Freitag, 16. Dezember 2016

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Anna Saße

Zeugen im 19 Jahren alten Mordfall gesucht

Vor 19 Jahren, am 14. Dezember 1997, fand die Tochter von Anna Saße ihre Mutter tot in der Adolfstraße im Wedding. Kurz zuvor telefonierten sie noch. Drei Stunden später fuhr die 51-Jährige zur Wohnung ihrer 79 Jahre alten Mutter. 


Anna Saße wurde vor 19 Jahren ermordet.


Die Seniorin lag teilweise unbekleidet, erdrosselt und erstochen auf dem Bett im Schlafzimmer. Die Polizei geht von einem Sexualmord aus. Der Täter war wohl ein junger Mann. 
Schon früher bat die Polizei um die Mithilfe der Öffentlichkeit in diesem Fall, nun fragen die Ermittler erneut:

  • Wer hat damals Beobachtungen gemacht, die er bislang noch nicht der Polizei mitgeteilt hat?
  • Wer kannte einen jungen Mann, dessen Verhalten sich vielleicht nach dem Dezember 1997 auffällig verändert hat?
  • Möglicherweise hat sich der Täter damals ganz oder zumindest teilweise einem anderen Menschen anvertraut. Wer hat Informationen hierzu?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die helfen dieses schwere Verbrechen endlich aufzuklären?

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 - 911 333 oder per E-Mail an LKA113-Hinweis@polizei.berlin.de entgegen. Zeugen können sich an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Donnerstag, 17. November 2016

PRIBORN: Vermisst Gerda Wiese

Zeugen gesucht

Gerda Wiesa ist schon seit fast ein Jahr verschwunden und nun wurde der Fall auch bei Aktenzeichen xy im ZDF vorgestellt. Vieles deutet darauf hin, das Gerda Wiese Opfer eines Verbrechens geworden ist. 

Es sollte nur ein kleiner Spaziergang im nahen Wald werden – doch davon kehrte die pensionierte Lehrerin Gerda Wiese nicht zurück. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei auf Zeugen, die in diesem Vermisstenfall weiterhelfen wollen. Doch ihre Aussagen widersprechen sich.


Vermisst: Gerda Wiese
Vermisst Gerda Wiese
Foto: Polizei



Die 67-jährige Gerda Wiese lebt allein in einem Haus im kleinen Ort Priborn in Mecklenburg-Vorpommern. Den angrenzenden Wald nutzt sie regelmäßig zum Spazierengehen. Am 5. Dezember 2015 bereitet sie vormittags ein Nikolausessen vor, das am nächsten Tag mit der Familie in ihrem Haus stattfinden soll. Gegen 12.30 Uhr macht sie eine Pause und bricht zum Waldspaziergang auf. Ein Zeuge sieht noch, wie sie in Richtung Wald geht. Hinter ihr ist ein Mann zu sehen – ebenfalls unterwegs in Richtung Wald. Es ist das letzte Lebenszeichen der 67-Jährigen.


Den Mann, der kurz nach Gerda Wiese in den Wald gegangen ist, kann die Polizei schnell ermitteln. Bei der Vernehmung sagt er aus, er habe sie in einen dunklen Kombi steigen sehen. Ein weiterer Zeuge, ein Förster, kann diese Aussage nicht bestätigen.


Gerda Wiesetrug bei ihrem Verschwinden eine graue Jacke
So eine graue Daunenjacke trug Gerda Wiese bei ihren Verschwinden.
Foto: Polizei


Eine dritte Zeugin meldet sich bei den Ermittlern. In der Nacht zum 6. Dezember 2015, gegen 2 Uhr, also etwa 13 Stunden nach Gerda Wieses Verschwinden, hat sie in Priborn angeblich ein silberfarbenes Auto gesehen. Es sei auffällig langsam und mit ausgeschaltetem Licht gefahren. Hat der Wagen etwas mit Gerda Wieses Verschwinden zu tun?


Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

  • 67 Jahre alt, 
  • 1,57 m groß, 
  • blond-braun gefärbte Haare; 
  • Kleidung: vermutlich dunkle Jeans, hellgraue, kurze Winterjacke.
  • Gerda Wiese hatte einen Schlüsselbund dabei.


Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat Gerda Wiese nach dem 5. Dezember 2015 noch gesehen?
  2. Wer hat in der Nacht zum 6. Dezember 2015 den silberfarbenen Wagen mit ausgeschaltetem Licht in Priborn gesehen?
  3. Wer hat generell Beobachtungen gemacht, die mit dem Verschwinden der 67-Jährigen in Verbindung stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 2.500 Euro ausgesetzt.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

SELFKANT-SÜTERSEEL: Vermisst Dorota Galuszka-Granieczny

Wer hat Dorota Galuszka-Granieczny gesehen?

Auch nach über einer Woche gibt es weiterhin kein Lebenszeichen von der vermissten Frau aus Selfkant-Süsterseel im Kreis Heinsberg. Die junge Mutter war am Dienstagabend des 18. Oktober plötzlich spurlos verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben nun eine Mordkommission eingerichtet, welche die weiteren Ermittlungen in dem bislang noch als Vermisstenfall geführten Verfahren übernimmt.

Diese Frau aus dem Kreis Heinsberg wird seit vergangener Woche vermisst.
Die junge Mutter Dorota Galuszka-Granieczny ist schon seit über eine Woche spurlos verschwunden.
Foto: Polizei


Bislang bleibt die 29-Jährige jedoch weiter spurlos verschwunden. Die Mordkommission habe leider noch keine konkreten Hinweise, was mit Dorota Galuszka-Granieczny passiert sein könnte. Unklar ist auch, ob sie aus freien Stücke verschwand oder ob ihr etwas passiert sein könnte. Es besteht weiterhin die Hoffnung, die Frau noch lebend zu finden.
Was passierte mit Dorota Galuszka-Granieczny?

Auch gegen die Angehörigen werde ermittelt. Das sei aber die ganz normale, standardmäßige Verfahrensweise in einem solchen Fall. Ein konkreter Verdacht liege nicht vor.

Die Ermittlungen werden derzeit noch in alle Richtungen beziehungsweise gegen Unbekannt geführt. Es bestehe lediglich der Anfangsverdacht auf eine Straftat.
Plötzlich spurlos verschwunden

Die 29-jährige Frau hatte Angaben ihres Ehemannes am Dienstagabend vergangener Woche gegen 23 Uhr die gemeinsame Wohnung an der Annastraße verlassen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur.

Trotz intensiver Suche seitens der Angehörigen und der Polizei, gibt es bis heute keine Anhaltspunkte, wo sich die Frau aufhalten könnte. Sie hat sich in dieser Zeit weder bei ihren Eltern, anderen Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten gemeldet. Man kann aber auch nicht ausschließen, das die junge Mutter aus freien Stücken  verschwand, um sich eine Auszeit zu nehmen.

Personenbeschreibung:

  • Die Vermisste ist 165 cm groß, schlank und hat blonde, sehr lange Haare. 
  • Am Abend ihres Verschwindens war sie mit einer dunkelblauen Jeanshose, einer schwarzen Lederjacke und schwarzen Schuhen mit hohem Absatz bekleidet.

Mit Einverständnis der Angehörigen bittet die Polizei auch die Öffentlichkeit um Hinweise, wo sich Dorota Galuszka-Granieczny aufhält. Hinweise unter der Telefonnummer 0241/9577-0 und unter 0241/9577-31101 an die Mordkommission.

Samstag, 8. Oktober 2016

BERLIN: Tötungsdelikt z. N. von Siegfried Walischewski

Kriminalpolizei sucht Zeugen im Raubmord Walischewski

Zu einem Raubmord in Hakenfelde, der sich am 29. Februar 2016 ereignet hatte, sucht die ermittelnde Mordkommission weiterhin nach Zeugen.
Mindestens zwei bisher noch unbekannte Täter hatten den 89-jährigen Siegfried Walischewski damals in seiner Wohnung im Kulbeweg überfallen und hierbei so schwer verletzt, dass der Mann am Folgetag seinen Verletzungen erlag. Vermutlich hatten die beiden Täter, die in der Wohnung agierten, noch einen Komplizen, der sich während der Tatbegehung in der Nähe aufhielt.



