Donnerstag, 24. November 2011

VILLINGEN-SCHWENNIGEN: Tötungsdelikt z. N. von Zeljlka Ivecic

Mord ist immer noch ungeklärt

Auch ein Fernsehsendung in der Reihe „Ungeklärte Morde“ vor einigen Wochen in RTL 2 hat offenbar nichts gebracht. Bei der Polizei in Villingen-Schwenningen jedenfalls ging kein Hinweis ein, der sie auf die Spur des Mörders der 13-jährigen Zeljlka Ivecic bringen könnte.Die Doku-Reihe „Ungeklärte Morde – Dem Täter auf der Spur“ rekonstruiert Mordfälle, die von der Polizei bislang nicht gelöst werden konnten.

Opfer
Kriminalbeamte, Profiler und Rechtsmediziner berichten über Spuren und Ermittlungsergebnisse. Mit dieser Fernsehreihe versucht RTL 2 den Tätern von ungeklärten lang zurückliegenden Mordfällen auf die Spur zu kommen. In diese Sendung setzte auch die Kriminalpolizei Villingen-Schwenningen gewisse Hoffnungen, um das 33 Jahre zurückliegende Verbrechen vielleicht doch noch aufzuklären. Hoffnungen, die sich allerdings zerschlugen. Nach der Sendung gingen lediglich drei Anrufe ein. Ein Tipp, der die Polizei auf die Spur des brutalen Mörders hätte führen können, war nicht darunter. Die Schülerin war am 4. April 1978 von ihrer Mutter tot in der Badewanne aufgefunden worden. Da sich bei der Obduktion herausstellte, dass das junge Mädchen kurz vor ihrem Tod Geschlechtsverkehr hatte, gehen die Kriminalisten davon aus, dass die 13-Jährige damals wohl Opfer eines Sexualdeliktes wurde. Der Verdacht richtete sich gegen Mitglieder von Werbekolonnen, die damals in der Stadt unterwegs waren.

Link

Mittwoch, 28. September 2011

SAARBRÜCKEN: Seit fünfzehn Jahren keine Spur von Pascal

Ungeklärter Fall: Bis heute keine Gewissheit

Vermisster Pascal

Zehn Jahre ist es her, dass der damals fünfjährige Pascal aus Saarbrücken spurlos verschwand. Und immer noch gibt es keine Gewissheit: Der Fall konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. All die Jahre gab es weder ein Lebenszeichen des Jungen noch wurde seine Leiche gefunden. Geblieben sind nur ein paar Fotos. Sie zeigen den kleinen, schmächtigen Pascal, mal strahlend vor einem großen Fahrrad, mal schüchtern auf einer Schaukel, meist in Jogginganzug und mit Turnschuhen.

Dieses Outfit trug der damals Fünfjährige auch, als er am letzten September-Sonntag vor zehn Jahren, am 30. September 2001, im Saarbrücker Problemstadtteil Burbach verschwand. Seither fehlt jede Spur von Pascal. "Was den Fall so besonders macht, ist das langwierige Strafverfahren mit Geständnissen und Widerrufen von Personen, die nicht voll durchschauten, was vor sich ging", resümiert der Kriminalpsychologe Professor Rudolf Egg.

Was damals wirklich passiert ist, lässt sich bis heute nicht rekonstruieren. Fest steht nur eins: Um 16.50 Uhr an jenem Kirmes-Sonntag wurde Pascal zum letzten Mal gesehen, nahe der 'Tosa-Klause', einer Kneipe unweit der Wohnung seiner Eltern. Angehörige rufen die Polizei, als der kleine Junge nicht nach Hause kommt, und machen sich am Abend mit Unterstützung von Nachbarn auf die Suche nach ihm – vergeblich. Dutzende Beamte mit Spürhunden durchkämmen in den folgenden Tagen die Gegend, Taucher suchen in der Saar und im Burbacher Waldweiher, Tornado-Flugzeuge mit Wärmebildkameras überfliegen den Stadtteil. Doch nicht einmal Pascals Fahrrad wird gefunden.

Monatelang tappen die Fahnder im Dunkeln. Knapp anderthalb Jahre nach Pascals Verschwinden gelingt dann scheinbar der Durchbruch: Ende Februar 2003 meldet die Polizei, der Junge sei vermutlich in der 'Tosa-Klause' Opfer eines Kinderschänderrings geworden, mehrere Verdächtige werden gefasst, einige legen Geständnisse ab. Auf die Spur brachte die Polizei eine Aussage von Pascals Freund Kevin, der seiner Pflegemutter erzählte, ebenfalls von Männern vergewaltigt worden zu sein. Danach rekonstruieren die Fahnder eine schier unfassbare Tat: Mit einem Lutscher soll Pascal in die 'Tosa-Klause' gelockt, dort von vier Männern im Hinterzimmer brutal vergewaltigt und, als er sich zu stark wehrte, mit einem Kissen erstickt worden sein.

Der Fall scheint plötzlich klar. Die Staatsanwaltschaft erhebt eine erste Anklage gegen einen Tosa-Stammgast. Er wird im Oktober wegen sexuellen Missbrauchs, nicht aber wegen Mordes zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Knapp ein Jahr später beginnt dann einer der längsten Kindermord-Prozesse der deutschen Rechtsgeschichte. Verhandelt wird gegen die Wirtin der Kneipe, ihren Lebensgefährten und elf weitere Gäste der Spelunke.

