Mittwoch, 16. Oktober 2019

FRANKFURT/MAIN: Tötungsdelikt z. N. von Karen Knappe (2001)

Mord verjährt nicht 


Gegen das Vergessen



Das ist ein Fall, den ich auch sehr lange kenne und mich berührt das Schicksal von Karen Knappe sehr.

Damals wurde dieser Mordfall oft in der Sendung Ungeklärte Morde (RTL2) behandelt. Jahre später gab es auch Wiederholungen der Sendung und auch ein UPDATE und diesen Fall. Damals schien der Fall aufgeklärt, man sprach von einem 16-jährigen Tatverdächtigen (zum Zeitpunkt der Tat), einer Festnahme und über den Ermittlungserfolg. 





Wer tötete Karen Knappe?
Foto: Polizei




Auch in dem Update der Sendung Ungeklärte Morde, wurde kurz das Tatgeschehen erläutert.


Wer kannte Karen Knappe oder wer hat Karen Knappe im besagten Zeitraum gesehen?
Foto: Polizei 




Für mich war die Tat aufgeklärt, dem war später doch nicht so.

Nun steht alles wieder am Anfang.

Ich hoffe aber weiterhin das dieser Mordfall gelöst wird.

Karen Knappe war drogensüchtig und war auf dem Straßenstrich im Frankfurter Bahnhofsviertel tätig. Sie hatte schon mehrere Entziehungskuren hinter sich.

Karen hatte ein Zimmer bei der Frankfurter Drogenhilfe. Sie wohnte aber meistens bei einer Freundin. Zu der brachte sie am Silvesterabend einen neuen Freund mit. Er bot ihr an sie mit nach Berlin zu nehmen und ihr zu helfen aus der Szene herauszukommen. Er gab ihr 500 Mark und bat sie die nächsten Tage nicht anzuschaffen. Von dem Geld kauft sie jedoch Heroin. Karen wurde am 3. Januar 2001 zuletzt in einer Drogeneinrichtung in Frankfurt gesehen (Druckraum) um sich saubere Spritzen geben zu lassen. 500 Mark kostet ihre tägliche Drogenration aus Heroin, Cannabis, Crack. Auch eine Kollegin sah sie zuletzt am 3. Januar abends an ihrem Stammplatz in der Weserstraße. Gegen 1:30 Uhr meldet sie sich telefonisch bei ihrer Freundin und kündigt an sie würde gleich kommen. Dort kommt sie jedoch nie an.

Ihre Schwester meldete sie eine Woche nach ihrem Verschwinden als vermisst.

Am 23. Februar wurde die in einem gelben Müllsack steckende Leiche bei Kamp-Bornhofen (Boppard) aus dem Rhein gezogen. Die Ermittler stellten Tod durch Erwürgen fest.

Unklar ist an welcher Stelle sie ins Wasser geworfen wurde. Müllsäcke von dem Typ in der ihre Leiche steckte, wurden damals in den Kreisen Hoch- und Maintaunus sowie in Rheinessen und im Rheingau zur Sammlung von sogenanntem Wertstoffmüll ausgegeben.

Die Polizei hält es für möglich, dass die Leiche am Unterlauf des Mains ins Wasser geworfen wurde und einige Wehre überwand.

Passanten hatten am 13. Februar einen Körper im Rhein treiben sehen, der jedoch schon wieder verschwunden war, ehe die Polizei eintraf.

Vom Täter fällt bis heute jede Spur

Im Mordfall aus dem Rhein geborgenen Prostituierten Karen Knappe sucht die Kripo Frankfurt nach Zeugen Die 24 Jahre alte Frau wurde am 3 Januar 2001 zuletzt in Frankfurt gesehen. Am 23 Februar 2001 war die in einem gelben Müllsack steckende Leiche bei Kamp-Bornhofen (Boppard) aus dem Rhein gezogen worden.

Die Frau war einige Tage nach ihrem verschwinden erwürgt worden.


Unklar ist, an welcher Stelle das Opfer
ins Wasser geworfen wurde.

  • Die schlanke blonde Frau war 1,66 Meter groß und hatte grüne Augen im linken Nasenflügel trug sie einen Nasenstecker.
  • Sie hatte einen auffälligen Nasenhöcker und sichtbare Zahnlücken. 
  • Und auserdem sind bis heute noch ihr kleinen Brauner Leder rucksack verschwunden wo ihre persönliche habe sich befunden hat.



Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Wer Hinweise zum Mordfall Karin Knappe geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Frankfurt

unter den Rufnummern

Telefon: +49 (0)69 755-53111 Kriminaldau erdienst

Telefax: +49 (0)69 755-53109

Montag, 14. Oktober 2019

HAMBURG: Niza Gardenia Vera Macias (2002)

Warum musste 
Niza Gardenia Vera Macias sterben? 

Diesen Mordfall hatte ich damals in der Sendung Ungeklärte Morde auf RTL2 mitverfolgt und ich wollte immer über diesen Fall, auch hier im Blog aufnehmen. Leider habe ich den Fall aus den Augen verloren und vergessen. Vor ein paar Tagen bin ich dann wieder auf den Fall gestossen. 

Der Mord geschah am Mittwoch, den 6.11.2002 gegen 2 Uhr in der Saseler Straße in Hamburg. 



Warum wurde Niza Gardenia Vera Macias ermordet?
Foto: RTL2

In der Rotlichtszene von St. Georg war Nazia Gardenia V. bekannt. Seit Jahren stand sie an der Ellmenreichstraße. Sie war eher eine Edelprostituierte, hatte Stammfreier und liebte den Luxus. Einen Zuhälter hatte die Ecuadorianerin nicht. Eine Ehe, von der Kolleginnen der Frau vermuten, dass sie in erster Linie geschlossen worden war, um in Deutschland bleiben zu können, war längst geschieden. Man sprach immer von einer "Zweckehe". Zuletzt lebte die 33-Jährige mit ihrer Tochter Lisette (9) in einem Hochhaus, an der Saseler Straße, dort wo sie in der Nacht zu Mittwoch um 2 Uhr starb.


Die Tat selbst war von ungeheurer Brutalität, eine regelrechte Hinrichtung. Die Ermittler rekonstruierten, dass Nazia Gardenia V. kurz vor der Tat ihren schwarzen Ford Ka mit dem Kennzeichen HH-NV 869 vor ihrer Wohnung eingeparkt hatte. Sie war ausgestiegen und hatte dann noch ein paar Kleidungsstücke und Bücher aus dem Fahrzeug genommen. Der oder die Täter müssen zu diesem Zeitpunkt schon in der Dunkelheit gelauert haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler fiel der tödliche Schuss, als sie sich wieder umdrehte, um ins Haus zu gehen. Die Kugel vom Kaliber 7,65 traf die 33-Jährige in den Kopf. Sie war sofort tot. Die Tasche des Opfers, in der Handy, Geldbörse und Ausweispapiere waren, nahm der Täter mit. Den Schuss selbst hatte niemand in der Gegend gehört. Möglicherweise hatte der Schütze einen Schalldämpfer benutzt. Erst eine Autofahrerin entdeckte zufällig die Leblose.


