Freitag, 12. März 2010

ZURICH: Vermisst Angela Yanez

Prostituierte verschwindet in Zürich - Was geschah mit Angela Yanez?
Vermisste Angela Yanez
Angela Yanez stammt aus Köln-Overath. Die 20-Jährige verdient ihr Geld als Prostituierte. Im Juli 2007 kommt sie mit ihrem Verlobten nach Zürich. Dort verschwindet sie spurlos.

Die Kapo Zürich bittet um Mithilfe bei der Suche nach der vermissten Angela Yanez. Die 20-jährige Prostituierte war zusammen mit ihrem Verlobten und dessen Schwester nach Zürich gefahren, um dort als Prostituierte zu arbeiten. Abends hielt sie sich am Sihlquai auf. Zu ihrer Sicherheit schickte Angela Yanez, die sich "Celina" nannte, ihrem Verlobten immer eine SMS mit Angaben über den jeweiligen Freier. Am 29. Juli 2007 stieg sie gegen 3.30 Uhr zu einem Unbekannten in ein Auto ein. Seitdem fehlt von ihr jede Spur.

Personenbeschreibung:

  • 20 Jahre alt
  • 1,56 m groß
  • zierliche Figur
  • braune schulterlange Haare 
  • braune Augen 
  • spricht Hochdeutsch 
  • Sie trug zuletzt einen weißen Minirock aus dünnem Jeansstoff, ein weißes Spaghetti-Top, eine beigefarbene Sommerjacke mit Gürtel und rosa- und beigefarbene Pantoletten.

Verschwundene Gegenstände:
  • Stoff-Handtasche, grau-silber, aufgedrucktes Logo "DD", zwei ringförmige Handgriffe;
  • Papiere von Angela Yanez;
  •  Schlüsselbund;
  •  Geldbeutel;
  •  Handy "Samsung SGH-D 600", schwarz.

Ermittlungsfragen:

  • - Wer hat Angela Yanez gesehen bzw. kann etwas über ihren Verbleib sagen? 

Zuständig: Kantonspolizei Zürich, Telefon 0041 (0)44 247 22 11

BREMEN: Vermisst Jutta Fuchs

Was geschah mit Jutta Fuchs? - Junge Mutter spurlos verschwunden
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Vermisste Jutta Fuchs
Foto: Polizei



Bremen 1993: Eine Frau will ein neues Leben beginnen. Doch dann verschwindet sie. Auch 15 Jahre später gibt die Kripo nicht auf. Sie ist sicher: Jutta Fuchs wurde ermordet.

Juni 1993: Die 29-jährige Jutta Fuchs ist Mutter eines zweijährigen Sohnes. Nach mehreren erfolglosen Trennungsversuchen will sie sich endgültig von ihrem Verlobten, dem Vater des Kindes, lösen und ausziehen. Die junge Frau hat bereits eine kleine Wohnung in der Nähe angemietet. Doch am Samstag, dem 26. Juni 1993 erscheint sie nicht zum vereinbarten Umzugstermin.

Persönliche Papiere an der Autobahn


Tags darauf findet ein Autofahrer auf dem Parkplatz Mittelkämpe an der A 27 bei Bremen die Handtasche von Jutta Fuchs. Inhalt: ihr Reisepass, Führerschein, Personalausweis, Bankkarte und eine Telefonkarte; alle Sachen völlig durchnässt, obwohl es zuvor nicht geregnet hat. Die Polizei ist überzeugt: In der Nacht von Freitag auf Samstag muss Jutta Fuchs etwas zugestoßen sein.

Doch trotz aller Bemühungen finden die Beamten keine weiteren Spuren der Vermissten. Erst ein Jahr später, am 27. Juli 1994, fischen zwei Angler eine Plastiktüte aus dem Tietjenssee am nördlichen Bremer Stadtrand, etwa drei Kilometer von der früheren Wohnung von Jutta Fuchs entfernt. In der Tüte befinden sich weitere persönliche Gegenstände von Jutta Fuchs, darunter ein paar Schuhe, eine Zahnbürste und ihr Verlobungsring. Doch auch das bringt die Polizei nicht weiter. Bis heute ist Jutta Fuchs verschwunden. Die Kripo geht davon aus, dass sie ermordet wurde.

Ermittlungsfragen:

  •  Wer kann etwas zum Verbleib von Jutta Fuchs sagen?
  • Wer hat die Handtasche von Jutta Fuchs zwischen 25. und 27. Juni 1993 am Parkplatz Mittelkämpe an der A 27 abgelegt?
  •  Wer hat damals Beobachtungen gemacht, die mit dem Versenken der braunen Plastiktüte im Tietjenssee zusammenhängen? 

