Donnerstag, 26. September 2013

MÜNCHEN: Tötungsdelikt z. N. von Michaela Eisch

Auch nach 28 Jahren noch immer ungeklärt

Ich werde den Focus nochmal auf Michaela Eisch richten, da ich mir wünsche, das der Fall aufgeklärt wird.

28 Jahre ist es her, da wird ein kleines Mädchen in München als vermisst gemeldet. Hubschrauber, Spürhunde, Polizei-Hundertschaften - alle sind auf der Suche nach ihr. Vier Wochen später dann die traurige Gewissheit: Die 8-Jährige ist tot - ermordet.

Bildergebnis für Michaela Eisch
Michaela Eisch

München, 1985. Die achtjährige Michaela Eisch lebt mit ihrer Mutter in der sogenannten Maikäfersiedlung im Münchner Osten. Ihre Eltern sind geschieden, zu ihrem Vater hat sie keinen Kontakt. Michaelas Mutter ist berufstätig und arbeitet im Frühstücksservice eines Hotels in der Innenstadt. Die Großeltern, die in der Nachbarschaft wohnen, übernehmen oft die Betreuung des Kindes.



Eine schicksalhafte Entscheidung


16. Mai 1985 - Fronleichnam - ein Donnerstag. Der Tag darauf ist schulfrei. Michaela wünscht sich, ihre Mutter am nächsten Tag am Arbeitsplatz abholen zu dürfen. Die Mutter lehnt zunächst ab, weil die Achtjährige hierfür allein mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof fahren müsste. Doch nach langem Bitten und Betteln schafft Michaela es schließlich, ihre Mutter zu überzeugen.



Am nächsten Morgen geht Michaela zu ihren Großeltern rüber, um dort zu frühstücken. Gegen 10.30 Uhr bricht sie auf. Sie will zu einem der beiden nahe gelegenen U-Bahnhöfe: Michaelibad oder Innsbrucker Ring und von dort aus mit der U5 zum Hauptbahnhof. Auf dem Weg zum Arbeitsplatz ihrer Mutter verschwindet sie.

Michaela und der Unbekannte

Eine große Suchaktion beginnt. Zwei Zeugen wollen Michaela an diesem Tag noch an der Braunauer Brücke gesehen haben - in Begleitung eines Mannes, mit dem sie vertraut gewirkt habe. Der Fremde soll die kleine Michaela über einen Zaun gehoben haben.


Und tatsächlich: Vier Wochen nach Michaelas Verschwinden wird ihre Leiche dort, an der Braunauer Brücke, gefunden. Die Polizei hält es für wahrscheinlich, dass Michaela ihren Begleiter gekannt hat - vielleicht nur flüchtig. Mit Hilfe eines Massen-Gentests im Jahr 2011 wird noch einmal die gesamte Nachbarschaft überprüft, allerdings ohne Erfolg.

Michaelas Mutter, Helga Brunner (geschiedene Eisch), war 1985 alleinerziehend und auf der Suche nach einem Lebensgefährten. Dabei beauftragte sie unter anderem eine Partneragentur. Die 28-Jährige besuchte oft Gaststätten in der Nähe ihrer Wohnung. Deshalb könnte auch eine "Zufallsbekanntschaft" als Täter in Frage kommen.

Helga Brunners Stammlokale in München:

  • "Bierblume", Josephsburgstraße 58
  • "Mucki´s Pils Pub", Kreillerstraße
  • "Laterndlkeller", Rosenheimer Platz
  • "Michaeli Stüberl", Hechtseestraße 56

Beschreibung des Fremden an der Braunauer Brücke: 

  • etwa 30 Jahre alt, 
  • 1,85 m groß, 
  • schlank, dichtes blondes Haar. 
  • Heute wäre der Mann 60 Jahre alt.
So soll der Mann gesuchte Mann 1985 ausgesehen haben.


Fragen nach Zeugen:

  1. Wer kennt einen Mann, der zum damaligen Zeitpunkt in den genannten Gaststätten verkehrt und dort möglicherweise eine allein erziehende Mutter kennen gelernt hat?
  2. Wer kann Hinweise zu damaligen Bekanntschaften von Helga Brunner geben?
  3. Wer kennt eine Person, die den damaligen Phantomzeichnungen ähnlich gesehen hat?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo München, Telefon 089 / 291 00

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