Montag, 11. August 2014

UPDARE/BONN: Vermisst Winfried und Doris Hagen

Sohn rückt wieder in den Kreis der Verdächtigen

Als das Ehepaar Hagen im Jahr 1994 verschwand, ha
tte die Polizei auch gegen den Sahn ermittelt. Das wird immer so bei der Polizei gemacht, es wird von innen nach außen ermittelt. Nichts ungewöhnliches, das der Sohn schon im Focus der Ermittlungen war. Nun 20 Jahre später kommt wieder Bewegung in den Fall und auch diesmal wird der Sohn verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden seiner Eltern zutun zu haben. 
Wenn ja, warum? Aus Gier?

Es ist eine unfassbare Vorstellung: Aus purer Gier soll ein Sohn Mutter und Vater ermordet haben. Genau darum geht es in dem mysteriösen Fall, der jetzt von der Staatsanwaltschaft Bonn neu aufgerollt wird – denn es gibt neue Hinweise!

Dies berichtet der Kölner „Express“. Am 13. Juli 1994 wurden Doris und Winfried Hagen zum letzten Mal gesehen, des reiche Ehepaar verschwand spurlos. Einer der Hauptverdächtigen ist damals ihr eigener Sohn: Klaus Hagen. Nun gerät er wieder ins Visier der Ermittler.

„Seit Beginn des Jahres durchforsten wir wieder die Akten des Falls, wir reden hier über insgesamt 37 Ordner. Zusammen mit anderen Indizien führte dies jetzt zu einer Bejahung des erneuten Anfangsverdachts gegen den Sohn der Eheleute und dessen Freund“, bestätigte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender.

Zeugen gesucht

Was ist mit Winfried und Doris Hagen passiert?

Der Vermisstenfall Hagen gilt als einer der mysteriösesten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte.

Doris und Winfried Hagen
Foto: Polizei/ e110
Mittwoch, 13. Juli 1994: Das Millionärsehepaar Winfried und Doris Hagen will am nächsten Tag für gut eine Woche nach Holland fahren.
Der Sohn des Ehepaars verabschiedet sich bereits am Nachmittag von seinen Eltern. Er will selbst am frühen Donnerstagmorgen mit einem Freund in den Urlaub
aufbrechen. Die beiden jungen Männer haben noch einiges vorzubereiten.

Auch der Hund fehlt 

Tatsächlich macht während der nächsten Tage alles den Anschein, als sei auch das Ehepaar Hagen am Donnerstag in den Urlaub aufgebrochen. Eine Reisetasche fehlt
und auch ihren Hund Toby scheinen die Eheleute wie üblich mitgenommen zu haben. Erst als der Sohn nach über vier Wochen, am 9. August 1994, von seiner
Reise zurückkehrt, erhält er die beunruhigende Nachricht, dass von seinen Eltern seit Wochen jede Spur fehlt.

Beim Blick in die Garage stellt der Sohn fest, dass beide Autos seiner Eltern noch da sind. 
Wo sind sie hin? Haben sie Bonn überhaupt verlassen? Schon bald befürchtet die Polizei, dass die Hagens Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind. Doch wurden sie und ihr Hund tatsächlich kaltblütig beiseite geschafft oder haben sie ihr Haus freiwillig verlassen? Und wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, vorzutäuschen, Winfried und Doris Hagen seien ins Ausland aufgebrochen?

Verdächtige Beobachtung

Am Abend des 13. Juli 1994 hat ein Zeuge eine wichtige Beobachtung gemacht. In der Garageneinfahrt der Villa sollen zwei unbekannte Autos gestanden haben: ein roter VW-Golf und ein heller Geländewagenmit blauen oder türkisen Zierstreifen an den Seiten. Stehen diese Autos im Zusammenhang mit dem Verschwinden des Ehepaars?

Personenbeschreibung

Winfried Norbert Hagen
 war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 49 Jahre alt, 1,70 Meter groß, von kräftiger Figur. Er hatte lockiges Haar, dunkle Augen und einen dunklen Hautteint.
Seine Frau Christina Dorothea Hagen war damals 47 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank, blonde Haaren. Sie hatte grünbraune Augen und war Brillenträgerin.

Fragen nach Zeugen
- Hund Toby (schwarz-weißer Cockerspaniel) ist 1994 verschwunden. War der Hund (Zuchtbuchnummer 0595 / Geburtsjahr 1991, Ziffern in Ohren tätowiert) möglicherweise später noch einmal tierärztlich untersucht oder behandelt worden?
- Wer hatte mit Winfried und Doris Hagen zu tun und kann der Polizei weitere Kontakte nennen, die möglicherweise noch nicht zum Verschwinden des Ehepaars befragt wurden?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Bonn, Telefon 0228 - 15 0

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