – Wo ist mein Kind?“ erneut an die Öffentlichkeit. Dort werden sowohl die Mutter der Vermissten als auch die Ermittler der 6. Mordkommission zu Wort kommen.

Hinweise bitte weiterhin an die 6. Mordkommission unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911666, per E-Mail oder jede andere Polizeidienststelle.


Meldung vom 31. August 2018: Im Fall Georgine Krüger – Polizei sucht den anonymen Anrufer
Nach zwei Anrufen im März 2018 über den Notruf der Polizei Berlin suchen die Ermittler der 6. Mordkommission mit einem Audiomitschnitt nach dem unbekannten Anrufer. Der Mann hatte sich am 31. März telefonisch gemeldet und vorgegeben, dass sich die seit dem 25. September 2006 vermisste, damals 14-jährige Georgine KRÜGER in Brieselang im Landkreis Havelland befinden würde. Die umfangreichen Absuchen in einem dortigen Waldgebiet verliefen erfolglos. Bis zum heutigen Tage sind 233 Hinweise eingegangen.


Mitschnitt de Anrufe:



Die Ermittler fragen:
  1. Wer erkennt die Stimme des unbekannten Hinweisgebers?
  2. Wer kann Angaben zu seiner Identität oder Aufenthalt geben?

Meldung vom 27. September 2006: Weiterhin keine Spur von der vermissten Georgine Krüger

Von der 14jährigen Georgine KRÜGER fehlt weiterhin jede Spur. Trotz einer großen Medienresonanz und einem damit verbundenen hohen Hinweisaufkommen – inzwischen sind 191 Hinweise eingegangen – konnten bisher keinerlei weiterführenden Erkenntnisse zu ihrem Verschwinden gewonnen werden.
Es konnte bisher niemand ermittelt werden, der Georgine noch gesehen hat, nachdem sie am 25. September 2006 gegen 13.50 Uhr den Bus M27 an Perleberger Str. Ecke Rathenower Str. verließ.
Auch ihr Handy, das nur wenige Minuten später ausgeschaltet wurde, war seitdem nicht mehr auf Empfang.
Es liegen weiterhin keine konkreten Anzeichen dafür vor, dass Georgine Opfer einer Straftat wurde. So tauchten z.B. bislang keine Teile ihrer Bekleidung oder andere mitgeführte Gegenstände auf.

Andererseits erscheint es aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit sehr unwahrscheinlich, dass sich die Vermisste derzeit noch aus freiem Antrieb irgendwo verborgen hält. Da auch ein Unglücksfall jeglicher Art weitestgehend ausgeschlossen werden kann, verstärkt sich insgesamt zunehmend der Verdacht, dass Georgine einer Straftat zum Opfer fiel.
Die Ermittlungen werden weiter fortgesetzt. Ein Teil der Hinweise befindet sich noch in Bearbeitung, auch wenn abzusehen ist, dass sich darunter keine „heiße“ Spur befinden dürfte.
Darüber hinaus wird überprüft, ob frühere Straftaten rund um die Wohnanschrift der Vermissten mit deren Verschwinden in Zusammenhang stehen könnten.

Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war Georgine mit einer modischen Jeans mit Bleichflecken auf der Vorderseite und einer weißen Jeansjacke bekleidet. 
Sie ist schlank, circa 1 Meter 65 groß und hat glatte, lange, braune Haare.

Entgegen bisheriger Meldungen hat sie keinen Rucksack dabei, sondern eine pinkfarbene Umhängetasche der Marke “Eastpack”.




Hinweise bitte an die 6. Mordkommission in der Keithstraße 30, 10787 Berlin-Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664-911666 oder jede andere Polizeidienststelle.

Sonntag, 2. Dezember 2018

WORMS: Vermisst Kristine Walz (2003)

Wo ist Kristine Walz? 
Dieser  Vermisstenfall ist aus dem Jahr 2003. Frau Kristine Walz ist bis heute spurlos verschwunden. 