Siegfried Walischewski 
Foto: Polizei Berlin


Die Täter hatten nach den bisherigen Erkenntnissen gegen 16 Uhr an der Wohnungstür geklingelt, waren nach dem Öffnen gewaltsam in die Wohnung eingedrungen und hatten den Senior sowie dessen 52 Jahre alte Haushaltshilfe gefesselt und geknebelt und massiv auf beide eingeschlagen. Eine Nachbarin hatte die beiden Gefesselten gegen 19 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Inzwischen ist klar, dass die Männer bei der Tat einen höheren Geldbetrag sowie eine alte Pistole P 08 aus der Produktionszeit des Ersten Weltkrieges erbeuteten.



So eine Schusswaffe aus dem Ersten Weltkrieg wurde erbeutet.
Foto: Polizei Berlin


Am Freitag, den 26. Februar 2016, zwischen 15.30 und 16.30 Uhr, hatten Zeugen bereits einen Unbekannten in DHL-Kleidung bemerkt, der eine Paketzustellung für das spätere Opfer vorgegeben hatte. Ein ähnlich gekleideter Mann war auch am Tattag in der Nähe der Wohnung gesehen worden.

Die Polizei fragt:

  1. Wer kannte den 89-jährigen Rentner Siegfried Walischewski und kann Angaben zu ihm und seinem Umfeld machen?
  2. Wer kann Angaben zu einem männlichen Tätertrio machen, bei dem ein sehr großer Mann um 185 cm mit gelb-roter Weste als falscher Paket-/Briefbote auftritt?
  3. Wer kennt Personen, die seit Anfang März 2016 plötzlich im Besitz einer solchen Schusswaffe P 08 sind?
  4. Wem wurde möglicherweise eine solche Waffe angeboten oder übergeben?
  5. Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 444 oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Freitag, 7. Oktober 2016

OBHAUSEN: Tötungsdelikt z. N. von Daniela Gabert

Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Seit 1988 sucht die Polizei in Sachsen-Anhalt nach dem Mörder der damals neunjährigen Daniela Gabert aus Obhausen bei Querfurt - bislang ohne Erfolg. Sie hatte sich nach einem Volksfest allein auf den Heimweg gemacht, war aber nie zuhause angekommen.


Bildergebnis für Daniela Gabert



Am 25. Juni 1988 hatte das Mädchen gemeinsam mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Sandra ein Stadtfest im benachbarten Querfurt besucht. Die Kinder sollten gemeinsam nach Hause kommen. Gegen 16.00 Uhr trafen sie auf dem Fest jedoch eine Freundin. Sandra entschloss sich, nach Hause zu gehen, ihre jüngere Schwester Daniela entschied sich noch zu bleiben.


Wen traf das Mädchen auf dem Heimweg?

Gegen 17.00 Uhr machte sich auch Daniela auf den anderthalb Kilometer langen Heimweg - allein. Irgendwo auf dem Stadtweg zwischen Querfurt und Obhausen verschwand das Kind spurlos. Wem sie begegnet und was genau passiert war, weiß bis heute niemand.

Einen Tag später fand die Polizei die Schülerin tot auf. Ihre Leiche war unweit des Stadtweges, nur etwa 200 Meter Luftlinie von ihrem Elternhaus entfernt, im hohen Gras abgelegt worden. Aus dem Polizeibericht von damals geht hervor, dass das Mädchen erwürgt wurde. Körperliche Hinweise für einen sexuellen Missbrauch gab es nicht.


Tatverdächtiger wieder frei gelassen

Dennoch fanden die Ermittler auf dem T-Shirt des Mädchens eine Mischung aus Blut, Sperma und Speichel. Mit den damaligen Methoden ließen die Proben sich jedoch niemandem eindeutig zuordnen. Eine DNA-Analyse gab es damals nicht.Ein Tatverdächtiger, der eine Woche nach der Tat festgenommen wurde und die Tat eingeräumt hatte, wurde nach sechs Monaten Untersuchungshaft wieder frei gelassen. Der damals 24-Jährige hatte sich in zu viele Widersprüche verstrickt.


Die Ermittler haben den Fall nie abgeschlossen und suchen auch 26 Jahre nach dem Verbrechen weiterhin nach Zeugen, die am 25. Juni 1988 auf dem Stadtfest zum 1.100-jährigen Bestehen der Stadt Querfurt waren und Daniela möglicherweise gesehen haben, vielleicht auch in Begleitung einer anderen Person.
Die Neunjährige war 1,35 Meter groß und hatte mittelblondes, schulterlanges Haar. Am Tag des Stadtfestes trug sie eine blaue Jeans, eine hellblaue Windjacke und türkisfarbene Mokassins. Die Schuhe sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.



Am Tattag trug Daniela ihre türkisfarbenen Mokassins und ihre hellblaue Jacke
Mokassins und Windjacke von Daniela.
Foto: Polizei

Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat am Tattag auf dem „Stadtweg“ zwischen Querfurt und Obhausen oder auf der Kirmes in Querfurt Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord im Zusammenhang stehen könnten?
  2. Wer kennt den Täter? Möglicherweise hat er sich inzwischen jemandem offenbart.
  3. Was ist mit Danielas Schuhen passiert, den auffallenden türkisfarbenen Mokassins?


Zuständig: Kripo Halle (Saale), Telefon 0345 / 224 12 91

Samstag, 24. September 2016

AMBERG: Vermisst Anna Poddighe (2012)

Wer kann Angaben zum Verbleib von Anna Poddighe machen?

Seit 17.06.2012 ist die 41-jährige Anna Poddighe aus Amberg spurlos verschwunden. Ich hatte immer wieder über das Verschwinden von Anna Poddighe berichtet. Nun wurde die Suche nach Anna nochmals von der Polizei intensiviert und es wurde auch ein Waldstück in Bayern nach ihr durchforst. Leider bis dato, ohne Ergebnisse. Es deutet alles darauf hin, das Anna Poddighe, Opfer eines Tötungsdelikt geworden ist. Deren Schwester erstattete am 24.06.2012 Vermisstenanzeige bei der Polizeiinspektion Amberg.
Mit der nun ausgelobten Belohnung in Höhe von 5000 Euro gehen die Fahnder der Kriminalpolizeiinspektion Amberg in ihrer mehr als eineinhalb Jahre währenden Ermittlungsarbeit einen neuen Weg.


Foto: Anna Poddighe (41)
Anna Poddighe
Foto: Polizei



Besondere Merkmale:


  • Auffällig sind Tätowierungen auf dem Rücken und auf der linken Brust. 
  • Scheinbares Alter: etwa 35 Jahre.


Sachverhalt:

Zuletzt lebend gesehen worden war sie am 17.06.2012 von ihrem damaligen Lebensgefährten. Seiner Aussage zufolge hatte sie sich von der gemeinsamen Wohnung allein auf den Weg gemacht um das Altstadtfest in Amberg zu besuchen. Seither gibt es keinerlei Lebenszeichen mehr von der Frau.

Bis dato brachten die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen keinen Erfolg. Konkrete Hinweise auf einen Suizid oder einen Unfall oder zu sonstigen Gründen ihres Verschwindens liegen nicht vor. Auch ein umfassender Beitrag in der Sendung „Aktenzeichen XY“ brachte nicht den erhofften Erfolg. Damit muss auch eine mögliche Gewalttat an der Frau in Betracht gezogen werden.

In die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen sind nach wie vor die Polizeibehörden in Italien eingebunden, nachdem sowohl die Eltern als auch die Tochter der italienischen Staatsangehörigen dort leben.

