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KOBLENZ: Tötungsdelikt z. N. von Amy Lopez (1994)

Mord an amerikanischer Studentin vor 25 Jahren bis heute ungelöst 


Im September dieses Jahres jährte sich der Mord an einer jungen US-Touristin auf dem Gelände der Festung Ehrenbreitstein zum 25 Mal. Der Weg endet für sie im Tod. Ihr Mörder ist bis heute nicht gefasst. 


Mit diesem Fahndungsplakat wurde nach Hinweisen zum Mörder, der Amy  Lopez gesucht. 
Foto: Polizei 



Die 24-jährige Amy Lopez hatte 1994 von ihrem Vater eine Europareise geschenkt bekommen. Am 26. September 1994 macht sich in Koblenz die junge Amy Lopez aus Texas auf den Weg, um die Festung Ehrenbreitstein zu besichtigen. 
Zu Fuß begann die Texanerin am frühen Morgen den Aufstieg zur preußischen Festung über Koblenz. 

Die 24 Jahre alte Amerikanerin kommt am 25. September in Koblenz an. Die Stadt am Deutschen Eck ist eine Station auf ihrer Europareise, die sie von ihrem Vater zum College-Abschluss geschenkt bekommen hat. Sie ist mit einer Gruppe unterwegs. Am Morgen des 26. September 1994 macht sie sich alleine auf den Weg, Amy will die Festung Ehrenbreitstein erkunden. Sie nimmt einen Bus. 
Zeugen beobachten, wie sie aussteigt. Lebend wird sie das letzte Mal am Abzweig vom so genannten Felsenweg gesehen, der zur Festung hinaufführt.
Dabei kam sie am Turm Aster am Südhang vorbei und betrat das nach dem Festungsplaner benannte „Arbeitszimmer des Generals von Aster“.
An dieser einsamen Stelle begegnete sie dem Täter.


Dort, am Fuße der Festung Ehrenbreitstein, wird sie in Begleitung eines schlanken, jungen Mannes mit blonden Haaren gesehen. Dieser bleibt jedoch im Rahmen der Ermittlungen ein Phantom.


Auch ihn konnte die Polizei trotz Plakatfahndung mit Phantombild nicht finden. Sollte es neue Erkenntnisse geben, können die Ermittlungen jederzeit wieder aufgenommen werden, denn Mord verjährt nicht.


Keine 90 Minuten später ist Amy tot. Zwei Schüler finden die Leiche der jungen Frau in einem Turm unterhalb der Festung Ehrenbreitstein in einem abgelegenen Bereich gegen viertel nach zehn.


Der Fall ist bis heute nicht gelöst. Die Polizei verfolgte rund 300 Spuren. Ein junger Mann wurde vorläufig festgenommen. Die Verdachtsmomente reichten letztlich jedoch nicht für eine Anklage aus. 

Zur Tatzeit war ein junger Mann mit kurzen blonden Haaren in dem Bereich gesehen worden: Ein wichtiger Zeuge oder vielleicht sogar der Täter?


Die Polizei sprach später von einem Sexualmord. Zur Todesart gibt es widersprüchliche Angabe. Dass sich Opfer und Täter wohl nicht kannten, erschwerte die Polizeiarbeit erheblich.


Einzelheiten zu der Tat - zum Beispiel wie Amy zu Tode gekommen ist oder ob Gegenstände gefunden wurden - gibt die Polizei nach wie vor aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preis.


Sicher scheint allerdings zu sein, dass Amy zur falschen Zeit am falschen Ort war.  "Wir müssen auch heute davon ausgehen, dass Amy Lopez ein Zufallsopfer war", schreibt die Polizei in einer aktuellen Stellungnahme. Ihren Mörder hat sie demnach nicht gekannt.

Die Polizei Koblenz ist nach eigenen Angaben bis heute rund 250 Ermittlungsspuren nachgegangen. Die eine heiße Spur, die zur Festnahme des Täters geführt hätte, war bislang nicht dabei. Obwohl bereits ein Vierteljahrhundert seit dem Verbrechen vergangen ist, wurden die Akten zum Fall Amy noch nicht endgültig zugeklappt. Die Polizei überprüfe ungeklärte Tötungsdelikte immer wieder, so auch im Fall Amy, heißt es in Koblenz. Auch persönlich lassen derartige Verbrechen die Ermittler nicht los.


Die Erkenntnisse sind bis heute im Wesentlichen unverändert. In erster Linie hoffen die Beamten auch nach 25 Jahren darauf, dass durch Fortschritte in der Kriminaltechnik die entscheidenden Hinweise gefunden werden können. Die Untersuchungen von DNA-fähigem Material haben sich in den letzten 25 Jahren herausragend geändert, so die Koblenzer Polizei. 

Auch dieser dieser Cold-Case-Fall wird dahingehend gründlich überarbeitet.  


Das Verbrechen sorgte für große Unruhe unter den Koblenzern.

Noch immer gehen, so die Polizei, hin und wieder Hinweise von Bürgern aus Koblenz ein. Sollte der Täter aufgrund eines Hinweises gefasst werden, könnte die vor 25 Jahren ausgesetzte Belohnung von umgerechnet etwa 2.550 Euro ausgezahlt werden.


Wenn Sie einen Hinweis haben, wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizei Koblenz oder an jede andere Polizeidienststelle. 

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