Samstag, 25. Mai 2013

BASSUM: Tötungsdelikt z.N. von Nicole Stindt (2009/2010)

Mord verjährt nichtI

Ich habe hier in meinen Blog immer wieder über den Mordfall berichtet. Leider muss ich sagen, dass sich nicht viel getan hat und der Täter nicht gefasst wurde. Nun liegt der Mord schon gut 7 Jahre zurück und ich  möchte nochmal einen Focus auf den Fall legen, denn wir haben das Verbrechen nicht vergessen und ich möchte nochmal mögliche Zeugen ansprechen, doch noch zur Polizei zu gehen.

Fast auf den Tag genau drei Jahre ist es her. Da machte eine Spaziergängerin im Waldstück Buchholz in Groß Ippener einen grausigen Fund. Im Unterholz lagen Überreste eines Menschen. Einige Tage später wussten die Ermittler: Die Tote ist Nicole Stindt, 38 Jahre, aus Stuhr. Ein Dreivierteljahr zuvor war die Frau spurlos verschwunden.

Mordopfer Nicole Stindt


Bis heute läuft der Mörder der jungen Frau frei herum. „Wir haben im Moment leider keine heiße Spur“, sagt Polizeisprecher Andrik Hackmann. Dabei hatte die Mordkommission intensiv ermittelt. Und auch bei „Aktenzeichen XY“ wurde der Fall ausgestrahlt. Doch noch immer fehlt das entscheidende Detail, das die Ermittler weiter bringen könnte.

Rückblick:
Am 18. August 2009 wurde Nicole Stindt zum letzten Mal gesehen. In Bassum (Kreis Diepholz) hatte sie eine Hundeschule besucht. Am Tag darauf wurde ihre Schäferhündin „Lana“ in Dötlingen gefunden – offensichtlich dort ausgesetzt. Fast zur selben Zeit entdeckte die Polizei den Wagen von Nicole Stindt – einen grauen Toyota Corolla Kombi – in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofes. Doch von der zurückgezogen lebenden Frau gab es zunächst keine Spur.

Erst am Pfingstmontag 2010 machte die Spaziergängerin in Groß Ippener den schockierenden Fund.

Die Polizei entdeckte dort ein regelrechtes Grab. Kurz darauf stand die Identität der Toten fest. Die Ermittler vermuten, dass Nicole Stindt bereits kurz nach ihrem Verschwinden ermordet wurde.

Umgehend wurde eine 19-köpfige Mordkommission gebildet. Da die Tote aus Stuhr stammte, übernahmen Ermittler der Polizeiinspektion Diepholz den Fall. Theorien gab es damals gleich mehrere.

Variante 1: Die Frau hatte eine Erbschaft gemacht. „Es war kein Geheimnis, dass sie Bargeld im Hause hatte“, so ein Ermittler.

Variante 2: Nicole Stindt hatte übers Internet Männerbekanntschaften gesucht. Bei der Partnerbörse „Friendscout 24“ war sie als „Julchen 71“ registriert. Möglicherweise, so die Ermittler, könnte sie ihren späteren Mörder im Internet getroffen haben.

Die Mordkommission verfolgte alle bekannten Spuren. Etliche Verdächtige wurden befragt – ohne Ergebnis. „2012 haben wir die Mordkommission aufgelöst“, sagt Andrik Hackmann. Das bedeute aber nicht, dass der Fall zu den Akten gelegt sei. „Mord verjährt nicht. Wir bleiben dran, aber nicht mehr mit diesem hohen Personalaufwand.“

Immer wieder nimmt sich ein Ermittler die Akten vor. Oft auch Kollegen, die neu zur Inspektion stoßen. „Die schauen da unbefangener drauf“, sagt der Polizeisprecher. Vielleicht hat man ja irgendwo ein Detail übersehen. Gleichzeitig halten die Ermittler ihre Ohren offen. Möglicherweise widerspricht sich ein früher bereits Befragter.

„Manchmal muss man auch auf Kommissar Zufall hoffen“, sagt Hackmann.



Die Polizei in Diepholz möchte wissen:

  • Wer hat Nicole Stindt am 18.8.2009 noch gesehen?
  • Gab es an diesem Abend ein geplantes oder ein spontanes Treffen mit einer weiteren Person? 
  • Wer hat gesehen, wer das Auto des Mordopfers im Breitenweg in Bremen abgestellt hat? 
  • Wer kennt Kontaktpersonen des Mordopfers, wer hatte Kontakt zu Nicole Stindt oder zu „julchen71“ im Internetportal www.friendscout24.de und wurde bislang noch nicht von der Polizei befragt?

  • Wer weiß, wer hinter den u.a. Nicknames steckt, wer hatte Kontakt zu diesen Personen?

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Für Hinweise, die zur Klärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an die Mordkommission „Buchholz“ in Diepholz unter der Telefonnummer 05441 9710, per E-Mail an moko-diepholz@pi-dh.polizei.niedersachsen.de oder an jede andere Polizeidienststelle

1 Kommentar:

  1. http://www.youtube.com/watch?v=3TzxeojNSbc

    ab 02:36

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