Montag, 26. September 2011

HAMBURG:Vermisst Hilal Ercan

WER KANN ANGABEN MACHEN??

Ich habe schon öfters über diesen Vermisstenfall berichtet und ich möchte nicht das er in Vergessenheit gerät. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch dieser Fall aufgeklärt wird.

VERBRECHEN NICHT AUSGESCHLOSSEN!!!








Vermisste Hilal Ercan


Vermisstenfahndung nach Hilal ERCAN

Vermisst wird seit Mittwoch, dem 27. Januar 1999, gegen 13:30 Uhr aus Hamburg-Lurup (Raum Elbgaustraße / Spreestraße) die 10-jährige türkische Schülerin HILAL ERCAN.

Fragen der Kriminalpolizei:
  1. Wer hat Hilal am Mittwoch, den 27.01.99 gegen 13:15 Uhr in der unmittelbaren Umgebung der Elbgaupassage in Hmb.-Lurup gesehen ? 
  2. Wer kann etwas zum Verbleib der Kleidung oder der von Hilal mitgeführten Gegenstände, wie ihren Ohrringen und ihren Haarspangen sagen ? 
  3. Wer kann sich an einen Mann erinnern, der in der Nähe der Elbgaupassage an einem Pkw stand, im Fahrzeug hantierte oder den Eindruck vermittelte, auf jemanden zu warten ? 
  4. Wem ist am Mittwoch, den 27.01.99 nach 13:30 Uhr ein abgestellter oder umherfahrender Pkw in einer abgelegenen Gegend des Hamburger Randgebietes aufgefallen ?
  5.  Darüber hinaus bittet die Polizei den Mann, der am 3.Februar 1999 bei der Familie Ercan anrief und angab, Informationen über das Verschwinden von Hilal zu haben, sich zu melden. 


Belohnung


Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat bzw. zur Festnahme der/des Täter(s) führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.


Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im LKA Hamburg unter der Telefonnummer 040 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Mittwoch, 21. September 2011

MAGDEBURG: VERMISST Erika Bergholz

Seit dem 18.02.2000 in Magdeburg vermisst: 

Verbrechen nicht ausgeschlossen !

Bildergebnis für erika Bergholz vermisst


Am 18. Februar verließ die Abgebildete das Universitätsklinikum Magdeburg mit unbekanntem Ziel.

Frau Bergholz war dort zur Behandlung, da sie zum damaligen Zeitpunkt suizidgefährdet war.

Letztmalig lebend wurde Frau Bergholz im Juni 2001 im Stadtzentrum von Magdeburg von einer Zeugin gesehen.

Von daher ist es möglich, dass die Vermisste nur untergetaucht ist, ein Verbrechen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.


Personenbeschreibung


Geschlecht: weiblich
Gestalt: schlank
Größe: 180 cm
Scheinbares Alter: 45 - 50 Jahre
Haare: aschblond, mittellang
Augen: blau
Äußere Erscheinung: gepflegt

Bekleidung: (Zum Zeitpunkt des Verschwindens)

- grüner Parka
- schwarze Hose
- grauer Schal


Hinweise und Erkenntnisse zum Aufenthalt der Vermissten, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, richten Sie bitte an:

Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Lage- und Informationszentrum
Tel.: 0391 / 250 - 1030

HAMBURG: Tötungsdelikt z. N. von Hans-Martin Preising,

Mord an einem 78-jährigen Rentner in Hamburg-Altona

Am Freitag, 23.05.2003, gegen 09:00 Uhr, wurde der 78 Jahre alte, alleinstehende Rentner, Hans-Martin Preising, von einer Nachbarin tot in seiner Wohnung, im Hochhaus Breite Straße 159, Hamburg-Altona, aufgefunden.
Bildergebnis für hans martin preising


Er war von einem unbekannten Täter misshandelt und erdrosselt worden.

Tattag war Donnerstag, der 22.05.2003.

Die Ermittlungen ergaben, dass das Opfer am Abend des 21.05.03, gegen 22:30 Uhr, von einem öffentlichen Telefon am ZOB Hamburg angerufen worden ist und danach noch unbekannten Besuch bekommen hat.

Das Opfer war homosexuell und bevorzugte Kontakte zu jungen, südländischen Männern.

Zur Tatzeit war er mit einem jungen Afghanen befreundet, der aber als Täter ausgeschlossen werden konnte.

Fest steht, dass das Opfer den Täter kannte und in seine Wohnung gelassen hatte.

Der Täter entwendete eine Armbanduhr, eine Videokamera und einen Brillantring des Opfers.

In der Wohnung wurde ein auffälliger Schlafsack gefunden, der nach der Spurenlage dem Täter zugeordnet wird.

Das Opfer hielt sich 2-3 mal im Jahr für mehrere Wochen in Puerto de la Cruz auf Teneriffa auf.

Letzmalig wenige Wochen vor seinem Tod vom 30.03. – 27.04.2003.


Die Mordkommission Hamburg fragt:



  1. Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen des Opfers in Hamburg oder auf Teneriffa machen? 
  2. Wer kann Angaben zu den dem vorgefundenen Schlafsack machen? 
Hinweise bitte an die Kripo Hamburg oder an eine andere Polizeidienststelle.

