Freitag, 10. Januar 2014

AACHEN: Tötungsdelikt z.N. von Michael Bonnie

Auf dem Heimweg verschwunden - Vermisster vermutlich ermordet

Michael Bonnie ist 41 Jahre alt und wohnt bei seinen Eltern auf einem weitgehend stillgelegten Bauernhof am Rande des Aachener Stadtteils Sief. Er ist selbstständig und bietet Erdarbeiten, Entrümpelungen und Renovierungen an. Sein Bekanntenkreis ist recht überschaubar.


Bildergebnis für michael bonnie
Michael Bonnie



Heimfahrt ohne Hausschlüssel


Michael Bonnies bester Freund wohnt im Nachbarort Schleckheim. In der Nacht zum 4. März 2012 feiern sie dort dessen Geburtstag. Gegen 4 Uhr fährt Michael Bonnie mit seinem blauen VW Golf nach Hause. Beim Aufräumen bemerkt sein Freund, dass Bonnie seinen Hausschlüssel vergessen hat. Kurzerhand fährt er ihm nach und will ihm den Schlüssel bringen. 

Als der Freund auf dem Bauernhof ankommt, steht der VW Golf von Michael Bonnie vor dem Wohnhaus. Fahrertür und -fenster sind offen, die Scheinwerfer eingeschaltet, das Radio aufgedreht und der Zündschlüssel steckt. 
Wie der Freund später bei der Polizei aussagt, legt er die Hausschlüssel auf den Fahrersitz und fährt wieder nach Hause. Im Wagen findet Michael Bonnies Mutter wenige Stunden später den Schlüssel. Ihr Sohn jedoch ist verschwunden.

Geld auf dem Dachboden versteckt

Vor Jahren war Michael Bonnie schon einmal ins Ausland gereist, ohne Bescheid zu sagen. Wochen später tauchte er plötzlich wieder auf. Deshalb gibt die Familie diesmal zunächst keine Vermisstenanzeige auf. Stattdessen sucht sie in seinem Zimmer nach Hinweisen auf seinen Aufenthaltsort. Michael Bonnies Geschwister finden schließlich in einer Luke in der Decke mehrere Kuverts mit Geld - insgesamt 14.700 Euro. Woher das Geld stammt, und warum Michael Bonnie es versteckt hat, das sind bis heute offene Fragen.

Eine Woche nach Michael Bonnies Verschwinden erstattet die Familie schließlich doch Vermisstenanzeige. In einer großen Suchaktion durchkämmen Polizei und Feuerwehr den Bauernhof und die Umgebung - ohne Ergebnis.

Bauer findet Skelett

Zehn Monate später, am 7. Januar 2013, reinigt ein Landwirt 500 Meter vom Hof der Familie Bonnie entfernt einen Bachlauf. Starke Regenfälle im Winter haben Äste, Laub und Unrat in den Bach geschwemmt - aber auch ein menschliches Skelett. Es sind die sterblichen Überreste von Michael Bonnie. Gerichtsmediziner finden an einem Knochen zwei Kerben. Sie könnten von Messerstichen stammen. Vermutlich ist Michael Bonnie getötet und in einem nahen Abwasserkanal versteckt worden. Das Hochwasser könnte die sterblichen Überreste dann hinausgespült haben.

Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat Michael Bonnie und/oder seinen auffälligen blauen VW Golf in der Nacht zum 4. März 2012 gesehen? Saß Michael Bonnie allein im Wagen?
  2. Wer weiß etwas über mögliche Geschäfte oder Kontakte des Opfers? 
  3. Wer weiß, was es mit dem auf dem Dachboden versteckten Geldbetrag auf sich hat?
  4. Wer hatte Kontakt mit Michael Bonnie und wurde von der Polizei noch nicht dazu befragt? 
  5. Wer weiß sonst etwas, das in Zusammenhang mit dem Verbrechen stehen könnte?

