Samstag, 11. Juni 2016

PADERBORN: Tötungsdelikt z. N. von Frauke Liebs

Mögliche Zeugen noch immer gesucht

Am Dienstag, dem 20. Juni 2006, verschwand Frauke Liebs auf ungeklärte Weise. An diesem Tag traf sie sich am Nachmittag mit ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zum Essen in einem Restaurant. Währenddessen erhielt Liebs eine SMS von einer Freundin. Diese verabredete sich mit ihr in einem Irish Pub in Paderborn, um dort mit weiteren Freunden ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu sehen. Liebs ließ sich nach dem Essen von ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zu dem Irish Pub fahren, den sie gegen 21 Uhr erreichte.

Wer tötete Frauke Liebs?

Während des Spiels Schweden gegen England schrieb Liebs mehrere SMS an Freunde und Bekannte. Als der Akku ihres Mobiltelefons leer war, lieh sie sich einen noch vollen Akku von ihrer Freundin, gab ihn aber vor Verlassen des Pubs laut Aussage der Freundin wieder zurück.

Gegen 23 Uhr verabschiedete sich Liebs von ihren Freunden und machte sich allein auf den Heimweg. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie diesen zu Fuß angetreten hat, da sie nur noch maximal 5 Euro bei sich gehabt haben soll. Welchen Weg Liebs dabei eingeschlagen hat, konnte mangels Zeugen nicht geklärt werden. Ihre Wohnung lag vom Pub ungefähr 1,5 Kilometer entfernt. Dort kam sie laut Aussage ihres Mitbewohners nie an.








Mysteriöse Kurznachrichten und Anrufe

Um 00:49 Uhr erhielt der Mitbewohner eine SMS von Liebs' Handy, die ihre verspätete Rückkehr ankündigte. Die Polizei ermittelte, dass diese Nachricht aus dem Funkgebiet Nieheim-Entrup im Kreis Höxter abgesetzt worden war. Am nächsten Tag erschien Liebs nicht zur Arbeit. Nachdem sie auch in ihrer Wohnung nicht angetroffen wurde, meldete Liebs' Mutter ihre Tochter als vermisst.

In den folgenden Tagen meldete sich Frauke Liebs fünfmal telefonisch von ihrem Handy bei ihrem Mitbewohner. Die meisten der kurzen Anrufe kamen abends aus verschiedenen Paderborner Gewerbegebieten und enthielten kaum Informationen zu ihrer Situation. Anfangs deutete Liebs ihre baldige Heimkehr an, weitere Nachfragen beantwortete sie vage oder ausweichend und zum Teil auch rätselhaft oder widersinnig.

Das letzte Telefonat erfolgte am späten Abend des 27. Juni 2006 im Beisein von Fraukes Schwester. Bei diesem Gespräch soll Liebs auf die Frage, ob sie gegen ihren Willen festgehalten werde, zunächst mit einem leisen „Ja“ geantwortet haben, diese Aussage jedoch sofort mit einem lauten „Nein“ revidiert haben. Nach diesem Telefonat brach der Kontakt zu Liebs ab. Ihr Handy wurde kurz darauf noch einmal geortet, diesmal wieder im Raum Nieheim.

Der Leichenfund

Am 4. Oktober 2006 wurde die Leiche von Frauke Liebs bei Lichtenau an der L817 zwischen Asseln und Herbram-Wald im Kreis Paderborn aufgefunden. Sie lag verwest und stark skelettiert in einem Waldstück, etwa 20 Meter von der Straße entfernt in einer hinter einem Baumstamm gelegenen Mulde unter Tannendickicht. Untersuchungen ergaben, dass der Fundort nicht der Tatort war. Es konnten keine Reifenspuren, Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gesichert werden.

Liebs’ Leiche wurde mit der Kleidung (Blue Jeans, rotes Oberteil und weiße Turnschuhe) vom Tag ihres Verschwindens entdeckt. Ihr Mobiltelefon und ihre schwarze Handtasche sowie ihre Geldbörse und ihre Armbanduhr wurden nicht gefunden. Aufgrund der vorangeschrittenen Skelettierung des Leichnams konnten weder der genaue Todeszeitpunkt noch die Todesursache abschließend ermittelt werden.
Die Fahndung

Im Rahmen einer Sonderkommission wurden über 700 Hinweise überprüft und mehr als 1000 Personen befragt. Eine operative Fallanalyse kam zu dem Schluss, dass Liebs vermutlich im Raum Nieheim festgehalten wurde und vom wahrscheinlich ortskundigen Täter nur für die von ihm wohl überwachten Anrufe, die zur Ablenkung gedient haben könnten, nach Paderborn verbracht wurde. Ein konkretes Tatmotiv konnte nicht eingegrenzt werden.

Der Fall wurde in zahlreichen Zeitungsartikeln und mehreren Fernsehsendungen thematisiert, darunter unter anderem Aktenzeichen XY - ungelöst, Ungeklärte Morde – dem Täter auf der Spur, Kriminalreport (WDR) und Zeugen gesucht (SAT1).
                                       

Mitte 2016 prüfte die Kriminalpolizei nach Presseberichten eine mögliche Verbindung zu dem spektakulären Fall eines Paares aus Höxter, das in seinem Haus mehrere Frauen ermordet haben soll.
Nun steht fest, das die beiden mit dem Mordfall Frauke Liebs nichts zu tun haben.

Die Suche nach dem Mörder geht bis heute weiter!

Ich hoffe das man den Täter ermitteln kann.

Hinweise bitte an die Kripo Paderborn oder an jede andere Polizeidienststelle.

Kommentare:

  1. Die Wahrheit soll verdrängt werden

    Zeugen sind zum Schweigen verpflichtet. Aus ermittlungstaktischen Gründen wird man da auch nichts hören ich hoffe dass ihr bei Antwort bekommt es wäre nicht mehr lange dauern

    Zur Zeit werden die 10 Handys die man bei Wilfried p gefunden hat noch von Düsseldorf ausgewertet erst dann kann man was sagen ob sich Wilfried W in der Nähe von Frauke liebs aufgehalten hat oder befunden hat aber die Spur geht ganz anders wohin nach dem Biss zum Schweigen verpflichtet es werd die Wahrheit ans Licht kommen.

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  2. Hallo
    Bei Hinweise in Mordfall Frauke Liebs nimmt nicht Paderborn die Hinweise ingegen. Sondern Bilefelt ingegen Bitte an Kripo Bildfeld Hauptkommissar @ Ralf Ōsterman 0521 5450 oder jede andre Polizeidienststellen

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