Donnerstag, 15. März 2012

KÖLN/BONN: Tötungsdelikt z. N. von Theodor Clemens

Wird sein Mörder nun nach 28 Jahren geschnappt?
Mordopfer Theodor Clemens.
Mordopfer Theodor Clemens.
Foto:Polizei


Tagelang lag Theodor Clemens tot in seiner Wohnung in Raderthal. Dann meldete ihn sein Bruder als vermisst. Polizisten fanden Clemens’ Leiche auf dem Boden liegend mit mehreren Stichverletzungen im Oberkörper. Das war am 13. August 1984.

Der bisexuelle Krankenpfleger soll damals immer wieder junge Männer vom Hauptbahnhof mit in seine Wohnung genommen haben. War einer von ihnen sein Mörder?
Mit diesem Foto wurde damals nach dem Täter gefahndet.
Mit diesem Foto wurde damals nach dem Täter gefahndet.



Jetzt – 28 Jahre nach dem grausamen Mord – könnte die Polizei kurz davor sein, den Fall aufzuklären. 1984 gab es noch keine DNA-Analyse, keinen genetischen Fingerabdruck.

Aber 2012 stehen den Beamten modernste Mittel zur Verfügung. Bei einer erneuten Untersuchung der damals sichergestellten Beweise konnte jetzt Täter-DNA gefunden werden. Und diese bringt die Ermittler jetzt auf die erste heiße Spur.

Denn die gleiche DNA ließ 2004 ein Mann in Bonn am Tatort in der Dorotheenstraße zurück. Der Mörder von Theodor Clemens hatte sich dort beim Einbruch in ein Weinfachgeschäft verletzt und Blutspuren zurückgelassen.

Laut Polizei muss er dabei mindestens einen Komplizen gehabt haben. Und der wird jetzt fieberhaft gesucht. „Da der Einbruch bereits verjährt ist, muss der Komplize keine Angst vor einer Strafe haben. Er soll sich bei uns melden“, so ein Polizeisprecher. Vermutlich wusste der Mann gar nicht, dass er mit einem Mörder zusammen auf Klautour war.

Weitere Hinweise auf den Mörder erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft Köln durch die Sendung „Aktenzeichen xy-Ungelöst“ im ZDF. Hier wird der Fall in der aktuellen Folge am 14.März 2012 noch einmal aufgegriffen.

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