Spurlos verschwunden.
Wer hat Kristine Walz gesehen?

Foto: Polizei  


Frau Walz ist seit dem 09.02.03 spurlos aus ihrem normalen Lebensumfeld verschwunden. 

Zuletzt wurde sie am 09.02.03 gegen 17 Uhr im Spielcasino Broadway in der Renzstraße in Worms gesehen.
Seitdem gibtves kein Lebenszeichen mehr von ihr. 
Die Vermisste hat Bezüge nach Frankfurt/M., Offenbach und Mannheim.


Personenbeschreibung / Besondere Hinweise:

  • schlanke Figur,
  • 172 cm groß, 
  • Sprache: hochdeutsch,
  • blondes Haar, 
  • grüne Augen,
  • besonderes Kennzeichen: Piercing am rechten Nasenflügel


Letzte bekannte Bekleidung:
  • Levis-Jeans, 
  • braune Stiefel,
  • führte kleine pinkfarbene Handtasche mit sich. 


Gesuchte Hinweise:


  • Wer hat die Vermisste nach dem 09.02.03, 17 Uhr gesehen?
  • Wer kann Hinweise auf den derzeitigen Aufenthalt der Vermissten geben?


Sachbearbeitende Dienststelle:

Polizeidirektion Worms

GROSSBRITANIEN/YORKSHIRE: Unbekannte Tote gefunden (2004)

Wer kennt die unbekannte Tote? 

Die Polizei braucht Hilfe, um eine Unbekannte Tote zu identifizieren und sie sucht nun in ganz Europa nach Hinweisen auf die Tote.
Die Polizei glaubt, dass die Frau, deren Leiche an den Hängen eines der Yorkshire Three Peaks gefunden wurde, eine "thailändische Braut" gewesen sein könnte.

Ein Ermittler für Cold-Case-Fällen sagte, dass die mysteriöse Frau wahrscheinlich an einem anderen Ort getötet und ihr Körper zu einem abgelegenen Ort an den Hängen von Pen-y-Gent gebracht wurde.

Die Frau, deren Leiche im September 2004 in der Nähe des Pennine Way von Wanderern entdeckt wurde, konnte nie identifiziert werden. 
Die Polizei von North Yorkshire meint,  dasd die Frau daswahrscheinlich aus Südostasien stammen könnte. 


Kürzlich durchgeführte forensische Tests an den Haaren der toten Frau legen nahe, dass sie einige Zeit in Süd-Cumbria oder Nord-Lancashire gelebt hat.



Dies ist ein Skizze von der Toten.
Wer kennt die abgebildete Frau?


Ein Ermittlerteam aus North Yorkshire und  der Cleveland Polizei hatten zusammen an diesen Cold-Case gearbeitet. Sie haben den Tod untersucht und nun neue Informationen dazu veröffentlicht. Die Ermittler hoffen, dass aufgrund der neuen Veröffentlichungen, neue Hinweise bei der Polizei eingehen und der Fall aufgeklärt werden kann.

Die Frau wurde am 20. September 2004 von einer Wandergruppe entdeckt.  Die unbekannte Tote lag bei einem Hügel, nahe einem Schlagloch in Sell Gill Holes, 2 km nördlich von Horton in Ribblesdale.
 
Die genaue Todesursache konnte nicht mehr genau festgestellt werden.

Die Obduktion ergab, das der 
Todeszeitpunkt  zwischen dem 31. August und dem 13. September 2004 einzugrenzen ist. 
Aufgrund ihrer Kleidung und ihres Schmucks lässt sich mit Sicherheit sagen, dass sie mindestens zwei Jahre in Großbritannien gelebt hat. Die Ermittler glauben sie könnte möglicherweise als „thailändische Braut“ ins Land gekommen sein.
Dieser Begriff bedeutet nicht notwendigerweise, dass die Frau aus Thailand stammt, sondern dass sie eine Frau ist, die eine Beziehung zu einem weißen Gentleman eingegangen ist und in den späten 1990er Jahren oder Anfang der 2000er Jahre wieder in Großbritannien gelebt hat.
Das würde wahrscheinlich bedeuten, dass ihr Partner älter als sie war und wahrscheinlich vor ihrer Beziehung ein einsameres und zurückgezogenes Leben geführt hat.