Das Motiv für die kaltblütig durchgeführte Tat liegt im Dunkeln. Allerdings dürfte die Frau Feinde gehabt haben. Vielen ihrer Freier machte sie Versprechungen auf ein gemeinsames Leben, um noch mehr Geld zu bekommen. Davon hatte sie sich mittlerweile eine Hazienda in ihrer Heimat gekauft. In St. Georg kursiert ein weiteres Motiv. Die 33-Jährige hatte ein gutes Verhältnis zur Polizei, soll dort, so wird erzählt, auch Tipps gegeben haben. Das die Frau offiziell für die Polizei gearbeitet hat, wird dementiert. Sie sei nie als V-Frau oder Tippgeberin geführt worden und habe auch niemals Geld bekommen. Das es Kontakte auf örtlicher Ebene gegeben hatte, wird eingeräumt.



Aber was war das Motiv für diesen Mord? 


Der Blutrausch eines enttäuschten Freiers? Der Racheakt eines Zuhälters? 
Wusste die Hure vielleicht einfach zu viel? 
Bis heute noch immer ein Rätsel.


Noch immer hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung und des Umfelds von 
Niza Gardenia Vera Macias. 


Hinweise bitte an die Polizei Hamburg oder jede andere Polizeidienststelle. 

Donnerstag, 10. Oktober 2019

MITWITZ: Tötungsdelikt z. N. von Norbert Ottinger (2006)

Brutal im Supermarkt ermordet


Im November 2006 wird in Mitwitz der Betreiber eines Supermarkts brutal ermordet. Bis heute versucht die Kripo, dem Täter auf die Spur zu kommen.


Das Mordopfer ist Norbert Ottinger, damals 61 Jahre alt. Am 13. November 2006 ist er ab 19.30 Uhr allein im Supermarkt. Seine Frau und sein Sohn, die ebenfalls in dem Betrieb arbeiten, haben das Geschäft bereits verlassen.


Wie kommt der Täter in den Supermarkt?
Irgendwann danach betritt der Täter das Geschäft. Kommt er durch die Tür, die wegen eines Defekts öfter mal nicht ins Schloss fällt? Hat ihn das Opfer selbst hineingelassen? Das ist bis heute nicht geklärt.


Im Büro wird Norbert Ottinger mit einem Softballschläger, der sich zum Schutz vor Überfällen im Geschäft befindet, von hinten niedergeschlagen. Er verliert das Bewusstsein. Der Täter geht zum Tresor in einen anderen Raum und wird davon überrascht, dass Norbert Ottinger wieder zu sich kommt.


Der Täter greift ein zweites Mal zum Softballschläger und schlägt mehrmals zu, bis der Ladeninhaber erneut das Bewusstsein verliert. Doch noch bevor der Täter mit der Beute verschwinden kann, kommt das Opfer wieder zu sich. Nun kommt es zum dritten Aufeinandertreffen und zu einem tödlichen Gewaltexzess.


Der Täter schlägt immer wieder mit dem Softballschläger zu und sticht mit mehreren Messern aus der Küche des Supermarkts auf Norbert Ottinger ein. Mehrere Klingen brechen durch die Wucht der Stiche ab.


Tatwaffen: Softballschläger und Messer



Kasseneinsätze und Softballschläger hat der Täter mitgenommen. 


Mordopfer Norbert Ottinger.
Foto: Polizei 


Am späten Abend fährt Norbert Ottingers Sohn zum Supermarkt, weil er sich Sorgen macht. Gegen 23.45 Uhr findet er seinen Vater tot im Tresorraum. Der Täter hat mehrere Kasseneinsätze, Bargeld und auch den Softballschläger mitgenommen.


Geraubte Gegenstände

  • 5 Kasseneinsätze, grau, auf denen jeweils handschriftlich die Namen der Kassiererinnen vermerkt waren;
  • ein Softballschläger, orangefarben, schwarzer Griff, Aufschrift „Big Orange“.



Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat die geraubten Gegenstände gefunden?
  2. Wer hat am fraglichen Abend am Tatort Beobachtungen gemacht, die mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen können?
  3. Möglicherweise gibt es Mitwisser, vielleicht hat der Täter in seinem Bekanntenkreis Andeutungen über die Tat gemacht oder sich jemandem offenbart. Ebenso denkbar ist, dass er nach der Tat eine Wesensveränderung durchgemacht hat, weil ihn das Verbrechen belastet.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes an Norbert Ottinger führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.


Zuständig: Kripo Coburg, Telefon: 09561 / 645 640

Donnerstag, 3. Oktober 2019

BREMEN: Tötungsdelikt zum Nachteil einer unbekannten, jungen Frau in Bremen (2002)

Fund einer weiblichen Leiche 

Mord zum Nachteil einer unbekannten, jungen Frau in Bremen


Ich kenne diesen Fall schon sehr lange. Als ich vor Jahren mit diesem Blog begann, gehörte dieser Fall zu meinen Ersten. Leider gibt es nichts Neues und die junge Frau ist bis heute immer noch nicht identifiziert.  


Am 30.07.2002, gegen 17.00 Uhr, wurde in einem kleinen Segelhafen in der Nähe des Bremer Weserstadions ein Teppichbündel aus der Weser geborgen. Darin befand sich eine weibliche Leiche, die noch speziell in Leinentuch und in einen Plastiksack sowie eine Luftpolsterfolie eingepackt war. Bei dem Teppich handelt es sich um einen Polyamidteppich mit roter Umrandung (ca. 2 m x 3 m). Der Plastiksack ist ein sogenannter Bändchengewebesack ohne Innensack aus Kunststoff. Er trägt Kennlinien in den Farben grün-rot-blau und hat die Maße 100 cm x 60 cm.


In diesem Teppich wurde die Tote eingewickelt. 


Die Tote konnte bisher nicht identifiziert werden. Untersuchungen haben ergeben, dass die Frau durch einen Angriff gegen den Hals ums Leben gekommen ist.


Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Tote im Bereich der Oberweser ins Wasser gelangte.


Die Frau stammt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aus Osteuropa. Inzwischen war eine Gesichtsrekonstruktion der Toten möglich.