Das Bayer. Landeskriminalamt hat für Hinweise die zur Klärung einer vorliegenden Straftat oder zur Festnahme eines Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000,- Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt wird. Diese Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Amtsträger bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Hinweise, ob und wo Anna Poddighe nach dem 17.06.2012 gesehen worden ist, bzw. zu ihrem derzeitigen Aufenthalt nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Die Polizei ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.  

Zuständige Dienststelle:
Kriminalpolizeiinspektion Amberg
Kümmersbrucker Straße 1a
92224 Amberg

Telefon: 09621/890-0
Fax: 09621/890-299

Dienstag, 6. September 2016

UECKERMÜNDE: Vermisst Jan Erstling (2000)

Wo ist Jan Erstling?

Jan Erstling, der 16-jährige Schüler aus Ueckermünde, verschwand am 15. Dezember 2000. Nicht zu wissen, ob das eigene Kind noch am Leben ist, das ist das Schlimmste für die Familie und Freude von Jan Erstling. 
Was ist mit Jan Erstling passiert?


An jenem Freitag war Jan von seinem letzten Praktikumstag in einem Restaurant, zehn Fahrrad-Minuten vom Haus der Eltern entfernt, nicht zurück gekommen. Er fuhr kurz vor 18 Uhr vom Hotel "Pommernmühle" los, aber zu Hause kam er nicht an. Ob er sich noch mit jemanden Treffen wollte, ist unklar. 

Gegen 20 Uhr habe die Gaststätte bei der Familie Erstling angerufen. Er war kein Musterknabe. Mit einem Kumpel war er auf einem geklauten Moped ohne Führerschein erwischt worden und er hatte mal in einen Kiosk eingebrochen. Den Kiosk-Schaden habe er wiedergutgemacht. Für die Geschichte mit dem Moped wurde Jan gerügt.

Im Berufsförderungszentrum Torgelow sollte er den Hauptschulabschluss nachholen. Mutter und Vater - sie arbeitet als Friseuse, er ist Installateur - machen sich bis heute Vorwürfe: Sie haben viel mit dem Sohn geschimpft, ihn auch mal geschlagen. Zwei Mal ist Jan abgehauen, als es Zeugnisse gab, aber von allein wiedergekommen. 
Er sei leicht beeinflussbar, im Guten wie im Schlechten, meint seine Mutter. An jenem 15. Dezember erfuhr die besorgte Mutter nur, dass Jan um 17.50 Uhr Feierabend gemacht hatte. Wenig später meldeten die Eltern den Sohn bei der Polizei als Vermisst. Biss heute fehlt jede Spur von ihm.

Samstag, 3. September 2016

BENSHEIM/DARMSTADT: Vermist Dioniso Lazaro

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe
In einem Vermisstenfall wendet sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Am 21. Juni 2016 wurde der 57 Jahre alte Dioniso Lazaro Ortiz zuletzt in einer Gaststätte in Darmstadt Arheilgen gesehen. Seitdem fehlt vom ihm jede Spur.

Wer hat den Vermissten gesehen?
Foto: Polizei


Im Zuge der Ermittlungen der Heppenheimer Kriminalpolizei hatten sich bislang keine Hinweise ergeben, die auf eine Straftat oder eine hilflose Lage des Vermissten hindeuteten. Auch der Aufenthaltsort oder der Grund für das Verschwinden des Bensheimers konnte noch nicht geklärt werden.

Aufgrund eines Zeugenhinweises haben die Beamten jetzt das Auto des Vermissten im Darmstädter Stadtteil Eberstadt aufgefunden und sichergestellt. Eine Zeugin hatte sich am Mittwochabend (06.07.) an die Polizei gewandt, da ihr das Fahrzeug, ein schwarzer Mercedes mit dem amtlichen Kennzeichen HP-BJ 662, in der Brandenburgerstraße aufgefallen war. Nachforschungen ergaben, dass der Wagen vermutlich schon seit mehreren Tagen dort gestanden haben soll.

Auto des Vermissten
Foto: Polizei


Das angrenzende Waldgebiet wurde daraufhin mit Spürhunden abgesucht, jedoch ohne Erfolg. Da es zu dem Vermissten weiterhin keine Hinweise gibt, wendet sich die Polizei jetzt mit einem Foto von ihm und seinem Fahrzeug an die Öffentlichkeit.

  1. Wer hat Herrn Lazaro Ortiz gesehen? 
  2. Wem ist sein Auto aufgefallen? 
  3. Wer hat Hinweise zu seinem Aufenthaltsort?

Hinweise bitte an die Polizei in Heppenheim, Kommissariat 10,

Rufnummer 06252 706 0.

Donnerstag, 1. September 2016

RHODOS/BIELEFELD: Vermisst Sergej Enns

Im Urlaub vermisst-Wer hat Sergej Enns gesehen?

Der Bielefelder Ingenieur Sergej Enns machte mit seiner Frau Inna und den beiden Kindern (2 und 9 Jahre) Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos. Was als Sommermärchen begann, endete für die Familie in einem Albtraum. Denn am Tag der Abreise, dem 21. August, verschwand der 34-Jährige spurlos.

Am Ende des zehntägigen Rhodos-Trips wollte Sergej Enns aus Bielefeld noch schnell die von seinen zwei und neun Jahre alten Kindern gesammelten Steine und Muscheln zum Strand bringen, bevor die Familie gegen 9 Uhr vom Mitsis Grand Hotel Rhodos in Richtung Flughafen gebracht werden sollte. Gegen 7 Uhr brach Enns am 21. August in Richtung des nahegelegenen Strands gegangen, dann verliert sich die Spur, wie dessen Schwester Natalie Eisenbraun erzählte. Bei sich habe er nur sein Handy gehabt, kein Geld und keine Papiere. Die Familie sollte um 9 Uhr vom Hotel "Mitsis Grand" abgeholt und zum Flughafen gebracht werden. Er kam nie zurück.



Wo ist Sergej Enns?

Ehefrau Inna und das Hotelpersonal suchten das komplette Areal ab - ohne Erfolg. Die Frau brachte daraufhin die gemeinsamen Kinder zurück nach Deutschland und machte sich mit Schwägerin Natalie und vier weiteren Freunden wieder auf den Weg nach Rhodos, um Sergej zu suchen.


Da die Suche erfolglos blieb, machte sich die Familie alleine auf den Rückweg nach Deutschland. Von dort aus kehrte Enns Ehefrau mit dessen Schwester auf die Insel zurück. Seitdem geben die Frauen nicht auf, verteilen Flugblätter und suchen nach ihrem Ehemann beziehungsweise Bruder. Sie haben auch große Sorgen da Sergej auf Medikamente angewiesen ist.
Sie suchten auch Hilfe auf Seiten der Behörden, aber Hilfe von Behördenseite bleibe aus. Die Polizei hat zu wenig Personal und auch die deutsche und russische Botschaft - Enns hat zwei Staatsbürgerschaften - blieben untätig.

Montag, 29. August 2016

ESSEN: Vermisst Bianca Blömeke (2000)

Wo ist Bianca Blömeke und was ist mit ihr passiert?

Ich habe hier im Blog sehr oft über den Vermisstenfall Bianca Blömeke bericht und ich möchte den Focus nochmals auf diesen Fall legen. Mir liegt Bianca und die ganze Familie von Bianca sehr am Herzen. Man muss sich nur mal vorstellen, was die Familie durchmacht, ohne zu wissen, was mit Bianca passiert ist. Mit dieser Ungewissheit zu leben ist so schwer und Biancas Mutter, Erika Schneider wird nicht aufhören nach ihrer Tochter zu suchen, bis sie ihre geliebte Tochter gefunden hat. 








Erika Schneider sucht seit 15 Jahren nach ihrer Tochter. Die Vorwürfe an sich, an den Ex-Freund und auch die Polizei sind inzwischen dem einzigen Wunsch gewichen, abschließen zu können.