Wer auch immer ihr Partner in den letzten Tagen ihres Lebens war, ist die Person, die die Ermittler unbediengt finden müssen.



Die Polizei bittet die Menschen im Norden von Lancashire und Süd-Cumbria, an diese Zeit zu denken und zu prüfen, ob sie sich an eine Frau aus Südostasien erinnern, die möglicherweise mit einem einheimischen Mann in Beziehung gestanden hat.
Wahrscheinlich wurden  die Bekannten der Frau erzählt, dass die Beziehung beendet ist und sie in ihr Heimatland zurück gekehrt ist. 
Die Polizei glaubt, das sie an einem anderen Ort, möglicherweise in ihrem eigenen Zuhause, getötet wurde, bevor ihr Körper an diesem abgelegenen Ort transportiert und abgelegt wurde. Zum ablegen der Leiche, hat der Täter ein Fahrzeug benutzt, wahrscheinlich ein Geländewage oder Jeep, da das Gelände sehr schwierigen zu befahren ist. Auch richtet sich die Polizei an Menschen aus ganz Europa, vorallem an die asiatische Community. Vielleicht erkennt jemand die Tote.


  • Die Frau wird als südostasiatisches Land beschrieben, das China, Korea, Thailand und die Philippinen umfasst, 
  • 1,5 m (4 Fuß 11 Zoll),
  • zwischen 20 und 40 Jahre alt, 
  • etwa 63,5 kg schwer,
  • braune Augen und
  • dunkelbraune Schulterlänge Haare,
  • beide Ohren hatten Ohrlöcher, 
  • zudem hatte sie eine markante Lücke zwischen den vorderen unteren Zähnen, die beim Lächeln aufgefallen wären.


Zuvor hatte die Polizei eine internationale Social-Media-Kampagne in der Sprache  
Englisch, Filipino und Thai
herausgegeben, um die Frau zu identifizieren. Jetzt aber wird direkt on dernäheren Umgebung nach Hinweisen und Zeugen gesucht,  da die neuen Beweise nahelegen, dass diw Frau möglicherweise im Nordwesten Englands gelebt hat. 

Das geheimnisvolle Opfer wurde auf dem Friedhof der St. Oswald's Church in der Nähe von Horton in Ribblesdale begraben. Der Gemeinderat übernahmdie Kosten für die Beerdigung.  Die Dorfbewohner richteten ein Spendenkonto ein, um einen Grabstein für das Grab der Frau zu zahlen.

Als die Frau gefunden wurde, trug sie grüne Marks and Spencer-Jeans (Größe 12), helle Socken, einen weißen BH und eine schwarze Hose (Größe 10-12). In der Nähe wurde ein türkis-weißes, horizontal gestreiftes T-Shirt der Größe 10-12 gefunden.

Sie trug einen goldenen Ring am dritten Finger ihrer linken Hand. Der Ring hatte 22 Karat oder mehr und wurde in Thailand hergestellt. Beide Ohren waren durchbohrt, aber sie trug keine Ohrringe. Es gab keinerlei Anzeichen von Schuhen, Jacken oder Gepäck.

Die Polizei sagte, dass sie glaubte, sie sei eine Nichtraucherin.

Die Frau trug eine Spirale zur Verhütung , hatte aber in der Vergangenheit eine Schwangerschaft gehabt.

Die Ermittler sagten sogar, dass es einen Hinweis gibt, dass das Wachstum der unbekannten Frau in der Kindheit aufgrund einer Kinderkrankheit, wie Masern angehalten wurde.

Als Teil der Untersuchung wurde das Sell Gill Holes-Höhlensystem viermal durchsucht, einschließlich Abschnitten, die nur für erfahrene Höhlentaucher zugänglich sind.