Samstag, 13. August 2011

Nach vier Jahren noch ungeklärt: Mord an zwei thailändischen Prostituierten aus Hof

Wer hat Beobachtungen gemacht???

Wer hat den Gegenstand gesehen, gefunden oder wurde ihm zum Kauf angeboten???

Vier Jahre nach dem brutalen Mord an zwei thailändischen Prostituierten führt seit Frühjahr 2009 die Arbeitsgruppe (AG) Thai die Ermittlungsarbeit der SOKO Thai fort. Trotz intensivster Anstrengungen konnten die Beamten der Hofer Kripo den Täter jedoch bisher nicht identifizieren.


Ein bislang unbekannter Täter tötete in der Nacht vom Freitag zum Samstag, 9./10. Juni 2006, nach dem Fußball-WM-Eröffnungsspiel, beide o.g. Frauen in deren Modellwohnung in der Hofer Alsenberger Straße 42 durch eine Vielzahl von Messerstichen. 



Samruay SENST Samruay SENST
bekannt als „SOM“
geb. LONGKLANG 
(54 Jahre zur Tatzeit)




Bunnam LEINERT bekannt als „TUK“
Bunnam LEINERT 
geb. NAMNUAD
(49 Jahre zur Tatzeit)

Aus der Tatwohnung fehlen bis heute zwei Handys, wobei es sich hierbei um ein Nokia 6510 sowie ein i-mobile 510 (Bild) handelt.



 aus der Tatwohnung verschwundenes Handy

Fragen an die Bevölkerung:



  • Wer hat in der Tatnacht vom 09./10.06.2006 Wahrnehmungen im Bereich der Alsenberger Straße bzw. in der Umgebung des Hofer Bahnhofs gemacht? 
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der beiden Handys machen? 




Belohnung

Für Hinweise zur Aufklärung der Tat oder Ergreifung des Täters hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Die erwähnte Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges verteilt und ist nur für Privatpersonen, nicht aber für Beamte bestimmt, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.


Kriminalpolizeiinspektion Hof
Kulmbacher Straße 101
95030 Hof

Telefon: 09281/704-0
Fax: 09281/704-409

Mittwoch, 27. Juli 2011

GELSENKIRCHEN:Vermisst Annette Lindemann


Vermisste Polizistin: Anklage gegen Ehemann


Im Fall der seit über einem Jahr vermissten Polizistin Annette L. aus Gelsenkirchen-Buer kommt nun immer mehr ans Tageslicht. Dem verdächtigten Ehemann Ralf L. konnte bislang zwar kein Gewaltverbrechen nachgewiesen werden. Im Rahmen der Ermittlungen aber stießen die Behörden auf andere Straftaten, die der Familienvater begangen haben soll.



Die Staatsanwaltschaft Essen erhob Anklage gegen den suspendierten Polizisten wegen versuchter Brandstiftung, Diebstahls und Besitzes von Kinderpornographie. In der Pressemitteilung der Behörden heißt es:


"Die Staatsanwaltschaft geht nach Auswertung des beim Angeschuldigten sichergestellten heimischen Computers davon aus, dass er Anfang 2008 in einer Vielzahl von Einzelfällen sich auf einschlägigen Internetseiten Bilder mit kinderpornographischem Inhalt angesehen hat. Im Februar 2010 soll der Angeschuldigte seinem in Marl wohnhaften Vater 2 EC-Karten und eine Mastercard entwendet haben.


Nach dem Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen verteilte der Angeschuldigte außerdem am Abend des 23.4.2010 Benzin auf der Treppe eines Mehrfamilienhauses auf der Horst-Gladbecker-Straße in Gelsenkirchen, in welchem eine Freundin seiner seit dem 2.6.2010 vermissten Ehefrau wohnte. Der Versuch, das Benzin mittels eines ebenfalls mit Benzin getränkten Stofflappens zu entzünden, misslang allerdings.


Der Angeschuldigte hat sich zu den Vorwürfen nicht eingelassen. Die Staatsanwaltschaft bejaht hinreichenden Tatverdacht wegen des Diebstahls und der versuchten Brandstiftung u. a. auf Grund von Lichtbildern von Überwachungskameras und Kontoauswertungen sowie beim Angeschuldigten sichergestellten Gegenständen."


Nach dem Verschwinden von Annette L. vor über einem Jahr wurden nach und nach der Van der Familie und die Matratzen aus dem Ehebett in Wäldern abgebrannt aufgefunden. Doch ohne Leiche, kann der 44-Jährige für das Verschwinden der Frau nicht verantwortlich gemacht werden

Samstag, 11. Juni 2011

DRESDEN:Tötungsdelikt z. N. von 26-jährigen Dresdner


Mörder gesucht – Polizei bittet um Mithilfe

Die Dresdner Polizei hat die Jenaer Polizei um Mithilfe gebeten, da es Anhaltspunkte darüber gibt, dass sich ein gesuchter Verbrecher auch im Raum Weimar/Jena aufhalten und hier bekannt sein könnte.