Gesichtsrekonstruktion der Toten.
Foto: Polizei





Schmuck der Toten.
Foto: Polizei 



Personenbeschreibung:


  • Geschlecht: weiblich
  • Alter:28-32 Jahre
  • Größe:167 cm
  • Äußere Erscheinung:
  • zierliche schlanke Gestalt,
  • ca. 50 kg schwer,
  • dunkelblonde gewellte ca. 43 cm lange Haare,
  • goldblond gefärbt, möglicherweise Dauerwelle, 
  • Scham- und Achselhaare rasiert, dichte
  • geschwungene kräftige Augenbrauen
  • möglicherweise Mutter eines 10 -12 Jahre alten Kinde

Bekleidung der Toten:
  • heller Baumwollslip, Größe 140 (Kindergröße) mit Slipeinlage,
  • Fingernägel gepflegt, länger, als Grundlack goldener Nagellack, später lila lackiert,
  • Fußnägel (großer Zeh) lila lackiert
  • silberfarbiger Ohrhänger mit rotem Stein im rechten Ohr (hergestellt 1956 durch ein sog. Juwelenkombinat in Charkov / Ukraine),
  • goldfarbiger Einwegohrlochstecker aus Chirurgenstahl mit dunklem Stein im linken Ohr, 
  • Haarklemme mit einem grellgrünen Schmetterling als Verzierung


Sonstige Merkmale:

  • Zähne:
  • Intaktes Gebiß ohne Fehlstellungsanomalien.
  • Die dritten Molaren sind mit ihrer Kronenentwicklung abgeschlossen, die Wurzelbildung ist weitestgehend abgeschlossen, der Apex ist noch offen. 
  • Alle diese Weisheitszähne befinden sich im Durchbruch. Der Abrasionsgrad ist gering, eine Paradontose oder Parodonditis. 
  • An allen Zähnen leichter Zahnsteinansatz. 
  • Mit Ausnahme des linken 2. Molaren des Unterkiefers sind alle erste und zweite Molaren von leichter bis mittelstarker Fissurenkaries betroffen.



Nachgewiesene zahnärztliche Behandlungen:


Zahn 14

  • An diesem Zahn ist eine Wurzelbehandlung vorgenommen worden.
  • Der Zahn ist mit einer großen Füllung, die die distale Zahnkronenhälfte umspannt, versehen.
  • Diese Füllung ist grob angelegt worden und zeigt noch keine Abschliffspuren. 
  • Distal zum 15 hin weit überstehend, den Interdentalraum ausfüllend. Diese Zahnbehandlung hat maximal wenige Monate vor dem Tode stattgefunden.
  • Möglicherweise handelt es sich um eine provisorische Füllung mit dem Ziel einer Weiterbehandlung.


Zahn 26:

Kleine Fissurenfüllung (Kronenfüllung), unauffällig und in die Abrasionsfläche integriert.

weitere Merkmale:
  • Hat mindestens ein Kind auf natürlichem Wege zur Welt gebracht
  • Blinddarm vorhanden
  • keine Narben am Körper



Fundort:

  • Ort: Bremen, Ortsteil Peterswerder
  • Zeit: 30.7.2002, gegen 17.00 Uhr

Hinweise an:

Kriminalpolizei Bremen - Kriminaldauerdienst -

Tel.: 0421 – 362 3888

oder jede andere Polizeidienststelle.
Sachbearbeitende Dienstelle:
POLIZEI BREMEN
Direktion Kriminalpolizei - LKA / K 33
In der Vahr 76, 28329 Bremen

Dienstag, 1. Oktober 2019

FRANKFURT/MAIN: Tötungsdelikt z. N. einer unbekannten jungen Frau (2001)

Wer ist die unbekannte Tote?


Am Dienstag, 31.07.2001, ca. 14.50 Uhr, wurde durch Passanten eine Mädchenleiche im Main bei Frankfurt am Main, Nied, aufgefunden.





Wer kennt das Mädchen oder hat es irgendwo mal gesehen?
Foto: Polizei



Wer ist das unbekannte Mädchen?
Foto: Polizei 


Der Leichnam des Mädchens wurde wie folgt von einem unbekanntem Täter verhüllt und beschwert:
Die Beine wurden angewinkelt und an die Brust gepresst, die Arme am Körper angelegt. In dieser Hockstellung wurde die Leiche mehrtourig mit einem Frotteebetttuch umschlungen und verknotet.
In dieser Form wurde der Leichnam in einem Bettbezug mit braunem Leopardenmuster eingewickelt.
Die zusammengeführten Enden des Bettbezuges wurden mit zwei verschiedenen, elastischen Bändern zusammengebunden. Eines der Bänder ist weiß, das zweite Band längs violett-weiß gestreift. Es handelt sich bei diesen Bändern um sogenannte Nalas, Stoffgürtel aus dem pakistanischen und afghanischen Raum.
Dieses bisher beschriebene Bündel wurde an einen Sonnenschirmständer gebunden, der mutmaßlich als Sinkgewicht dienen sollte. Der Sonnenschirmständer wird sowohl von der niederländischen Firma ELFE unter der Typenbezeichnung 505 KE, als auch von der ebenfalls niederländischen Firma VEROPA unter der Typenbezeichnung TFU 70 baugleich mit einer Stückzahl von ca. 10.000 jährlich hergestellt und europaweit an Großhändler und Baumärkte, unter anderem OBI, HORNBACH, PRAKTIKER, vertrieben.

Der Schirmständer besteht aus einem zweiteiligen, runden Fuß mit 70 cm Durchmesser. Das Unterteil des Fußes ist graublau, hat sechs tortenstückförmige Kammern, die zur Befüllung mit Sand oder Wasser dienen und in der Mitte ein Schraubgewinde. Über dieses Unterteil ist das weiße Oberteil gestülpt.
Ein 35 cm hohes Standrohr wird durch das weiße Oberteil in das Schraubgewinde des Unterteils eingeschraubt, dadurch sind alle drei Teile miteinander verbunden.
Am oberen Ende des nach oben sich verjüngenden Standrohres ist eine Schraubklemmmuffe angebracht, die einen Sonnenschirmmast von maximal 62 mm durchlässt. Unter
www.ipp.no/schirmst.htm ist dieser Schirmständer als Rondo-Füll-Schirmständer ebenfalls anzusehen.