Wanderer, die den Pennine Way benutzten und die Three Peaks in Angriff nahmen, wurden verfolgt und über Hostels, Hotels und Cafés kontaktiert. Im ganzen Gebiet wurden Plakate aufgestellt und in allen umliegenden Dörfern wurden Anfragen von Haus zu Haus gestellt.


Jeder, der Informationen hat, die die Ermittlungen unterstützen könnten, wird gebeten, die Polizei von North Yorkshire unter 101 anzurufen, Option 1 auszuwählen und mit dem Kraftkontrollraum zu sprechen.

Alternativ können Informationen anonym unter 0800 555111 an Crimestoppers übermittelt werden.

Samstag, 3. November 2018

ROSBACH: Tötungsdelikt z. N. einer unbekannten Frau

30 Jahre alter Mordfall würde neu aufgerollt

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

Vor 30 Jahren fanden Waldarbeiter bei Rosbach in der Wetterau eine Leiche. Es war Mord - viel mehr wussten die Ermittler lange nicht. Jetzt liefern Rechtsmediziner neue Hinweise über das Opfer, die zum Täter führen könnten.



Fundort der Leiche; Gesichtsrekonstruktion der unbekannten Frau.
Foto: Polizei


Im Sommer 1988 machten Waldarbeiter im Stadtforst von Rosbach vor der Höhe (Wetterau) einen grausigen Fund. Ganz in der Nähe der Autobahn 5 nahe der Anschlussstelle Friedberg entdeckten sie am Nachmittag des 21. Juni in einem Entwässerungsgraben eine Leiche. Sie war so bis aufs Skelett verwest, dass die Ermittler den Fall bis heute nicht klären konnten. Jetzt bringt die moderne Kriminaltechnik laut Polizei Friedberg und Staatsanwaltschaft Gießen doch noch Hinweise, die auf die Spur des unbekannten Täters führen könnten.

Dass ein Verbrechen vorlag, erkannten die Beamten laut Polizei schon an der "Auffindesituation". Doch die Todesursache war nicht herauszufinden, genauso wenig wie die Identität der getöteten Person - und nicht einmal ihr Geschlecht. Rechtsmediziner aus Gießen, München, Insbruck und Amsterdam sind sich jetzt aber sicher: Bei dem Opfer handelt es sich um eine Frau, die aus Polen oder der Ukraine stammte und zum Zeitpunkt ihres Todes etwa 25 bis 35 Jahre alt war.
Cold Case routinemäßig überprüft

Die Untersuchungen an mehreren Instituten hatten Kripo und Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben, als sie routinemäßig die Akte im vergangenen Jahr zur Überprüfung noch einmal geöffnet hatten. Das ist bei ungeklärten Fällen, sogenannten Cold Cases, üblich. Es war DNA aus einem Eckzahn, die zeigte: Die Tote war eine Frau. Die weitere Detektivarbeit der Mediziner brachte schließlich bemerkenswerte Details zu Tage.

Die Fachleute bediente sich unter anderem der Isotopenanalyse von Schädel, Zähnen und Haaren. So lassen sich Erkenntnisse darüber gewinnen, wo ein Mensch in einzelnen Phasen von der Kindheit bis zum Tod lebte. Hinzu kam eine toxikologische Untersuchung der Haare. 
Daraus ergibt sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Donnerstag folgendes Bild:

  • Die Frau dürfte am ehesten in Gebirgsregionen im südöstlichen Polen oder grenznahen Gebieten der Ukraine aufgewachsen sein.
  • In der Pubertät ist ein Ortswechsel in südliche Alpenregionen denkar, zum Beispiel in die Schweiz oder Norditalien.
  • Die Frau war 1,65 Meter groß, mit mittelbraunem und gelocktem Haar. Schuhgröße: 34-35. Sie hatte Blutgruppe A und 17 Zahnfüllungen. Sie trug einen goldfarbenen Ohrstecker.
  • Im letzten Lebensabschnitt dürfte die Frau sich in Indien oder "meeresnahen südasiatischen Regionen" aufgehalten haben. Dafür spricht die Nahrung, die sie in dieser Lebensphase zu sich genommen hat.
  • Erst wenige Wochen vor ihrem Tod im Sommer 1988 dürfte die Verstorbene nach Mitteleuropa und Deutschland zurückgekehrt sein.
Computergestützte Rekonstruktion

