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MÜNCHEN: Vermisst Sonja Engelbrecht (1995)

Vermisst

Verbrechen nicht ausgeschlossen

Vor 19 Jahren verschwand Sonja Engelbrecht spurlos


Eltern suchen nun auch ganz offiziell im Internet nach Ihrer Tochter

Es sind schon fast zwei Jahrzehnte vergangen, aber das Verschwinden von Sonja Engelbrecht im Jahre 1995 ist auch heute noch in vielen Köpfen. Ich möchte nochmal den Focus auf den Fall legen, da die Familie Engelbrecht nun auch im Internet nach Ihrer Tochter sucht. Ich habe den Fall Sonja Engelbrecht seit Beginn meines Blogs bei mir gelistet und darüber berichtet. Nun haben die Eltern Engelbrecht mit Hilfe einer Freundin eine eigene Homepage für Sonja erstellt. Dort sind alle Fakten und Informationen über Sonja und ihr Verschwinden zu finden. Bitte unterstützt die Homepage. Das große Ziel der Homepage: Sie soll an Sonja erinnern und nach Zeugen/Mitwisser suchen, die zu Aufklärung von Sonjas Verschwinden führen.


Link zur Homepage von Sonja Engelbrecht:

http://sonja-engelbrecht.de/






Sonja Engelbrecht
Vermisst Sonja Engelbrecht
Foto: Polizei


19 Jahre ist Sonja Engelbrecht, als sie im 11. April 1995 am Stiglmaierplatz in München verschwindet. Seit 19 Jahren beißen sich Münchner Ermittler an dem Fall die Zähne aus, und seit 19 Jahren lebt Sonjas Familie zwischen Bangen und Hoffen.


"Im Unterbewusstsein ist sie immer da. Und wenn ich einen Hinweis bekomme oder etwas an sie erinnert, dann ist es sofort da. Man kann das nie vergessen, bis zum letzten Atemzug hat man das immer im Gedächtnis. Das vergisst man nie, das kommt immer wieder hoch." -
Ingrid Engelbrecht, Mutter von Sonja-


Viele Bilder von Sonja hängen an den Wänden der Engelbrechts, Sonja als Kleinkind, Sonja als Grundschülerin, Sonja als Teenager… Enkel werden geboren, wachsen heran, die Gesichter auf den Fotos reifen, Sonjas nicht.

Wie vom Erdboden verschluckt


Sonja steht auf Nirvana und Pearl Jam, sie geht gern aus, aber immer im Schutz der Clique. So war es auch in der Nacht als sie verschwand. Damals trug sie trug sie eine schwarze Lederhose, schwarze Schnürstiefel, eine schwarze Lederjacke, einen Nasenring und viele Ringe.


Die Polizei hat rekonstruiert, dass Sonja mit Freunden in Schwabing unterwegs war. Sie ging mit ihnen in eine Kneipe, dann zu einem Freund und wollte schließlich heim. Ein Kumpel begleitete sie zum Stiglmaierplatz, gab ihr seine Telefonkarte und nahm selbst die Nachttram. Am 11. April 1995 um 2.30 Uhr wurde Sonja zum letzten Mal gesehen, sagt Robert Bastian von der Münchner Mordkommission.



"Wir wissen bis heute nicht, was mit Sonja ist, weil wir von ihr kein Lebenszeichen mehr haben. Wir haben keine Kleidungsstücke oder sonstige Sachen von ihr aufgefunden. Und was wir auch nicht haben, heute wäre das vielleicht nicht der Fall: damals gab es keine Handys."-Kriminalhauptkommissar Robert Bastian-



Hinweise unbedingt melden!



Rund 150 Spuren haben die Münchner Ermittler verfolgt - vergeblich. Selbst dem Tipp eines Hellsehers ging man nach, ebenfalls ohne Erfolg. Die Kripo braucht daher dringend neue Hinweise - und Kriminalhauptkommissar Bastian hat auch eine Vermutung: In der Gegend zwischen dem Stiglmaierplatz und dem Hauptbahnhof war 1995 ein Drogenstrich. Freier fuhren mit ihren Wagen die Straßen ab. Viele von ihnen haben eine kriminelle Vergangenheit.


"Das ist unsere Hauptermittlungsrichtung, dass wir befürchten, dass Sonja zu einer solchen Person ins Auto gestiegen ist, um nach Hause zu kommen und dass dann ein Verbrechen passiert ist."

Kriminalhauptkommissar Robert Bastian


Achterbahnfahrt der Gefühle


Der Ermittler setzt auf den Faktor Zeit: Einige Prostituierte von damals haben den Sprung aus der Szene geschafft und sind nun Hausfrau und Mutter. Auf sie hofft Robert Bastian.


Sonjas Familie hat eine 17-jährige Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich: falsche Privatdetektive kassierten 16.000 D-Mark, Sonja wurde vermeintlich im Iran und im Irak gesehen, ein Hundeknochen in Augsburg wurde für ihre sterblichen Überreste gehalten - und das sind nur wenige Erlebnisse von vielen. Ingrid und Harry Engelbrecht erleben einen endlosen Albtraum. Auch sie appellieren an mögliche Zeugen, sich zu melden.


Zuständige Dienststelle:
 
Polizeipräsidium München
Ettstraße 2
80333 München

Telefon: 089/2910-0
Fax: 089/2910-4863


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