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NIENBURG: Tötungsdelikt z.N. von Stanislava Kratininova (1999)

Polizei bittet um Mithilfe

Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Nienburg haben die Ermittlungen in dem Mordfall "Stanislava Kratinova" wieder aufgenommen und setzen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Vor mehr als 15 Jahren wurde die damals 42-Jährige auf dem Waldparkplatz an der B 214 zwischen Rodewald und Wendenborstel tot aufgefunden. Der Mord an der tschechischen Staatsangehörigen konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.

Rückblick: 


Am 28. Oktober 1999, einem Donnerstag, gegen 13.00 Uhr, fanden Durchreisende bei ihrem Halt auf dem Waldparkplatz an der Bundesstraße den Leichnam. Die Obduktion ergab, dass die Frau in den frühen Morgenstunden des Auffindetages, zwischen fünf und 11 Uhr, getötet worden war. Um die zunächst unbekannte Tote zu identifizieren, gingen die Ermittler am 03.12.99 mit einer Ausstrahlung bei XY an die Öffentlichkeit. Mitte Dezember 1999 konnte die Unbekannte aufgrund einer in Tschechien von Familienangehörigen erstatteten Vermisstenanzeige als die 42-jährige Stanislava Kratinova aus dem kleinen Ort Dolni Roven in Tschechien identifiziert werden. Die 42-Jährige erhielt nach einem Arbeitsunfall, bei dem sie sich eine auffällige Narbe an der linken Hand zuzog, eine Invalidenrente, die sie durch Reisen in die Bundesrepublik aufbesserte. 
Das Opfer hatte vermutlich als "mobile Prostituierte" gearbeitet und war in Fernfahrerkreisen als Anhalterin unterwegs. "So ist Stanislava Kratinova im Jahr 1999 über 30 Mal an Autobahnen und hier überwiegend in Süddeutschland, Oberbayern, Raum Nürnberg und zweimal in Kassel durch die Polizei kontrolliert worden", ergänzt Mielke. 
Nach den polizeilichen Ermittlungen hielt sich die tschechische Staatsangehörige 
am 27. Oktober 99 wahrscheinlich an der Autobahnraststätte Alfeld bei Nürnberg auf. Am Tattag, der in der letzten Herbstferienwoche von Niedersachsen, Bremen und Hamburg lag, wurde sie gegen 04.50 Uhr an der Raststätte Lehrter See in Fahrtrichtung Berlin gesehen, das wurde von der Polizei überprüft, da sie aber nach Hamburg wollte, verwiesen die Beamten sie auf die andere Autobahnseite. Hier muss sie auf ihren Mörder getroffen sein.


Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und Ermittlung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Verden eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Fragen der Kriminalpolizei: 

  1. Wer kannte Stanislava Kratinova? 
  2. Wo hielt sie sich in Deutschland auf? 
  3. Wer hat sie an der Raststätte Lehrter See abgesetzt, dort gesehen oder mitgenommen? 
  4. Hatte sie feste Kontakte oder Freunde unter den LKW-Fahrern? 

Hinweise nimmt neben dem Aufnahmestudio in München auch die Polizei Nienburg unter 05021/9778-0 entgegen.

Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amalie-Thomas-Platz 1
31582 Nienburg
Gabriela Mielke
Telefon: 05021/9778-104
Fax: 05021/9778-150
E-Mail: gabriela.mielke@polizei.niedersachsen.de

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