Sonntag, 14. März 2010

UELZEN:Tötungsdelikt z.N. von Jasmin Stieler

Wer zersägte Jasmin Stieler? 


Mordopfer Jasmin Stieler




5. Oktober 1996:

Yasmin Stieler, 18 Jahre junge Schülerin aus Uelzen, wollte am Abend mit der Bahn nach Braunschweig in die Disco Atlantis nach Braunschweig fahren. Eigentlich mit einer Freundin, die dann doch keine Lust hatte, so daß Yasmin allein losfuhr. In der Disco kam sie nie an. Ihr Leiche wurde etwa neun Tage später zerstückelt (filigran zersägt) am Bahndamm bei Vechelde aufgefunden. Wochen später wurden ihre Beine in den Ricklinger Kiesteichen bei Hannover gefunden. Einige Zeit später wurde der Kopf von einem Pilzsammler im Wald bei Hämelerwald gefunden. Die Arme mit den Händen fehlen bis heute.


Yasmin war ein Scheidungskind und hatte immer wenig Geld zu ihrer Verfügung. Mit ihrer Mutter kam sie wegen der ewigen Streitereien nicht klar, so daß der Vater ihr im Herbst 1995 eine kleine Wohnung in Uelzen besorgte. Mit 17 wohnte sie nun in der Soltauer Straße besuchte das Lessing Gymnasium und „genoß“ ihre Freiheit. In dieser Zeit hatte sie viele Männerbekanntschaften. Das Frühjahr 1996 und den Sommer verbrachte sie mit einem zehn Jahre älteren Freund, feierte im Juli ihren achtzehnten Geburtstag. Im September, wenige Wochen vor ihrem Tod, bezog sie in der Birkenallee eine andere Wohnung.


Am Abend des 5.Oktober 1996, einem Samstag, wollte sie mit einer Freundin zum ersten Male nach Braunschweig in die Disco "Atlantis". Die überlegt es sich aber anders, so daß Yasmin allein mit der Bahn über Hannover nach Braunschweig fuhr. Ihr Freund war, wie so oft, mit seinen Motorradfreunden unterwegs. In der Bahn bis Vechelde wurde sie von mehreren Zeugen gesehen, da sie ein auffälliges Kuhfeld-T-Shirt trägt. Ebenso sahen Jugendliche sie in Braunschweig am Bahnhof und versuchten, sie mit ins "Jolli Joker", einer weiteren Disco, zu lotsen.


Da Yasmins Torso aber am Bahndamm bei Vechelde gefunden wurde, kann eine Version nicht stimmen. Oder beide Aussagen stimmen, da durch die Liegezeit von rund neun Tagen der Todeszeitpunkt nicht exakt zu bestimmen ist und Yasmin erst in Braunschweig von ihrem Mörder „abgegriffen“ wurde. Danach dann erwürgt, zersägt und in der Gegend verteilt. Die aufwendige Arbeit der Kripo führte zu keinem brauchbaren Ergebnis. Vergleiche mit der „Arbeitsweise“ des Fleischers Olaf W., der in der Region ebenfalls eine Frau zersägt hatte, brachten keine Anhaltspunkte für eine mögliche Tatbeteiligung.


Das gleiche traf auf die Mörder von Markus W. zu, der bei Peine zertrennt aufgefunden wurde. Erst im Spätherbst 1999, drei Jahre nach der Tat, hatte die Kripo einen Tatverdächtigen. Aber alle Bemühungen, Haiko v. K.(es gilt immer die Unschuldsvermutung  bis zur einer Verurteilung) die Tat nachzuweisen, scheiterten. Es gibt einige Indizien gegen ihn, die aber nicht zwingend sind. Ein möglicher, ihm vorgehaltener Tatablauf, erscheint logisch, ist dem Autor aber nach eigener Recherche nur einer von mehreren möglichen, zumal kein Bezug zwischen Opfer und dem mutmaßlichen Täter hergestellt werden konnte.


Als der Beschuldigte nach einer zweiten, achtstündigen Vernehmung, eine Anwältin mit der Wahrung seiner Interessen beauftragte, stellte die Kripo ihre Bemühungen, ihn weiter "weich zu kochen", ein. Zumindest passierte seit dem Jahr 2000 nichts Entscheidendes mehr. Auch die Aussagen des leitenden Kriminalhauptkommissars in der Presse 2003 - "Irgend wann kriege ich ihn" - bringen den Fall nicht entscheidend weiter. Ebensowenig erbrachten Fernsehberichte keine brauchbare Hinweiseauf den Täter.


Vorläufige Bilanz:


Die Indizien gegen den sog.Verdächtigen reichten nicht einmal zu einem Haftbefehl. Sein Auto ergab keine verwertbaren Spuren, die Arbeitsstelle (gut 200 Meter vom Fundort der Leiche entfernt) und die Wohnung, einige Orte weiter, ebenfalls nicht. Die Verbindung Täter - Opfer fehlt. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob nicht zu einseitig ermittelt wurde. Oder ob alle vorhandenen Spuren gesichert, bzw. nach dem Stand der Kriminaltechnik ausgewertet wurden. Wenn der Autor bei seiner Recherche feststellt, daß z.B. die Nachbarn von Yasmins erster Wohnung nicht befragt, oder zeitnahe Aussagen von ihrem Umfeld nicht auf den Wahrheitsgehalt hin abgeklopft wurden, deutet das nicht auf professionelle Ermittlung hin. Somit wird Yasmins Mörder immer noch gesucht!


Hören Sie sich um. Der Mörder kann direkt neben Ihnen wohnen! 


Das Ermittlungsverfahren wurde jetzt, nach zehn Jahren, wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Was für den Mörder nicht heißt, daß er jetzt vor weiteren Ermittlungen seine Ruhe hat und somit einer möglichen Strafe entgeht!

Zuständig: Kripo Uelzen/Hannover oder jede andere Polizeidiensstelle.