Beschreibung Michael Bonnie (zum Zeitpunkt seines Verschwindens): 

  • 41 Jahre alt, 
  • 1,86 m groß, s
  • schlank, 
  • blondes Haar, 
  • bekleidet u.a. mit schwarzer Baumwolljacke und Jeans.
Bonnie fuhr einen älteren blauen VW Golf mit Aachener Kennzeichen; auffällig: diverse silberfarbene Klebestreifen auf der Heckklappe.
Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Aachen, Telefon 0241 / 95 77 0

WIPPERFÜRTH-KÖLN: Tötungsdelikt z.N. von Malgorzata Alicja Galaj

Jugendliche entdecken Leiche im Stausee

Drei Jungs sehen eine Tasche im Wasser treiben. Neugierig ziehen sie das Fundstück an Land und öffnen es. Der Inhalt der Tasche ist einfach nur grauenvoll: Es ist die Leiche einer Frau. Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf, doch niemand scheint die Tote zu kennen. Dann aber meldet sich die polnische Polizei: Es gibt einen DNA-Treffer.

Erste Spuren zur Frauen-Leiche
Malgorzata Alicja Galaj wurde 1963 in Auschwitz geboren und wird seit 1997 in Polen vermisst
Foto: Polizei

Wer ist die unbekannte Frau, die von ihrem Mörder in eine Tasche gepackt und zusammen mit mehreren Steinen in der Neyetalsperre in Wipperfürth bei Köln versenkt wurde? Seit dem Fund der Leiche am 3. August 1997 beschäftigt die Polizei diese Frage. Ende 2011 bekommt die Kripo Köln einen entscheidenden Hinweis aus Polen.

Opfer aus Polen


Die polnische Polizei kann den Kollegen aus Deutschland weiterhelfen: Die Vermisste heißt Malgorzata Alicja Galaj - geboren 1963 in Auschwitz. Sie gilt seit 1997 in Polen als vermisst. Eine frühere Schulkollegin von Malgorzata Galaj kann den deutschen Ermittlern einiges über die Tote erzählen.

Letzter Besuch

Der letzte Kontakt zwischen den beiden Frauen sei im Juni 1997 gewesen, erzählt die Zeugin der Polizei. Malgorzata habe sie zusammen mit zwei unbekannten Männern in Auschwitz besucht. Die damals 33-Jährige sei auffallend aufreizend gekleidet gewesen. Möglicherweise arbeitete sie als Prostituierte und verwendete dabei den Namen "Frau Beata". Ihre beiden männlichen Begleiter seien ein Pole und ein Deutscher gewesen, der den Namen "Olaf" getragen haben könnte.

Die Aussage der Freundin hilft den deutschen Ermittlern. Doch auf die Spur des Mörders führt sie nicht. Bis heute ist unklar, wie Malgorzata Galaj in die Nähe von Köln kam. Es konnten bisher keine Personen in Deutschland gefunden werden, die Malgorzata Galaj kannten.

Beschreibung von Malgorzata Galaj (zum Zeitpunkt des Mordes, vermutlich Juli 1997: 

  • 33 Jahre alt, 
  • 1,60 m groß, 
  • etwa 52 kg, 
  • blond gefärbte, ca. 20 Zentimeter lange Haare, 
  • auffallend schlechte Zähne. 
  • Sie trug ein pinkfarbenes Trägershirt, Größe 34, sowie einen rosafarbenen Slip mit Spitze im vorderen Bereich. 

Wichtige Gegenstände:

  • dunkelblaue, an manchen Stellen braun abgesetzte Reisetasche, Masse 70 x 40 x 38 cm, auf einer Seite zwei grüne, aufgesetzte Taschen, teils mit hellbraunem Gurtband abgesetzt; auf der Unterseite zwei Rollen.Verschnürt war die Tasche mit gelber Wäscheleine, daran ein grünes Preisschild;
  • dunkelblaues, samtartiges Haarband mit kleeblattförmigen Anhängern;
  • Plastiktüte, Werbeaufschrift "Das Bayerische Meeehr, Chiemsee, ganz klar - Ihr Kur- und Feriengebiet";
  • blauer Müllsack.

Fundort der Leiche:

Neyetalsperre in Wipperfürth bei Köln, vermutlich im Juli 1997 über die Staumauer geworfen.

Fragen nach Zeugen:
 

  1. Wer hat Malgorzata Galaj gekannt und kann Näheres über ihre Lebensumstände sagen? 
  2. Wer hat gesehen, wie die Reisetasche vermutlich im Juli 1997 in den Stausee der Neyetalsperre geworfen wurde?
  3. Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord und der Beseitigung der Leiche in Verbindung stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Köln, Telefon 0221 / 22 90