Donnerstag, 10. August 2017

VELBERT: Tötungsdelikt z. N. von Resat Özdemir


Wurden ihm die Geldgeschäfte zum Verhengnis?

Über diesen Mord haben schon Zeitungen und Magazins berichtet. Im ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY" wurde auch  nach dem oder die Mörder von Gesät Özdemir gefahndet. Zudem wurde ein Filmbeitrag über den Mord ausgestrahlt. Ich möchte den Fall auch aufgreifen.
Ein 28-Jähriger aus Velbert verschwindet spurlos. Erst viereinhalb Jahre später entdecken Spaziergänger im Wald in Hattingen-Blankenstein seine sterblichen Überreste. Der Familienvater war in dubiose Geldgeschäfte verstrickt. Für die Polizei steht fest: Er wurde ermordet und dann im Wald vergraben. 

Warum musste Resat Özdemir sterben?
Foto: Polizei

Das Jahr 2012: Resat Özdemir lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Velbert. Er arbeitet in einer Schleiferei. Doch der 28-Jährige hat noch eine weitere Möglichkeit für sich entdeckt, um Geld zu verdienen: Er verleiht unter der Hand große Geldsummen, vorrangig an kurdische Landsleute. Er verlangt dafür hohe Zinsen – zwischen 10 und 20 Prozent im Monat. Um das Geschäft am Laufen zu halten, hat er selbst mehrere Kredite aufgenommen.


Im Frühjahr 2012 kommt es zu mehreren Ereignissen, die nach Einschätzung der Polizei mit dem späteren Verbrechen zu tun haben dürften. Resat Özdemir teilt seiner Frau mit, dass er einem Bekannten 120.000 Euro geliehen habe, dass dieser nun aber Probleme habe, das Geld zurückzuzahlen. Ein Umstand, der Resat Özdemir nervös macht – möglicherweise ist er dadurch selbst in Verzug gegenüber unbekannten Geldgebern geraten. Und er fühlt sich plötzlich verfolgt, wie er seiner Frau berichtet.

Ende März 2012 bekommt Resat Özdemir einen Mann vorgestellt, der ihm anbietet, für ihn Elektro-Artikel und ähnliche Geräte zu verkaufen. Der Mann soll sich selbst „Josef“ genannt haben. Da sich Resat Özdemir nur außerhalb der Wohnung mit ihm trifft, gibt es keine verlässliche Beschreibung, wie der Mann namens „Josef“ ausgesehen haben soll.


Auffällig ist auch, dass sich Resat Özdemir ein zweites Handy und eine SIM-Karte unter falschem Namen zulegt. Dieses Handy dient ausschließlich dazu, für „Josef“ erreichbar zu sein. Dann, am Gründonnerstag, dem 5. April 2012, erklärt Resat Özdemir seiner Frau, dass er von „Josef“ abgeholt werde, um sich dessen neues Geschäft in Gelsenkirchen anzusehen. Resat Özdemir verlässt die Wohnung in der Uhlandstraße in Velbert gegen 19 Uhr. Danach taucht er nicht mehr auf. Wurde er in eine Falle gelockt?


Am nächsten Tag meldet seine Frau Resat Özdemir als vermisst. Die Polizei vermutet schon bald ein Gewaltverbrechen, doch die Ermittlungen geraten ins Stocken. Resat Özdemirs Leiche wird nicht gefunden. Erst viereinhalb Jahre später, am 8. Oktober 2016, werden seine sterblichen Überreste von Spaziergängern gefunden – etwa 20 Kilometer entfernt, im Naturschutzgebiet „KatzVerhängnisei Hattingen-Blankenstein (Ennepe-Ruhr-Kreis).

Leichenfundort
Foto: Polizei

Suche nach Zeugen
Die Kripo Hagen sucht mögliche Mitwisser sowie Zeugen, die am 5. April 2012 oder später verdächtige Beobachtungen in der Nähe des Fundorts bei Hattingen-Blankenstein gemacht haben.
Zudem sucht die Polizei Personen, die den Ermittlern Informationen über Resat Özdemirs Kontakte und Geldgeschäfte geben können.

Personenbeschreibung:

  • Resat Özdemir war zum Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alt, 
  • etwa 1,65 m groß und stämmig. 
  • Er hatte dunkle kurze Haare. 
  • Zuletzt trug er eine schwarze Sommerjacke und darunter ein T-Shirt mit hellen und schwarzen Streifen sowie grau-blaue Jeans.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

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