COLD CASE DES MONATS: Vermisst François Thillman (2010)
Das Verschwinden von François Thillman
Was ist mit François Thillman passiert?
Im Jahr 2010 berichtete ich in einem kurzen Beitrag bereits über das Verschwinden von François Thillman. Damals wie heute gehört sein Fall zu den Vermisstenfällen, bei denen besonders viele Fragen offenbleiben. Mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, doch die entscheidende Frage konnte bis heute nicht beantwortet werden: Was geschah mit François Thillman in jener Nacht in Ivry-sur-Seine?
Für meine Reihe „Cold Case des Monats“ möchte ich mich deshalb noch einmal intensiver mit diesem Fall beschäftigen. Dabei geht es nicht darum, eine vermeintliche Lösung zu präsentieren oder aus offenen Fragen vorschnelle Theorien entstehen zu lassen. Vielmehr möchte ich die bekannten Fakten noch einmal detailliert betrachten, die letzten Stunden von François rekonstruieren, die bisherigen Ermittlungen beleuchten und den Spuren nachgehen, die bis heute Fragen aufwerfen.
Besonders rätselhaft ist der Moment, in dem François seine Freunde in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 plötzlich verließ. Wenige Stunden später wurde er noch einmal gesehen – verletzt, mit beschädigter Brille und offenbar orientierungslos. Danach verliert sich seine Spur.
Was geschah in diesen Stunden? Warum trennte sich François von seinen Freunden? Woher stammten seine Verletzungen? Und was geschah nach seiner letzten bekannten Sichtung?
Ich möchte den Fall noch einmal von Beginn an betrachten – sachlich, anhand der bekannten Informationen und mit besonderem Blick auf die Fragen, die auch nach all den Jahren unbeantwortet geblieben sind. Denn François Thillman ist nicht einfach eine Akte aus dem Jahr 2010. Hinter diesem Vermisstenfall steht ein Mensch, dessen Familie seit Jahren auf eine Antwort wartet.
Hinweis:
Dieser Blog dient der journalistischen Aufarbeitung realer Vermisstenfälle, Morddelikte und verdächtiger Todesumstände. Alle Inhalte basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, Medienberichten und offiziellen Angaben.
Die dargestellten Theorien stellen keine Tatsachenbehauptungen dar, sondern dienen der Einordnung ungeklärter Aspekte.
Die Unschuldsvermutung gilt uneingeschränkt. Ziel dieses Blogs ist Erinnerung, Information und kritische Analyse – keine Vorverurteilung oder Sensationalismus.
Der Fall François Thillman
François Thillman wurde am 25. Juli 1982 in Luxemburg. Im Jahr 2010 lebte François Thillman in Beringen [Luxemburg]. François hatte im Jahr 2010 ein Masterstudium der Bildenden Künste bzw. der plastischen Künste an der Universität Paris VIII erfolgreich abgeschlossen. Er sprach Französisch, Deutsch und Englisch. Im Jahr 2010 war er 28 Jahre alt und befand sich an einem wichtigen Übergang in seinem Leben. Er wollte nach Berlin umziehen. Er hatte dort bereits eine Arbeit gefunden.
Der Abend des 10. Dezember 2010
Wie bereits erwähnt, hielt sich François Thillman im Dezember 2010 für einige Tage in der Region Paris auf. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 war er gemeinsam mit drei Freunden in Ivry-sur-Seine, südöstlich des Pariser Stadtzentrums unterwegs. Die Gruppe wollte eine Party besuchen, die in einer Lagerhalle in der Rue Jean-Jaurès stattfinden sollte. Die Veranstaltung war zuvor über Facebook angekündigt worden. Die vier Männer hatten zuvor Alkohol gekauft. Als sie an der Veranstaltung ankamen, wurde ihnen jedoch der Zutritt verweigert. Damit war der geplante Abend praktisch beendet.
François entfernt sich von der Gruppe
Anschließend gingen die Freunde in Richtung des nahegelegenen Kreisverkehrs Gambetta. Dort versuchten sie, ein Taxi zu bekommen.
Der erste Taxifahrer nahm die Gruppe offenbar wegen des mitgeführten Alkohols nicht mit. Ein zweites Taxi wurde schließlich gerufen. Die drei Freunde stiegen ein, aber nicht François.
Stattdessen entfernte er sich von der Gruppe.
Einer seiner Freunde versuchte noch, ihm hinterherzulaufen und ihn einzuholen. Das gelang jedoch nicht. Danach verliert sich die Spur zunächst.
Nicht in Unterkunft zurückgekehrt
François Thillman kehrte nicht in die Unterkunft in Puteaux zurück, in der er in Paris untergebracht war. Seine persönlichen Gegenstände [wie beispielsweise sein Mobiltelefon] und seine Ausweispapiere hatte er dort zurückgelassen. Nach Angaben seiner Familie gab es deshalb keinen offensichtlichen Hinweis darauf, dass er eine längere Reise oder ein bewusstes Untertauchen geplant hatte.
Bei der Polizei als vermisst gemeldet
Seine Familie machte sich große Sorgen um François und meldete ihn schließlich bei der Luxemburger Polizei als vermisst. Die luxemburgischen Strafverfolgungsbehörden leiteten den Fall umgehend an die französische Staatsanwaltschaft in Créteil weiter, denn die französischen Behörden waren primär für den Fall zuständig. Schließlich war François Thillman in Frankreich verschwunden. Die luxemburgischen Behörden waren zugleich in alle Vorgänge mit eingebunden.
Warum ist diese letzte Sichtung so wichtig?
Die Szene vor dem Wohnhaus stellt den entscheidenden Punkt des Falles dar, denn François war zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht mehr in dem Zustand, in dem er wenige Stunden zuvor mit seinen Freunden unterwegs gewesen war. Zwischen dem Zeitpunkt, an dem François seine Freunde verließ, und dieser letzten Sichtung muss etwas passiert sein. Was genau, ist unbekannt.
Diese Aussage wurde zu einem der wichtigsten Bestandteile der bisherigen Rekonstruktion.
Die Ermittler konzentrierten sich deshalb unter anderem auf den Bereich rund um Rue Jean-Jaurès, den Kreisverkehr Gambetta und die Avenue Paul-Vaillant-Couturier. Dabei mussten die Ermittler insbesondere folgende Fragen klären:
Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Luxemburg
Die Ermittlungen waren von Anfang an grenzüberschreitend. Die französischen Behörden ermittelten am Ort des Verschwindens, während die Luxemburger Polizei vor allem mit der Familie zusammenarbeitete und Informationen aus Luxemburg zusammentrug.
Was die Ermittler 2010 nicht herausfinden konnten
Trotz der eingeleiteten Ermittlungen ließ sich das entscheidende Zeitfenster nicht schließen.