Die toxikologischen Untersuchungen der Haare zeigten zudem: Die Frau konsumierte keine Drogen. Sachverständige der Hochschule Mittweida in Sachsen haben eine computergestützte Rekonstruktion der Gesichtsweichteile der unbekannten Toten erstellt. 

Polizei und Staatsanwaltschaft setzen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Fall nach drei Jahrzehnten vielleicht noch lösen zu können.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

ASCHAFFENBURG: Tötungsdelikt z. N. von Ramona Böttcher, Christiane Juncker und Erika Stegmann

Drei Cold Case Mordfälle werden neu aufgerollt


Es sind Fälle, die seit teilweise über 30 Jahren die ganze Aschaffenburger Region bewegen. Es sind die Schicksale von drei Frauen, deren Mörder nie gefasst werden konnten. Doch Mord verjährt nicht. Ihre Familien leben bis heute immer noch, in Ungewissheit. Die Frage, warum ihre Töchter auf grauenvolle Art und Weise sterben mussten und wer sie umgebracht hat, ist bis dato unbeantwortet.

Am 24. Oktober trifft sich zum ersten Mal eine neue Arbeitsgruppe für Altfallermittlungen in Aschaffenburg.

Warum werden genau die Fälle Junker, Stegmann und Böttcher neu aufgerollt?


Können Spuren von damals neu untersucht werden?


Gibt es womöglich Zeugen, die damals geschwiegen haben und heute über ihr Wissen sprechen wollen, weil sich Beziehungen geändert haben?

Die Mitglieder der neuen „Arbeitsgruppe für Altfallermittlungen“ in Aschaffenburg haben Hoffnung – sie wollen endlich den oder die Mörder von Christiane Junker, Erika Stegmann und Ramona Böttcher finden. Die Ermittler wollen nun alles Fragen beantworten und den Täter schnappen.


Am 24. Oktober nehmen die Ermittler ihre Arbeit in den sogenannten „Cold-Cases“ auf. Insgesamt zehn Kriminalbeamte werden für die Gruppe ausgewählt, einer aus jedem Fachkommissariat.


Warum genau Junker, Stegmann und Böttcher?


Neue Hinweise gibt es in den drei Fällen der Frauen nicht, aber eine Sache ist für die Ermittler entscheidend. Die Fälle der drei Frauen weisen gewisse Ähnlichkeiten auf, die möglicherweise in eine Ermittlungsrichtung zeigen und auch zusammenhängen könnten.


Ob es einen gemeinsamen Mörder gibt, ist allerdings noch ungewiss. Es kann sein, dass die Morde von drei unterschiedlichen, von zwei oder auch nur von einem Täter begangen wurden. Mit dieser Herangehensweise können die Ermittler am besten überprüfen, ob es in diese oder in eine andere Richtung geht.


Wie gehen die Opfer-Familien damit um?

Die Ermittler stehen im ständigen Kontakt und sind zu jederzeit Ansprechpartner für die Familien der Hinterbliebenen. Die Familien wissen bereits, dass die Fälle neu aufgerollt werden. Sie sind realistisch, aber haben alle die Hoffnung, das es neue Hinweise geben könntest, die dann zu Aufklärung der Fälle und zu Ergreifung des Täters führen.

Das sind die drei Mordfälle:

Mordfall Böttcher

Wer tötete Ramona Böttcher?