Zum Fall: 

Seit reichlich 20 Jahren beschäftigt die Dresdner Polizei und die Staatsanwaltschaft Dresden der Mord an einem damals 26-jährigen Dresdner. Bisher konnte der Täter nicht ermittelt werden. Ein Unbekannter hatte den Ingenieur auf der Laibacher Straße mit mindestens fünf Messerstichen niedergestochen. Vermutlich aufgrund zahlreicher Passanten flüchtete der Täter in die Schoberstraße und in der Folge durch eine Gartensparte in Richtung des Kronstädter Platzes. Der 26-Jährige erlag seinen Verletzungen. Das Motiv der Tat ist bislang unklar.


Die Dresdner Mordkommission hat nun ihre Ermittlungen in diesem Fall noch einmal intensiviert. Dazu gehört auch eine bundesweite Fahndung nach dem Täter, von dem zwei Phantombilder vorliegen.  Bisherige Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass der Gesuchte zur Tatzeit in der bundesweiten Punkerszene verankert war.

Mord verjährt nicht. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Dresden eine Belohnung in Höhe von 5 000 € ausgesetzt. iz


Phantomzeichnung des mögl. Täters
Phantomzeichnung des mögl. Täters

Donnerstag, 26. Mai 2011

BELGIEN: Wer kennt die unbekannte Tote???


Wer kennt die Tote?

Phantomzeichnung der Toten
Fingernagel der Toten

Sachverhalt:


Am Sonntag den 31 Mai 2009 wurde im Albert Kanal in Viese /Belgien der nackte Körper einer jungen Frau entdeckt, der Leichnam war mit 2 Gewichten der Marke Alex beschwert. Die Frau europäischer Abstammung könnte zwischen 14 und 24 Jahre alt gewesen sein. Sie war athletisch gebaut, hat mittelblonde oder hellbraune Haare. Sie ist 1.62 m groß und wiegt ca. 50 kg. Sie hat ihre Ohren durchbohrt und trug falsche Nägel. Auf einem Fingernagel ist ein Blumenmotiv; sie hat durchstochene Ohrläppchen.

Hinweise bitte an die Polizei in Belgien oder an eine andere Dienststelle.

Freitag, 20. Mai 2011

ULM: Vermisst Daniel Eberhardt

Daniel, wo bist Du?

Bildergebnis für daniel eberhardt

Der erste Anruf kam vier Monate nach seinem Verschwinden und dauerte drei Minuten. Karola Eberhardt (55) hörte den flachen Atem des Anrufers, im Hintergrund jugendliche Stimmen, sonst nichts. Sie wusste es sofort: Das ist er. Mein Sohn.


„Daniel?“, flüsterte sie zaghaft, spürte ein Zögern am anderen Ende – und dann folgte ein Tuten. Aufgelegt.

An einem Montagmorgen im Oktober 2004 sah Karola Eberhardt aus Ulm ihren Sohn zum letzten Mal.​ Daniel (damals 15) packte sein Pausenbrot ein und ging zur Schule.

Nach dem Unterricht, das erfuhr Karola Eberhardt später, stieg er in die Regionalbahn 22534 und fuhr ins benachbarte Thalfingen. Ein Kontrolleur erwischte ihn beim Schwarzfahren, notierte seine Personalien. Danach verlor sich Daniels Spur. Am Abend begann die Polizei mit der Fahndung, suchte tagelang – ohne Erfolg.

Fast sieben Jahre ist das her. Karola Eberhardt hat nicht die leiseste Ahnung, wo Daniel heute ist. Sie weiß nicht, wie es ihm geht, weiß nicht einmal, ob er noch lebt. Sie weiß nur, dass es schon zehn dieser Anrufe gab, bei denen es still am anderen Ende war und die teils 15 Minuten dauerten. Ihr Bauch sagt: Diese Anrufe sind Lebenszeichen. Lebenszeichen von Daniel.

Es gibt eine Theorie, an die Frau Eberhardt am liebsten glaubt: dass Daniel abgehauen ist – und ihn jetzt ein schlechtes Gewissen plagt.​ Sicher ist: Kurz vor seinem Verschwinden lieh Daniel sich in der Stadtbücherei einen Weltatlas aus – und ein Buch mit dem Titel „Wie motiviere ich mich selbst?“. Aber warum?

„Es war damals eine schwierige Phase“, sagt Karola Eberhardt. „Ich hatte mich von meinen Mann getrennt. Daniel war vier Tage in der Woche bei ihm, drei bei mir. Er litt sehr unter der Trennung, war ja mitten in der Pubertät.“

In der Schule sackte er ab, wechselte vom Gymnasium auf die Realschule. Seine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz bei der Polizei scheiterte – wegen seiner Kurzsichtigkeit. Nach einer Verletzung fiel er auch noch beim Basketball, seinem größten Hobby, aus. Daniel zog sich zurück, saß öfter am Computer, chattete. Vielleicht mit den Falschen.


Theorie Nummer 2: Daniel geriet an eine Sekte. „Er hatte kaum Selbstbewusstsein, war vielleicht ein gefundenes Fressen für die“, sagt Karola Eberhardt. Die Mutter fragte bei Sekten gezielt nach ihrem Sohn, bekam keine Antworten.

Stillstand ertrug Karola Eberhardt nicht. Sie konnte nicht nichts tun. Stattdessen ging sie Theorie Nummer 3 nach. War Daniel Opfer eines Verbrechens geworden?