Es blieb ungeklärt:
Wo François sich nach der Trennung von seinen Freunden aufhielt, wie er zu dem Wohnhaus gelangte, woher seine Verletzungen stammten,
wann und wodurch seine Brille beschädigt wurde,
mit wem er nach dem Verlassen seiner Freunde möglicherweise Kontakt hatte, und wohin er nach der letzten Sichtung ging.
Die Polizei konnte somit zwar den letzten bekannten Aufenthaltsort, nicht aber den weiteren Weg von François rekonstruieren.
Der erste wichtige Ermittlungsstand
Damit ergab sich Ende 2010 ein ernüchterndes Bild.
François Thillman war weiterhin spurlos verschwunden, aber es gab keinen Hinweis darauf, wo er sich nach seiner letzten Sichtung befand.
Gleichzeitig war sein Fall aufgrund der Umstände von Anfang an ungewöhnlich. Er war nicht einfach von seinem Aufenthaltsort verschwunden. Er war wenige Stunden zuvor noch mit Freunden unterwegs gewesen und anschließend offenbar verletzt und desorientiert gesehen worden.
Die Ermittler hatten somit einen konkreten letzten Anhaltspunkt – aber keine Spur, die darüber hinausführte.
Die Verletzung
Ein entscheidender Punkt in dem Fall ist die Verletzung von François. Die Verletzung ist wahrscheinlich das auffälligste Detail des gesamten Falles. Fakt ist, dass François seine Freunde verließ und später verletzt, mit beschädigter Brille und verwirrt wirkend, gesehen wurde.
Was zwischen diesen beiden Zeitpunkten geschah, konnte nicht geklärt werden.
Allerdings sollte man hier vorsichtig sein.
Eine Verletzung bedeutet nicht automatisch, dass François Opfer eines Angriffs wurde.
Ebenso denkbar wären theoretisch ein Sturz, ein Verkehrsunfall, eine körperliche Auseinandersetzung, eine andere Verletzung oder
eine Kombination aus Alkohol und Desorientierung. Es gibt öffentlich keine ausreichenden Beweise, um eine dieser Möglichkeiten als Tatsache darzustellen.
Fall wurde allmählich kalt
Trotz der umfangreichen Ermittlungen kamen weder die französischen Behörden noch die Kollegen aus Luxemburg in dem Fall weiter. Bereits Anfang des Jahres 2011 gerieten die Ermittlungen ins Stocken. Es gab weder den entscheidenden Hinweis noch neue Ermittlungsansätze. Der Fall wurde allmählich kalt.
Der Zeugenaufruf
Drei Jahre nach seinem Verschwinden wurden die Ermittlungen und die Suche nach François Thillman erneut aufgenommen und intensiviert.
Im Juli 2013 veröffentlichte die Luxemburger Polizei einen erneuten Zeugenaufruf. Die Behörden hofften insbesondere auf Menschen, die François in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine gesehen hatten.
Die Polizei veröffentlichte dabei seine genaue Personenbeschreibung. Besonders wichtig war weiterhin die letzte bekannte Sichtung gegen 4 Uhr. Letztendlich verliefen diese Bemühungen erneut ergebnislos und der Fall wurde kalt. Schließlich wurden die Ermittlungen eingestellt.
Die Wiederaufnahme der Ermittlungen
Eine besonders interessante Entwicklung kam Ende 2019. Nachdem der Fall über Jahre keine entscheidende Entwicklung genommen hatte, wurden den Behörden neue Informationen beziehungsweise neue Elemente bekannt.Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Ermittlungen daraufhin wieder aufgenommen wurden. Was genau diese neuen Elemente waren, wurde öffentlich nicht bekannt gegeben. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht näher dazu und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Die Theorien und mögliche Szenarien
Seit dem Verschwinden von François Thillman im Dezember 2010 sind viele Fragen offen geblieben. Was geschah, nachdem er sich in jener Nacht von seinen Freunden getrennt hatte? Warum wurde er wenige Stunden später verletzt, mit beschädigter Brille und offenbar orientierungslos an einem Wohnhaus gesehen? Und was geschah nach dieser letzten bekannten Sichtung?
Im Laufe der Jahre sind verschiedene mögliche Szenarien aufgekommen. Einige versuchen, die Verletzungen und sein anschließendes Verschwinden durch einen Unfall zu erklären, andere ziehen eine Auseinandersetzung oder ein mögliches Verbrechen in Betracht. Auch ein freiwilliges Verschwinden lässt sich anhand der öffentlich bekannten Informationen nicht mit letzter Sicherheit ausschließen.
Doch zwischen einer möglichen Erklärung und einem belegten Ermittlungsansatz liegt ein entscheidender Unterschied. Deshalb möchte ich die einzelnen Theorien nicht als Tatsachen darstellen, sondern sie anhand der bekannten Informationen betrachten: Was spricht für ein Szenario, was spricht dagegen und welche Fragen bleiben unbeantwortet?
Eine eindeutige Antwort gibt es bis heute nicht. Gerade deshalb sollte bei der Betrachtung dieses Falles gelten: Nicht die spektakulärste Theorie ist automatisch die wahrscheinlichste – entscheidend sind die Fakten und die vorhandenen Beweise.
1. Theorie "Unfall"
Hatte François Thillman einen Unfall?
Eine Möglichkeit ist, dass François nach dem Verlassen von seinen Freunden einen Unfall hatte.
Dafür spricht zumindest theoretisch:
Was ist mit François Thillman passiert?
Im Jahr 2010 berichtete ich in einem kurzen Beitrag bereits über das Verschwinden von François Thillman. Damals wie heute gehört sein Fall zu den Vermisstenfällen, bei denen besonders viele Fragen offenbleiben. Mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, doch die entscheidende Frage konnte bis heute nicht beantwortet werden: Was geschah mit François Thillman in jener Nacht in Ivry-sur-Seine?
Für meine Reihe „Cold Case des Monats“ möchte ich mich deshalb noch einmal intensiver mit diesem Fall beschäftigen. Dabei geht es nicht darum, eine vermeintliche Lösung zu präsentieren oder aus offenen Fragen vorschnelle Theorien entstehen zu lassen. Vielmehr möchte ich die bekannten Fakten noch einmal detailliert betrachten, die letzten Stunden von François rekonstruieren, die bisherigen Ermittlungen beleuchten und den Spuren nachgehen, die bis heute Fragen aufwerfen.
Besonders rätselhaft ist der Moment, in dem François seine Freunde in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 plötzlich verließ. Wenige Stunden später wurde er noch einmal gesehen – verletzt, mit beschädigter Brille und offenbar orientierungslos. Danach verliert sich seine Spur.
Was geschah in diesen Stunden? Warum trennte sich François von seinen Freunden? Woher stammten seine Verletzungen? Und was geschah nach seiner letzten bekannten Sichtung?
Ich möchte den Fall noch einmal von Beginn an betrachten – sachlich, anhand der bekannten Informationen und mit besonderem Blick auf die Fragen, die auch nach all den Jahren unbeantwortet geblieben sind. Denn François Thillman ist nicht einfach eine Akte aus dem Jahr 2010. Hinter diesem Vermisstenfall steht ein Mensch, dessen Familie seit Jahren auf eine Antwort wartet.