Bianca Blömeke hat mit ihrem Ex-Freund gestritten, sie hat geweint und um ihr Leben gefleht. Es folgte ein Knall, dann war schlagartig Ruhe. Das sagte eine Nachbarin bei der Polizei aus, Tage nach dem Streit am 6. August 2000. Seitdem fehlt jede Spur von der damals 19-Jährigen aus Vogelheim. Zurückgelassen hat sie ihr wenige Monate altes Baby, hat keine Papiere und kein Handy mitgenommen, keine Kleider eingepackt und niemals Geld abgehoben. Es gibt sei 15 Jahren kein Lebenszeichen von Bianca Blömeke. Auch die Polizei vermutet, das Bianca Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Bianca Blömeke
Was ist mit der jungen Mutter passiert?

So lange sucht Erika Schneider verzweifelt nach ihrer Tochter und kämpft gegen die quälende Ungewissheit. Großmutter Hedwig Schneider klammert sich fest daran, ihre Enkelin irgendwann wiederzusehen. Wenn es nachts an ihrer Tür klingelt, fragt die 79-Jährige sich jedes Mal, ob da Bianca steht. Sie drückt nur deshalb nicht auf, weil ihre Tochter sie vor Betrügern gewarnt hat. Wenn in der Wohnung gegenüber der Fernseher bis früh morgens läuft, glaubt sie, Bianca könnte dort versteckt gehalten werden. „Dann schaue ich in den Hof, sie muss doch mal Luft schnappen“, sagt die 79-Jährige weinend. Kürzlich klingelte in der Nacht das Telefon: „Wir haben Bianca gefunden“, sagte eine Männerstimme. Hedwig Schneider war so aufgeregt, „dass ich gar nicht wusste, was ich anziehen soll, um sie abzuholen.“ Aber auch ohne diese Grausamkeiten, die ihnen fremde Menschen antun, ist Bianca immer präsent. Ihre Bilder hängen in jedem Zimmer, ein lächelndes Mädchen mit langen blonden Haaren. Auf einem Foto hält sie ihr Baby im Arm.

Bianca beginnt nach der Schule eine Lehre als Altenpflegerin, verliebt sich, wird schwanger und bekommt mit 18 Jahren ihr Kind. Noch während der Schwangerschaft trennt sie sich jedoch vom Vater des Kindes, zieht 1999 in eine Wohnung gleich ins Haus neben ihrer Oma. „Es war Bianca aber wichtig, dass der Kleine Kontakt zu seinem Vater hat“, erzählt Erika Schneider. Denn Bianca habe selbst darunter gelitten, ohne Vater aufgewachsen zu sein. Also kommt der Ex-Freund regelmäßig nach Vogelheim. Wie am 6. August. Er bringt das Baby zur Großmutter mit dem Satz: „Wir wollen uns aussprechen.“






Als die Oma abends klingelt, ist Bianca nicht mehr da. Erika Schneider wählt die Nummer ihrer Tochter, es geht nur noch der Ex-Freund dran: Bianca ist in der Wanne oder Zigaretten holen, erinnert sie sich an seine Antworten. Nachweisen kann die Polizei ihm zwar später nichts. Doch das Bauchgefühl sagt der Mutter sofort: Bianca ist tot.

„Ich will sie finden, damit wir endlich abschließen können“

Damals verteilt Erika Schneider Flugblätter, klappert Clubs, Straßenstrich und Bordelle ab und informiert Bekannte weltweit. Sie benennt eine Internetseite nach Bianca, wendet sich im Laufe der Jahre an Anwälte und sogar eine Wahrsagerin – bis das Ersparte aufgebraucht ist. Die 54-Jährige verliert vor allem aber auch viel Kraft, wirft sich oft vor, nicht am gleichen Tag zur Polizei gegangen zu sein. „Dann saß ich täglich im Präsidium bei der Beamtin auf dem Tisch“, erzählt sie, fühlt sich damals nicht ernst genommen: „Die glaubten wohl, ein Teenager sei ausgerissen.“

„Erst im Dezember wurde die Mordkommission eingeschaltet, erst da kam die Polizei mit Hunden“, sagt die Mutter, die der Polizei keine Vorwürfe mehr machen will, sondern inständig bittet, Zeugen von damals erneut zu befragen. „Die haben heute selbst Familie“, appelliert sie an deren Mitgefühl. Vor drei Jahren ist Erika Schneider dem Ex-Freund ihrer Tochter in die Arme gelaufen, bat ihn, sich zu melden. „Ich will ihm nichts mehr, ich will nur wissen, wo Bianca ist“, sagt sie, damit ihre Suche ein Ende findet.

Erika Schneider gibt nicht auf ihre Tochter zu finden.


Bis vor zwei Jahren flüchtet Erika Schneider sich zumindest zeitweise in ihre Arbeit. Seitdem die Altenpflegerin wegen ihrer Schulterprobleme zu Hause bleiben muss, sitzt sie jeden Tag bis in die frühen Morgenstunden vor dem Computer. Sie liest alles über Skelettfunde, gibt Wörter wie „Schmuck“ oder „Kleider“ ein. Im Mai, als die Leiche von Tanja Gräff aus Trier nach acht Jahren gefunden wird, gönnt Erika Schneider der Mutter die Ruhe von Herzen, ist gleichzeitig ein bisschen neidisch. „Ich glaube, dass auch Bianca nicht weit von ihrer Wohnung ist“, sagt Erika Schneider: „Ich will sie finden, damit wir endlich abschließen können.“

ZECKERIN: Vermisst Dirk Lunkwitz

Wo ist Dirk Lunkwitz?

Als der alleinerziehende Familienvater Dirk Lunkwitz (40) am 21. August 2011 das Haus verlässt, will er sich nur kurz mit jemandem treffen. Er nimmt seinen Wohnungsschlüssel und setzt sich aufs Fahrrad. Was danach geschieht, ist bis heute ein Rätsel. Auch nach vier Jahren gibt es von dem Vermissten keine einzige Spur. Seine Mutter glaubt, dass die Polizei nicht allen Hinweisen nachgegangen ist.
Wer der Anrufer war, wo und mit wem Dirk Lunkwitz sich verabredet hatte, und was nach dem Verlassen des Hauses geschah, blieb bis heute ein Rätsel.



Was ist mit Dirk Lunkwitz passiert?
Foto: Polizei



Seit viereinhalb Jahren ist Dirk Lunkwitz aus Zeckerin (Landkreis Elbe-Elster) verschwunden. Am Nachmittag des 21. August 2011, einem Sonntag, hatte sich der alleinerziehende Vater zweier Kinder mit einem Freund im Nachbarort verabredet. Die neun und elf Jahre alten Kinder blieben zu Hause. Am Abend kam der Vater nicht zurück. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Die Suche der Polizei blieb bislang erfolglos. Nach über vier Jahren halten die Ermittler es für wahrscheinlich, dass der Vermisste Opfer eines Verbrechens wurde.

Andererseits gebe es etliche Widersprüche, die auch den Schluss zulassen, dass der Vater von zwei Kindern geplant haben könnte, länger wegzubleiben. So wird in der Sendung davon berichtet, dass im hinterlassenen Portemonnaie lediglich 25 Euro steckten, während er am Tag zuvor noch 200 Euro bekommen haben soll. Weiterhin ist unklar, ob Dirk Lunkwitz am Herrenweg, wo sich seine Spur verliert, freiwillig in ein Fahrzeug gestiegen ist oder ob er gezwungen wurde.

Hinweise bitte an die Polizei Elbe-Elster, Tel.: 03531 781 0.

Donnerstag, 18. August 2016

UELSEN: Vermisst Doris Mönnighoff (1997)

Was ist mit Doris Mönnighoff passiert?