Wer tötete Ramona Böttcher?
Foto: Polizei
 


Am 16.12.1990 wird die Leiche von Ramona Böttcher im Miltenberger Ortsteil Wenschdorf gefunden. Sie wurde vermutlich dort abgelegt. Frau Böttcher war wohnhaft in Neu-Ulm und dort am 25.10.1990 zuletzt lebend gesehen worden. Sie verließ dort um Mitternacht ein Lokal und wollte vermutlich per Anhalter in ihre etwa zwei Kilometer weiter gelegene Wohnung fahren. Der Fundort der Leiche, das weiß man, war nicht der Tatort. Die Todesursache konnte damals nicht festgestellt werden.



Mordfall Juncker


Warum musste Christiane Juncker?

Christiane Junker.
Foto: Polizei

Ein Fall, der 1979 schockiert: Die 15-jährige Christiane Junker besucht am 18. Dezember 1979 einen Abendkurs an der Kolpingschule und kommt nie wieder nach Hause. Am nächsten Morgen findet man die Leiche des erwürgten Mädchens beim Pavillon im Schlosspark. Ihr lebloser Körper wurde anschließend über die Schlossmauer geworfen.


Mordfall Stegmann


Warum musste Erika Stegmann sterben?

Erika Stegmann
Foto: Polizei


Es ist Ende September gegen 20 Uhr als Erika Stegmann ihren Arbeitsplatz, ein Geschäft in der Mainaschaffer Straße in Aschaffenburg, verlässt. Es ist das vermutlich letzte Mal, dass die Verkäuferin lebend gesehen wird. Schon kurz danach muss ihr Mörder mehrfach auf sie eingestochen haben. Der Täter quält und misshandelte die Frau schwer. Spaziergänger finden ihre Leiche unterhalb der Aschaffenburger Ebertbrücke. Hier im Bereich der Brücke muss Erika Stegmann wohl auch auf ihren Mörder getroffen sein.


Grund für die Annahme: Entlang der westlichen Böschung in Richtung Mainuferweg wurden Spuren einer Flucht bzw. eines Kampfes vorgefunden.


Zeugen gesucht


Die Polizei sucht in allen drei Fällen Zeugen und Hinweise.


Um die Mordfälle klären zu können, werden Zeugen gesucht. Möglicherweise haben sich Beziehungen geändert und es ist Ihnen erst jetzt möglich über mögliches Wissen in den Fällen zu sprechen. Die Polizei nimmt Ihre Hinweise entgegen, gegebenenfalls auch vertraulich. Den Kriminaldauerdienst erreichen Sie unter: 06021 857 1731

Mittwoch, 24. Oktober 2018

RENDSBURG: Vermisst Wolfgang Fürst (2017)

Kriminalpolizei ermittelt im Vermisstenfall

Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach einer vermissten Person.


Wer kennt Wolfgang Fürst?
Foto: LKA Schleswig - Holstein


Die Kieler Mordkommission hat einen Vermisstenfall aus dem Jahr 2017 übernommen, bei dem ein Tötungsdelikt nunmehr nicht auszuschließen ist. Gesucht werden Personen, die Angaben zum Verbleib des 62 Jahre alten Wolfgang Fürst aus Rendsburg machen können. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde eine Belohnung ausgelobt.

Herr Fürst gehörte dem Rendsburger Obdachlosenmilieu an und hielt sich häufig im Bereich des Rendsburger Kreishafens auf. 

Zuletzt gesehen wurde der etwa 190 cm große, schlanke Mann am 21. Oktober 2017. 
Die Ermittler der örtlichen Kriminalpolizei schließen mittlerweile ein Gewaltverbrechen nicht aus, weshalb die zuständige Mordkommission der Kieler Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat.

Die Beamten suchen nun nach Personen, die mit Herrn Fürst in Kontakt standen bzw. stehen und noch nicht von der Polizei befragt wurden. Ebenfalls werden Personen gesucht, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können oder Beobachtungen gemacht haben, die mit seinem Verschwinden zu tun haben könnten.