Personalien



  • Geschlecht: weiblich
  • Alter: 15-16 Jahre
  • Größe: ca. 157 cm Äußere Erscheinung:
  • dunkelbraune ca. 30 cm lange Haare,
  • Augenfarbe nicht bestimmbar,
  • verkrüppeltes linkes Ohr, 
  • multiple Verletzungen am ganzen Körper,
  • 38,5 kg schwer

Fundort
  • Im Main bei Frankfurt-Nied, Hessen

Die Obduktion des unbekannten Mädchens ergab folgende Ergebnisse:
  • aufgrund radiologischer Befunde wird das Alter auf 15 - 16 Jahre geschätzt, tatsächlich erscheint das Mädchen jünger, ca. 13 Jahre, die Brüste erst in Ausprägung begriffen
  • die Nationalität ist unbekannt,
  • verkrüppeltes linkes Ohr (sogenanntes Blumenkohlohr) mit einer Verwachsung
  • lückenloses Gebiss ohne Weisheitszähne, keine zahn- oder kieferorthopädische Korrektur erkennbar
  • multiple Verletzungen am ganzen Körper, die auf langandauernde, schwerwiegende Misshandlungen schließen lassen und nicht ärztlich versorgt wurden wie z. B. in Fehlstellung verheilte mehrfache Brüche beider Oberarme, zahlreiche längliche Narben an Stirn, Rumpf und Beinen, zahlreiche Brandnarben am ganzen Körper, z. T. an Zigarettenverbrennungen erinnernd
  • das Mädchen war defloriert, hatte keine Anzeichen für eine Schwangerschaft und keine Anzeichen einer Genitalverletzung
  • beide Ohrläppchen waren durchstochen (für Ohrringe) sowie ein Nasenflügel
  • die Liegezeit im Wasser betrug 12-24 Stunden, der Eintritt des Todes ist nicht genau bestimmt, längstens jedoch drei Tage vor Auffindung
  • todesursächlich waren zwei durch stumpfe Gewalt hervorgerufene Rippenbrüche, die Lunge und Milz verletzten.

Fragen der Ermittler:
  1. Wer kann Hinweise auf die Identität des unbekannten Mädchens geben
  2. Wer kann Angaben bezüglich des Schirmständers, des Bettbezuges und der elastischen Bänder (den sog. Nalas) machen?

Das sind die Nalas.
Foto: Polizei 

In diesem Bettbezug mit Leopardmuster wurde die Leiche eingewickelt.
Foto: Polizei 


Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters / der Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt eine Belohnung von 10.000 EURO ausgesetzt. 


Sachbearbeitende Dienststelle:

Polizeipräsidium Frankfurt/M.
Fachkommissariat 11
Mordkommission 3

Telefon: +49 (0)69 755-51108 oder +49 (0)69 755-53131 (Kriminaldauerdienst - außerhalb der normalen Geschäftszeit)

Kontaktdaten Bundeskriminalamt

Bundeskriminalamt Wiesbaden
Kriminaldauerdienst
Kontakt

Telefon: +49 (0)611 55-13101

Darüber hinaus nimmt auch jede andere Polizeidienststelle
Ihre Hinweise entgegen.

Montag, 30. September 2019

ALTENA: Tötungsdelikt z. N. einer unbekannten jungen Frau (1997)

Wer könnte die Tote sein? 


Ich kenne diesen Fall aus der Sendung "Ungeklärte Morde", die auf RTL2 lief. Ich wollte immer zu dem Fall etwas schreiben, aber war dann mit anderen Fällen beschäftigt und letzendlich habe ich es einfach vergessen. Jetzt habe durch Zufall dran gedacht und nun hole ich es nach.


Ein brutaler Mord in einem Waldstück im Sauerland vor 22 Jahren lässt die Ermittler nicht ruhen.


Die Tat ist selbst für einen Mord an Grausamkeit und Brutalität kaum zu überbieten. 



Gesichtsrekonstruktion der unbekannten jungen Frau
Foto: Polizei 


Das Opfer, eine junge Frau um die 20, wird erst von ihrem Vater missbraucht, schließlich gewürgt und bei lebendigem Leib verbrannt. 22 Jahre ist das Verbrechen her, bei dem fast alle Spuren vernichtet wurden. Die zweite Besonderheit: Bis heute ist unklar, wer das Opfer – und vor allem wer der oder die Täter waren. Der private Fernsehsender RTL 2 hatte den Fall damals auch in der Sendung behandelt, aber dies brachte leider nicht den entscheidenden Hinweis.


Rund 15 Hinweise, aus ganz Deutschland, sind seit der Ausstrahlung bei der Polizei einegangen. Alle wurden abgearbeitet. Bis heute war kein neuer Ermittlungsansatz dabei. Die Rätsel um den Tod der jungen Frau und ihres Mörders bleiben offenbar bestehen. Es gibt bis heute keine eindeutige Version, über die genauen Tatumstände. Was bleibt, ist die Hoffnung – und wenige Fakten:


Montag, 2. Juni 1997, gegen 19.30 Uhr. Ein junger Motorradfahrer, fuhr mit seiner Geländemaschine in einem Waldstück oberhalb des Rahmedetals in Altena, nahe der Stadtgrenze zu Lüdenscheid, umher.  macht die grausige Entdeckung: Er findet eine stark verkohlte Leiche und alarmiert sofort die Polizei. Bis in die Nacht hinein arbeiten Kripo und Spurensicherung; die Feuerwehr leuchtet den Leichenfundort aus.


Was folgt, sind Ungeheuerlichkeiten: DNS-Spuren belegen, dass die junge Frau von ihrem eigenen Vater missbraucht worden sein muss, dass sie noch gelebt hat, als ihr Körper angezündet wurde – und dass offenbar niemand auf sie wartet. Es gibt bis heute keine Vermisstenmeldung.


Hoffnung keimt auf, als Monate später Fachleute aus Schottland den Schädel rekonstruieren, und der Toten wieder ein Gesicht geben. Die Suche nach Antworten auf die vielen Fragen, die bald auch durch TV-Sendungen läuft, bleibt ohne Ergebnis.


Was hingegen bleibt, sind Spekulationen. Die Tote und ihr/e Mörder könnten zu einer durchreisenden Familie gehört haben, die durch Zufall das abgelegene Waldstück am Bergfeld angesteuert haben, um die junge Frau dort zu töten. Andererseits: „Ich habe Zweifel, dass ein Auswärtiger diesen Platz finden würde“, urteilt Ulrich Kayser. Nur: Das Verschwinden der Tochter wäre bei einer Familie aus der Region wohl kaum geheim zu halten gewesen.


Als „Arbeiten am Rande des Möglichen“ beschreibt der Ermittler Ulrich Kayser seine Tätigkeit. Der gestandene Kriminalist hofft, „dass sich eines Tages die Mutter des Opfers bei der Polizei meldet, weil sie es nicht mehr aushält!“


Hinweise zu dem Verbrechen nimmt jede Polizeidienststelle unter dem Stichwort Bergfeld-Mord entgegen.