Ihre beiden Kinder sind gerade mal ein Jahr und neun Jahre alt, da verschwindet Doris Mönninghoff. Hat die 31-Jährige ihre Kinder wirklich freiwillig zurückgelassen? Die Polizei glaubt eher an ein Verbrechen.

Seit fast 19 Jahren vermisst: Doris Mönninghoff
Wo ist Doris Mönnighoff?
Foto: Polizei



Doris Mönninghoff hat in jungen Jahren ihren Mann verloren. Den neuen Lebensgefährten lernte die junge Witwe über eine Partneragentur kennen. Doch in der Beziehung gibt es offensichtlich Schwierigkeiten. Nach den polizeilichen Ermittlungen suchte Doris Mönninghoff in der Vergangenheit zusammen mit ihren Kindern zweimal Zuflucht in einem Frauenhaus. Nach Aussage ihres älteren Sohnes plante sie auch, am 25. November 1997 ihren Lebenspartner endgültig zu verlassen. Doch am Tag davor verschwindet sie plötzlich.

Am Morgen des 24. November 1997 bereitet Doris Mönninghoff wie immer das Frühstück für ihren neunjährigen Sohn zu. Währenddessen schläft ihr Lebensgefährte im Gästezimmer. Er kam erst am frühen Morgen von der Arbeit. Kurz vor acht verabschiedet sich Doris Mönninghoff von ihrem Sohn. Es ist das letzte Mal, dass der Neunjährige seine Mutter sieht. Der Schüler fährt zunächst mit dem Rad, dann mit dem Bus zur Schule.

Dabei macht er noch eine mysteriöse Beobachtung:
Vor seinem Elternhaus hält ein fremdes Auto. Fahrer und Kennzeichen kann er nicht erkennen. Wer saß hinter dem Steuer? Bis heute hat die Kripo keine Antwort auf diese Frage.

Gegen 10 Uhr – so der Lebensgefährte später – sei er wach geworden, weil der einjährige Sohn geschrien habe. Doris Mönninghoff sei zu dieser Zeit schon verschwunden gewesen. Der 28-Jährige habe einen Brief von ihr auf dem Küchentisch gefunden: „Ich weiß, Du wirst es nicht verstehen, aber ich denke, Du wirst mit den Kindern klarkommen, deshalb muß ich gehen. Bitte tu mir einen Gefallen und suche nicht nach mir.“ Daneben hätten die Krankenkassenkarten der beiden Kinder gelegen.

Bei den Ermittlungen stößt die Kripo Lingen auf ein Telefonat, das am Morgen des Verschwindens vom Festnetzanschluss der Familie Mönninghoff geführt wurde. Der Anruf ging in den Nachbarort Uelsen. Wohin genau, kann nicht ermittelt werden. Jedenfalls dauerte der Anruf nur 23 Sekunden. Die Polizei geht damit an die Presse und versucht so, den unbekannten Gesprächsteilnehmer ausfindig zu machen.

„Hilfe! Hilfe!“


Und tatsächlich meldet sich ein älteres Ehepaar aus Uelsen, das am Morgen des 24. November 1997 einen mysteriösen Anruf erhalten hat. Eine Frau sei am Apparat gewesen. Verzweifelt habe sie um Hilfe gerufen. War die Anruferin Doris Mönninghoff?

Seit ihrem Verschwinden am 24. November 1997 gibt es kein Lebenszeichen von ihr. Die 31-Jährige ließ damals ihr Auto zurück, Kontobewegungen gab es seit diesem Tag nicht mehr. Zunächst wurde routinemäßig als Familienmitglied der Lebensgefährte überprüft. Doch die Ermittler fanden keine Anhaltspunkte dafür, dass er etwas mit dem Verschwinden von Doris Mönninghoff zu tun hat.

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

  • Doris Mönninghoff war 31 Jahre alt, 
  • 1,60 m groß und schlank. 
  • Sie hatte blau-graue Augen, 
  • rötlich-braune und kurz geschnittene Haare.
Ihre Kleidung: 
  • braune Stretchhose, 
  • beigefarbener Rollkragenpullover, 
  • beigefarbene Jacke mit Dreiviertel-Arm. 
  • Sie könnte einen braunen Lederbeutel in Rucksack-Größe mitgenommen haben.

Zuständig: Kripo Lingen, Telefon: 0591 / 874 0

Dienstag, 12. Juli 2016

VOCKERODE. Tötungsdelikt z. N. von einen unbek. Mann

Wer ist der unbekannte Tote?

Nach dem Leichenfund in der Elbe bei Vockerode hoffen Staatsanwaltschaft und Polizei weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Deshalb haben die Beamten nun Fotos der Metallkiste veröffentlicht, in der der Tote gefunden wurde. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Aufklärung der Straftat geben können, sich bei der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost zu melden.

Verbogener rostiger Deckel mit Aufklebern

Ein Mainzelmännchen-Aufkleber klebt auf der Metallkiste. Darin wurde die männliche Leiche gefunden. Wer kennt die Metallkiste?
Bildrechte: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost

Am 5. Juli hatte ein Paddler eine männliche Leiche in einer rund 100 mal 50 Zentimeter großen Metallkiste in der Elbe gefunden. Die Kiste ähnelt einer Werkzeugtruhe und trägt an der Vorderseite eine markante Aufschrift in schwarzer Farbe. An der Innenseite des Deckels befinden sich zwei Aufkleber, wobei einer die Aufschrift "Original BETRA Qualität" trägt. Der zweite Aufkleber zeigt zwei Mainzelmännchen und die Aufschrift "ZDF".


Tätowierung mit der Aufschrift "Michaela"
Tätowierung auf dem linken Unterarms des unbekannten Opfers.
Wer kennt diese Tätowierung?

Foto: Polizei

Vergangene Woche wurde bereits ein Foto mit einem Tattoo des Toten veröffentlicht. Daraufhin waren laut eines Sprechers der Polizeidirektion in Dessau mehrere Hinweise eingegangen. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0340/6000-291 oder per E-Mail an lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de entgegen.

Dienstag, 5. Juli 2016

LICHTENBERG: Tötungsdelikt z. N von Peggy Knoblauch

Polizei bestätigt: Knochen "höchstwahrscheinlich" von Peggy

Ich habe auch hier auch oft über Peggy berichtet und ich hoffte das der Fall aufgeklärt wird.  Nun hatte ein Pilzsammler die Knochen am Samstagnachmittag (02.07.16) offenliegend in einem Waldstück zwischen Rodacherbrunn in Thüringen und Nordhalben in Oberfranken entdeckt. Bei Grabungen seien dann weitere Knochen eines Kindes entdeckt worden. Eine DNA-Analsye wurde angeordnet, um festzustellen, ob die Knochen zu Peggy gehören.

Die in Thüringen gefundenen Knochen stammen "höchstwahrscheinlich von der vermissten Peggy Knobloch". Das hat die Polizei Oberfranken in einer Pressekonferenz bestätigt und in Bayreuth die Sonderkommission "Peggy" eingerichtet.

Die bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchungen haben bestätigt, dass es sich bei den Skelett-Teilen vermutlich um Peggy handelt. Auch die am Fundort aufgefundenen Gegenstände würden dies belegen. Um welche Gegenstände es sich handelt, wollte die Polizei noch nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth und die Polizei Bayreuth führen nun gemeinsam die Ermittlungen fort.

Wer tötete Peggy Knobloch?
Foto: Polizei

RÜCKBLENDE:

15 Jahre ist es nun her, dass das Mädchen spurlos verschwand. Wochenlange Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Findet ihre Mutter, Susanne Knobloch (43), nun endlich Ruhe? Selbst nach all den Jahren hat die Altenpflegerin ihre Tochter nie für tot erklären lassen, gab die Hoffnung nie auf.