Hinweise nimmt die Kieler Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0431 160-3333 entgegen.

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung in Höhe von
EUR 1.000

für Hinweise, die zum Auffinden des Herrn Fürst oder zur Klärung einer Straftat in Zusammenhang mit seinem Verschwinden führen ausgelobt.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

HAMBURG: Vermisst Andreas Dunkler (1997)

Seit 1997 verschwunden- Was ist mit Andreas Dünkler passiert?!

Zeugen werden gesucht


Am 18.02.1997 verschwand der damals 29-jährige Jurastudent Andreas Dünkler spurlos in Hamburg. Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Ermittler der Ermittlungsgruppe 163 "Cold Cases" gehen inzwischen vom Verdacht eines Tötungsdelikts zum Nachteil des Vermissten aus und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.



Was ist mit Andreas Dünkler passiert? Wurde er Opfer eines Tötungsdeliktes?
Foto: Polizei

Andreas Dünkler hatte sich am Abend des 18.02.1997 mit zwei Freunden verabredet, um im Millerntorstadion das Zweitligaspiel des FC St. Pauli gegen den VfL Bochum zu besuchen. Das Fußballspiel wurde nach einer sturmbedingten Beschädigung des Stadions allerdings kurzfristig abgesagt. 
Die drei Freunde begaben sich daraufhin in einen Irish Pub in der Altstadt. Nach dem Verzehr eines Bieres begab sich Andreas Dünkler gegen 22:00 Uhr mit einem Freund zum Hamburger Hauptbahnhof. Sein Begleiter verabschiedete sich dort von ihm, Andreas Dünkler blieb auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Linie 1 allein zurück.




Er wartete dort auf den nächsten Zug in Richtung Norden, um nach Hause zu fahren. Hier wurde Andreas Dünkler zuletzt gesichert gesehen.




Ein von den Ermittlern vernommener Zeuge berichtete, er habe seinerzeit gesehen, wie eine männliche Person mit großer Ähnlichkeit zu Andreas Dünkler von zwei männlichen Personen gegen 23:00 Uhr in einem Waggon der Linie U1 in Fahrtrichtung Norden von links und rechts gestützt wurde. 

Diese Person wirkte auf den Zeugen schlapp, abwesend und verletzt. Als die drei Personen an der Station Kellinghusenstraße von der Sitzbank aufstanden, hinterließ die gestützte Person einen mutmaßlichen Blutfleck auf der Sitzbank. Der Zeuge konnte weiterhin erkennen, dass die gestützte Person durch die beiden Begleiter in Richtung des Treppenabgangs mitgeschleift wurde und nicht auf eigenen Füßen ging. Die beiden Begleiter sprachen in einer für den deutschen Zeugen fremden Sprache miteinander.



Der beobachtete Verletzte wurde durch den Zeugen wie folgt beschrieben:

  • männlich 
  • kräftig 
  • ca. 30 Jahre 
  • ca. 1,80 m 
  • Schirmmütze mit Schirm nach hinten 
  • khakifarbener Militärparka


Die beiden stützenden Begleiter wurden durch den Zeugen wie folgt beschrieben:

Person 1:
  • männlich
  • schlank/eher dünn - ca. 1,80 m 
  • dunkelblonde Haare (vorne kurz geschnitten, hinten zurückgekämmt) 
  • verwaschene Jeans mit ausgefransten Löchern
  • dünne, blousonartige Jacke


Person 2:
  • männlich 
  • schlank/sehr durchtrainiert 
  • 1,75 bis 1,80 m 
  • dunkelbraune Haare (glatt nach hinten zu einem ca. 5 cm langen Pferdeschwanz gebunden) 
  • bekleidet mit Trainingshose und einem Blouson mit Aufschrift



Zeugen, die Angaben zu der beschriebenen Situation oder den beschriebenen Personen machen können oder die anderweitige Hinweise zu Andreas Dünkler geben können, werden gebeten sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder einer Polizeidienststelle zu melden.