Donnerstag, 19. September 2019

HAMBURG: Vermisst Iris Schwarz (1980)

39 Jahre alter Fall wird neu aufgerollt 


Aus gegebenem Anlass möchte ich auch über den Vermisstenfall Iris Schwarz (1980 vermisst) aus Hamburg berichten. 



Auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ wurde  der Fall gezeigt.


Iris Schwarz in Jahr 1980.
Foto:Polizei 



Im Jahr 1980 bewegte ihr Schicksal die ganze Stadt: Iris Schwarz (17) war frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit verschwunden. Eine Woche nach ihrem Verschwinden fanden Handwerker unweit des Billbrookkanals ihre Kleidung und ihre Papiere.
Jetzt wird der Fall von der Hamburger Mordkommission neu aufgerollt. Die Ermittler sind heute davon überzeugt, dass Iris Schwarz ermordet wurde, und es gibt neue Ermittlungsansätze.


Nach der Scheidung der Eltern lebte Iris Schwarz allein in einer 32 Quadratmeter großen Einzimmerwohnung in einem Hochhaus an der Lengerckestraße (Wandsbek). Ihr Vater Udo zahlte einen Teil der Miete in Höhe von 450 Mark (230 Euro).
Iris absolvierte eine Lehre, als Konditorin  bei einer Konditorei in Hamburg. 
Am 29. Februar 1980 verließ Iris angeblich das Haus, um zu ihrer Arbeitsstelle an der Schenkendorfstraße (Uhlenhorst) zu fahren. Dort machte das Mädchen seit sieben Monaten eine Lehre bei der Konditorei Postel. Aber dort kam sie nie an. Iris war sehr zuverlässig, sie war immer pünktlich und kam nie zu spät.


Sie wollte zu einem Howard-Carpendale Konzert in Hamburg


Am 6. März entdeckten zwei Zimmerleute in einem Graben im Bereich Liebigstraße/Berzeliusstraße die grüne Lodenjacke und die weißen Turnschuhe der Vermissten. An einem Hang unter einem Busch lagen außerdem ihre braune Handtasche mit Ausweis, Geldbörse, Notizbuch, Sparbuch und HVV-Monatskarte. In der Brieftasche befand sich die ungenutzte Karte für ein Konzert mit Howard Carpendale in der Hamburger Musikhalle


Kurz vor ihrem Verschwinden hatte Iris einer Freundin erzählt, sie hätte heftigen Streit mit ihrem Vater gehabt. Außerdem hätte sie mit ihrem Freund Schluss gemacht. Deswegen ging die Polizei zunächst von einem möglichen Freitod aus. 
Aber wo war die Leiche? Unweit der Fundstelle der Kleidung verläuft der Billbrookkanal.


Das Gewässer wurde mit Polizeitauchern abgesucht. Der Polizeihubschrauber stieg auf und Einheiten der Bereitschaftspolizei durchkämmten das Gelände an der Liebigstraße, aber ohne Ergebnis.


Polizei Hamburg verhörte das Umfeld von Iris


Der Vater Udo Schwarz (damals 38) wurde stundenlang verhört. Doch es ergab sich kein konkreter Tatverdacht gegen den Monteur, der in verschiedenen Kernkraftwerken tätig war.


Polizei suchte in weiteren Hamburger Kanälen nach Iris



Die Suche wurde auf weitere Kanäle in Billbrook ausgeweitet. Boote der Wasserschutzpolizei suchten mit Schlepphaken den Grund der Gewässer ab. Auch in den benachbarten Boberger Dünen suchte die Polizei mit einem Großaufgebot. Das ging so über Tage. Schließlich aber wurde die Suche eingestellt.


Kommt der Täter aus dem direkten Umfeld? 


Was nun zur Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Hamburger Mordkommission geführt hat, wollen die Behörden nicht sagen.
Trotz des Zeitablaufs bestehen Ermittlungsansätze. Die Behörden gehen von einem Gewaltverbrechen zum Nachteil der Vermissten aus. 
Die Staatsanwaltschaft vermute, dass der Täter aus dem direkten Umfeld der Vermissten stamme ...“


Fragen nach Zeugen:



  1. Wer weiß, wo sich Iris Schwarz am Morgen des 29. Februar 1980 oder später aufgehalten hat?
  2. Iris hat bis 1976 in Wilster, Kreis Steinburg, gewohnt. Ist sie dort nach dem 29. Februar 1980 gesehen worden?
  3. Wer hat Beobachtungen am Fundort der Kleidung in der Liebigstraße in Hamburg gemacht?


Hinweise nimmt die Polizei Hamburg oder jede andere Polizeidienststelle 
entgegen. 

HAMM: Vermisst Patrick Raven (2017)

Was ist mit Patrick Raven passiert? 

Ich habe erst vor kurzen über das Verschwinden,  des Patrick Raven berichtet. Da dieser Fall auch in er aktuellen Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst "vorgestellt wurde, möchte ich nochmals über den Fall ausführlicher berichten. 



Patrick Raven ist seit dem 15.12.2017 vermisst. Er wurde zuletzt gesehen in der Nacht vom 14. auf den 15.12.2017 im Hammer Norden. Ab dort verliert sich jede Spur. Jegliche Ermittlungen und Suchmaßnahmen sind bislang ergebnislos verlaufen.



Nach einem Streit mit seiner Freundin packt Patrick Raven ein paar Sachen zusammen und verlässt die gemeinsame Wohnung in Hamm mit unbestimmtem Ziel. Seit damals wird er vermisst.


Patrick Raven ist im Dezember 2017 37 Jahre alt und wohnt bei seiner Lebensgefährtin in Hamm. Er hat gerade eine Entzugstherapie abbrechen müssen und befindet sich bei einem sogenannten „Substitutionsarzt“ in Behandlung.


Nach Streit vermisst
In der Nacht zum 15. Dezember 2017 kommt es zu einem Streit mit seiner Lebensgefährtin. Wütend verlässt er das Haus. Wohin er geht, sagt er nicht. Tage später macht sich seine Mutter Sorgen, weil er sich nicht mehr meldet und auch nicht mehr erreichbar ist.


Nachdem die eigene Suche erfolglos bleibt, erstattet die Mutter Vermisstenanzeige bei der Polizei. Aber auch deren Suchaktionen führen nicht zum Erfolg. Patrick Raven ist bis heute verschwunden.


Freiwillig untergetaucht?


Die Polizei befürchtet, dass Patrick Raven etwas zugestoßen ist. Dass er freiwillig gegangen ist, erscheint sehr unwahrscheinlich. Zum einen ist er auf Ersatzdrogen angewiesen, hat aber seit seinem Verschwinden keinen Arzt mehr aufgesucht. Zum anderen hat er sich danach auch nicht mehr bei seiner Familie gemeldet.