2002 präsentierten die Ermittler einen Tatverdächtigen: den geistig behinderten Ulvi K.. Er soll Peggy ermordet haben, nachdem er sie zuvor sexuell missbrauchte. 2004 wurde er verurteilt. Doch die Ungewissheit blieb. War er es wirklich? 2014 dann die Urteilsaufhebung. Der Gastwirtsohn hatte das Verbrechen zunächst gestanden, seine Aussage einige Monate später jedoch widerrufen.

2014 gestand Holger E., er habe sich Peggy sexuell genähert. Schon 2001 geriet er in den Fokus der Ermittler. Nachgewiesen werden konnte ihm nie etwas.

Wer Peggy entführte und vermutlich ermordete, ist bis heute unklar.

Update:
Die Ermittler glauben, dass Peggy nicht an dem Ort getötet wurde, an dem sie gefunden wurde. Die Polizei ist immer noch auf der Suche nach Hinweisen. In der Nähe der Knochenfundstelle wurde zusätzlich Peggys Armbanduhr gefunden.

Mittwoch, 29. Juni 2016

OBERÖSTERREICH: Vermisst Maximilian Baumgartner und Andreas Leitner

Wer kann Angaben zu den beiden Vermissten machen?


Am heutigen Mittwochabend bittet Rudi Cerne zusammen mit der Kriminalpolizei in einer Spezialsendung von „Aktenzeichen XY... ungelöst“ um 20.15 Uhr im ZDF wieder um die Mithilfe des Fernsehpublikums. 

Seit 291 Tagen werden zwei Mühlviertler Freunde vermisst.
Die Polizei ließ nichts unversucht, die beiden zu finden. Am heutigen Mittwoch wird Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamtes OÖ, in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY einen neuerlichen Fahndungsaufruf machen.

Vor mehr als 41 Wochen verschwanden die zwei Freunde aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung. Am 11. September 2015 trafen sich die beiden 27-Jährigen aus Waxenberg und Zwettl an der Rodl. Was dann in der Nacht geschehen ist, ist bislang unklar. In den frühen Morgenstunden des 12. September wurde das Auto, mit dem sie unterwegs waren, von einer Kamera bei einem Kreisverkehr in Bad Leonfelden erfasst. Sie waren Richtung Tschechien unterwegs. Danach verliert sich ihre Spur.



Maximilian Baumgartner, Zwettl an der Rodl, Andrea…
Vermisst Maximilian Baumgartner und Andreas Leitner
Foto: Polizei

Der 27-jährige Andreas Leitner aus Waxenberg und sein gleichaltriger Schulfreund Maximilian Baumgartner aus Zwettl an der Rodl kennen einander seit Kindertagen. Max arbeitet als Kfz-Mechaniker. Andi, der eine Tischler-Lehre absolviert hat, war zuletzt arbeitslos und lebte seit Kurzem wieder bei der Mutter. 

Am Freitag, den 11. September, brachte Ernestine Leitner den Sohn mit ihrem Auto zu Baumgartners Wohnung nach Zwettl/Rodl. "Ich hab’ ihn gefragt, ob er vielleicht Geld braucht, doch er hat gemeint, dass sie eh’ nicht fortgehen werden. Der Andi hat sich auch keine Jacke anziehen wollen, aber das war bei ihm nichts Ungewöhnliches."


Während die Familien der Vermissten ein Verbrechen befürchten, sprechen auch Ermittler beim Landeskriminalamt OÖ von einem schwierigen Fall. Es gebe keinen Ansatz, der das Verschwinden plausibel erscheinen lasse, hieß es. Suchaktionen nach dem Auto im Grenzgebiet mit einem Hubschrauber blieben erfolglos, ebenso Nachforschungen in tschechischen Krankenhäusren und Gefängnissen.


Polizei ersucht um Hinweise


Die beiden hätten laut Polizei auch keine Freunde in Tschechien und galten nicht als Kunden im Rotlichtmilieu. Seit dem Verschwinden habe es auch keine Kontobewegungen gegeben. Das Handy eines Vermissten wurde abgeschaltet, der andere ließ seines zuhause zurück. 


Die Polizei ersucht weiter um Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 059133-403602.

Freitag, 24. Juni 2016

KIEL: Tötungsdelikt z. N. von Linde Perrey


Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe:

Die Kieler Mordkommission sucht dringend Zeugen, die Hinweise zur Aufklärung an dem gewaltsamen Tod einer 72-jährigen Frau geben können. In Kiel-Schreventeich war die Rentnerin am Samstag tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Frau galt zunächst als vermisst – sie war schwerhörig und gehbehindert. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben die Wohnungstür in dem Mehrfamilienhaus aufgebrochen. Die Seniorin war am vorletzten Samstag zuletzt gesehen worden. Unklar ist der genaue Zeitpunkt, wann sie getötet wurde. 



Die Mordkommission der Kriminalpolizei Kiel ermittelt weiterhin in dem Tötungsdelikt der 72 Jahre alten Linde Perrey und sucht mit Hilfe von Plakaten Zeugen des Vorfalls.




Die Ermittler stellen folgende Fragen:

  1. Wer hat Beobachtungen im Zeitraum zwischen Samstag, den 11. und Samstag, den 18. Juni 2016 gemacht? 
  2. Wer kann Angaben zu außergewöhnlichen Vorkommnissen, eventuell einem Streit in der Wohnung des Opfers im 2. OG machen? 
  3. Wer kann Angaben zu der Verstorbenen machen oder kennt Kontaktpersonen? 
  4. Wer kann Hinweise zur Person des Täters geben?


Die Staatsanwaltschaft Kiel hat eine Belohnung in Höhe von 5000,- Euro für Hinweise, die zur Überführung eines oder mehrerer Täter führen, ausgesetzt.


Wer Hinweise geben kann, wird aufgerufen, sich mit den Ermittlern unter 0431-160 3333 oder über 110 in Verbindung setzen.

Samstag, 11. Juni 2016

PADERBORN: Tötungsdelikt z. N. von Frauke Liebs

Mögliche Zeugen noch immer gesucht

Am Dienstag, dem 20. Juni 2006, verschwand Frauke Liebs auf ungeklärte Weise. An diesem Tag traf sie sich am Nachmittag mit ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zum Essen in einem Restaurant. Währenddessen erhielt Liebs eine SMS von einer Freundin. Diese verabredete sich mit ihr in einem Irish Pub in Paderborn, um dort mit weiteren Freunden ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu sehen. Liebs ließ sich nach dem Essen von ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zu dem Irish Pub fahren, den sie gegen 21 Uhr erreichte.

Wer tötete Frauke Liebs?

Während des Spiels Schweden gegen England schrieb Liebs mehrere SMS an Freunde und Bekannte. Als der Akku ihres Mobiltelefons leer war, lieh sie sich einen noch vollen Akku von ihrer Freundin, gab ihn aber vor Verlassen des Pubs laut Aussage der Freundin wieder zurück.

Gegen 23 Uhr verabschiedete sich Liebs von ihren Freunden und machte sich allein auf den Heimweg. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie diesen zu Fuß angetreten hat, da sie nur noch maximal 5 Euro bei sich gehabt haben soll. Welchen Weg Liebs dabei eingeschlagen hat, konnte mangels Zeugen nicht geklärt werden. Ihre Wohnung lag vom Pub ungefähr 1,5 Kilometer entfernt. Dort kam sie laut Aussage ihres Mitbewohners nie an.








Mysteriöse Kurznachrichten und Anrufe

Um 00:49 Uhr erhielt der Mitbewohner eine SMS von Liebs' Handy, die ihre verspätete Rückkehr ankündigte. Die Polizei ermittelte, dass diese Nachricht aus dem Funkgebiet Nieheim-Entrup im Kreis Höxter abgesetzt worden war. Am nächsten Tag erschien Liebs nicht zur Arbeit. Nachdem sie auch in ihrer Wohnung nicht angetroffen wurde, meldete Liebs' Mutter ihre Tochter als vermisst.

