Freitag, 28. November 2014

NIENBURG: Tötungsdelikt z.N. von Stanislava Kratininova (1999)

Polizei bittet um Mithilfe


Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Nienburg haben die Ermittlungen in dem Mordfall "Stanislava Kratinova" wieder aufgenommen und setzen auf Aktenzeichen XY. Vor nunmehr 15 Jahren wurde die damals 42-Jährige auf dem Waldparkplatz an der B 214 zwischen Rodewald und Wendenborstel tot aufgefunden. Der Mord an der tschechischen Staatsangehörigen konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Wer kannte Stanislava Kratinova?
(Aufnahmejahr 1999)
Opfer Stanislava Kratininova 
Wer kannte das Opfer, ihr Lebensumfeld und ihre Gewohnheiten?
Foto: Polizei


"Wir wollen den Fall mit der ZDF-Sendung erneut in Erinnerung bringen und uns an ein bundesweites Publikum wenden", führt Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke aus, die gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt am kommenden Mittwoch, 03.12.14, nach München reist.

Rückblick: Am 28. Oktober 1999, einem Donnerstag, gegen 13.00 Uhr, fanden Durchreisende bei ihrem Halt auf dem Waldparkplatz an der Bundesstraße den Leichnam. Die Obduktion ergab, dass die Frau in den frühen Morgenstunden des Auffindetages, zwischen fünf und 11 Uhr, getötet worden war. Um die zunächst unbekannte Tote zu identifizieren, gingen die Ermittler am 03.12.99 mit einer Ausstrahlung bei XY an die Öffentlichkeit. Mitte Dezember konnte die Unbekannte aufgrund einer in Tschechien von Familienangehörigen erstatteten Vermisstenanzeige als die 42-jährige Stanislava Kratinova aus dem kleinen Ort Dolni Roven in Tschechien identifiziert werden. Die 42-Jährige erhielt nach einem Arbeitsunfall, bei dem sie sich eine auffällige Narbe an der linken Hand zuzog, eine Invalidenrente, die sie durch Reisen in die Bundesrepublik aufbesserte. 
Getragene Bekleidung am Todestag
Kleidung des Opfers am Todestag
Foto: Polizei
Das Opfer hatte vermutlich als "mobile Prostituierte" gearbeitet und war in Fernfahrerkreisen als Anhalterin unterwegs. "So ist Stanislava Kratinova im Jahr 1999 über 30 Mal an Autobahnen und hier überwiegend in Süddeutschland, Oberbayern, Raum Nürnberg und zweimal in Kassel durch die Polizei kontrolliert worden", ergänzt Mielke. Nach den polizeilichen Ermittlungen hielt sich die tschechische Staatsangehörige am 27. Oktober 99 wahrscheinlich an der Autobahnraststätte Alfeld bei Nürnberg auf. "Am Tattag, der in der letzten Herbstferienwoche von Niedersachsen, Bremen und Hamburg lag, wurde sie gegen 04.50 Uhr an der Raststätte Lehrter See in Fahrtrichtung Berlin von der Polizei überprüft", so die Polizeisprecherin, "da sie nach Hamburg wollte, verwiesen die Beamten sie auf die andere Autobahnseite". Hier muss sie auf ihren Mörder getroffen sein.

Staatsanwältin Annette Marquardt wird in der Sendung am 03.12.2014 - auf den Tag genau nach 15 Jahren - ins Studiogespräch mit Rudi Cerne gehen und sich mit einem Zeugenaufruf an die bundesweiten Zuschauer und hier vor allem an Fernfahrer wenden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und Ermittlung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Verden eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Fragen der Kriminalpolizei: 

  1. Wer kannte Stanislava Kratinova? 
  2. Wo hielt sie sich in Deutschland auf? 
  3. Wer hat sie an der Raststätte Lehrter See abgesetzt, dort gesehen oder mitgenommen? 
  4. Hatte sie feste Kontakte oder Freunde unter den LKW-Fahrern? 

Hinweise nimmt neben dem Aufnahmestudio in München auch die Polizei Nienburg unter 05021/9778-0 entgegen.

"Zudem wird am Mittwoch, 03.12.14, unter 0151/26724715 ein Vertrauenstelefon geschaltet, wo gegebenenfalls die Aussagen vertraulich behandelt werden können", sagt Gabriela Mielke abschließend.

Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amalie-Thomas-Platz 1
31582 Nienburg
Gabriela Mielke
Telefon: 05021/9778-104
Fax: 05021/9778-150
E-Mail: gabriela.mielke@polizei.niedersachsen.de

Samstag, 22. November 2014

HALLE/SAALE: Tötungsdelikt z.N. von Mariya Nakovska

Wer tötete die Studentin?

Ich hatte schon einmal über diesen Mordfall berichtet und aus aktuellen Anlass (Aktenzeichen XY) werde ich nochmal den Focus auf den Fall legen.

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Mariya Nakovska 
Foto: Polizei
Mariya Nakovska ist 29 und stammt aus Bulgarien. Seit rund acht Jahren lebt sie in Halle in einem Studentenwohnheim. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften und Russistik und will demnächst ihren Bachelor machen. Sie hat zahlreiche Freunde und Bekannte, von denen sie "Mary" genannt wird.

Am Donnerstag, dem 6. Februar 2014, verlässt Mariya Nakovska vermutlich gegen 21 Uhr das Studentenwohnheim in der Kurt-Mothes-Straße am Uni-Campus am Weinberg. Sie will in der Nähe, im Naherholungsgebiet Peißnitz joggen. Es ist ihre bevorzugte Laufstrecke.

Tot im Saale-Wasser


Gegen 13 Uhr am nächsten Tag wird ihre Leiche im Mühlgraben, einem Nebenarm der Saale, am Rande des Parks gefunden. Mariya Nakovska wurde vergewaltigt, erwürgt und in den Fluss geworfen. Von dem unbekannten Täter findet die Polizei eine DNA-Spur.

Die Polizei verfolgt mehrere Ermittlungsansätze. So könnte der Täter ein Mann sein, der sich des Öfteren im Naherholungsgebiet Peißnitz aufgehalten hat. Ebenso könnte er jemand sein, der von außerhalb stammt und nur am Tattag in Halle unterwegs war. Alles spricht dafür, dass Mariya Nakovska ein Zufallsopfer geworden ist. Dennoch kann die Polizei auch nicht ausschließen, dass sie ihren Mörder kannte. Daher hofft die Kripo, mehr über Mariya Nakovskas Kontakte und Bekanntschaften in Erfahrung zu bringen.

Fehlende Gegenstände - Verbleib?
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Gesuchter Schlüssel

Haustürschlüssel: mit auffälligem Anhänger in Form eines lila "Milka"-Hasen und einem Bändchen von "Pimkie".


Fragen nach Zeugen:


  1. Wer hat Mariya Nakovska am 6. Februar 2014 abends noch gesehen? 
  2. Wer kannte das Opfer, zu wem hatte sie Kontakt?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Halle, Tel: 0345 / 224 12 91