Die Verwaltungsangestellte zog nach Feierabend los, suchte selbst. Zahlte Geld für jeden winzigen Hinweis, egal wie stichfest. Mal 20 Euro, mal 50. Mal an Passanten, mal an Drogensüchtige. Selbst süchtig nach Informationen, nach dem kurzen Rausch, dem Gedanken, Daniels Schicksal könne sich aufklären. Jede Spur endete mit Ernüchterung.


Es gibt noch eine letzte Theorie. Eine, an die manche im Ort glauben, eine, die Frau Eberhardt hasst: Selbstmord.

Nach Daniels Verschwinden brach die Polizei sein Schulfach auf. Da lag seine Jacke, der Rucksack. Handy, MP3-Player. Portemonnaie samt Inhalt. „Wer Geld und Ausweis hinterlässt, hat andere Absichten, kommt nicht zurück“, erklärten die Beamten.

Karola Eberhardt will so etwas nicht hören. „Solange ich nicht weiß, dass er tot ist, glaube ich, dass er lebt“, sagt sie. Sie kauft Geschenke für Daniel, zum Geburtstag, zu Weihnachten, verpackt sie und legt sie in einen Schrank. „Niemand hat das Recht, mir die Hoffnung zu nehmen.“

Oft wird sie gefragt, warum sie keine Fangschaltung legt, um den Anrufer zu identifizieren. Sie antwortet dann: „Ich habe Angst, dass er das merkt, will ihn nicht verschrecken. Ich möchte, dass er wiederkommt, weil er das will, nicht, weil ich ihn orte.“

Der letzte Anruf ist jetzt fast zwei Jahre her. Er kam am 26. Oktober 2009, genau fünf Jahre nach Daniels Verschwinden.

Dieses Mal blieb Frau Eberhardt nicht ruhig. Sie weinte, bettelte, flehte in den Hörer: „Daniel, sag doch was.“ „Daniel, hörst du mich?!““ „Daniel, komm zurück ...“

Der Anrufer blieb nur ein paar Sekunden in der Leitung. Dann kam das Tuten. Aufgelegt. 

Donnerstag, 19. Mai 2011

CELLE: Vermisst Mandy Müller

Mandy, wo bist du und was ist mit dir passiert?

Vermisste Mandy Müller




Das kleine Zimmer unter dem Dach betrete sie nur selten, sagt Sabine Müller (45). Rosentapeten an den Wänden, Stöckelschuhe im Regal, ein Schneewittchen aus Porzellan. Das Zimmer einer Prinzessin. Mandys Zimmer.

Mitten im Raum steht Sabine Müller wie in einer Ausstellung, nur nichts berühren, nichts verschieben, als würde sie sonst etwas zerstören: einen Zeitpunkt, eingefroren vor diesem verdammten Samstag im September 2008, als Mandy spurlos verschwand.

Draußen vor den Fenstern des Backsteinhauses in Nienburg an der Weser geht die Zeit weiter, hier drinnen steht sie still. Es ist, als wollte Sabine Müller in ihrem Haus die Zeit anhalten, die sie ohne ihre Tochter leben muss.

LEBEN?

„Mandy hat mein Leben mitgenommen“, sagt Sabine Müller. Sie weint jetzt leise. „Ohne Mandy ist alles leer. In mir ist alles abgestorben.“

Dann erzählt sie, wie Mandy verschwand. Eine Stunde lang wird sie ohne Pause reden, acht Zigaretten rauchen, Marlboro Light, an mancher zieht sie nur ein einziges Mal.

Sommer 2008. Mandy, gerade 18, hatte diesen Jungen kennengelernt: Angelino. Ein paar Wochen waren sie ein Paar, er durfte bei ihr übernachten, in ihrem Mädchenbett mit dem Erdbeerbezug. Am 13. September, einem Samstag, durfte sie zum ersten Mal bei ihm schlafen.

Von seinem Vater hatte Angelino ein kleines Haus bekommen, ein Liebesnest mit Anbaugarage, der Garten grenzt an einen Wald. Idyllisch, dachte Sabine Müller im September 2008. Ideal, um zu verschwinden, denkt sie heute: Um jemanden verschwinden zu lassen.

Sie hatten noch gefrühstückt, Mandy, ihre Eltern und ihr Bruder. Angelino holte sie ab, 9.30 Uhr in der Früh, drei-, viermal telefonierten Mutter und Tochter noch an diesem Tag, das letzte Mal abends um halb neun. „Bis Morgen, Mama. Schlaf gut.“

Am nächsten Morgen war Mandys Handy aus. Eine Stunde später rief Angelino an: „Mandy ist weg.“

Wie, fragte die Mutter, weg?

„Weg. Abgehauen.“

Sabine Müller geriet in Panik. Sie rief Freunde an, Verwandte, niemand hatte von Mandy gehört. Mit ihrem Mann fuhr sie zu Angelino. Gegen 23 Uhr hätten sie sich schlafen gelegt, erzählte der Junge. Als er am Morgen erwachte, sei Mandy weg gewesen.

„Das passt nicht zu meiner Tochter“, sagt Sabine Müller. „Sie war zuverlässig.“ Angelino sei ganz ruhig geblieben, gar nicht panisch, „ganz kalt irgendwie“. Sabine Müller rief die Polizei, gab eine Vermisstenanzeige auf.