In den folgenden Tagen meldete sich Frauke Liebs fünfmal telefonisch von ihrem Handy bei ihrem Mitbewohner. Die meisten der kurzen Anrufe kamen abends aus verschiedenen Paderborner Gewerbegebieten und enthielten kaum Informationen zu ihrer Situation. Anfangs deutete Liebs ihre baldige Heimkehr an, weitere Nachfragen beantwortete sie vage oder ausweichend und zum Teil auch rätselhaft oder widersinnig.

Das letzte Telefonat erfolgte am späten Abend des 27. Juni 2006 im Beisein von Fraukes Schwester. Bei diesem Gespräch soll Liebs auf die Frage, ob sie gegen ihren Willen festgehalten werde, zunächst mit einem leisen „Ja“ geantwortet haben, diese Aussage jedoch sofort mit einem lauten „Nein“ revidiert haben. Nach diesem Telefonat brach der Kontakt zu Liebs ab. Ihr Handy wurde kurz darauf noch einmal geortet, diesmal wieder im Raum Nieheim.

Der Leichenfund

Am 4. Oktober 2006 wurde die Leiche von Frauke Liebs bei Lichtenau an der L817 zwischen Asseln und Herbram-Wald im Kreis Paderborn aufgefunden. Sie lag verwest und stark skelettiert in einem Waldstück, etwa 20 Meter von der Straße entfernt in einer hinter einem Baumstamm gelegenen Mulde unter Tannendickicht. Untersuchungen ergaben, dass der Fundort nicht der Tatort war. Es konnten keine Reifenspuren, Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gesichert werden.

Liebs’ Leiche wurde mit der Kleidung (Blue Jeans, rotes Oberteil und weiße Turnschuhe) vom Tag ihres Verschwindens entdeckt. Ihr Mobiltelefon und ihre schwarze Handtasche sowie ihre Geldbörse und ihre Armbanduhr wurden nicht gefunden. Aufgrund der vorangeschrittenen Skelettierung des Leichnams konnten weder der genaue Todeszeitpunkt noch die Todesursache abschließend ermittelt werden.
Die Fahndung

Im Rahmen einer Sonderkommission wurden über 700 Hinweise überprüft und mehr als 1000 Personen befragt. Eine operative Fallanalyse kam zu dem Schluss, dass Liebs vermutlich im Raum Nieheim festgehalten wurde und vom wahrscheinlich ortskundigen Täter nur für die von ihm wohl überwachten Anrufe, die zur Ablenkung gedient haben könnten, nach Paderborn verbracht wurde. Ein konkretes Tatmotiv konnte nicht eingegrenzt werden.

Der Fall wurde in zahlreichen Zeitungsartikeln und mehreren Fernsehsendungen thematisiert, darunter unter anderem Aktenzeichen XY - ungelöst, Ungeklärte Morde – dem Täter auf der Spur, Kriminalreport (WDR) und Zeugen gesucht (SAT1).
                                       

Mitte 2016 prüfte die Kriminalpolizei nach Presseberichten eine mögliche Verbindung zu dem spektakulären Fall eines Paares aus Höxter, das in seinem Haus mehrere Frauen ermordet haben soll.
Nun steht fest, das die beiden mit dem Mordfall Frauke Liebs nichts zu tun haben.

Die Suche nach dem Mörder geht bis heute weiter!

Ich hoffe das man den Täter ermitteln kann.

Hinweise bitte an die Kripo Paderborn oder an jede andere Polizeidienststelle.

Freitag, 10. Juni 2016

UPDATE/HANNOVER: Töungsdelikt z. N. von Bernd M.

UPDATE: Obduktionsergebnis liegt vor


Nach dem Fund von Leichenteilen am Montag am Langenhagener Wietzesee (Region Hannover) liegt mittlerweile ein Obduktionsergebnis vor. Demnach starb das Opfer durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf. "Es spricht momentan alles dafür, dass die gefundenen sterblichen Überreste zum im Juli 2015 ermordeten Bernd M. aus Hannover-Herrenhausen gehören", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, am Mittwoch NDR.de. Die Leichenteile würden zu denen bereits im Herbst gefundenen sterblichen Überresten von Bernd M. passen. Außerdem hätten die Leichenteile jeweils in schwarzen Plastiksäcken gelegen, so Klinge. Letzte Gewissheit soll nun eine DNA-Analyse bringen. Klinge rechnet damit, dass die Ergebnisse Ende dieser, Anfang nächster Woche vorliegen.

Wie lang lagen Leichenteile im Wasser?


Klar ist, dass die sterblichen Überreste laut Polizei bereits länger im Wasser lagen. Ob aber die Leichenteile bereits seit dem vergangenen Sommer - nach der Tötung von Bernd M. - dort lagen, ist noch offen. Das müssten nun die gerichtsmedizinischen und technischen Untersuchungen zeigen, so Oberstaatsanwalt Klinge. Der Fundort am Kanal liegt nur wenige Kilometer vom Wietzesee entfernt. Allerdings haben die Gewässer keine Verbindung. Möglicherweise haben sich der oder die Täter der sterblichen Überresten an unterschiedlichen Orten entledigt. Den bisherigen Ermittlungen zufolge starb der 70-Jährige am 28. Juli 2015 in seiner Wohnung. Eine anonyme Zeugin hatte zuvor laut Polizei einen Streit zwischen dem am Fenster seiner Wohnung sitzenden M. und zwei Unbekannten beobachtet.


Wer kann angaben machen?


Zeugenaufruf mit Fotos des identifizierten Opfers


Am Mittag des 03.08.2015 waren aus dem Mittellandkanal (Groß-Buchholz) Leichenteile eines Mannes und Bekleidung - verpackt in Tüten - geborgen worden. Der Tote ist gestern als Bernd M. aus Herrenhausen identifiziert worden. Nun erhofft sich die Polizei Hinweise auf die näheren Umstände seines Verschwindens. Am Mittwoch, 12.08.2015, ist der verschwundene Peugeot des Toten im Stadtteil Sahlkamp aufgefunden worden.

Das Mordopfer Bernd M. auf einem Suchaufruf der Polizeidirektion Hannover © Polizeidirektion Hannover
Wer hat Bernd G. vor seinem Tod gesehen?
Am Montag, 03.08.2015, waren mehrere, im Wasser des Mittellandkanals treibende Säcke mit Bekleidung und männlichen Leichenteilen in der Nähe der Noltemeyerbrücke und der Brücke Hebbelstraße aufgefunden worden. Bei der Obduktion wurden Spuren stumpfer Gewalt festgestellt.

Unter anderem nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnten die Ermittler das Opfer gestern als einen 70 Jahre alt gewesenen Mann aus Herrenhausen identifizieren. Ein DNA-Abgleich durch das Landeskriminalamt Niedersachsen bestätigte dies.

Ein 43-jähriger Bekannter des Opfers hatte sich am 31.07.2015 bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass er am 30.07.2015 mit Bernd M. zum Einkaufen verabredet gewesen sei und ihn nicht zu Hause antreffen konnte. Die Beamten überprüften daraufhin seine Wohnung. Sie stellten fest, dass sein Pkw fehlt. Da nichts darauf hinwies, dass Bernd M. seinen Lebensbereich nicht freiwillig verlassen hatte, wurden keine weiteren Maßnahmen getroffen. Ein Wohnungsnachbar erklärte später in einer Befragung, Bernd M. am 29.07.2015 zwischen 16:00 und 17:00 Uhr letztmalig an dessen Wohnungstür gesehen zu haben.

Ein blauer Peugeot steht auf einem Parkplatz. © Polizeidirektion Hannover
Dieses Auto gehörte Berg G. und war nach seinen Tod verschwunden. Am 12.08.15 konnte es aber in Hannover aufgefunden werden und sichergestellt werden.
Wer kann Angaben zu dem Auto machen?

