Freitag, 19. Mai 2017

ÖSTERREICH/SEEBACH: Vermisst Hubert Schmied (2003)

Wurde Hubert Schmied ermordet?

Hubert Schmied ist seit dem Jahr 2003 verschwunden. Das Österreichische Bundeskriminalamt rollt diesen "Cold Case" wieder neu auf und geht auch an die Öffentlichkeit. Dieser Fall wurde auch im ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY" vorgestellt und auch ich möchte die Öffentlichkeit über den Fall informieren. Das wichtigste ist aber, das man Zeugen findet und das Schicksal von Hubert Schmied klärt.
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Was ist mit Hubert Schmied passiert?
Foto: Polizei


Er wollte nur kurz etwas einkaufen. Doch in dem nur wenige Kilometer entfernten Geschäft im österreichischen Seebach kommt er nie an. Seit 2003 fehlt von Hubert Schmied jede Spur.

Hubert Schmied, in seinem Bekanntenkreis „Husch“ genannt, hat 2003 in Seebach in der Steiermark die Gaststätte eines Campingplatzes gepachtet. Er ist alleinstehend, hat aber aus seiner Zeit als Lkw-Fahrer eine elfjährige Tochter. Sie lebt in Spanien bei ihrer Mutter.
Verliebt in eine Prostituierte
Hubert Schmied verliebt sich in eine Prostituierte und macht immer wieder Andeutungen, dass er sie aus dem Rotlichtmilieu herausholen wolle. Damit macht er sich in den entsprechenden Kreisen nicht nur Freunde.
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So ein Auto der Marke Audi 80, fuhr Hubert Schmied.
Auch das Auto ist mit ihm verschwunden und nicht wieder aufgetaucht.

Foto: Polizei



Am 16. Oktober 2003 repariert er mit einem Freund sein Auto, als er einen Anruf erhält. Er sagt, er müsse dringend wegfahren und drängt den Freund, den Wagen wieder zusammenzuschrauben. Als das Auto wieder fahrbereit ist, hat er es auf einmal nicht mehr so eilig.

Mysteriöser Bordellbesuch

Am späten Abend geht er mit Freunden aus. Gegen Mitternacht trennen sich ihre Wege. Wenige Stunden später, am 17. Oktober 2003, gegen 5.30 Uhr wird mit seiner EC-Karte eine Rechnung über 540 Euro beglichen – in einem Bordell in Bruck an der Mur. Vermutlich bezahlt Hubert Schmied selbst – auch wenn sich in dem Lokal danach niemand mehr an ihn erinnern will.

Gegen 8 Uhr ist er für kurze Zeit auf dem Campingplatz. Von dort macht er sich mit seinem Auto auf den Weg zurück nach Bruck an der Mur, wo er Besorgungen fürs Lokal machen will. Um 8.15 Uhr wird er von seiner Nichte auf dem Weg dorthin noch gesehen – in der Nähe der Ortschaft Jauring. Es ist sein letztes Lebenszeichen.

Freiwilliges Verschwinden ist sehr unwahrscheinlich

Seit damals fehlt von ihm und seinem Wagen jede Spur. Ein freiwilliges Verschwinden erscheint unwahrscheinlich: In seiner Wohnung wird später ein hoher Bargeldbetrag gefunden, von dem niemand etwas wusste. Hätte er einen Neuanfang geplant, hätte er dieses Geld sicher mitgenommen.

Personenbeschreibung (zum Zeitpunkt des Verschwindens):

  • 2003 war Hubert Schmied 43 Jahre alt, 
  • 1,75 Meter groß, 
  • hatte braune Haare und braune Augen.

Verschwundenes Auto:

Mit ihm ist sein schwarzer Pkw Audi 80 verschwunden, Baujahr 1990, österreichisches Kennzeichen BM (für Bruck an der Mur) 713 AU.


Fragen nach Zeugen:

  1. Wer hat Hubert Schmied und/oder sein Auto nach seinem Verschwinden noch gesehen?
  2. Wer weiß, was hinter seinem Verschwinden stecken könnte?
  3. Wer weiß, was er damit gemeint haben könnte, als er vor seinem Verschwinden angedeutet hat, dass er „etwas Großes“ vorhabe?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung eines möglichen Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Bundeskriminalamt Österreich, Telefon 0043-(0)1- 24 836 98 50 25

Samstag, 13. Mai 2017

SCHWANDORF: Tötungsdelikt z. N. von Christa Mirthes (1978)

Wer tötete Christa Mirthes?