Gegen einen möglichen Suizid spricht, dass bis heute seine Leiche nicht gefunden wurde. Daher kann die Polizei nicht ausschließen, dass Patrick Raven Opfer eines Verbrechens geworden ist.




Wer Gat Patrick Raven gesehen?
Foto: Polizei 


Informationen zur Person:
  • Vermisst seit:  15. Dezember 2017
  • Familienname: Raven
  • Vorname: Patrick
  • Geburtsdatum: 09. April 1980
  • Staatsangehörigkeit: deutsch



Beschreibung der Person:
  • Geschlecht: männlich
  • Haarfarbe: dunkel
  • Augenfarbe: blau
  • Figur: schlank 
  • Größe: 164 cm
  • Bekleidung: evtl. Jogginghose und dunkles T-Shirt
  • Besondere Merkmale: Tätowierung am linken Arm "88"


Verschwundenes Handy:
  • Smartphone, 
  • Marke HUAWEI, 
  • Modell „P8 Lite“, 
  • weiß mit goldfarbener Umrandung.


Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat Patrick Raven nach seinem Verschwinden noch gesehen?
  2. Wer kannte Patrick Raven und kann Angaben zu seinem Verschwinden machen?
  3. Wer weiß, wo sein Smartphone abgeblieben ist?


 Hinweise bitte an:

Kripo Hamm/Westfalen. Telefon: 02381 / 916 31 10
E-Mail:


Montag, 16. September 2019

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Alexander Hahn

Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise 


Bei dem am 4.09.19 im Bruno-Taut-Ring in Britz niedergestochenen und kurze Zeit später im Krankenhaus verstorbenen Mann handelt es sich um den 40-jährigen Deutsch-Kasachen Alexander Hahn aus Marzahn. Er hat familiäre Bezüge in diesen Bereich. 


Wer kannte Alexander Hahn?
Foto: Polizei Berlin  

Nach Zeugenaussagen geriet er gegen 9.45 Uhr vor der Häuserzeile Bruno-Taut-Ring Nr. 2 bis 2 b mit einem unbekannten Mann in einen lautstarken verbalen Streit, in dessen Folge er durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper schwer verletzt wurde. Die Hintergründe dieses Streits sind bisher unklar. Der Täter flüchtete anschließend mit einem Fahrrad. Er könnte mit einer blauen Jacke und einer dunklen Hose bekleidet gewesen sein. Eventuell trug er zudem ein Basecap.


Die 6. Mordkommission bittet um Mithilfe und hat folgende Fragen:

  1. Wer kannte Alexander Hahn und kann Angaben zu seinem Umfeld machen?
  2. Wer hat am Vormittag des 4. September 2019 die Auseinandersetzung zwischen Alexander Hahn und dem bisher unbekannten Täter beobachtet?
  3. Wem fiel im Bereich des Tatorts oder in der Nähe ein Fahrradfahrer auf, bei dem es sich um den Täter handeln könnte?

Hinweise, die ggf. auch vertraulich behandelt werden können, nimmt die 6. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911666, per E-Mail unter LKA116@polizei.berlin.de oder auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Donnerstag, 29. August 2019

SCHWEIZ/ALTENDORF: Tötungsdelikt z. N. von Patricia Wilhelm (2004)

Warum musste Patricia Wilhelm sterben?! 


Eine junge Frau tritt ihre neue Stelle in einem Reisebüro im schweizerischen Altendorf an. Nur einen Monat später wird sie an ihrem Arbeitsplatz ermordet. Was steckt hinter der grausamen Tat?


Wer tötete Patricia Wilhelm? 
Foto: Polizei 


Anfang 2004: Patricia Wilhelm (22) lebt mit ihrem Freund im Haus ihrer Mutter in Einsiedeln im Schweizer Kanton Schwyz. Seit knapp vier Wochen arbeitet sie in einem Reisebüro in Altendorf. Am Freitag, dem 27. Februar 2004, ist sie allein im Büro. Zwischen 15.45 und 16.15 Uhr wird sie dort am helllichten Tag mit zwei Pistolenschüssen getötet.


Zunächst spricht vieles für einen Raubmord. Doch dann findet die Polizei heraus, dass es offenbar Dinge gab, die Patricia Wilhelm sehr belastet haben. Nur drei Tage vor der Tat wollte sie einer Freundin etwas mitteilen, das ihr auf dem Herzen zu liegen schien. Doch dazu kam es nicht.


Ebenfalls rätselhaft: Nur wenige Stunden vor dem Mord versuchte sie dringend, ihre Chefin im Urlaub zu erreichen. Auch ihr wollte sie offenbar etwas Wichtiges mitteilen. Doch worum es dabei ging, ist bis heute unklar.



Gefundene Munition und mutmaßliche Tatwaffe


Am Tatort fand die Polizei zwei auffallend alte Patronenhülsen aus Messing, Kaliber 7.62 Tokarew. Eine der Patronen stammt aus dem ehemaligem Jugoslawien (Prägung von 1956), die zweite Hülse aus tschechischer Produktion von 1952 (Prägung „aym-52“).


Beide Patronen wurden vermutlich mit einer Selbstladepistole des tschechischen Herstellers CZECH, Modell CZ 52 (VZ52), abgefeuert.



Tatwaffe und Munition 
Foto: Polizei 



Geraubte Gegenstände

  • schwarze Geldkassette, 25 x 20 cm groß, grauer Münzeinsatz, Inhalt: etwa 1.000 Schweizer Franken;
  • Notiz- und Adressbuch von Patricia Wilhelm, darin Namen und Telefonnummern aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
  • schwarzes Portemonnaie mit Patricia Wilhelms Ausweis und ihrem Führerschein sowie mehrere Bankkarten.




Geraubte Gegenstände
Foto: Polizei 



Fragen nach Zeugen

Wer kann Angaben zur Tat machen?
Wer kennt den oder die Täter?
Wer kann Angaben zum Verbleib der geraubten Gegenstände machen?


Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Schweizer Franken (ca. 4.500 Euro) ausgesetzt.


Hinweise bitte an das
Bundeskriminalamt in Wiesbaden unter der Telefonnummer
 0611 / 55 111 55.

Dienstag, 27. August 2019

KÖLN/BONN: Tötungsdelikt z. N. von Simone Dewenter (2002/2003)

Wer tötete Simone Dewenter? 



Dieses ungeklärte Tötungsdelikt ist nun fast 17 Jahre her. Ich möchte nochmal auf diesen Fall aufmerksam machen, da er mir sehr am Herzen liegt. 