Für das, was in den Monaten danach geschah, war es sicher nicht hilfreich, dass Mandy und Angelino schon einmal durchgebrannt waren, nach ein paar Tagen kamen sie zurück. Dass die Müllers Sinti sind, half sicher auch nicht. Ein Beamter, sagt die Mutter, habe sie rassistisch beleidigt: „Der hat uns nie ernst genommen.“ Die Müllers reichten Dienstaufsichtsbeschwerde ein.

Man sei tatsächlich davon ausgegangen, dass Mandy fortgelaufen sei, heißt es heute bei der Polizei. Von einer drohenden Zwangsheirat ist die Rede. Doch Mandys Handy blieb aus, auf ihrem Konto tat sich nichts. Es verging Zeit, die nicht mehr aufzuholen war.

Ein Jahr nach dem Verschwinden wertete die Polizei Mandys Handydaten aus. Zuletzt wurde ihr Telefon nachts um 3.30 Uhr geortet, in einer Funkzelle zehn Kilometer vom Haus entfernt. Angelinos Handy war zur gleichen Zeit in derselben Zelle.

Im Oktober 2009 nahm man Angelino vorläufig fest. Bluthunde schnüffelten durch sein Haus, Böden und Wände wurden aufgestemmt. Keine Spur von Mandy. Der Zeuge Angelino wurde zum Tatverdächtigen, und der hatte das Recht zu schweigen. Das tut er seitdem. Auch, als die BILD-Reporter ihn anrufen.

„Ja?“, fragt Angelino und reicht das Handy an seinen Vater weiter. „Es geht um Mandy“, sagt er halb laut, der Vater dann schroff: „Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an unseren Anwalt.“

Nach ein paar Tagen ließ die Polizei den Jungen laufen. Im November 2010 wurde das Verfahren eingestellt. „Ich kann verstehen, dass die Familie verärgert ist“, sagt der zuletzt ermittelnde Oberstaatsanwalt. „Es gibt halt keine Indizienkette, die stark genug ist.“

„Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, sagt Mandys Mutter und drückt die achte Zigarette aus.

Vielleicht lebt ihre Tochter ja doch noch, und nur für den Fall, dass sie das hier liest, möchte die Mutter ihr etwas sagen: „Wir lieben dich, Mandy. Hab keine Angst, dich zu melden. Wir sind für dich da.“

Klingelt in dem Backsteinhaus in Nienburg das Telefon, wird der Anruf auf Sabine Müllers Handy umgeleitet. Nötig wäre das nicht, sie verlässt das Haus ohnehin fast nie. Was, wenn jemand käme und brächte den entscheidenden Tipp? Und gerade dann wäre sie nicht da? So viel hätte, so viel wäre. Konjunktiv essen Seele auf.
„Mit Trauer ist das nicht zu vergleichen“, sagt Sabine Müller. „Wenn man trauert, dann weiß man, wo man hingeht. Wo soll ich denn hin? In mir ist nur noch Angst.“ Angst, dass es an der Haustür klingelt, und dann ist es vorbei. Die Geschichte ist aus, und sie hat kein Happy End.

Hinweise an die Polizei in Nienburg, Celle oder an eine andere Dienststelle.

MÜNCHEN: Tötungsdelikt z N. von Michaela Eisch

Wird der Täter endlich gefunden???

26 Jahre nach dem Mord an der damals achtjährigen Michaela Eisch hat die Polizei eine neue Spur. Mit modernen Verfahren konnte eine männliche DNA-Spuren gesichert werden. Jetzt werden 1.750 Männer im erweiterten Umfeld der Maikäfersiedlung in München-Berg am Laim aufgefordert, bei einer freiwilligen DNA-Reihenuntersuchung im Juli eine Speichelprobe abzugeben. Michaela war am 14. Juni 1985 tot in einem Gebüsch am Rande der Isar an der Braunauer Eisenbahnbrücke aufgefunden worden.


Das undatierte Polizeifoto zeigt die kleine Michaela Eisch, die im Mai 1985 in München verschwunden war und deren Leiche einen Monat später gefunden wurde.
Foto: dpa


"Im Mordfall Michaela Eisch, der seit nahezu 26 Jahren die Bevölkerung beschäftigt, erließ das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I einen Beschluss zur freiwilligen DNA-Reihenuntersuchung, der vom 8. bis 10.7.2011 vollzogen werden wird. Die betroffenen Personen erhalten in den nächsten Tagen ein entsprechendes Einladungsschreiben.", erklärt Pressesprecher Christoph Reichenbach vom Polizeipräsidium München.

Am 17. Mai.1985 meldete ihre inzwischen verstorbene Mutter die damals 8jährige Michaela Eisch als vermisst. Das Mädchen hatte an diesem Tag gegen 10.30 Uhr die Wohnung der Großeltern verlassen, um erstmalig allein mit der U-Bahn vom Innsbrucker Ring zur Arbeitsstelle der Mutter am Hauptbahnhof zu fahren. Die Mutter wartete jedoch vergeblich auf ihr kleines Mädchen, das sie von der Arbeit abholen wollte.

Trotz umfangreicher polizeilicher Suchmaßnahmen blieb das Mädchen die nächsten vier Wochen spurlos verschwunden. Am 14. Juni 1985 konnte der Leichnam der ermordeten Michaela Eisch in einem Gebüsch bei der Braunauer Eisenbahnbrücke in München aufgefunden werden. Das Mädchen war vergewaltigt und mit ihrer eigenen Unterhose erdrosselt worden.