Am frühen Mittwochmorgen, 12.08.2015, sind zwei Zeugen aufgrund der öffentlichen Fahndung der Polizei auf den verschwundenen Peugeot 206cc von Bernd M. aufmerksam geworden. Die beiden 24 und 25 Jahre alten Männer bemerkten den im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp in einer Parkbucht an der Vogelsbergstraße - Höhe Hausnummer 13 - abgestellten Wagen kurz nach 04:00 Uhr und verständigten daraufhin die Polizei.
Die Ermittler stellten den verschlossenen PKW des Toten sicher. Die kriminaltechnische Untersuchung des Cabrios und die damit einhergehende Überprüfungen dauern an.

Polizei und die Staatsanwaltschaft Hannover erhoffen sich durch die Veröffentlichung von Fotos, neue Erkenntnisse über Kontakte sowie seinen Verbleib nach dem 29.07.2015, 16:00 Uhr.




Mordkommission stellt weiterhin folgende Fragen: 
  1. Wo wurde Bernd M. gesehen?
  2. War er in Begleitung?
  3. Wer kann Angaben dazu machen, wann das Peugeot-Cabrio in silberblau metallic von Bernd M. mit dem amtlichen Kennzeichen H-EZ 113 in der zweiten Box des Parkplatzes, Höhe Vogelsbergstraße Nr. 13, abgestellt wurde?
  4. Wer kann Angaben zu Personen in Verbindung mit dem Wagen machen?


Zeugen in diesem Fall werden gebeten, sich bei der Polizei Hannover unter der Nummer (0511) 109 55 55 zu melden.

DÜSSELDORF: Töungsdelikt z N. von Hans-Gerd L.


Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe:
Nach dem Mord an „Disco-Lemmy” (†68) fahndet die Polizei jetzt mit Phantombildern nach den zwei Tätern.

Am letzten Freitag sollen die südländisch aussehenden Männer Hans-Gerd L., wie er richtig hieß, in seiner Wohnung an der Mindener Straße in Düsseldorf-Ob
erbilk getötet haben.
Neuer Inhalt (1)
Fahdungsplakat der Düsseldorfer Kriminalpolizei
Wer kennt diese Männer?

Montagnachmittag ließ die Mordkommission „Mindener“ Fahndungsplakate in der Nähe des Tatorts verteilen und anbringen.

Zeugen waren im Hausflur zwei Männer aufgefallen:
Einer der Männer (ca. 25-35) trug einen Bart und eine schwarze Kappe. Auf seinem T-Shirt war ein Aufdruck: „Posthorn“ oder „DHL“-Schriftzug.


Der zweite Täter (ca. 20-30) trug kurzes nach hinten gegeltes Haar und war mit einem schwarzen T-Shirt und einer hellen Hose bekleidet.

Hinweise zu den Gesuchten an die Polizei unter: 
Tel. 0211/87 00.

Samstag, 28. Mai 2016

FRANKFURT/MAIN: Tötungsdelikt z. N. von Gisela Singh (1991)


Wer kann Angaben machen?

Die Leiche  von Gisela Singh wurde 1991 im Hofheimer Wald gefunden.


Gisela Singh
Foto: Polizei

Ist auch Manfred Seel der Mörder von Gisela S.? Viele spekulieren das auch Gisela S. ein Opfer von Manfred S. war, deshalb wird nun auch dieser ungeklärte Mord nochmal auf Parallelen untersucht. Mindestens fünf, vielleicht sogar zehn Prostituierte aus dem Frankfurter Milieu soll der Schwalbacher Manfred Seel zwischen 1971 und 2004 umgebracht haben. Möglicherweise auch den 13 Jahre alten Tristan Brübach, ich berichtete davon. Der mutmaßliche Mörder starb vor zwei Jahren an Krebs. Erst durch den Tod von Manfred Seel kam man sein Geheimnis auf die Spur.  Der Fall Gisela Singh († 36) gehört zu der unheimlichen Mordserie. 
Es war ein schöner Tag, ende Juni 1991. In Hofheim wurde, das Eröffnungsfest zum Kreisstadtsommer 1991, in der Innenstadt gefeiert. Viele Menschen gingen in die Innenstadt von Hofheim. Eine Familie aus Kelsterbach, bestehend aus drei Familienmitglieder, war der große Trubel zu viel und sie entschieden sich für einen Sparziergang im Hofheimer Wald. In der Nähe des Parkplatzes „Am Eselsweg" der sich unweit der Straße nach Langenhain befindet, waren die drei unterwegs. Beim Versuch die ersten Pilze zu finden,  stießen sie im Unterholz auf etwas ganz anders. Sie fanden eine schon stark verweste Leiche. Die Rechtsmedizin schätzte das Alter, der Leiche auf 50-60 Jahre. Später konnte aber durch Ermittlungen und Zeugen die Identität der Leiche geklärt werden, es war die 36-jährige Gisela Singh.
Gisela S. war Drogenabhängig und verdiente sich ihr Geld auf den Frankfurter Straßenstrich. Sie war Obdachlos und zudem hatte sie auch Aids.



Auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen xy ungelöst" wurde über das Schicksal von Gisela S. berichtet und ein Filmbeitrag (s.O.) dazu ausgestrahlt. Doch leider konnte man den Mörder nicht finden. Nun fast 25 Jahre später könnte, der Fall doch noch aufgeklärt werden.

Der Mutmaßlicher Mörder: Manfred Seel aus Schwalbach. Das zumindest hält die Arbeitsgruppe „Alaska“ beim Landeskriminalamt (LKA) Wiesbaden für möglich, die durch den Fund von Leichenteilen in einer von Seel angemieteten Garage auf die Idee kam, alte Mordfälle auf auffällige Parallelen hin anzuschauen.


Dass die Leiche von Gisela Singh Stiche im Unterbauch aufwies, wurde schon 1991 bekannt. Man meinte damals, das die Stiche auch von einem Kampf mit dem Mörder, stammen könnten. Der Mörder hat sein Opfer aber laut Bericht der Gerichtsmedizin erdrosselt oder erwürgt. Was die Ermittler damals der Öffentlichkeit verschwiegen: Der Körper von Gisela Singh wurde – wie bei allen anderen Opfern, für die das LKA Manfred Seel als mutmaßlichen Mörder ansieht – verstümmelt. Der Täter hat Leichenteile entnommen. Warum, dazu gibt es verschiedene Vermutungen, die von sexueller Befriedigung bis zu Kannibalismus reichen.

Die Ermittlungen in den Wochen nach der Auffindung der Leiche, die vermutlich mindestens 14 Tage unentdeckt im Hofheimer Wald lag, konzentrierten sich auf einen Stamm-Freier von Gisela Singh. 40 bis 50 Jahre alt sollte er gewesen sein, circa 1,80 Meter groß und stets gut gekleidet, so die Beschreibung. 
War er der Gesuchte?
Der 2014 verstorbene Manfred Seel war 1991 44 Jahre alt. Auch Dominique Monrose, einer weiteren Prostituierte, deren Leiche 1993 in Frankfurt gefunden worden war, könnte Seel aals Mörder in Frage kommen. Ob Manfred Seel als Täter überführt werden kann, ist unklar. Noch fehlen dafür konkrete Spuren und Beweise. Und ohne Beweise, gilt die Unschuldsvermutung, auch über den Tod hinaus.

Die Ermittler haben noch Fragen an die Bevölkerung:



  1. Können Sie Angaben zu Kontakten zwischen Manfred Seel und den Opfern machen?
  2. Gibt es Zeugen, die Seel und Singh oder Monrose zusammen wahrgenommen haben?
  3. Wer kennt die Freier, der Opfer?
  4. Gibt es direkte Kolleginnen aus dem Umfeld, des Frankfurter Straßenstrich, die Auskunft über die Getöteten geben können? 


 
 
 
 

Insgesamt sind zu der Mordserie bereits 80 Zeugenhinweise eingegangen. Nur wenige seien vielversprechend, aber man müsse allen nachgehen, erklärte ein Sprecher des LKA.