Zuständig: Kripo Bremen, Telefon (0421) 83 54 48 8

KÖLN: Tötungsdelikt z.N. von Ralf Krummis

Der Tote im Teppich - Wer sind die Mörder von Ralfs Krumins?
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Mordopfer Ralf Krummis

März 2003: Ein Baggersee in Köln-Gremberghoven. Mehrere Jugendliche machen am Ufer einen grausigen Fund. In einem zusammengerollten Teppich entdecken sie die Leiche eines Mannes. Der Unbekannte wurde mit einer Vielzahl von Messerstichen getötet und muss mindestens drei Monate am Baggersee gelegen haben. Aufgrund der langen Liegezeit kann der Tote zunächst nicht identifiziert werden.
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Fundort: Baggersee bei Köln

Erst mit Hilfe einer Gesichtsrekonstruktion gelingt es Anfang 2007 einen Zeugen zu finden, der angibt, den Toten zu kennen. Doch auch er kann der Polizei nicht den wahren Namen des Opfers nennen - er weiß nur, dass der Unbekannte aus Riga (Lettland) stammt und sich "Roman" nannte.


Die Beamten ermitteln daraufhin, dass der Tote Ralfs Krumins heißt und für die Polizei kein Unbekannter ist. Krumins hielt sich jahrelang illegal in Deutschland auf und sicherte sich seinen Lebensunterhalt mit Gaunereien und als professioneller Spieler. Ende 2002 wurde der 44-Jährige getötet.


Personenbeschreibung:
  • 44 Jahre alt, 
  • ca. 1,80 m groß 
  • dunkelblond 
  • nannte sich auch "Roman" 
  • sprach Deutsch mit Akzent.


Beschreibung des Teppichs: knapp 12 qm groß (4,30 m x 2,80 m), Massenware, terracotta-farben, sehr unsauber geschnitten. Besonderheiten: zwei Ecken abgerundet, Aussparungen am oberen Rand (evtl. für Heizungsrohre), ca. 20 cm langer Schnitt in der Mitte.


Ermittlungsfragen:

  • Wer kannte Ralfs Krumins und weiß, mit wem er zu tun hatte?
  •  Wer weiß, wo er zuletzt gewohnt hat? 


Zuständig:
Kripo Köln, Telefon (0221) 22 90

ESSLINGEN/REICHENBACH: Tötungsdelikt z.N. von Gertrud Schneider

Tödliche Abkürzung - 21 Jahre ungeklärt: Mord an Gertrud Schneider

Samstag, 23. April 1988: In Reichenbach an der Fils macht ein Mann eine grauenvolle Entdeckung. Auf einer Wiese liegt die Leiche einer Frau. Gertrud Schneider hat am Vorabend ihren 55. Geburtstag gefeiert und ist in der Nacht auf dem Heimweg ermordet worden.

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Mordopfer Gertrud Schneider


Am Abend des 22. April 1988 hat Gertrud Schneider bis etwa 23.30 Uhr in einem Vereinsheim im Nachbarort ihren Geburtstag gefeiert. Auf dem Heimweg kommt es im Auto zum Streit mit ihrem Lebensgefährten. Gertrud Schneider will noch nicht nach Hause. Mitten in Reichenbach steigt sie aus. Die stark angetrunkene Frau wird noch bis etwa 1 Uhr von verschiedenen Zeugen gesehen, als sie zu Fuß unterwegs ist. Es scheint, als wolle sie nach Hause.

DNA-Spur des Täters
Um zu ihrer Wohnung im Wohngebiet "Am Siegenberg" zu gelangen, muss sich Gertrud Schneider für eine Abkürzung - den "Drei-Tannen-Weg" - entschieden haben. Was genau auf dem abgelegenen, schlecht beleuchteten Weg dann passiert, ist nicht bekannt. Gertrud Schneider wird stranguliert, möglicherweise mit ihrem eigenen Halstuch. Das Tuch (beige-bordeaux gemustert) und auch die Handtasche (bordeaux-farben) des Opfers nimmt der Täter vermutlich mit.

Die Polizei hat eine DNA-Spur, die vom Täter stammen dürfte. Die Kripo Esslingen hofft, mit Hilfe dieser DNA den Fall auch nach 21 Jahren noch klären zu können.

Unbekannter Motorradfahrer
Für die Ermittlungen der Polizei könnte ein Motorradfahrer eine große Rolle spielen, der in der Tatnacht gegen 1 Uhr den Siegenberg hochfährt. Kurze Zeit später hört ein Anwohner zwei Motorräder, die auf dem Drei-Tannen-Weg nach unten fahren. Sind sie Gertrud Schneider begegnet?

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Geländemaschine Honda MTX 80



Personenbeschreibung:
Der Motorradfahrer, der von einer Zeugin gesehen wurde, soll schlank gewesen sein und 18 bis 20 Jahre alt. Wie die Zeugin weiter aussagte, trug er einen weißen Helm. Das Motorrad könnte eine ältere rote Geländemaschine gewesen sein, möglicherweise eine Honda MTX 80.

Ermittlungsfragen:


  • Wer kennt Personen, die 1988 ein rotes Geländemotorrad besaßen und auf die die Beschreibung zutrifft?
  • Wer kennt Personen, die nach 1988 aus Reichenbach an der Fils weggezogen sind? Die Polizei vermutet, dass der Täter aus dem Ort stammte oder zumindest einen Bezug dorthin hatte.

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung dieses Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Esslingen, Telefon 0711/3 99 04 60