Donnerstag, 23. Januar 2014

DARMSTADT: Tötungsdelikt z. N. von Werner Schäfer

Wer kann Hinweise im Mordfall Werner Schäfer geben?


Am 8. Oktober 2012 wird die skelettierte Leiche von Werner Schäfer in einem Waldgebiet in der Nähe des Lufthansa Training &Camp; Conference Centers bei Seeheim-Jugenheim gefunden. Der seit zwei Jahren Vermisste wurde Opfer eines Verbrechens, davon geht die Polizei aus. Die nach wie vor ungeklärte Bluttat wird nun vom hessischen Fernsehen aufgegriffen. Der Fall wird in der Sendung an diesem Sonntag, 26. Januar, ab 19 Uhr im hr-fernsehen wieder aufgerollt. Daher möchte ich aus aktuellen Anlass möchte ich auch den Focus auf den Fall legen.
Luftbild vom Fundort der Leiche 




Werner Schäfer
Foto: Polizei

An falsche Freunde geraten?


Der 64 Jahre alte Schäfer wohnte allein in der Darmstädter Wilhelm-Glässing-Straße 37. Seine Partnerin war verstorben. Oft traf er Freunde in der Kneipe "Alte Kanzlei" in Darmstadt. Werner Schäfer war bekannt als netter, hilfsbereiter Mann. Er war arbeitslos, hielt sich mit Aushilfsjobs über Wasser.


Dann lernte er laut Polizei einen angeblichen Freund kennen, der sich sein Vertrauen erschlich. Dieser Mann soll illegal über eBay mit Reifen gehandelt und dafür einen Internetshop angelegt haben - auch unter dem Namen von Werner Schäfer, ohne dass der davon wusste. Werner Schäfer half für ein Taschengeld hin und wieder bei Reifenmontage-Arbeiten. Eines Tages bekam er ein Schreiben vom Finanzamt. Der Vorwurf lautete Steuerhinterziehung, da von dem Verkauf der Reifen nie Steuern bezahlt wurden. 
Die Forderung des Finanzamtes: 14 500 Euro, zahlbar innerhalb weniger Wochen. Werner Schäfer fiel aus allen Wolken. Er verstand nun offenbar, dass er wohl von seinem falschen Freund ausgenutzt wurde. Möglicherweise wollte er ihn zur Rede stellen.

Kurz vor Ende der Zahlungsfrist wurde Werner Schäfer am 22. August 2010 zum letzten Mal lebend gesehen. Ein Arbeitskollege brachte ihn zu seinem blauen Roller, mit dem er nach Hause fahren wollte. 
Am 23. August telefonierte er noch einmal mit seiner Bügelhilfe und machte einen Termin aus. Am 24. August wollte die Frau absagen, konnte ihn telefonisch aber nicht erreichen. Am Abend des 24. August bekamen vier seiner Bekannten eine SMS-Nachricht mit dem Inhalt, dass er Probleme habe und eine Freundin aus Seeheim-Jugenheim zu Besuch hätte, zu der er jetzt mitgehe. Man solle nicht versuchen, ihn telefonisch zu erreichen - merkwürdig, denn niemand kennt eine Freundin dort, und Schäfer hatte sonst niemals SMS geschrieben. Auch hatte er wohl keine Verbindung zu dem Ort.

Erst zwei Monate später, am 25. Oktober 2010, erstattete dann eine Bekannte eine Vermisstenanzeige. Sie ist die Schrebergarten-Nachbarin, hatte ihn seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen. Die Polizei durchsuchte daraufhin seine Wohnung. Nichts deutete darauf hin, dass Werner Schäfers Verschwinden geplant war. So hatte er kurz zuvor sogar noch einen Kuchen gebacken. 
Der Kühlschrank war gefüllt. Die Wäsche war zum Trocknen aufgehängt. Das TV-Programm war für die aktuelle Woche aufgeschlagen. Ein Testament wurde gefunden, ausgestellt auf den bekannten, mutmaßlich falschen Freund. Auch sein Briefkasten wurde immer noch heimlich geleert. Doch wie kann das sein? Denn zu dem Zeitpunkt war Werner Schäfer wohl längst tot. Das ergab die Obduktion seiner Leiche, die am 8. Oktober 2012 gefunden wurde. Die Polizei geht davon aus, dass Werner Schäfer unmittelbar nach seinem Verschwinden im August 2010 getötet wurde.


Polizei und Staatsanwaltschaft fragen:


  1. Wer hat den Toten noch nach dem 23. August 2010 gesehen?
  2. Wer leerte bis Ende 2010 den Briefkasten des Werner Schäfer an dessen Wohnanschrift?
  3. Wer weiß, ob und zu wem Werner Schäfer im Bereich von Seeheim-Jugenheim geschäftliche oder auch private Kontakte hatte?
  4. Wer hat zwischen dem 23. und 28.August 2010 verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Lufthansarings gemacht?
  5. Verkaufte Werner Schäfer Reifen und Felgen an Kunden, die sich als Gäste oder Besucher im Lufthansa Training und Conference Center Seeheim aufhielten?



Die Kriminalpolizei in Darmstadt (K10) hat unter der Telefonnummer 06151/969 4848 ein spezielles Hinweistelefon eingerichtet, das während und auch nach Sendung erreichbar ist.

Kommentare:

  1. o gott ich hoffe das der Täterendlich gefunden wird ! es macht mir angst und traurig und ich bekomme psychische probleme und panik zugleich wenn ich sowas lese es berührt mich wirklich sehr sowas zu lesen... ich zittere echt am ganzen leib ich habe gehört das viele morde in seeheim jugendheim passieren ich verstehe nur nicht warum und wieso? wie kann man so krank sein und solche menschen was antun!?

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  2. Schade das man die Akten des Falles nicht richtig gelesen hat , und alles von Behördenseite mit Lethargie , von Anfang an ,behandelt hat .
    Alleinig eine funktionierende Kommunikation ,zwischen einzelnen Behörden , hätte den Fall geklärt.
    Hat man es aber mit " Göttern" bei einer Dienststelle zu tun , die absolut Resistent gegenüber anderen sind ,ist die Chance gleich Null.
    Man kann nur hoffen das das LKA den Fall übernimmt , dass dieser völlig Neutral geprüft wird,um diesen zu klären. .

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