Dieser ungeklärte Mordfall war immer wieder Gegenstand einer Öffentlichkeitsfahndung der Polizei und wurde auch im Rahmen der Fernsehdokumentation „Ungeklärte Morde“ verfilmt. Trotz der fortlaufenden und umfangreichen Ermittlungen, auch im Rahmen einer Sonderkommission und der Abarbeitung der eingegangenen Hinweise, konnte bisher kein Tatverdächtiger überführt werden.

Mit modernen Verfahren können heute DNA-Spuren ausgewertet werden, die damals noch nicht analysiert werden konnten. Im Zuge dieser spurentechnischen Überarbeitung der damals sichergestellten Asservate konnte eine tatrelevante männliche DNA-Spur herausgearbeitet werden. Diese konnte aber bisher keiner Person zugeordnet werden.

Zwei Zeuginnen hatten am Tattag unabhängig voneinander Michaela Eisch mit einem Mann im Bereich des Tatortes gesehen haben. "Da das Kind und der Mann nach der Beobachtung der Zeuginnen vertraut miteinander umgegangen sind, vermuten wir, dass der vermeintliche Täter aus dem räumlichen Umfeld von Michaela Eisch stammt." so Reichenbach. Stimmt die geschätzte Altersangabe des Täters von damals mit etwa 30 Jahre, müsste er heute zwischen 55 und 60 Jahre alt sein. Nach den Zeugenangaben der beiden Frauen war er etwa 1,85 Meter groß, schlank mit dunkelblonden, dichten Haaren). Gesehen wurde Michaela mit dem Mann damals in der Nähe des Kiosks an der Wittelsbacher Brücke sowie in der Nähe der Braunauer Brücke.


Das bekannte, persönliche Umfeld des Mädchens konnte im Laufe der Ermittlungen der Mordkommission als Spurenverursacher ausgeschieden werden. Auch ergaben sich keine konkreten Ermittlungsansätze aus der früheren Veröffentlichung erstellter Phantombilder. Nachdem zum jetzigen Zeitpunkt alle Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, ist im Zeitraum vom 8. bis zum 10. Juli 2011 in einer Turnhalle des Polizeianwesens in der Bad-Schachener-Str. 4 in München die mit richterlichem Beschluss vom 23.3.2011 angeordnete DNA-Reihenuntersuchung geplant.

Der Massen-Gentest richtet sich an damals im erweiterten Bereich der sogenannten Maikäfersiedlung in München-Berg am Laim gemeldete männliche Personen. Von diesen damals rund 3.000 Personen sind derzeit im Großraum München noch 1.750 aktuell gemeldet und werden in den nächsten Tagen ein entsprechendes Einladungsschreiben erhalten. Betroffene Männer, die aus München weggezogen sind, werden von den Polizeidienststellen in deren Wohnort kontaktiert.

Bei dieser Untersuchung wird den betroffenen Personen ein Mundhöhlenabstrich (Speichelprobe) entnommen und nach Auswertung mit dem Spurenmaterial verglichen. Die Untersuchung ist freiwillig. Das entnommene Material sowie das gewonnene DNA-Muster werden nach der Auswertung im Landeskriminalamt unverzüglich vernichtet.

Die Staatsanwaltschaft München I sowie die Mordkommission München bitten die betroffenen Personen, durch Ihre freiwillige Teilnahme die Ermittlungen sowie die Aufklärung des Verbrechens zu unterstützen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder Festnahme des Täters führen, ist bereits seit 1985 eine Belohnung in Höhe von jetzt 5.000 Euro ausgesetzt. Die Auszahlung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Hinweise bitte an das Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Telefon 089 / 29 10 - 0, oder an jede andere Polizeidienststelle.

Dienstag, 5. April 2011

OBERHAUSEN:Tötungsdelikt z N.Cindy Koch

Wer ist ihr Mörder?




Mordopfer Cindy Koch †10. August 1997

Cindy benutzte für die Fahrt von der “Turbinenhalle” nach Hause ihren schwarzen Renault mit dem Kennzeichen OB – EL 832. 

Der Mutter, welche um ca. 7 Uhr morgens das Nachhausekommen ihrer Tochter bemerkte, fiel auf, dass Cindy das Auto auf der Beifahrerseite verließ. Den Fahrer konnte sie leider nicht erkennen.
Cindy hatte am Abend zuvor noch mit ihrer Familie gegrillt, ehe sie sich mit einer Freundin auf den Weg in die Disco im sogenannten “Centro” machte. Später verließen die beiden Mädchen diese Discothek und fuhren weiter in die “Turbinenhalle”. 

Nachdem Cindy ihre Freundin nach Hause gebracht hatte, fuhr sie selbst gegen 3:40 Uhr ebenfalls in ihre Wohnung, zog sich dort um und machte sich erneut auf den Weg in die “Turbinenhalle”. 

Cindy trug eine schwarze Lederhose, ein weisses Oberteil und schwarze Stiefel, sogenannte Bikerboots. 