Simone Dewenter
Foto: Polizei 


Simone Dewenter
Foto: Polizei 


Wer tötete Simone Dewenter?
Foto: Polizei 


Am Sonntag, den 29.12.2002, wurde die Prostituierte Simone Dewenter (genannt "Simi"), letztmalig auf dem Straßenstrich in dem Bonner Stadtteil Endenich lebend gesehen, wie sie gegen 21:20 Uhr in ein Kraftfahrzeug stieg.


Bonner Straßenstrich, Standort von Simone.
Foto: Polizei 


Danach verliert sich ihre Spur bis zum Neujahrstag des Jahres 2003.

Am 01.01.03 wird sie 150 km entfernt in der Nähe von Schweich / Trier in Rheinland-Pfalz tot aufgefunden.

Das Opfer lag nur noch mit Unterwäsche bekleidet im Gebüsch neben einem kleinen Parkplatz an der Landstraße 141.


Personenbeschreibung:


  • Familienname: Dewenter
  • Vorname: Simone
  • Spitzname: Simi
  • Geschlecht: weiblich
  • Alter: 30
  • Größe: 174 cm
  • Äußere Erscheinung:
  • Sie war 90 kg schwer. 
  • Sie wirkte deutlich jünger als 30 Jahre. 
  • Sie war gehörlos und verständigte sich normalerweise durch Lippenlesen, mit Gebärden und Zetteln. 
  • Sie konnte aber auch in typischer Gehörlosenart sprechen.
  • Das Opfer war mit ihren sehr langen mittelbraunen Haaren, in das blonde Strähnen eingefärbt waren, eine auffallende Erscheinung.
  • Sie hatte grau-grün-braune Augen und trug am linken Ohr drei goldfarbene Ohrstecker mit verschiedenen Steinen.
  • Am Fußgelenk hatte sie ein einfarbiges Tattoo.
  • Kleidung: 
  • Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens bekleidet mit türkisfarbenem Rollkragenpullover, dunkelgrauen Hosen, weißen Sportschuhen, beigefarbenem Kapuzenmantel mit Pelzbesatz.
  • Sie hatte einen großen weißen Regenschirm und eine schwarze Handtasche mit Kettenbügel bei sich. Diese Gegenstände sind seit der Tat verschwunden. 

Tattoo am Fußgelenk von Simone Dewenter.
Foto: Polizei 

Kapuzenmantel der Farbe beige mit Fellbesatz.
Foto: Polizei 

Drei goldfarbene Ohrstecker mit verschiedenen Steinen.
Foto: Polizei 




Als Simone am 01.01.03 auf dem genannten Parkplatz in der Nähe von Schweich / Trier in Rheinland-Pfalz tot aufgefunden wurde, war sie lediglich mit ihrer Unterwäsche, einem T-Shirt und Socken bekleidet.


Simone Dewenter wohnte in Köln-Kalk in der Albermannstraße. Bis wenige Wochen vor ihrem Tod war sie außer in Bonn auch in Köln als Prostituierte tätig.


Ausstrahlung in "XY-ungelöst"


Am Donnerstag, den 08.01.2004, wurde in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY-ungelöst" ein Beitrag über den Mord an Simone Dewenter ausgestrahlt. Die Beamten der Mordkommission in Trier erhofften sich aufgrund der zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, die nach der Sendung eingegangen sind, entscheidende Hinweise auf den Täter. Leider war bis dato, keine heisse Spur dabei. 


Auffindeort des Opfers:


Es handelt sich um einen kleinen Parkplatz neben der Landstraße 141 nahe der Ortschaft Schweich / Trier in Rheinland-Pfalz. 
Für überregionalen Verkehr ist dieser Parkplatz am besten über die BAB 1 zu erreichen (Abfahrten "Schweich" oder "Hetzerath").

Tatort: Auffindeort des Opfers
Foto: Polizei 

Tatort, Auffindeort des Opfers, Parkplatz in Blickrichtung Schweich.
Foto: Polizei 


Fragen der Ermittler:

  1. Wer hat an oder um diesen Parkplatz verdächtige Beobachtungen gemacht, die in Zusammenhang mit der Ermordung von Simone Dewenter stehen könnten?
  2. Wer hat in der Zeit vom 29.12.02 bis 01.01.03 auf oder in der Nähe des Parkplatzes ein Kraftfahrzeug stehen sehen?

Die Polizei in Trier geht davon aus, daß ein Kraftfahrzeug längere Zeit auf oder in der Nähe des Parkplatzes gestanden hat.


Ort des Verschwindens


Der Bonner Straßenstrich liegt im Ortsteil Endenich, westlich des Stadtzentrums.

Dazu gehören die Straßen "Am Probsthof", "Am Dickobskreuz", und die "Gerhard-Domagk-Straße". Überregionale Besucher erreichen die Straßen über die BAB 565, Abfahrt Bonn-Tannbusch.

In den Abendstunden des 29.12.02 stand Simone Dewenter mit ihrem Pkw in einer Parkbucht vor dem Telekom-Gebäude in der Straße "Am Probsthof". Dort bestieg sie gegen 21:20 Uhr ein Kraftfahrzeug.


Fragen:

  • Gibt es eventuell Zeugen, die diesen Vorgang beobachtet haben und vielleicht auch Angaben darüber machen können, wohin das Kraftfahrzeug fuhr?

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens dienen, wurde eine Belohnung in Höhe von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an:

Polizeipräsidium Trier
ZKI - Kommissariat 11
Kürenzer Straße 3
54292 Trier
Telefon: +49 (0)651 9779-2111 oder -2110 

Freitag, 23. August 2019

RHEURDT-SCHAEPHUYSEN: Tötungsdelikt z. N. eines Unbekannten (1996)

Mordopfer nicht identifiziert - Polizei bittet um Hinweise 


Am 08.12.1996 wurde in einer stillgelegten Kiesgrube, in Rheurdt-Schaephuysen, Kreis Kleve, an der Landstraße 140 eine unbekleidete Leiche aufgefunden. 



Es handelte sich um einen ca. 40 jährigen Mann, der durch eine Vielzahl von Schlägen auf den Kopf getötet worden war. Auch in anderen Bereichen des Körpers wurden Schlagverletzungen festgestellt, so wurde auch ein Unterschenkel zerschmettert. 


Die Leiche wies umgelagerte Leichenflecken auf, es bestand der Verdacht, dass die Leiche nach der Tötung einige Stunden woanders gelegen hatte, bevor sie vermutlich mit einem Fahrzeug zu der stillgelegten Kiesgrube gebracht und dort einen Abhang hinunter geworfen wurde. Die Leiche dürfte bereits mehrere Tage bis zu zwei Wochen dort gelegen haben, bevor sie durch Zufall gefunden wurde. Die Tötung erfolgte durch stumpfe Gewalt.