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| Das Verschwinden von François Thillman ist seit Dezember 2010 ungeklärt. Was ist mit François Thillman passiert? Foto: Polizei |
Hinweis:
Dieser Blog dient der journalistischen Aufarbeitung realer Vermisstenfälle, Morddelikte und verdächtiger Todesumstände. Alle Inhalte basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, Medienberichten und offiziellen Angaben.
Die dargestellten Theorien stellen keine Tatsachenbehauptungen dar, sondern dienen der Einordnung ungeklärter Aspekte.
Die Unschuldsvermutung gilt uneingeschränkt. Ziel dieses Blogs ist Erinnerung, Information und kritische Analyse – keine Vorverurteilung oder Sensationalismus.
Der Fall François Thillman
François Thillman wurde am 25. Juli 1982 in Luxemburg. Im Jahr 2010 lebte François Thillman in Beringen [Luxemburg]. François hatte im Jahr 2010 ein Masterstudium der Bildenden Künste bzw. der plastischen Künste an der Universität Paris VIII erfolgreich abgeschlossen. Er sprach Französisch, Deutsch und Englisch. Im Jahr 2010 war er 28 Jahre alt und befand sich an einem wichtigen Übergang in seinem Leben. Er wollte nach Berlin umziehen. Er hatte dort bereits eine Arbeit gefunden.
Reise nach Paris
Im Dezember 2010 nehtte François Thillman nach Paris zurück, um sein Diplom abzuholen, das er für seinen geplanten beruflichen Start in Berlin benötigte. Während des Aufenthalts in Frankreich wohnte François bei der Familie seiner Freundin in Puteaux, westlich von Paris.
Im Dezember 2010 nehtte François Thillman nach Paris zurück, um sein Diplom abzuholen, das er für seinen geplanten beruflichen Start in Berlin benötigte. Während des Aufenthalts in Frankreich wohnte François bei der Familie seiner Freundin in Puteaux, westlich von Paris.
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| Während seines Aufenthalts in Paris lebte François bei seiner Familie in Puteaux. Foto: Google Maps |
Der Abend des 10. Dezember 2010
Wie bereits erwähnt, hielt sich François Thillman im Dezember 2010 für einige Tage in der Region Paris auf. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 war er gemeinsam mit drei Freunden in Ivry-sur-Seine, südöstlich des Pariser Stadtzentrums unterwegs. Die Gruppe wollte eine Party besuchen, die in einer Lagerhalle in der Rue Jean-Jaurès stattfinden sollte. Die Veranstaltung war zuvor über Facebook angekündigt worden. Die vier Männer hatten zuvor Alkohol gekauft. Als sie an der Veranstaltung ankamen, wurde ihnen jedoch der Zutritt verweigert. Damit war der geplante Abend praktisch beendet.
François entfernt sich von der Gruppe
Anschließend gingen die Freunde in Richtung des nahegelegenen Kreisverkehrs Gambetta. Dort versuchten sie, ein Taxi zu bekommen.
Der erste Taxifahrer nahm die Gruppe offenbar wegen des mitgeführten Alkohols nicht mit. Ein zweites Taxi wurde schließlich gerufen. Die drei Freunde stiegen ein, aber nicht François.
Stattdessen entfernte er sich von der Gruppe.
Einer seiner Freunde versuchte noch, ihm hinterherzulaufen und ihn einzuholen. Das gelang jedoch nicht. Danach verliert sich die Spur zunächst.
Nicht in Unterkunft zurückgekehrt
François Thillman kehrte nicht in die Unterkunft in Puteaux zurück, in der er in Paris untergebracht war. Seine persönlichen Gegenstände [wie beispielsweise sein Mobiltelefon] und seine Ausweispapiere hatte er dort zurückgelassen. Nach Angaben seiner Familie gab es deshalb keinen offensichtlichen Hinweis darauf, dass er eine längere Reise oder ein bewusstes Untertauchen geplant hatte.
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| François Thillman war nicht zu seiner Unterkunft in Puteaux zurückgekehrt. Foto: Polizei |
Bei der Polizei als vermisst gemeldet
Seine Familie machte sich große Sorgen um François und meldete ihn schließlich bei der Luxemburger Polizei als vermisst. Die luxemburgischen Strafverfolgungsbehörden leiteten den Fall umgehend an die französische Staatsanwaltschaft in Créteil weiter, denn die französischen Behörden waren primär für den Fall zuständig. Schließlich war François Thillman in Frankreich verschwunden. Die luxemburgischen Behörden waren zugleich in alle Vorgänge mit eingebunden.
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| Wo ist François Thillman und was ist mit ihm passiert? Foto: Polizei |
Die Ermittlungen
Die französische Polizei begann umgehend mit den Ermittlungen im Fall François Thillman. Es wurde eine Untersuchung wegen eines möglichen "inquiétante disparition" – einer beunruhigenden Vermisstensituation eingeleitet. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen lag verständlicherweise auf der Rekonstruktion der letzten Stunden von François Thillman.
Die Rekonstruktion der letzten Stunden
Die Ermittler versuchten zunächst, den Abend möglichst genau zu rekonstruieren. François Thillman hatte sich mit drei Freunden in Ivry-sur-Seine aufgehalten. Die Gruppe wollte eine Party in einer Lagerhalle in der Rue Jean-Jaurès besuchen, wurde dort jedoch abgewiesen. Anschließend gingen die Männer zu einem nahegelegenen Kreisverkehr und wollten ein Taxi nehmen.
Nachdem zunächst ein Taxifahrer wegen der mitgeführten alkoholischen Getränke abgelehnt hatte, sollte ein weiteres Taxi die Gruppe mitnehmen. François stieg jedoch nicht ein, sondern entfernte sich von seinen Freunden. Einer seiner Begleiter versuchte noch, ihm zu folgen, konnte ihn aber nicht mehr einholen. Von diesem Moment an mussten die Ermittler versuchen, seinen weiteren Weg anhand von Zeugenaussagen zu rekonstruieren.
Die Suche nach Zeugen
Bereits kurz nach seinem Verschwinden wurde ein öffentlicher Zeugenaufruf der französischen Polizei veröffentlicht. Die Ermittler hofften insbesondere auf Menschen, die François in jener Nacht im Bereich von Ivry-sur-Seine gesehen hatten.
Ein entscheidender Zeuge meldete sich und bestätigte, dass François gegen 4:00 Uhr an seiner Haustür erschienen war. François Thillman
klopfte an der Tür eines Hauses am Boulevard Paul-Vaillant-Couturier in Ivry-sur-Seine. Der Bewohner öffnete und sah den jungen Luxemburger. Was der Zeuge beobachtete, war allerdings ungewöhnlich, denn François soll verletzt gewesen sein. Er hatte eine Verletzung am Gesicht. Außerdem war der Bügel seiner Brille beschädigt. Nach Angaben des Zeugen wirkte er orientierungslos und äußerte sich zusammenhanglos. Anschließend entfernte sich François Thillman wieder. Von diesem Zeitpunkt an gibt es keine bestätigte Spur mehr von ihm.
