Montag, 22. Oktober 2012

BONN: Tötungsdelikt z.N. von Claudia Wilbert

Wird ihr Tod je gerächt?

Im Wald nahe des Forsthauses Scheuren. Bis heute bewegt Höfel die schreckliche Tat. Vor allem, seitdem der alte Fall Trudel Ulmen (siehe Info-Kasten) nach Jahren aufgeklärt werden konnte.

Bestatter tragen die Leiche der Schülerin Claudia Wilbert aus dem Waldstück, in dem ein Autofahrer sie entdeckt hatte.
Bestatter tragen die Leiche der Schülerin Claudia Wilbert aus dem Waldstück, in dem ein Autofahrer sie entdeckt hatte. 



Der 29. März 1979. Hans-Peter Höfel vergisst diesen Donnerstag vor fast 34 Jahren nie. „Als ich morgens zum Dienst kam, wurde mir mitgeteilt, dass ein Mädchen verschwunden ist – kaum 500 Meter von meinem Wohnhaus entfernt“, erzählt er.


Claudia Wilbert war am Abend zuvor bei einem Klassentreffen im Rheinbacher Mädchengymnasium gewesen. Ihr Bruder wollte sie abholen. Während die 17-Jährige unter einer Straßenlampe wartete, sprach ein unbekannter Autofahrer sie an. Kurz darauf sahen Zeugen, wie er die Schülerin mit Gewalt in den Wagen zerrte und wegraste!


Claudia Wilbert: Ihr brutaler Tod 1979 wurde bis heute nicht gerächt.
Claudia Wilbert: Ihr brutaler Tod 1979 wurde bis heute nicht gerächt. 


„Zunächst lag es in unserer Hand, sie zu suchen“, erklärt Ex-Polizist Höfel. Er und seine Männer arbeiteten fieberhaft, fuhren unter anderem die Straßen ab. Alle hofften, Claudia lebend zu finden. Eine Soko wurde in der Wache stationiert, Beamte durchkämmten den Wald Richtung Waldkapelle.


„Plötzlich kam über Funk die Meldung, dass ein totes Mädchen gefunden wurde“, erinnert sich Hans-Peter Höfel. „Sie lag an einem Waldparkplatz, an dem ich häufiger vorbeikomme. Mir läuft es dort noch immer kalt den Rücken runter…“


Claudia war gefesselt und brutal erschlagen worden. Ein Autofahrer, der sich die Füße vertreten wollte, hatte ihre Leiche entdeckt. Spuren wiesen daraufhin, dass sich die 17-Jährige massiv gegen ihren Mörder gewehrt hatte.


Ab da war der Fall voll und ganz in der Hand der Mordkommission. „Ich habe die Ermittlungen aber immer verfolgt“, so Wachleiter Höfel. Claudia hat er nie vergessen. „Als ich in Pension ging, hat mich der ungelöste Fall begleitet“, sagt der 70-Jährige. „Nach Trudel Ulmen kam alles wieder hoch. Seitdem denke ich fast täglich: Hoffentlich wird auch der Tod dieses Mädchens endlich gerächt.“


Von IRIS KLINGELHÖFER und MARION STEEGER

Kommentare:

  1. http://www.express.de/bonn/mordfall-claudia-wilbert---17--das-leid-der-mutter---als-waere-es-gestern-passiert-,2860,20767606.html

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  2. interessante Geschichte. Der Täter wird wohl nie gefunden werden.........

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