Am 9. Juni 1978, finden spielende Kinder die Leiche von Christa Mirthes im Brunnenschacht, eines verlassenen Anwesen. Das alte Haus liegt in der Klosterstraße 30 in Schwandorf. 

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Wer tötete Christa Mirthes?
Foto: Polizei

Dieses Haus ist schon lange sich selbst überlassen, es liegt Müll und Schutt herum. Im Hinterhof, des Hause befindet sich der Brunnenschacht. Die Kinder dachten es sei eine Art Puppe. 
Erst als Sie am Freitag, den 16. Juni 1978 nochmal zum Brunnen gehen, holen Sie einen Erwachsenden dazu. Als der Mann den beißenden Geruch wahrnimmt und sieht, was die Jungen dort im Brunnenschacht freigelegt haben, alarmiert er sofort die Polizei.

Die Kinder hatten in dem Brunnenschacht die Leiche der 15-jährigeChrista Mirthes entdeckt. Ihr Körper war nackt und wies schwere Verletzungen auf. Sie wurde von ihrer Mutter noch am selben Tag anhand der gefundenen Kleidungsstücke und eines auffälligen Amuletts identifiziert. Die Leiche selbst kann den Angehörigen nicht gezeigt werden. Aber die Fingerabdrücke stimmen mit denen auf ihren Schulheften überein und die Zahnabdrücke sind identisch. Das junge Mädchen galt seit Januar 1978 als vermisst.

Wie die Obduktion später ergeben wird, wurde die Jugendliche Opfer eines bestialischen Sexualverbrechens. Ihr Mörder ist äußerst brutal vorgegangen. Kopf und Kiefer der 15-Jährigen wurden mit einem stumpfen Gegenstand zertrümmert. Es fanden sich außerdem mehrere Einschnitte an Brust, am rechten Oberarm und Unterleib sowie Einstiche am rechten Schlüsselbein.

Noch am 16. Juni 1978 wird eine Sonderkommission mit mehr als einem Dutzend Beamten gebildet. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Amberg laufen auf Hochtouren. Das verfallene Anwesen wird akribisch abgesucht, Bekannte und Verwandte der Toten werden befragt. Aber am Ende bleibt nur eine greifbare Erkenntnis: Der Täter muss von hier stammen. Ein Auswärtiger hätte wohl kaum von dem leerstehenden Haus in der Klosterstraße 30 gewusst. Viel mehr wird man über den Mörder – trotz intensiver Ermittlungen – in den 40 Jahren, die seit der Tat vergangen sind, nicht herausfinden. Leider!

In dem Brunnenschacht werden neben der Leiche die grünen Plateuschuhe des Mädchens gefunden, außerdem rot-schwarze Frotteesocken, ein Halskettchen, in das der Name "Peter" eingraviert ist, und ein Feuerzeug. Ihre schwarze Veloursjacke mit gelbem Teddyfutter entdecken die Ermittler unter einem nahegelegenen Schutthaufen. Doch die Fundstücke geben keinerlei Hinweis auf den Täter. Mirthes restliche Kleidung, wie beispielsweise eine schwarze Gabardinehose, sowie ihre Unterwäsche sind bis heute verschwunden. Auch die Tatwaffe wird nie gefunden. Bei der Jacke stellt sich später heraus, dass ein Metzgerlehrling, der mit der Reinigung des heruntergekommenen Hauses beauftragt war, sie im Haus gefunden und mit dem Schutt in den Hof geworfen hat. Die Polizei vermutet deshalb, dass die 15-Jährige mit ihrem Mörder in dem verfallenen Gebäude gewesen sein muss. Doch ist der Fundort der Leiche der Tatort? Darüber rätseln die Ermittler bis heute.

Das Haus, in dem einige Zeit niemand mehr gewohnt hat, wird genauestens untersucht. Vier Tage nach dem Fund der Leiche kommt Professor Dr. Gert Schaidt vom Institut für Rechtsmedizin in Erlangen nach Schwandorf. Mithilfe des Luminol-Verfahrens macht er sich auf die Suche nach Blutspuren. Drei Stunden lang besprühen der Professor und Kriminalbeamte in mühevoller Kleinstarbeit Raum für Raum des Anwesens mit Chemikalien. 
Das Ergebnis ist ernüchternd. Lediglich an nur zwei Stellen auf dem Fußboden sowie an einer Wand im ersten Stock und rund drei Meter neben dem Brunnenschacht zeigt das Reagenzmittel Wirkung.Die Ermittler hatten sich vor allem im zweiten Obergeschoss viel mehr erhofft, in dem die Jacke des Mädchens ursprünglich gefunden wurde. Sie dachten das sie mehr Spuren finden würde. Die wenigen gefundenen Spuren lassen sich am Ende zudem nicht eindeutig Christa Mirthes zuordnen. 