Die französische Polizei begann umgehend mit den Ermittlungen im Fall François Thillman. Es wurde eine Untersuchung wegen eines möglichen "inquiétante disparition" – einer beunruhigenden Vermisstensituation eingeleitet. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen lag verständlicherweise auf der Rekonstruktion der letzten Stunden von François Thillman.
Die Rekonstruktion der letzten Stunden
Die Ermittler versuchten zunächst, den Abend möglichst genau zu rekonstruieren. François Thillman hatte sich mit drei Freunden in Ivry-sur-Seine aufgehalten. Die Gruppe wollte eine Party in einer Lagerhalle in der Rue Jean-Jaurès besuchen, wurde dort jedoch abgewiesen. Anschließend gingen die Männer zu einem nahegelegenen Kreisverkehr und wollten ein Taxi nehmen.
Nachdem zunächst ein Taxifahrer wegen der mitgeführten alkoholischen Getränke abgelehnt hatte, sollte ein weiteres Taxi die Gruppe mitnehmen. François stieg jedoch nicht ein, sondern entfernte sich von seinen Freunden. Einer seiner Begleiter versuchte noch, ihm zu folgen, konnte ihn aber nicht mehr einholen. Von diesem Moment an mussten die Ermittler versuchen, seinen weiteren Weg anhand von Zeugenaussagen zu rekonstruieren.
Die Suche nach Zeugen
Bereits kurz nach seinem Verschwinden wurde ein öffentlicher Zeugenaufruf der französischen Polizei veröffentlicht. Die Ermittler hofften insbesondere auf Menschen, die François in jener Nacht im Bereich von Ivry-sur-Seine gesehen hatten.
Ein entscheidender Zeuge meldete sich und bestätigte, dass François gegen 4:00 Uhr an seiner Haustür erschienen war. François Thillman
klopfte an der Tür eines Hauses am Boulevard Paul-Vaillant-Couturier in Ivry-sur-Seine. Der Bewohner öffnete und sah den jungen Luxemburger. Was der Zeuge beobachtete, war allerdings ungewöhnlich, denn François soll verletzt gewesen sein. Er hatte eine Verletzung am Gesicht. Außerdem war der Bügel seiner Brille beschädigt. Nach Angaben des Zeugen wirkte er orientierungslos und äußerte sich zusammenhanglos. Anschließend entfernte sich François Thillman wieder. Von diesem Zeitpunkt an gibt es keine bestätigte Spur mehr von ihm.
Warum ist diese letzte Sichtung so wichtig?
Die Szene vor dem Wohnhaus stellt den entscheidenden Punkt des Falles dar, denn François war zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht mehr in dem Zustand, in dem er wenige Stunden zuvor mit seinen Freunden unterwegs gewesen war. Zwischen dem Zeitpunkt, an dem François seine Freunde verließ, und dieser letzten Sichtung muss etwas passiert sein. Was genau, ist unbekannt.
Diese Aussage wurde zu einem der wichtigsten Bestandteile der bisherigen Rekonstruktion.
Die Ermittler konzentrierten sich deshalb unter anderem auf den Bereich rund um Rue Jean-Jaurès, den Kreisverkehr Gambetta und die Avenue Paul-Vaillant-Couturier. Dabei mussten die Ermittler insbesondere folgende Fragen klären:
- Wer war mit François zusammen?
- Wo genau hielt sich die Gruppe auf?
- Wann verließen sie die Party?
- Wer sah François anschließend?
- Wo wurde er verletzt?
- Warum war seine Brille beschädigt?
- Welche Route nahm er?
- Wohin wollte er?
- Wer könnte ihm nach der letzten Sichtung begegnet sein?
Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Luxemburg
Die Ermittlungen waren von Anfang an grenzüberschreitend. Die französischen Behörden ermittelten am Ort des Verschwindens, während die Luxemburger Polizei vor allem mit der Familie zusammenarbeitete und Informationen aus Luxemburg zusammentrug.
Was die Ermittler 2010 nicht herausfinden konnten
Trotz der eingeleiteten Ermittlungen ließ sich das entscheidende Zeitfenster nicht schließen.
Es blieb ungeklärt:
Wo François sich nach der Trennung von seinen Freunden aufhielt, wie er zu dem Wohnhaus gelangte, woher seine Verletzungen stammten,
wann und wodurch seine Brille beschädigt wurde,
mit wem er nach dem Verlassen seiner Freunde möglicherweise Kontakt hatte, und wohin er nach der letzten Sichtung ging.
Die Polizei konnte somit zwar den letzten bekannten Aufenthaltsort, nicht aber den weiteren Weg von François rekonstruieren.
Der erste wichtige Ermittlungsstand
Damit ergab sich Ende 2010 ein ernüchterndes Bild.
François Thillman war weiterhin spurlos verschwunden, aber es gab keinen Hinweis darauf, wo er sich nach seiner letzten Sichtung befand.
Gleichzeitig war sein Fall aufgrund der Umstände von Anfang an ungewöhnlich. Er war nicht einfach von seinem Aufenthaltsort verschwunden. Er war wenige Stunden zuvor noch mit Freunden unterwegs gewesen und anschließend offenbar verletzt und desorientiert gesehen worden.
Die Ermittler hatten somit einen konkreten letzten Anhaltspunkt – aber keine Spur, die darüber hinausführte.
Die Verletzung
Ein entscheidender Punkt in dem Fall ist die Verletzung von François. Die Verletzung ist wahrscheinlich das auffälligste Detail des gesamten Falles. Fakt ist, dass François seine Freunde verließ und später verletzt, mit beschädigter Brille und verwirrt wirkend, gesehen wurde.
Was zwischen diesen beiden Zeitpunkten geschah, konnte nicht geklärt werden.
Allerdings sollte man hier vorsichtig sein.
Eine Verletzung bedeutet nicht automatisch, dass François Opfer eines Angriffs wurde.
Ebenso denkbar wären theoretisch ein Sturz, ein Verkehrsunfall, eine körperliche Auseinandersetzung, eine andere Verletzung oder
eine Kombination aus Alkohol und Desorientierung. Es gibt öffentlich keine ausreichenden Beweise, um eine dieser Möglichkeiten als Tatsache darzustellen.
Fall wurde allmählich kalt
Trotz der umfangreichen Ermittlungen kamen weder die französischen Behörden noch die Kollegen aus Luxemburg in dem Fall weiter. Bereits Anfang des Jahres 2011 gerieten die Ermittlungen ins Stocken. Es gab weder den entscheidenden Hinweis noch neue Ermittlungsansätze. Der Fall wurde allmählich kalt.
