Donnerstag, 18. August 2016

UELSEN: Vermisst Doris Mönnighoff (1997)

Was ist mit Doris Mönnighoff passiert?

Ihre beiden Kinder sind gerade mal ein Jahr und neun Jahre alt, da verschwindet Doris Mönninghoff. Hat die 31-Jährige ihre Kinder wirklich freiwillig zurückgelassen? Die Polizei glaubt eher an ein Verbrechen.

Seit fast 19 Jahren vermisst: Doris Mönninghoff
Wo ist Doris Mönnighoff?
Foto: Polizei



Doris Mönninghoff hat in jungen Jahren ihren Mann verloren. Den neuen Lebensgefährten lernte die junge Witwe über eine Partneragentur kennen. Doch in der Beziehung gibt es offensichtlich Schwierigkeiten. Nach den polizeilichen Ermittlungen suchte Doris Mönninghoff in der Vergangenheit zusammen mit ihren Kindern zweimal Zuflucht in einem Frauenhaus. Nach Aussage ihres älteren Sohnes plante sie auch, am 25. November 1997 ihren Lebenspartner endgültig zu verlassen. Doch am Tag davor verschwindet sie plötzlich.

Am Morgen des 24. November 1997 bereitet Doris Mönninghoff wie immer das Frühstück für ihren neunjährigen Sohn zu. Währenddessen schläft ihr Lebensgefährte im Gästezimmer. Er kam erst am frühen Morgen von der Arbeit. Kurz vor acht verabschiedet sich Doris Mönninghoff von ihrem Sohn. Es ist das letzte Mal, dass der Neunjährige seine Mutter sieht. Der Schüler fährt zunächst mit dem Rad, dann mit dem Bus zur Schule.

Dabei macht er noch eine mysteriöse Beobachtung:
Vor seinem Elternhaus hält ein fremdes Auto. Fahrer und Kennzeichen kann er nicht erkennen. Wer saß hinter dem Steuer? Bis heute hat die Kripo keine Antwort auf diese Frage.

Gegen 10 Uhr – so der Lebensgefährte später – sei er wach geworden, weil der einjährige Sohn geschrien habe. Doris Mönninghoff sei zu dieser Zeit schon verschwunden gewesen. Der 28-Jährige habe einen Brief von ihr auf dem Küchentisch gefunden: „Ich weiß, Du wirst es nicht verstehen, aber ich denke, Du wirst mit den Kindern klarkommen, deshalb muß ich gehen. Bitte tu mir einen Gefallen und suche nicht nach mir.“ Daneben hätten die Krankenkassenkarten der beiden Kinder gelegen.

Bei den Ermittlungen stößt die Kripo Lingen auf ein Telefonat, das am Morgen des Verschwindens vom Festnetzanschluss der Familie Mönninghoff geführt wurde. Der Anruf ging in den Nachbarort Uelsen. Wohin genau, kann nicht ermittelt werden. Jedenfalls dauerte der Anruf nur 23 Sekunden. Die Polizei geht damit an die Presse und versucht so, den unbekannten Gesprächsteilnehmer ausfindig zu machen.

„Hilfe! Hilfe!“


Und tatsächlich meldet sich ein älteres Ehepaar aus Uelsen, das am Morgen des 24. November 1997 einen mysteriösen Anruf erhalten hat. Eine Frau sei am Apparat gewesen. Verzweifelt habe sie um Hilfe gerufen. War die Anruferin Doris Mönninghoff?

Seit ihrem Verschwinden am 24. November 1997 gibt es kein Lebenszeichen von ihr. Die 31-Jährige ließ damals ihr Auto zurück, Kontobewegungen gab es seit diesem Tag nicht mehr. Zunächst wurde routinemäßig als Familienmitglied der Lebensgefährte überprüft. Doch die Ermittler fanden keine Anhaltspunkte dafür, dass er etwas mit dem Verschwinden von Doris Mönninghoff zu tun hat.

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

  • Doris Mönninghoff war 31 Jahre alt, 
  • 1,60 m groß und schlank. 
  • Sie hatte blau-graue Augen, 
  • rötlich-braune und kurz geschnittene Haare.
Ihre Kleidung: 
  • braune Stretchhose, 
  • beigefarbener Rollkragenpullover, 
  • beigefarbene Jacke mit Dreiviertel-Arm. 
  • Sie könnte einen braunen Lederbeutel in Rucksack-Größe mitgenommen haben.

Zuständig: Kripo Lingen, Telefon: 0591 / 874 0

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