Die Ermittler kommen zu dem Ergebnis, dass der Fundort der Leiche eigentlich nicht der Tatort sein kann. Auf der anderen Seite hätte der Mörder die Leiche des Mädchens aber durch die belebte Schwandorfer Altstadt schaffen müssen, um sie auf das verlassene Grundstück zu bringen.Auch eine Rekonstruktion der möglichen Tatzeit gelingt nicht. Die Gerichtsmediziner kommen nach der Obduktion zu dem Schluss, dass der Leichnam von Christa Mirthes vermutlich schon zwei Monate in dem Brunnenschacht gelegen haben muss. Zeugen wollen das Mädchen Ende April noch getroffen haben.

Zahlreiche Hinweise gehen bei der Kriminalinspektion Amberg ein. Am 9. Februar wird die junge Frau in den Abendstunden im Bahnhofshotel in Begleitung eines unbekannten Mannes gesehen. Der etwa 40-Jährige mit dunklem, fettigen Haar und fränkischem Akzent hat laut Zeugenaussagen eine Reisetasche bei sich. Die Ermittler vermuten, dass die 15-Jährige mit ihm verreist sein könnte. Keiner weiß, wo sich das Mädchen in den darauffolgenden Wochen aufgehalten hat.

Mirthes Phantombild1
Das Phantombild zeigt die männliche Person, mit der Christa Mirthes in Schwandorf gesehen worden ist. Beschreibung; ca. 40 Jahre alt, etwa 180 cm groß, schlank, fettiges, dunkelblondes Haar, das bis in den Nacken reicht, sprach fränkischen Dialekt.
Foto: Polizei


Ende April wird Mirthes schließlich in der Benzstraße, nochmal von einer Zeugin gesehen. Sie ist wieder in Begleitung eines Unbekannten. Den Zeugenbeschreibungen nach könnte es sich um den gleichen Mann gehandelt haben. Auf dem Schwandorfer Marktplatz trifft die 15-Jährige am 28. April einen Bekannten, lässt sich eine Zigarette geben und verschwindet dann in Richtung der Diskothek "Captain Cook". Auch zu diesem Zeitpunkt ist ein Unbekannter bei ihr. 
Zwei Schülerinnen wollen das Mädchen dann noch einmal zwei Tage später auf dem Weg zum "Elvis Club" gesehen haben. Ab dem 1. Mai verliert sich Christa Mirthes Spur dann endgültig.Die Leicht ist nackt, als sie gefunden wurde.Die Gerichtsmediziner stellen Spuren bestialischer Gewalt fest. Der Täter hat sein Opfer nicht nur brutal erschlagen, sondern zudem auch verstümmelt. 

Diese Tatsache lässt Rückschlüsse auf den Mörder und sein Motiv zu. So könnte im Fall Mirthes das Verstümmeln Teil des Auslebens von sexuellen, sadistischen Fantasien gewesen sein – zumal feststeht, dass das Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen ist.


Die 15-Jährige gilt in Schwandorf als Streunerin. Im Januar 1978 war sie das letzte Mal zuhause. Doch das kam öfter vor. Deswegen leitete die Polizei damals nur eine Routinefahndung ein. Schon mit 13 Jahren trinkt das Mädchen Alkohol und ist in den Kneipen, Clubs und Bars der Stadt unterwegs. Dort schließt sie auch Bekanntschaften zu Männern.
Zur Schule geht Chirsta eher unregelmäßig. 
Im September 1977 verlässt sie die elterliche Wohnung und heuert zusammen mit einer Freundin im Seehaus in Neubäu an. Die Polizei konzentriert sich deshalb bei ihren Ermittlungen schnell auf das Rotlichtmilieu der Kreisstadt und ihrer Umgebung – jedoch ohne Ergebnis.

Im Jahre 2003 wurde der Fall auch in der Sendung "Ungeklärte Morde" auf RTL2 gezeigt und neu aufgerollt. Es gab nach der Ausstrahlung, ein paar Hinweise, die alle abgearbeitet wurden. Leider war der Entscheidende Hinweis nicht dabei.

Christa Mirthes Mörder ist noch immer nicht gefasst und lebt höchstwahrscheinlich noch unter uns!