Der Zeugenaufruf
Drei Jahre nach seinem Verschwinden wurden die Ermittlungen und die Suche nach François Thillman erneut aufgenommen und intensiviert.
Im Juli 2013 veröffentlichte die Luxemburger Polizei einen erneuten Zeugenaufruf. Die Behörden hofften insbesondere auf Menschen, die François in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine gesehen hatten.
Die Polizei veröffentlichte dabei seine genaue Personenbeschreibung. Besonders wichtig war weiterhin die letzte bekannte Sichtung gegen 4 Uhr. Letztendlich verliefen diese Bemühungen erneut ergebnislos und der Fall wurde kalt. Schließlich wurden die Ermittlungen eingestellt.
Die Wiederaufnahme der Ermittlungen
Eine besonders interessante Entwicklung kam Ende 2019. Nachdem der Fall über Jahre keine entscheidende Entwicklung genommen hatte, wurden den Behörden neue Informationen beziehungsweise neue Elemente bekannt.Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Ermittlungen daraufhin wieder aufgenommen wurden. Was genau diese neuen Elemente waren, wurde öffentlich nicht bekannt gegeben. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht näher dazu und verwies auf die laufenden Ermittlungen.
Die Theorien und mögliche Szenarien
Seit dem Verschwinden von François Thillman im Dezember 2010 sind viele Fragen offen geblieben. Was geschah, nachdem er sich in jener Nacht von seinen Freunden getrennt hatte? Warum wurde er wenige Stunden später verletzt, mit beschädigter Brille und offenbar orientierungslos an einem Wohnhaus gesehen? Und was geschah nach dieser letzten bekannten Sichtung?
Im Laufe der Jahre sind verschiedene mögliche Szenarien aufgekommen. Einige versuchen, die Verletzungen und sein anschließendes Verschwinden durch einen Unfall zu erklären, andere ziehen eine Auseinandersetzung oder ein mögliches Verbrechen in Betracht. Auch ein freiwilliges Verschwinden lässt sich anhand der öffentlich bekannten Informationen nicht mit letzter Sicherheit ausschließen.
Doch zwischen einer möglichen Erklärung und einem belegten Ermittlungsansatz liegt ein entscheidender Unterschied. Deshalb möchte ich die einzelnen Theorien nicht als Tatsachen darstellen, sondern sie anhand der bekannten Informationen betrachten: Was spricht für ein Szenario, was spricht dagegen und welche Fragen bleiben unbeantwortet?
Eine eindeutige Antwort gibt es bis heute nicht. Gerade deshalb sollte bei der Betrachtung dieses Falles gelten: Nicht die spektakulärste Theorie ist automatisch die wahrscheinlichste – entscheidend sind die Fakten und die vorhandenen Beweise.
1. Theorie "Unfall"
Hatte François Thillman einen Unfall?
Eine Möglichkeit ist, dass François nach dem Verlassen von seinen Freunden einen Unfall hatte.
Dafür spricht zumindest theoretisch:
- François war alkoholisiert.
- Er wirkte später desorientiert.
- Er hatte eine Verletzung im Gesicht.
- Seine Brille war beschädigt.
- Er verschwand anschließend spurlos.
- Ein Sturz in ein Gewässer oder einen schwer zugänglichen Bereich wäre grundsätzlich denkbar.
- Es gibt aber ein Problem, denn es gibt keinen öffentlich bekannten Fundort und keinen bestätigten Nachweis, dass sich ein solcher Unfall ereignet hat.
Möglich, aber nicht bewiesen.
2. Theorie "Körperliche Auseinandersetzung"
2. Theorie "Körperliche Auseinandersetzung"
Hatte François Thillman nach dem Verlassen seiner Freunde eine körperliche Auseinandersetzung?
Eine zweite Möglichkeit wäre, dass François zwischen der Trennung von seinen Freunden und der letzten Sichtung in eine Auseinandersetzung geraten ist.
Die Verletzung und die beschädigte Brille könnten dazu passen.
Aber auch hier gilt:
Es gibt keinen öffentlich bekannten Beweis dafür, dass François angegriffen wurde.
Die Bewertung
Eine zweite Möglichkeit wäre, dass François zwischen der Trennung von seinen Freunden und der letzten Sichtung in eine Auseinandersetzung geraten ist.
Die Verletzung und die beschädigte Brille könnten dazu passen.
Aber auch hier gilt:
Es gibt keinen öffentlich bekannten Beweis dafür, dass François angegriffen wurde.
Die Bewertung
Nicht auszuschließen, aber nur spekulativ.
3. Theorie "Freiwilliges Verschwinden"
Hat François Thillman sein gewohntes Lebensumfeld freiwillig verlassen?
Es gibt auch die Möglichkeit eines freiwilligen Verschwindens. Diese Möglichkeit wird von seinen Angehörigen und Freunden komplett ausgeschlossen. François befand sich zum Zeitpunkt seines Verschwindens in einer Umbruchphase seines Lebens. Manche Beobachter des Falls spekulieren, dass François alles zu viel wurde und er deshalb bewusst verschwunden sein könnte.
Die Bewertung
Möglich, aber nach den öffentlich bekannten Umständen nicht besonders überzeugend.
4. Theorie "Verbrechen"
Könnte François Opfer eines Verbrechens geworden sein?
Das ist eine der Fragen, die sich bei diesem Fall zwangsläufig stellen. Die Möglichkeit, dass François Thillman in der Nacht seines Verschwindens Opfer eines Verbrechens wurde, gehört zu den Szenarien, die angesichts der bekannten Umstände nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Auffällig ist vor allem seine letzte bekannte Sichtung. François wurde gegen 4 Uhr morgens an einem fremden Wohnhaus gesehen. Er soll zu diesem Zeitpunkt Verletzungen im Gesicht gehabt haben, seine Brille war beschädigt und er wirkte auf den Zeugen verwirrt beziehungsweise orientierungslos. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, was zwischen seiner Trennung von seinen Freunden und dieser Begegnung geschehen war.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass François zuvor in eine körperliche Auseinandersetzung geraten war. Denkbar wäre auch, dass er von einer oder mehreren unbekannten Personen angegriffen wurde und anschließend noch versucht hat, Hilfe zu bekommen. Ebenso könnte seine Verletzung allerdings eine andere Ursache gehabt haben.
Genau hier liegt die entscheidende Schwierigkeit, denn es gibt keinen öffentlich bekannten Beweis für einen Angriff. Es ist weder bekannt, mit wem François nach dem Verlassen seiner Freunde Kontakt hatte, noch konnte eine Person identifiziert werden, die nachweislich mit seinem Verschwinden in Verbindung steht. Auch wurde seine Leiche nie gefunden.
Die Bewertung
Möglich, aber bisher unbelegt.
Fazit:
Nach der Betrachtung der verschiedenen möglichen Szenarien bleibt vor allem eines festzuhalten: Keine der Theorien lässt sich anhand der öffentlich bekannten Fakten eindeutig bestätigen.