Es ist anzunehmen, dass Cindy sich in der Discothek mit ihrem Mörder traf, dort mit ihm trank und ihn anschließend mit nach Hause nahm. 
Cindy wurde von ihrem Mörder bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und gedrosselt, ehe sie durch mehrfache Messerstiche getötet wurde. 

Da die Polizei auch Blutspuren einer unbekannten Person sicherstellen konnte, ist davon auszugehen, dass sich der Täter bei der Ausführung der Tat selbst verletzt hat.

Hinweise
an Kripo Oberhausen oder an jede andere Dienststelle.

Freitag, 4. März 2011

KÖNIGS -WUSTERHAUSEN: Vermisst Nancy Förster

KRIMINALFALL: 

Verschwunden vor dem Scheidungstermin
Polizei hofft auf neue Hinweise im Fall Nancy Förster, von der seit 1998 jede Spur fehlt.

Nancy Förster

KÖNIGS -WUSTERHAUSEN - Als sie verschwand, war Nancy Förster 29 Jahre alt. Seit dem 9. September 1998 ist sie verschwunden. Diesen Monat würde sie 42 Jahre alt, doch dass sie noch lebt, ist unwahrscheinlich. „Wir gehen heute von einem Tötungsdelikt aus“, sagt Kommissar Falk Küchler aus Frankfurt Oder.

Routinemäßig hat das Kommissariat für schwere Kriminalität den fast 13 Jahre zurückliegenden Fall wieder aufgerollt. „Wir hoffen, dass sich Leute melden, die damals nicht mit der Polizei gesprochen haben“, sagt Küchler. Dazu wurden in Königs Wusterhausen Plakate aufgehängt, die ein Bild und eine Beschreibung der Vermissten zeigen.

Aussichtslos sei es nicht, neue Hinweise zu bekommen, sagt Küchler. Ein ähnlicher Fall – der Mord an der 1997 in Frankfurt/Oder verschwundenen Heike Nagler – sei im Jahr 2008 nach elf Jahren doch noch aufgeklärt worden, so der Polizist.

Nancy Förster hatte am 9. September 1998 um 16.38 Uhr ihre Arbeitsstelle bei der Berliner Volksbank verlassen. An dem Nachmittag hatten sie und ihr getrennt lebender Ehemann einen Termin beim Notar wegen ihrer Scheidung. Dort kam Nancy Förster aber nie an. Ihr Auto, ein grüner Toyota Corolla, wurde später in der Nähe der Bank gefunden.

Ein erster Verdacht gegen den Ehemann war damals fallengelassen worden. Mit ihm hatte Nancy Förster ein Haus im Königs Wusterhausener Ortsteil Neue Mühle bewohnt, bevor sie im selben Ort mit einem neuen Lebensgefährten zusammenzog. Sie hinterließ eine damals neunjährige Tochter.

Nancy Förster war 1,72 Meter groß und schlank. Sie hatte schulterlange, naturblonde Locken und blau-graue Augen.

1998: Nancy Förster, 29 Jahre alt und Mutter einer neunjährigen Tochter, lebt in Scheidung. Sie will sich von ihrem Ehemann endgültig trennen. Beide haben deshalb am 9. September 1998 einen Termin beim Notar. Kurz bevor Nancy Förster ihren Arbeitsplatz, die Volksbank in Berlin-Charlottenburg, um 16.38 Uhr verlässt, führt sie noch ein Telefonat mit einer unbekannten Person. Zum Termin um 18 Uhr im Stadtteil Prenzlauer Berg erscheint sie nicht.

Untergetaucht? Ermordet? Alle Suchmaßnahmen bleiben ohne Erfolg. Nur der Toyota der Vermissten wird gefunden. Er steht an derselben Stelle, an der Nancy Förster ihn am Morgen vor ihrem Verschwinden abgestellt hatte - vor dem Gebäude der Volksbank.



Die Polizei geht zunächst davon aus, dass die Frau ihr Lebensumfeld freiwillig verlassen hat. Bald aber verdichten sich die Anzeichen für Mord. Nancy Förster dürfte den Täter gekannt haben. Die Polizei durchleuchtet jetzt noch einmal das gesamte Umfeld, auch hinsichtlich möglicher Tatmotive. Die Aufklärungschance ist heute womöglich besser als vor 13 Jahren. Mitwisser könnten sich an die Polizei wenden, weil Gründe für ihr bisheriges Schweigen inzwischen entfallen sind.

Personenbeschreibung: 

Nancy Förster war bei ihrem Verschwinden 29 Jahre alt, ca. 1,70 m groß, schlank und hatte blondes Haar mit Dauerwelle. Sie trug ein dunkelblaues Jackett mit Reißverschluss, eine Bluse, ein blaues Halstuch aus Seide, eine schwarze Wildlederhose und dunkle Schuhe mit Absatz.


Verschwundene Gegenstände:
 

  •  - grüne Ledergeldbörse, darin: Personalausweis, Kreditkarten und 100 DM Bargeld;

  • - Autoschlüssel mit auffälligem Anhänger in Form eines Kinderschuhs, weiß mit buntem Muster (Werbegeschenk der Berliner Volksbank).

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.


Zuständig: Kripo Frankfurt/Oder, Telefon: 0335 / 561 31 16
Hinweise nimmt die Polizei unter 0700/33 33 03 35 entgegen. Der Aufruf findet sich auch unter www.polizei.brandenburg.de im Internet.