Zur Identität des unbekleideten Mannes liegen bis heute keine Hinweise vor. Vermutlich wurde der Mann unbekleidet abgelegt, um eine Identifizierung zu erschweren.


Beschreibung des unbekannten Mordopfers:




  • ca. 35-50 Jahre alt (ca. 40 Jahre geschätzt)
  • 170 cm,
  • Fußlänge 24 cm (Schuhgröße 40/41)
  • Gewicht 76,6 kg, mittelkräftiger Körperbau 
  • Kopfhaar: dunkelbraun, gegebenenfalls leicht gelockt, Geheimratsecken, Haar im Bereich der Schläfen grau durchsetzt,
  • Haarlänge 6 cm
  • Oberlippenbart mittelblond, an Kinn und Wangen Dreitagebart
  • größere ältere Narbe am rechten Unterschenkel, bogenförmig von hinten nach innen und vorne verlaufen
  • keine Blinddarmnarbe
  • Mandeln fehlen
  • Gebiss vorne mit gut sichtbaren kariösen Defekten zwischen den oberen linken Schneidezähnen
  • Amalgamfüllungen mit für die BRD zu hohem Quecksilberanteil an allen Backenzähnen
  • Blutgruppe null


Der Abgleich des DNA-Musters mit der DAD verlief negativ.


Die Fingerabdrücke liegen vor, sie wurden im AFIS und in anderen europäischen Ländern überprüft. Entsprechende Fingerabdrücke liegen nirgendwo ein.


Alle seinerzeit im Rahmen der Mordkommission Sandkuhle durchgeführten Fahndungsmaßnahmen verliefen negativ. Auf Grund mehrerer Anhaltspunkte bestand der Verdacht, dass der unbekannte Mann aus dem Bereich Osteuropa/Polen stammen könnte. (u.a. Isotopengutachten)
Für die Öffentlichkeitsfahndung stand seinerzeit nur eine Portraitskizze des Toten zur Verfügung.


Nunmehr wurden durch die visuelle Fahndungshilfe des LKA mittels digitaler Bildbearbeitung realitätsnahe Phantombilder des Toten erstellt, die eine Identifizierung eher ermöglichen könnten.


Rekonstruktion des unbekannten Toten.
Wer kennt den Mann auf dem Bild?
Foto: Polizei 


Rekonstruktion des Toten, Seitenprofil.
Foto: Polizei 


Fragen der Ermittler: 


Wer kann Hinweise zur Identität der abgebildeten Person geben?



Informationen zur Person:



  • Geschlecht: männlich
  • Auffindezeit: 08. Dezember 1996
  • Auffindeort: Rheurdt-Schaephuysen
  • Todesursache: stumpfe Gewalteinwirkung
  • Scheinbares Alter in Jahren: 40

Beschreibung der Person:



  • Größe: 170
  • Körperliche Merkmale / Besonderheiten: Narbe am rechten Bein
  • Haarfarbe: dunkelbraun
  • Augenfarbe: blau
  • Figur: schlank

Hinweise bitte an:

Polizei Krefeld
Tel.: 02151/634-0

Donnerstag, 22. August 2019

GESCHWENDA: Tötung eines Säuglings

Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise 


Am Samstag, den 20.04.2019, wurde auf einer Streuobstwiese in 98716 Geschwenda im Ilm-Kreis (Thüringen) ein etwa. 3 Wochen alter weiblicher Säugling tot aufgefunden. 
Die Kriminalpolizei Gotha ersucht um Fahndungsunterstützung, hinsichtlich der Identität des Säuglings bzw. der Kindsmutter.



Fahndungsplakat der Polizei Thüringen 


Fragen der Ermittler:
  1. Wer kennt Frauen, die zwischen 2017 und 2018 schwanger waren, aber kein Kind mehr haben?
  2. Wer kann Angaben zu den Kleidungsstücken machen?


Hinweise können vertraulich behandelt werden!

Hinweise bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Gotha AG „Baby“ unter +49 (0) 36 28 / 920 166 oder jede andere Polizeidienststelle.

KOBLENZ: Vermisst Pascal Fuchs

Wo ist Pascal Fuchs? 


Leider gibt es nur wenige Informationen zu diesem Vermisstenfall. 
Letztmalig wurde Pascal Fuchs am Dienstag, 23. Juli 2019, um die Mittagszeit von einer WG-Bewohnerin in der WG, die sich in er Mayener Straße befindet, gesehen.


Seitdem fehlt von dem 28-Jährigen jede Spur.



Wer hat Pascal Fuchs gesehen?
Foto: Polizei Koblenz 


Personenbeschreibung:
  • ca. 185 - 190 cm groß
  • kräftige Figur, aber nicht dick
  • blaue Augen
  • dunkelbraune, kurze Haare
  • Dreitagebart, manchmal auch leichten Vollbart

Die Kripo Koblenz bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort. 
Telefon 0261/103-2690

Dienstag, 30. Juli 2019

UPDATE/BERLIN: Vermisst Ali Razzouk (1999)

Haftbefehle zu ursprünglichem Vermisstenfall vollstreckt


Nun gibt es nicht endlich Bewegungen im Fall des vermissten Ali Razzouk, der im Jahr 1999 spurlos verschwand. Auch ich 
hatte über das mysteriöse Verschwinden des Ali Razzouk berichtet. 


Zum Fall des seit dem 14. Juli 1999 vermissten Ali Razzouk nahmen Polizisten am Vormittag des 23.07.19 zwei Tatverdächtige fest. Nach langwierigen und intensiven Ermittlungen der 1. Mordkommission gelang es durch Spezialeinsatzkräfte in Tempelhof und in Jessen (Elster) die Festnahme zweier Männer. Die beiden Männer im Alter von 40 und 46 Jahren stehen im Verdacht, Ali Razzouk ermordet zu haben. Die Ermittlungen dauern an.






Ali Razzouk im Jahr 1999.
Foto: Polizei Berlin 


Rückblick


Vermisstenmeldung vom 14. Juli 1999 
Seit 1999 verschwunden: Ali Razzouk

Ali Razzouk (geboren 1973 im Libanon) war am 14. Juli 1999 kurz nach 09.00 Uhr, nach einem Urlaub in seinem Geburtsland, in Berlin-Tegel gelandet. Er stellte das Gepäck in seiner Wohnung ab und begab sich anschließend in das Restaurant “Casale” in der Fischerhüttenstraße in der Nähe des U-Bahnhofs Krumme Lanke.


Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr verließ er das Restaurant, um – vermutlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zur Bahnhofsstraße nach Falkensee zu fahren. Seitdem fehlt jede Spur von dem damals 26jährigen.