Ein Unfall kann nicht ausgeschlossen werden. François war in jener Nacht offenbar alkoholisiert, später wurde er verletzt und orientierungslos gesehen. Ein Sturz oder ein anderer Unfall könnte deshalb grundsätzlich erklären, warum er anschließend nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Allerdings fehlt bis heute der entscheidende Beweis – weder wurde François gefunden noch konnte ein konkreter Unfallort festgestellt werden.
Auch eine körperliche Auseinandersetzung ist nicht auszuschließen. Die Verletzungen in seinem Gesicht und die beschädigte Brille sind auffällige Details. Sie beweisen jedoch für sich genommen nicht, dass François Opfer eines Angriffs geworden ist. Ebenso gibt es keinen öffentlich bekannten Beleg dafür, dass eine bestimmte Person mit seinem Verschwinden in Verbindung gebracht werden kann.
Ein freiwilliges Verschwinden erscheint ebenfalls nicht unmöglich, lässt sich anhand der bekannten Umstände jedoch nur schwer einordnen. François hatte persönliche Gegenstände und wichtige Dokumente zurückgelassen. Zudem befand er sich nach Angaben seiner Familie in einer Lebensphase mit konkreten Zukunftsplänen. Diese Umstände sprechen zumindest nicht eindeutig für ein bewusst geplantes Untertauchen.
Die Theorie eines Verbrechens ist aufgrund der Verletzungen und der auffälligen Umstände nicht auszuschließen, aber sie kann auch nicht als wahrscheinlichste oder bewiesene Erklärung dargestellt werden.
Für mich ist insbesondere die Frage nach der Herkunft seiner Verletzungen entscheidend. Sollten diese tatsächlich durch eine körperliche Auseinandersetzung entstanden sein, könnte dies ein wichtiger Schlüssel zum Fall sein. Doch ohne weitere Beweise bleibt offen, ob François angegriffen wurde oder ob seine Verletzungen beispielsweise durch einen Sturz oder einen Unfall entstanden sind.
Gerade bei einem Fall, der inzwischen so viele Jahre ungelöst ist, sollte man vorsichtig sein, aus einzelnen auffälligen Details eine Mordtheorie zu entwickeln. Die Fakten geben dafür bislang keine ausreichende Grundlage.
Was geschah mit François nach seiner Trennung von seinen Freunden? Wer könnte ihm in den darauffolgenden Stunden begegnet sein? Und vor allem: Woher stammten die Verletzungen, die der letzte bekannte Zeuge an ihm bemerkte?
Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, kann ein Verbrechen weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.
Was mich an diesem Fall besonders beschäftigt, ist deshalb weniger die Frage, welche Theorie am spektakulärsten klingt, sondern welche Fragen tatsächlich durch Beweise beantwortet werden können. Und genau hier liegt das Problem: Die entscheidende Zeitspanne zwischen der Trennung von seinen Freunden und seiner letzten bekannten Sichtung konnte nie vollständig rekonstruiert werden.
Wir wissen, dass François seine Freunde verließ. Wir wissen, dass er einige Stunden später verletzt und offenbar verwirrt an einem fremden Wohnhaus auftauchte. Und wir wissen, dass sich seine Spur danach verliert.
Was dazwischen geschah, bleibt ungeklärt.
Auch die späteren neuen Ermittlungsansätze konnten öffentlich bislang keine endgültige Antwort liefern. Dass die Ermittlungen Ende 2019 aufgrund neuer Elemente wieder aufgenommen wurden, zeigt allerdings, dass der Fall keineswegs vollständig aus dem Blick der Behörden geraten war. Welche Informationen damals vorlagen und welche Ergebnisse daraus entstanden, wurde jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Nach inzwischen vielen Jahren wäre es deshalb unseriös, eine der Theorien als Lösung des Falles darzustellen. Ich kann mich auf Grundlage der verfügbaren Informationen auf keine der genannten Möglichkeiten festlegen. Es fehlen belastbare Beweise, um aus einer Möglichkeit eine Tatsache zu machen.
Für mich bleibt daher vor allem die Hoffnung, dass es irgendwo noch eine Information gibt, die bislang übersehen wurde: ein Mensch, der François in jener Nacht gesehen hat, eine Erinnerung an eine Begegnung, eine bislang unbekannte Spur oder ein Detail, das die letzten Stunden seines Lebens rekonstruieren könnte.
Denn solange François Thillman nicht gefunden wurde und nicht geklärt werden konnte, was nach seiner letzten Sichtung geschah, bleibt die wichtigste Frage dieselbe:
Was geschah mit François Thillman in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010?
Eine Antwort darauf steht bis heute aus.
Beschreibung von François Thillman [zum Zeitpunkt seines Verschwindens]
Falls Sie Informationen oder Erkenntnisse haben, die zur Aufklärung des Aufenthaltsortes von François THILLMAN beitragen könnten, senden Sie bitte eine E-Mail an: j.chapelle@lekbinet.com
Wenn Sie seiner Familie helfen möchten, ihn zu finden, teilen Sie bitte diesen Zeugenaufruf.
Fragen an mögliche Zeugen
3. Theorie "Freiwilliges Verschwinden"
Hat François Thillman sein gewohntes Lebensumfeld freiwillig verlassen?
Es gibt auch die Möglichkeit eines freiwilligen Verschwindens. Diese Möglichkeit wird von seinen Angehörigen und Freunden komplett ausgeschlossen. François befand sich zum Zeitpunkt seines Verschwindens in einer Umbruchphase seines Lebens. Manche Beobachter des Falls spekulieren, dass François alles zu viel wurde und er deshalb bewusst verschwunden sein könnte.
Die Bewertung
Möglich, aber nach den öffentlich bekannten Umständen nicht besonders überzeugend.
4. Theorie "Verbrechen"
Könnte François Opfer eines Verbrechens geworden sein?
Das ist eine der Fragen, die sich bei diesem Fall zwangsläufig stellen. Die Möglichkeit, dass François Thillman in der Nacht seines Verschwindens Opfer eines Verbrechens wurde, gehört zu den Szenarien, die angesichts der bekannten Umstände nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Auffällig ist vor allem seine letzte bekannte Sichtung. François wurde gegen 4 Uhr morgens an einem fremden Wohnhaus gesehen. Er soll zu diesem Zeitpunkt Verletzungen im Gesicht gehabt haben, seine Brille war beschädigt und er wirkte auf den Zeugen verwirrt beziehungsweise orientierungslos. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, was zwischen seiner Trennung von seinen Freunden und dieser Begegnung geschehen war.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass François zuvor in eine körperliche Auseinandersetzung geraten war. Denkbar wäre auch, dass er von einer oder mehreren unbekannten Personen angegriffen wurde und anschließend noch versucht hat, Hilfe zu bekommen. Ebenso könnte seine Verletzung allerdings eine andere Ursache gehabt haben.
Genau hier liegt die entscheidende Schwierigkeit, denn es gibt keinen öffentlich bekannten Beweis für einen Angriff. Es ist weder bekannt, mit wem François nach dem Verlassen seiner Freunde Kontakt hatte, noch konnte eine Person identifiziert werden, die nachweislich mit seinem Verschwinden in Verbindung steht. Auch wurde seine Leiche nie gefunden.
Die Bewertung
Möglich, aber bisher unbelegt.
Fazit:
Nach der Betrachtung der verschiedenen möglichen Szenarien bleibt vor allem eines festzuhalten: Keine der Theorien lässt sich anhand der öffentlich bekannten Fakten eindeutig bestätigen.
Ein Unfall kann nicht ausgeschlossen werden. François war in jener Nacht offenbar alkoholisiert, später wurde er verletzt und orientierungslos gesehen. Ein Sturz oder ein anderer Unfall könnte deshalb grundsätzlich erklären, warum er anschließend nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Allerdings fehlt bis heute der entscheidende Beweis – weder wurde François gefunden noch konnte ein konkreter Unfallort festgestellt werden.
Auch eine körperliche Auseinandersetzung ist nicht auszuschließen. Die Verletzungen in seinem Gesicht und die beschädigte Brille sind auffällige Details. Sie beweisen jedoch für sich genommen nicht, dass François Opfer eines Angriffs geworden ist. Ebenso gibt es keinen öffentlich bekannten Beleg dafür, dass eine bestimmte Person mit seinem Verschwinden in Verbindung gebracht werden kann.
Ein freiwilliges Verschwinden erscheint ebenfalls nicht unmöglich, lässt sich anhand der bekannten Umstände jedoch nur schwer einordnen. François hatte persönliche Gegenstände und wichtige Dokumente zurückgelassen. Zudem befand er sich nach Angaben seiner Familie in einer Lebensphase mit konkreten Zukunftsplänen. Diese Umstände sprechen zumindest nicht eindeutig für ein bewusst geplantes Untertauchen.
Die Theorie eines Verbrechens ist aufgrund der Verletzungen und der auffälligen Umstände nicht auszuschließen, aber sie kann auch nicht als wahrscheinlichste oder bewiesene Erklärung dargestellt werden.
Für mich ist insbesondere die Frage nach der Herkunft seiner Verletzungen entscheidend. Sollten diese tatsächlich durch eine körperliche Auseinandersetzung entstanden sein, könnte dies ein wichtiger Schlüssel zum Fall sein. Doch ohne weitere Beweise bleibt offen, ob François angegriffen wurde oder ob seine Verletzungen beispielsweise durch einen Sturz oder einen Unfall entstanden sind.
Gerade bei einem Fall, der inzwischen so viele Jahre ungelöst ist, sollte man vorsichtig sein, aus einzelnen auffälligen Details eine Mordtheorie zu entwickeln. Die Fakten geben dafür bislang keine ausreichende Grundlage.
Was geschah mit François nach seiner Trennung von seinen Freunden? Wer könnte ihm in den darauffolgenden Stunden begegnet sein? Und vor allem: Woher stammten die Verletzungen, die der letzte bekannte Zeuge an ihm bemerkte?
Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, kann ein Verbrechen weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.
Was mich an diesem Fall besonders beschäftigt, ist deshalb weniger die Frage, welche Theorie am spektakulärsten klingt, sondern welche Fragen tatsächlich durch Beweise beantwortet werden können. Und genau hier liegt das Problem: Die entscheidende Zeitspanne zwischen der Trennung von seinen Freunden und seiner letzten bekannten Sichtung konnte nie vollständig rekonstruiert werden.
Wir wissen, dass François seine Freunde verließ. Wir wissen, dass er einige Stunden später verletzt und offenbar verwirrt an einem fremden Wohnhaus auftauchte. Und wir wissen, dass sich seine Spur danach verliert.
Was dazwischen geschah, bleibt ungeklärt.
Auch die späteren neuen Ermittlungsansätze konnten öffentlich bislang keine endgültige Antwort liefern. Dass die Ermittlungen Ende 2019 aufgrund neuer Elemente wieder aufgenommen wurden, zeigt allerdings, dass der Fall keineswegs vollständig aus dem Blick der Behörden geraten war. Welche Informationen damals vorlagen und welche Ergebnisse daraus entstanden, wurde jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Nach inzwischen vielen Jahren wäre es deshalb unseriös, eine der Theorien als Lösung des Falles darzustellen. Ich kann mich auf Grundlage der verfügbaren Informationen auf keine der genannten Möglichkeiten festlegen. Es fehlen belastbare Beweise, um aus einer Möglichkeit eine Tatsache zu machen.
Für mich bleibt daher vor allem die Hoffnung, dass es irgendwo noch eine Information gibt, die bislang übersehen wurde: ein Mensch, der François in jener Nacht gesehen hat, eine Erinnerung an eine Begegnung, eine bislang unbekannte Spur oder ein Detail, das die letzten Stunden seines Lebens rekonstruieren könnte.
Denn solange François Thillman nicht gefunden wurde und nicht geklärt werden konnte, was nach seiner letzten Sichtung geschah, bleibt die wichtigste Frage dieselbe:
Was geschah mit François Thillman in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010?
Eine Antwort darauf steht bis heute aus.
- François Thillman wurde am 25. Juli 1982 in Luxemburg geboren.
- Er lebte bis zu seinem Verschwinden in Beringen [Luxemburg].
- Er verschwand in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine, Val-de-Marne [Frankreich]. Das ist auch der letzte bekannte Aufenthaltsort von ihm.
- Er verbrachte dort ein paar Tage bei seiner Familie und seinen Freunden, weil er sein Diplom abholen wollte. Dieses Diplom brauchte er für seinen neuen Job in Berlin.
- Zum Zeitpunkt seines Verschwindens [Dezember 2010] war François Thillman 28 Jahre alt.
- François ist zwischen 1,70 und 1,75 m groß und hatte eine schlanke Statur.
- Er hat braune Augen und kurze, braune Haare.
- François trug eine schwarze Hornbrille.
- Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war François Thillman mit einer hellblauen Jeans, einem hellgrauen Pullover mit schwarzen und weißen Flecken, einem dunkelblauen Mantel und braunen Halbschuhen bekleidet.
- Normalerweise trägt er einen 3-Tage-Bart.
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| Was ist mit François Thillman im Dezember 2010 passiert? Foto: Polizei |
Offene Fragen des Falls
Es sind viele Fragen des Falls einfach unbeantwortet geblieben. Die wichtigsten offenen Fragen des Falls sind:
Es sind viele Fragen des Falls einfach unbeantwortet geblieben. Die wichtigsten offenen Fragen des Falls sind:
- Warum stieg François nicht in das zweite Taxi?
- Warum lief er plötzlich von seinen Freunden weg?
- Wohin wollte er eigentlich?
- Woher stammte die Verletzung in seinem Gesicht?
- Wann wurde seine Brille beschädigt?
- War die Verletzung Folge eines Unfalls oder einer Auseinandersetzung?
- Warum klopfte François gegen 4:00 Uhr an einem fremden Wohnhaus?
- Warum wirkte er auf den Zeugen verwirrt?
- Mit wem hatte François nach der Trennung von seinen Freunden möglicherweise Kontakt?
- Welche Route nahm er nach der letzten Sichtung?
- Warum wurde trotz jahrelanger Suche keine Spur von ihm gefunden?
- Was waren die neuen Ermittlungsansätze Ende 2019?
- Wurden diese neuen Informationen inzwischen überprüft oder widerlegt?
- Existieren möglicherweise weitere Zeugen, die François in jener Nacht gesehen haben?
- Könnte sich irgendwo in Frankreich ein nicht identifizierter Leichnam befinden, der mit François in Verbindung gebracht werden könnte?
Die Nachwirkungen
Die Anwaltskanzlei Chapelle Avocat wurde von der Familie von François Thillman beauftragt, die Ermittlungen zu seinem Verschwinden wieder aufzunehmen. François verschwand in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine auf dem Weg zu einer Party mit elektronischer Musik. Er wurde zuletzt gegen 4:00 Uhr morgens in Ivry-sur-Seine gesehen; sein Gesicht war blutverschmiert und seine Brille zerbrochen. Er hatte weder Geld noch ein Handy oder Ausweispapiere bei sich.
Seit diesem Datum hat niemand mehr etwas von ihm gehört.
Besondere Merkmale:
Besondere Merkmale:
- schwarze Brille mit gebrochenem Bügel,
- etwa 1,70 m groß,
- hellblaue Jeans,
- hellgrauer Pullover mit schwarzen und weißen Flecken,
- dunkelblauer Mantel,
- braune Halbschuhe,
- normalerweise 3-Tage-Bart.
Wenn Sie seiner Familie helfen möchten, ihn zu finden, teilen Sie bitte diesen Zeugenaufruf.
Aktuelle Einstufung des Falls
François Thillman gilt weiterhin als vermisste und gefährdete Person. Der Fall wird seit 2010 als Vermisstenfall geführt. Die Fahndungsmeldung nennt weiterhin Ivry-sur-Seine als letzten bekannten Aufenthaltsort. Eine offizielle Bestätigung, dass François tot ist, liegt damit öffentlich nicht vor. Ebenso gibt es keinen öffentlich bestätigten Nachweis dafür, dass er freiwillig verschwunden ist. Der Fall bleibt deshalb in erster Linie ein ungeklärter Vermisstenfall. Die Ermittler sind weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Jeder noch so kleine Hinweis könnte wichtig sein.
Fragen an mögliche Zeugen
Mehr als 15 Jahre nach dem Verschwinden von François Thillman gibt es eine Frage, die über dem Fall steht: Was geschah in den Stunden zwischen seiner Trennung von seinen Freunden und seinem endgültigen Verschwinden?
Die bisherigen Ermittlungen konnten die letzten bekannten Bewegungen von François nur teilweise rekonstruieren. Besonders wichtig bleibt dabei die Zeit nach seinem Weglaufen und seine letzte bekannte Sichtung, bei der er verletzt, mit beschädigter Brille und offenbar orientierungslos gesehen wurde.
Vielleicht gibt es Menschen, die François in jener Nacht gesehen haben, sich heute jedoch erst durch einen Bericht über den Fall an eine Begegnung erinnern. Eine scheinbar unbedeutende Beobachtung könnte dabei möglicherweise helfen, seine letzten Stunden genauer nachzuvollziehen.
Im Folgenden möchte ich deshalb einige Fragen formulieren, die sich insbesondere an mögliche Zeugen der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine richten. Dabei geht es nicht darum, Vermutungen als Fakten darzustellen, sondern darum, mögliche Erinnerungslücken zu schließen und die letzten bekannten Wege von François möglichst genau zu rekonstruieren.
Besonders wichtig wären Personen, die sich in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in Ivry-sur-Seine aufhielten. Die Fragen an mögliche Zeugen:
- Wer war in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 auf der Party in der Rue Jean-Jaurès in Ivry-sur-Seine und hat François Thillman und seine Freunde im Eingangsbereich wahrgenommen?
- Wer war in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 im Bereich des Kreisverkehrs Gambetta in Ivry-sur-Seine unterwegs und hat François Thillman allein oder in Begleitung seiner Freunde wahrgenommen?
- Wer war in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 in der Zeit zwischen etwa 3:00 und 5:00 Uhr auf dem Weg zwischen Gambetta und Boulevard Paul-Vaillant-Couturier in Ivry-sur-Seine unterwegs und hat François Thillman allein oder in Begleitung gesehen?
- Wer hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 einen jungen Mann mit schwarzer Brille [François Thillman] in einer möglichen körperlichen Auseinandersetzung in Ivry-sur-Seine beobachtet?
- Wer hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 einen jungen Mann mit schwarzer Brille [François Thillman] in
- Ivry-sur-Seine beobachtet, der einen Unfall hatte?
- Wer hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 einen jungen Mann mit schwarzer Brille [François Thillman] und möglichen Verletzungen in Ivry-sur-Seine wahrgenommen?
- Wer hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2010 einen jungen Mann mit schwarzer Brille [François Thillman] beobachtet, der möglicherweise orientierungslos durch die Straßen in Ivry-sur-Seine ging?
- Wer kennt die genauen Umstände und Hintergründe des Verschwindens von François Thillman?
- Wer hat François Thillman nach dem 11. Dezember 2010 noch einmal gesehen oder gesprochen?
- Wer kennt den derzeitigen Aufenthaltsort von François Thillman?
- Besonders wichtig wäre jeder Hinweis darauf, wo François nach der letzten bestätigten Sichtung hinging.
Da François Thillman in Ivry-sur-Seine im französischen Département Val-de-Marne verschwand, liegen die Ermittlungen in erster Linie bei den französischen Behörden. Gleichzeitig ist die Luxemburger Polizei für Hinweise aus Luxemburg bzw. zur Vermisstenmeldung von François relevant.
Commissariat de police d'Ivry-sur-Seine
Polizeikommissariat Ivry-sur-Seine
Place Marcel-Cachin
94200 Ivry-sur-Seine, Frankreich
Telefon: +33 1 49 59 33 00
E-Mail: commissariat-ivry-sur-seine@interieur.gouv.fr
Auch die Luxemburger Polizei hat den Fall François Thillman öffentlich als Vermisstenfall geführt. Bereits 2013 wurde ein erneuter Zeugenaufruf veröffentlicht; damals wurden Personen mit Informationen gebeten, sich unter der Luxemburger Polizeinummer 113 zu melden.
Das Kommissariat ist laut dem französischen Behördenverzeichnis rund um die Uhr geöffnet.










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